#91 Wenn ich Bundeskanzler wäre – Part 1

#91 Wenn ich Bundeskanzler wäre - Part 1

Lesezeit: 3 Minuten

Ein Gedankenspiel:
Nehmen wir einmal an, ich hätte eine Partei gegründet (ich habe wirklich mit dem Gedanken gespielt), würde Bundeskanzler werden, wie würde ich mir eine ideale Bundesrepublik Deutschland vorstellen?

Kommen wir kurz auf die Partei zurück. Beim Bundesministerium des Inneren (BMI) nachgeschaut. Man muss nicht viel machen. Satzung ist klar, Vorstand auch, aber es gibt keine Mindestanzahl an Mitgliedern.
Also doch Bundeskanzler? Der König ist schon von Rio Reiser besetzt.

Das Idealbild

Das Idealbild von Deutschland, Wahlversprechen einer fiktiven Partei mit dem irrsinnigen Traum, dass Politiker für das Volk eintreten.
Hier ein paar Beispiele, die, so finde ich, nicht aus der Luft gegriffen sind, was Deutschland helfen würde, wieder ein Ort zum Leben zu werden.

Die Wahlversprechen sind verbindlich

Wie schön grinsen sie von den Plakaten (außer Scholz, der grinst nur bei Erinnerungslücken), süße Versprechungen, ein Korb voller Geschenke an das Volk, das sich nach der Wahl als verfaultes Obst herausstellt: Wie immer.
Fiktive Partei: Alle Wahlversprechen sind verbindlich und sind von einer (wirklich) unabhängigen Kommission nachzuprüfen. Bei Nichterfüllung hat die Partei für den “Schaden” aufzukommen.

Grundeinkommen

Wer hat es den heutigen Politikern ermöglicht, eine Schulbildung, Frieden und freie Berufswahl zu genießen: Richtig, die Rentner.
Wer hat eine der miesesten Renten in Europa und darf sich glücklich schätzen, dass Leute Pfandflaschen wegwerfen und damit zum Einkommen der Rentner beitragen: Richtig, die Rentner.
Fiktive Partei: Jeder Bürger der Bundesrepublik Deutschland erhält eine Summe X als bedingungsloses Grundeinkommen. Kinder erhalten die Summe Y. Dieses Geld wird vom Staat in ETFs angelegt (die Eltern haben das Wahlrecht, welches ETF) und mit dem 18 Lebensjahr geht das Konto in den Besitz der Kinder über (Schutz vor Eltern, die das Geld zweckentfremden).
Ich habe gerechnet:
Jedes Kind bekommt bis zu seinem 18. Lebensjahr 600 Euro/Monat. Das macht fast 130.000 Euro. Gutes Startkapital ins Berufsleben. Wie finanzieren?
Ich habe weitergerechnet:
Wer bekommt viel Geld? Richtig: Die Bundeswehr.
Nehmen wir einen Eurofighter. Anschaffungskosten 98.000.000 Euro. Jetzt teilen wir die Summe einmal mit dem Geld, das ein Kind bekommen würde. Für einen Eurofighter (der Leben auslöschen kann) bekommen 754 Kinder einen sorgenfreien Start in das Berufsleben. Die Bundeswehr besitzt 138 Eurofighter, macht nach Adam Riese und Eva Zwerg: 104.052 Kinder (gezahlt wird das Grundeinkommen über einen Zeitraum von 18 Jahren). Bei der Rechnung der Tötungsmaschinen sind keine Bewaffnung, Wartung etc. eingerechnet.
Was man für richtig eingesetztes Geld bekommen kann, ist einfach erstaunlich.

Das Rentenalter wird heruntergesetzt

Man stelle sich einmal körperliche Arbeit vor, weiterhin stelle man sich vor, diese körperliche Arbeit wurde ein Leben lang ausgeführt. Ich würde mich schämen, mein Dach von einem 70-jährigen Dachdecker decken zu lassen.
Fiktive Partei:Das Rentenalter wird herabgesetzt, sagen wir auf 60 Jahre, für anstrengende Berufe (z.B. im Pflegedienst könnte dies noch geringer sein). Gleichzeitig wird die Bildung der Kinder nach modernen Kriterien gefördert, so dass die Schere zwischen Alt und Jung verkleinert wird.

Abschaffung der Rentenkasse, Einführung von Staats-ETFs

Der marode Selbstbedienungsladen Rentenkasse wird geschlossen.
Fiktive Partei: Alle Berufsneulinge werden Geld in einen Staats-ETF einzahlen (Portfolio aus bestehenden ETFs), es gibt einen Sockelbetrag, der nach oben offen ist. Das Geld kann periodisch ausgezahlt werden (alle 10 Jahre, maybe).

Keine Immunität der Minister (Politiker)

Da hat der Kerl oder Kerlin doch Mist gebaut. Aber wofür gibt es die Immunität (nicht die pseudo gespritzte)? Mit der darf sich der gewählte Volksverarscher so einiges erlauben und kommen ungeschoren davon (inklusive geldliche Staatsversorgung).
Fiktive Partei: Abschaffung der Immunität für Minister und Politiker. Jeder Volksvertreter ist für sein Handeln in vollem Umfang verantwortlich und muss sich, wie jeder Bürger, im Falle eines Falles mit den Konsequenzen auseinandersetzen.

Dies war Part 1. Am Ende von Part 2 kommen wir zu dem Punkt in der fiktiven Bundesrepublik Deutschland, die das Land für immer aus allen (oder möglichst vielen) Miseren heraushalten kann.

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