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#94 Bulle und Bär – Die Börse als Zoo?

Lesezeit: 3 Minuten

Bullenmarkt und Bärenmarkt, so sieht der Zyklus der Börse aus.

Rundlauf der großen Tiere

Der Bulle (Stier; was für ein Zufall: mein Sternzeichen) steht für den Anstieg der Börse, also wenn die Kurse steigen. Ab und zu liest man auch hierfür das französische Wort Hausse.
Der Bär, wer hätte es gedacht, steht für den Rückgang der Börse. Für die Frankophilen unter euch: Baisse.

Bärige Zeiten

Die Börse ist im Moment eher im Abwärtstrend. Nun gut, das stimmt nicht so ganz. Wenn ich mir mein Portfolio so anschaue, dann haben wir es eher mit einer Achterbahn zu tun, auf Französisch: Montagnes Russes. Seltsamerweise heißt Montagnes Russes russische Berge. Spuky. Denn der Krieg, den Russland gegen die Ukraine führt, ist einer, wenn nicht der einzige Auslöser, warum die Börsen sich im Achterbahn-Modus befinden.

Kaufen oder ängstlich sein

Ich brauche die Lage nicht zu beschönigen: Das Portfolio ist im Minus, ich habe Verluste gemacht (virtuell) und ich bin meinem Ziel, den Brot- und Butterjob aufzugeben und mich nur noch meiner Kunst hinzugeben, so weit entfernt wie noch nie. Oder nicht? Dazu später mehr.
Ziehe ich den Schwanz ein und gestehe mir ein, dass die Börse ein Spielplatz für Zocker und Halodris ist? Dann hätte ich Angst, dass das Geld weg ist. Dass ich das Geld durch das monetäre Klo gespült habe. Aber es ist nur virtuell weg. Ich habe die Aktien noch, also ist kein Verlust entstanden. Es sei denn, genau, wenn mich die Angst packt und ich den “kümmerlichen” Rest auf meinem Konto sehen will, wo es natürlich sofort der Gefräßigkeit der von unserer allseits geliebten Gurkentruppe fabrizierten Inflation anheim gesucht wird. Danke schon einmal an der Stelle an den Menschen, der mit Deutschland nichts anfangen kann und im Übrigen, Kinderbücher schreiben, das sollte er auch denjenigen überlassen, die das können, genauso wie die Wirtschaft, wie Haushaltstipps. Ach komm, wenn wir schon dabei sind, er soll doch bitteschön alles lassen.
Wir bzw. ich kann auch heroisch sein und jetzt kaufen.
Ist das klug?
Aus meiner Sicht ist es das Beste, was man machen kann. Ohren anlegen, denn die Lügenpresse beschreibt schon das Ende der Börse, das Ende der Welt und was auch immer. Jetzt kaufen lautet die Devise. Das Geld vernichtet sich im Moment selbst und es gibt keinen besseren Zeitpunkt, als sich jetzt mit günstigen Aktien, ETFs oder Kryptos einzudecken.
Kaufen. Warten. Freuen.

Ich gehöre nicht dazu

Was hört man landauf und landab, wenn eine Aktie raketenartig steigt. Hätte ich das gewusst, hätte ich einsteigen können, dann wäre ich jetzt reich, dann müsste ich nicht vor dem Chef buckeln, dann könnte ich jetzt Cocktails in der Karibik schlürfen blablabla.
Es kann sein, dass es den einen oder anderen Mut kostet, jetzt in den Markt zu investieren. Denn der Markt kann sich noch nach unten bewegen. Aber wie man nicht den Scheitelpunkt nach oben vorhersagen kann, so kann man auch die Talsohle nicht vorhersagen. Ja, es gibt Rechenmodelle, es gibt auch eine Wettervorhersage, aber die Unwägbarkeit bleibt immer.
Ich kann gut brüllen, ich habe schon die Bären- und die Bullenerfahrung gemacht. Aber Mimimi-Typen werden nun mal nicht reich, außer in ihren Träumen und die sind spätestens am Ende der Nacht vorbei.

Mal in die Glaskugel geschaut

Ich sprach von der Entfernung zu meinem Lebensziel. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass ich mich rückwärts bewege, das Ziel immer kleiner wird.
Ist das so?
Auf den ersten Blick ja, so und nicht anders. Aber werfen wir doch noch mal ein anderes Auge auf die Situation. Jetzt kaufe ich billig. Der Bulle gewinnt die Oberhand (dies wird auf kurz oder lang geschehen) und dann steigen die Aktien wieder.
Ich habe Aktien zu günstigen Preisen gekauft, also den Turbo angeschmissen. Was werden diejenigen machen, die nicht so viel Mut hatten? Richtig, sie kaufen, wenn die Aktien steigen, was machen diejenigen, die noch weniger Mut haben? Richtig, sie kaufen, der Markt wird heiß, die Aktien steigen immer schneller. Und heißt es Spitz pass auf. Wann überhitzt der Markt? Oder anders gesagt, wann ist der Peak erreicht. Jetzt heißt es verkaufen und die Gewinne realisieren. Das Perfide daran ist, dass der Ängstliche und noch schlimmer, der noch Ängstlichere immer noch hofft, dass der Weg noch nach oben geht. Ergebnis: teuer eingekauft und nicht zum besten Preis verkauft.
Das Ganze hat auch einen Namen: Ei des Kostolany oder das antizyklische Investieren.

Am Ende des Tages bleibt es spannend

Das ich am absoluten Tiefpunkt kaufen und am höchsten aller Peaks verkaufen werde, das glaube ich nicht. Von diesen Gedanken sollte man sich verabschieden. Aber wenn man ein wenig Grips und Mut in die Sache steckt, dann ist die Geldbörse immer ein bisschen voller als vorher.

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#92 Wenn ich Bundeskanzler wäre – Part 2

Lesezeit: 4 Minuten

Die Anforderungen an eine lebenswerte Bundesrepublik Deutschland hören nicht auf, deshalb heute der zweite Teil. Aber dies ist alles nur ein kleines Tröpfchen auf einem superheißen Stein. Und wie es bei guten Spannungsbögen nun mal so ist: Das Beste, oder das, was mir am meisten am Herzen liegt, kommt zum Schluss.

Grüner Strom wird gefördert

Da ist man grüner und schaltet Kohlekraftwerke an, weil man nicht weiterweiß. Identität kann schon einmal das Schwert des Damokles sein. Aber als Politiker ist man es gewohnt, dumm dazustehen.
Fiktive Partei: Es wird konsequent auf grünen Strom gesetzt. Neubauten müssen mit Solarstrom geplant werden. Alternative Energien werden auf Herz und Nieren geprüft und bei einer positiven Bilanz eingesetzt. Alles, was der Umwelt schadet, wird eingestampft, so dass es auch in Pseudokrisen nicht mehr zu gebrauchen ist.

Die deutsche Sprache und Kunst werden gefördert

Das Land der Dichter und Denker, was war das noch für eine schöne Zeit ohne das Gendersternchen, in dem der fiktive Winnetou in den Sonnenuntergang reiten konnte, seinen Bruder schlitzen konnte, um das Blut zu mischen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis “Brauner Bär” auf immer in den Annalen der Eisgeschichte verwindet. Und was kommt als Nächstes, was missfällt einer immer beleidigten Minderheit?
Einschub: Gleichberechtigung ist wichtig und ich frage mich, wieso dies überhaupt ein Thema sein muss. Es geht hier lediglich um die Verstümmelung des Wortschatzes.
Fun Fact: Man nimmt an, dass es in den Tiefen des Genderwahnsinns ein Wort gibt, dass Krankenschwesterin heißt.
Fiktive Partei: Jedwede Wortverstümmelung wird zurückgenommen. Die Gleichberechtigung wird dort vollzogen, wo sie nicht von wahnwitzigen Wortakrobaten benutzt wird, um etwas darzustellen, was die Mehrheit nicht will. Der Vollzug findet beim Lohn, bei Karrierechancen usw. statt.

Es wird eine Demokratie geben, die eine verpflichtende Volksabstimmung vorsieht

Das Volk in einer Demokratie entscheidet, welche Partei ihre Bedürfnisse für vier oder fünf Jahre vertreten soll. So soll es sein, aber die Demokratie ist in Wirklichkeit eine Diktatur, in der das Volk den Despoten wählt.
Fiktive Partei: Politiker können gewählt werden, so weit so gut. Entscheidungen gehen aber vom Volk aus. Diese werden per Wahl entschieden. Diese Wahlen sind für die Bevölkerung mit Eintritt ins Wahlalter verpflichtend. Die Hürden für die Volksabstimmung sind niedrig. Über niederschwellige, aber sichere Verfahren wird sich der Bürger an der Wahl beteiligen können. Es werden permanente Wahllokale bereitgestellt oder die Stimme kann per Computer oder Mobilgerät abgegeben werden. Entscheidungen, die eine Mehrheit erlangen, sind durch die Politiker umzusetzen. Die Kontrolle der Wahl, die richtige und verständliche Fragestellung und das Ergebnis der Umsetzung wird von einer unabhängigen Kommission vorgenommen.

Nebentätigkeiten von Politikern sind genehmigungspflichtig

Was interessiert mich die Politik, wenn ich meine vom Steuersklaven bezahlte Zeit in einem oder besser noch mehreren Aufsichtsräten verbringen kann. Die restliche Zeit des Tages werde ich meinem Lobby-Hobby nachgehen und Dementi über mein desaströses Verhalten können meine Untergebenen formulieren.
Fiktive Partei: Alle und damit sind alle Nebentätigkeiten von Politikern gemeint, sind genehmigungspflichtig. Eine unabhängige Kommission entscheidet darüber, ob der Nebentätigkeit stattgegeben wird oder nicht. Generell auszuschließen sind Nebentätigkeiten in Aufsichtsräten und als Pharma-Lobbyist. Verstöße werden wie bei jedem Arbeitnehmer geahndet.

Renovierung und Digitalisierung des Schulsystems

Das Fehlen von Klopapier könnte man, wenn man wollte, als eine Nachlässigkeit des Putzdienstes auffassen. Tastaturen in Computerlaboren, die schlichtweg nicht vorhanden sind oder denen Tasten fehlen, sind nicht zu tolerieren. Lehrer, die sich redlich bemühen, den Aushilfsadmin zu geben, sind an der Tagesordnung und in der restlichen (außerhalb der Schule) Welt ein No-Go. Gebäude, die langsam vor sich hin schimmeln oder in einer anderen Art und Weise sich dem Verfall hingeben, sind keine Ausnahme, sondern an der Tagesordnung.
Fiktive Partei: Das föderalistische Schulsystem wird aufgelöst und an den Bund übergeben. Es darf nie wieder einen Flickenteppich wie zu den miesen Zeiten von C 19 geben.
Schulgebäude werden einen Grundriss haben, der sich an den modernen Gegebenheiten des Lernens und der Technik orientiert. Toiletten und andere hochfrequentierte Bereiche werden modular aufgebaut, um diese bei Bedarf schnell austauschen zu können. Vorteil: Eine Baugenehmigung reicht. Alle 10 Jahre wird der Grundriss auf seine Tauglichkeit überprüft und ggf. angepasst.

In allen Jahrgangsstufen werden sowohl das Frühstück als auch das Mittagessen umsonst angeboten. So werden auch Kinder versorgt, in denen das Elternhaus dies nicht leisten kann.

Der Unterrichtsstoff wird modernisiert. Die Kinder lernen den modernen Umgang mit Geld. Dazu gehören der Aufbau des Finanzsystems und der Umgang mit Aktien, ETFs und Kryptowährung, diese werden per Musterdepot aufgebaut und von den Schülern betreut.

Die freigeistige Begleitung der Schüler wird gefördert. Dazu gehört das Entwickeln von Empathie, Resilienz und der Umgang mit Konflikten und deren Lösung.

Der Unterricht wird auf die Neigung der Schüler zugeschnitten und das stereotype Lernen wird abgeschafft.
Sind diese Punkte realistisch?
Ich habe einige Punkte, die mir auf der Seele brennen, auseinandergenommen und meine Wunschvorstellungen in die verschiedenen Themen gegossen.
Wie realistisch sind solche Veränderungen?
Manchmal sind Veränderungen nur über einen langen Zeitraum möglich, aber manchmal kann man die Ziele auch schnell umsetzen. Wichtig hierbei ist nur, dass man etwas tut und das, was man tut, gut überlegt ist und in die richtige Richtung geht. Die richtige Richtung ist das Wohl des Menschen. Druck und Nötigung, denen wir zurzeit ausgesetzt sind, haben keinen Bestand. Ich gebe zu, die Deutschen sind harmlose Demonstranten. Aber es ist wie mit den Katzen, man kann sie ärgern, zurückdrängen und irgendwann endet die Rückwärtsweg, dann gibt es nur noch eine Richtung: Nach vorne, koste es, was es wolle. Ist es das, was die Politiker beabsichtigen? So dumm kann kein Mensch sein. Diese Situationen sind nicht mehr beherrschbar.

Ich hoffe, dass wir eines Tages aufwachen und die Hohlköpfe von Politikern Geschichte sind und die Menschheit (nicht nur die Deutschen) so leben können, dass das Leben nicht immer ein Dagegen beinhaltet.

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#91 Wenn ich Bundeskanzler wäre – Part 1

Lesezeit: 3 Minuten

Ein Gedankenspiel:
Nehmen wir einmal an, ich hätte eine Partei gegründet (ich habe wirklich mit dem Gedanken gespielt), würde Bundeskanzler werden, wie würde ich mir eine ideale Bundesrepublik Deutschland vorstellen?

Kommen wir kurz auf die Partei zurück. Beim Bundesministerium des Inneren (BMI) nachgeschaut. Man muss nicht viel machen. Satzung ist klar, Vorstand auch, aber es gibt keine Mindestanzahl an Mitgliedern.
Also doch Bundeskanzler? Der König ist schon von Rio Reiser besetzt.

Das Idealbild

Das Idealbild von Deutschland, Wahlversprechen einer fiktiven Partei mit dem irrsinnigen Traum, dass Politiker für das Volk eintreten.
Hier ein paar Beispiele, die, so finde ich, nicht aus der Luft gegriffen sind, was Deutschland helfen würde, wieder ein Ort zum Leben zu werden.

Die Wahlversprechen sind verbindlich

Wie schön grinsen sie von den Plakaten (außer Scholz, der grinst nur bei Erinnerungslücken), süße Versprechungen, ein Korb voller Geschenke an das Volk, das sich nach der Wahl als verfaultes Obst herausstellt: Wie immer.
Fiktive Partei: Alle Wahlversprechen sind verbindlich und sind von einer (wirklich) unabhängigen Kommission nachzuprüfen. Bei Nichterfüllung hat die Partei für den “Schaden” aufzukommen.

Grundeinkommen

Wer hat es den heutigen Politikern ermöglicht, eine Schulbildung, Frieden und freie Berufswahl zu genießen: Richtig, die Rentner.
Wer hat eine der miesesten Renten in Europa und darf sich glücklich schätzen, dass Leute Pfandflaschen wegwerfen und damit zum Einkommen der Rentner beitragen: Richtig, die Rentner.
Fiktive Partei: Jeder Bürger der Bundesrepublik Deutschland erhält eine Summe X als bedingungsloses Grundeinkommen. Kinder erhalten die Summe Y. Dieses Geld wird vom Staat in ETFs angelegt (die Eltern haben das Wahlrecht, welches ETF) und mit dem 18 Lebensjahr geht das Konto in den Besitz der Kinder über (Schutz vor Eltern, die das Geld zweckentfremden).
Ich habe gerechnet:
Jedes Kind bekommt bis zu seinem 18. Lebensjahr 600 Euro/Monat. Das macht fast 130.000 Euro. Gutes Startkapital ins Berufsleben. Wie finanzieren?
Ich habe weitergerechnet:
Wer bekommt viel Geld? Richtig: Die Bundeswehr.
Nehmen wir einen Eurofighter. Anschaffungskosten 98.000.000 Euro. Jetzt teilen wir die Summe einmal mit dem Geld, das ein Kind bekommen würde. Für einen Eurofighter (der Leben auslöschen kann) bekommen 754 Kinder einen sorgenfreien Start in das Berufsleben. Die Bundeswehr besitzt 138 Eurofighter, macht nach Adam Riese und Eva Zwerg: 104.052 Kinder (gezahlt wird das Grundeinkommen über einen Zeitraum von 18 Jahren). Bei der Rechnung der Tötungsmaschinen sind keine Bewaffnung, Wartung etc. eingerechnet.
Was man für richtig eingesetztes Geld bekommen kann, ist einfach erstaunlich.

Das Rentenalter wird heruntergesetzt

Man stelle sich einmal körperliche Arbeit vor, weiterhin stelle man sich vor, diese körperliche Arbeit wurde ein Leben lang ausgeführt. Ich würde mich schämen, mein Dach von einem 70-jährigen Dachdecker decken zu lassen.
Fiktive Partei:Das Rentenalter wird herabgesetzt, sagen wir auf 60 Jahre, für anstrengende Berufe (z.B. im Pflegedienst könnte dies noch geringer sein). Gleichzeitig wird die Bildung der Kinder nach modernen Kriterien gefördert, so dass die Schere zwischen Alt und Jung verkleinert wird.

Abschaffung der Rentenkasse, Einführung von Staats-ETFs

Der marode Selbstbedienungsladen Rentenkasse wird geschlossen.
Fiktive Partei: Alle Berufsneulinge werden Geld in einen Staats-ETF einzahlen (Portfolio aus bestehenden ETFs), es gibt einen Sockelbetrag, der nach oben offen ist. Das Geld kann periodisch ausgezahlt werden (alle 10 Jahre, maybe).

Keine Immunität der Minister (Politiker)

Da hat der Kerl oder Kerlin doch Mist gebaut. Aber wofür gibt es die Immunität (nicht die pseudo gespritzte)? Mit der darf sich der gewählte Volksverarscher so einiges erlauben und kommen ungeschoren davon (inklusive geldliche Staatsversorgung).
Fiktive Partei: Abschaffung der Immunität für Minister und Politiker. Jeder Volksvertreter ist für sein Handeln in vollem Umfang verantwortlich und muss sich, wie jeder Bürger, im Falle eines Falles mit den Konsequenzen auseinandersetzen.

Dies war Part 1. Am Ende von Part 2 kommen wir zu dem Punkt in der fiktiven Bundesrepublik Deutschland, die das Land für immer aus allen (oder möglichst vielen) Miseren heraushalten kann.

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#88 NFTs enthyped?

Lesezeit: 3 Minuten

Ist der Hype um die Non-fungiblen Tokens zu Ende? Fast scheint es so. Die sozialen Medien schweigen seit Langen, wenn es um das Thema NFT geht.

Auf das falsche Pferd gesetzt?

Vielleicht sollten wir das Pferd erst mal von hinten aufzäumen und dann schauen, ob es richtig oder falsch war.
NFT war (und ist es immer noch) etwas Neues. Ein Buzzword, mit dem man angeben konnte und in kurzer Zeit massig viel Geld verdienen konnte. Massig viel Geld lockt massig viel Leute an und so begann der Hype und dieser Hype (wie fast jeder) lief heiß. Es gab Trittbrettfahrer, die die Gunst der Stunde genutzt haben, um die Leute abzuziehen. Es gab wiederum Dienstleister, die an der Unwissenheit der Leute verdient haben, mit anderen Worten: Ein paar Leute haben Geld verdient und jede Menge hat Geld verloren.

Das Leben mit dem Makel

Das Ganze hat dem NFT nicht gutgetan, den dahinter steckt immer noch ein faszinierendes Stück Technik, das nicht nur den digitalen Kunstmarkt revolutionieren könnte und dies wahrscheinlich auch tun wird. Wäre das nicht der Makel, den Wegelagerer dem NFT angehangen haben. Aber wie es seiner Zeit mit dem Neuen Markt an der deutschen Börse ergangen ist, wird sich der NFT-Markt erholen, denn wo Geld ist, ist auch immer wieder das Verlangen. Es bleibt zu hoffen, dass nach den Geburtswehen so etwas wie Professionalisierung eintritt, um das NFT nicht den Todesstoß (im Bereich Kunst) zu versetzen.

Digitale Kunst einzigartig machen

NFT hat seine Berechtigung. Wo NFTs eingesetzt werden bzw. eingesetzt werden könnten, habe ich schon mal in einem anderen Artikel angerissen. Hier soll es nur um die Kunst gehen.
Digitale Kunst hat schon lange seinen Platz in der Welt gefunden. Sei es Videoinstallationen, Musik oder auch digitale Grafiken. Aber digitale Inhalte verleiten zu Strg + C oder anders gesagt zum Kopieren. So ist die Kopie nicht vom Original zu unterscheiden. Jetzt könnte der digital Kundige doch angeben, dass es Maßnahmen gibt, DRM (Digital Right Management) oder Wasserzeichen. Die Musikszene hat sich mehr als eine blutige Nase geholt, die Inhalte mit einem DRM und ähnlichen Konsorten zu versehen. Und Wasserzeichen sind heute mit Photoshop so leicht zu entfernen, dass man es auch sein lassen kann, welche auf die Grafik aufzubringen.

Jetzt schlägt die Stunde des NFT

Erst mal sollte man damit leben können, wenn man digitale Kunst erwirbt, dass es noch Kopien des Originals geben wird. Aber das Original ist das NFT, dieses ist in der Blockchain niedergeschrieben und kann nicht verändert werden. Einer besitzt das Original und die Kopien bevölkern das Netz. Aber genau das Original in der Blockchain ist für mich als Künstler wichtig. Es beweist, dass ich der Halter des Originals bin oder, wenn ich die Grafik verkauft habe, wer der Besitzer ist (und ich als Künstler stehe auch noch mit drin).

Hört sich nach wenig an, ist es aber nicht

Das ist ja gut und schön, dass das alles festgeschrieben steht, aber Kopien sind trotzdem im Umlauf.
Richtig, das ist nicht von der Hand zu weisen, aber sogar die alten Klöster haben fleißig kopiert, damit das Wissen unter die Leute kommt.
Nehmen wir mal an, jemand kommt ums Eck und ihm gefällt einer meiner Grafiken aus der Reihe “Theater of Couriosity” und er möchte, weil er vielleicht Sammler (oder Spekulant) ist, eines der Originale besitzen. Dann kann er, wenn Grafiken auf dem Markt sind, diese erwerben und in der Blockchain wird sein Name eingetragen. Spitzbuben könnten versuchen, eine Kopie an den Mann zu bringen, aber die Blockchain können sie nicht ändern, ergo kann man immer nachschauen, wer der Besitzer ist und wenn einem die Sache doch ein wenig spanisch vorkommt, doch lieber die Finger davonlassen.

Ich lasse nicht locker

Ich werde die Möglichkeiten, die einem die Blockchain und damit NFTs bieten, nutzen. Ich denke nach dem Hype braucht es einen langen Atem, aber am Ende werde ich mir die Rosinen herauspicken und digitale Kunst verkaufen mit dem Echtheitszertifikat “NFT”.

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#86 NFT – Die Krux des Mehrwertes

Lesezeit: 3 Minuten

NFT (Non-Fungible Token), der Hype des letzten Jahres. Aber was ist das? Nun in erster Linie sind dies (im Moment) Bilder (z.B. von Affen), die man für einen mehr oder weniger hohen Krypto-Betrag erwerben kann.
Es gibt aber noch weitere Einsatzmöglichkeiten für NFT. Diese wären Eintrittskarten oder auch Serviceintervalle eines Autos, die in einem NFT festgehalten werden. Man kann sagen, dass man über NFTs den Besitz einer Sache beweisen kann, weil diese Information in der Blockchain unabänderlich festgeschrieben steht. Ob ein NFT jemals das Grundbuch in Deutschland ersetzen wird? Dies kann ich mir wirklich nicht vorstellen.

Ist eine NFT-Grafik was wert?

Ich habe NFTs zum Verkauf, aber zur Auktion eingestellt. Dies war einige Zeit her (darüber hatte ich berichtet) und herausgekommen ist gar nichts. Nicht ein einziges NFT wurde verkauft.
Woran liegt das?
Nun ich könnte mir mehrere Gründe vorstellen und diese Gründe sind sicherlich richtig.
Nummer eins: Ich bin kein Künstler, der so bekannt ist, dass sich die Welt auf meine Bilder stürzt.
Nummer zwei: Ich habe, im Gegensatz zu anderen Anbietern, meine Bilder ohne einen Mehrwert angeboten.
Nummer drei: NFTs sind Hype und die meisten ertrinken in der Masse.
Nummer vier: Im Bereich der NFTs sind, wie sollte es auch anders sein, Betrüger unterwegs, die die Leute abzocken. Deshalb wird der Bereich noch zögerlich angenommen.

Das sind vier gute Gründe, um dem Ganzen auf den Zahn zu fühlen, denn ich bin immer noch davon überzeugt, dass NFTs in der Kunst eine Bedeutung haben werden.

Auf die Kacke hauen kann ich nicht

Lassen wir die Nummer eins, also die mäßige Bekanntheit, einmal weg, diesen Umstand bin ich mit Hilfe der Kunst und der Zeit am Eliminieren.
Nummer vier wollen wir auch nicht weiter betrachten. Betrüger und Wegelagerer wird es immer geben. Ein bisschen Augen auf kann nicht schaden, denn auch bei den NFTs gibt es kein schnelles Geld.
Nummer zwei wäre der Mehrwert. Schauen wir uns am Markt einmal um. Welchen Mehrwert hat die Konkurrenz zu bieten?
Die Spanne reicht von Spenden an wohltätige Organisationen (was mittlerweile ziemlich verpönt ist), über den Eintritt ins Decentralland oder zur exklusiven Party. Airdorps (also z.B. Geschenke in Form von NFTs oder Kryptos) oder spezielles Merchandise.
Ich kann da leider nicht mithalten. Die angesprochenen Mehrwerte kosten eine Stange Geld, die ich noch nicht verdient habe. Und unter uns, diejenigen die diese Mehrwerte anbieten, sind Unternehmen, die ein ganz anderes (monetäres) Standing als ich haben.

Heulen nützt nichts, eine Lösung muss her

Soweit so gut. Soweit so schwer.
Ich habe ein paar Ideen. Ob ich sie alle und alle im nächsten Projekt umsetzte, das weiß ich noch nicht. Es bleibt spannend.
Verbinden wir die Welt des Buches mit der des Bildes. Einige der Protagonisten meines nächsten Buches werden als NFTs erscheinen. Sorry Jungs, aber es werden nur Ladies sein.
Als Dreingabe wird es die deutsche und die englische Fassung des Buches (E-Book) geben. Des Weiteren könnte ich mir vorstellen, dass es exklusive Bilder aus einem anderen Projekt (Theatre of Curiosity) als weiteres “Zückerli” geben kann. Eine dritte Idee: Ich produziere mit meinem Sohn gerade ein Album. Schublade: Rap und NuMetal. Ich kann mir vorstellen, dass die Käufer des NFTs das Album als Goodie im Format FLAC (Free Lossless Audio Codec) bekommen, da wir vorhaben, es sonst als MP3 zu vertreiben.

Ideen, Ideen, Ideen – tragfähig?

Ob die Ideen zum Zuge kommen, wie viele es werden oder ob mir noch was anderes einfällt, das steht in den Sternen, aber wenn man NFTs verkaufen möchte, kommt man um den Mehrwert nicht herum (sofern es sich um Kunst handelt).
Dementsprechend ist das Thema noch lange nicht beendet und ich werde von Zeit zu Zeit berichten ob und was sich getan hat. Also bleibt neugierig.

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#84 In einer Welt, die den Plural der Egomanie geopfert hat

Lesezeit: 3 Minuten

Etwas hat die Welt verändert. Oder hat die Welt sich verändert?
Länder schließen sich zusammen. Warum? Um besser und stärker zu sein, den Gegner niederzuringen, um effizienter Krieg zu führen.
Länder schließen sich zusammen. Warum? Um einen Wirtschaftsraum zu erschaffen, der vieles einfacher aber auch billiger macht und um Grenzen im Wirtschafts- und Zahlungsverkehr zu eliminieren.
Das ist das große Ganze.
Aber wie sieht es im Kleinen aus? Im Molekül der Gesellschaft. Als Analogie sei hier das Dorf genannt. Dies gab den Menschen Schutz und verteilte die Aufgaben auf viele Schultern.
Der Stand heute? Die Gesellschaft driftet ins Atomare ab. Single ist der neue Standard, Freunde sind Bits und Bytes, Familien liegen hunderte Kilometer auseinander und/oder liegen im Klinsch der Generationen. Beziehungen sind nur noch Freundschaft Plus oder “Ich hole mir, was ich will” und damit hat es sich dann auch. Der Mensch als benutztes Objekt.
So schmilzt das Wir zu einem Ich.
Wie sieht es mit dem Monetären in dieser Welt aus?

Geldgeschäfte: Eine Doppelmoral?

Waren Geldgeschäfte schon immer dem Egoismus untertan? Immerhin geht es hier um etwas, das ich habe (Geld) und das ich mithilfe von Aktien, ETFs, Kryptowährungen oder Immobilien vermehren möchte.
Man könnte meinen, Geben und Nehmen wären hier nicht nur Regularien, sondern auch ein Freifahrtschein (die Macht des Geldes). Ist dies Ganze noch ein fairer Handel oder grenzen diese Geldgeschäfte schon an Ausbeutung? Unterliegen der Kauf und Verkauf einer Doppelmoral?
Wie das?
Nehmen wir uns die Aktie vor. Das Investment in Form von Geld geht an die Aktiengesellschaft, im Gegenzug erwirbt man Anteile am Unternehmen und ein Stimmrecht bei der Aktionärsversammlung (außer man entscheidet sich für Vorzugsaktien). Die Gewichtung kann, je nach Anteil, relativ groß sein und ich kann die Ausrichtung des Unternehmens steuern.
Auf der anderen Seite möchte das Unternehmen so aktionärsfreundlich sein wie möglich, eine Möglichkeit das Interesse von Aktionären oder noch besser Fondsmanagern zu schüren.
Ziel dieser Unternehmen sind Gewinn und Gewinnmaximierung. Dagegen ist nichts einzuwenden.
Was passiert häufig bei einem positiven Jahresabschluss? Richtig, es werden Leute entlassen, damit der nächste Abschluss noch besser wird.

Wo bleibt jetzt die Doppelmoral?

Will man dies? Oder ist es überhaupt möglich, das eine (Geld) ohne das andere (z.B. Entlassungen) einzukaufen?
Für mich bedeutet es, Geld zu investieren, um damit mein Lebensziel zu realisieren, und gleichzeitig die Gefahr in Kauf zu nehmen, dass durch mein Invest Mitarbeiter entlassen werden. Zugegeben, mein Invest ist nicht so riesig, dass es das Zünglein an der Waage wäre, aber Kleinvieh macht auch Mist.
Ich werde dieses Risiko eingehen (müssen).
Ob es eine Doppelmoral ist, muss jeder für sich selber entscheiden. Dann müsste man auch den Supermarkt, die Kleidung und noch vieles mehr überdenken, denn Profit wird überall auf den Rücken der Mitarbeiter erwirtschaftet.

Nachhaltig und Grün

Nachhaltig und Grün, das geht auch beim Investieren und Konsumieren. Auch hier gilt, wie bei allen Investments, dass man sich im Vorfeld gründlich informieren muss, denn Grün wird gerne als Potemkin’sches Dörfer benutzt, bedeutet, die Fassade ist grün und dahinter heiße Luft. Wir als Familie beziehen schon seit (auf- oder abgerundet) 20 Jahren Naturstrom. Natürlich ist der Strom nicht zu 100% grün, denn Strom wird als “Mischwesen” in das System gespeist.
Die Gesellschaft wird damit leben müssen, dass nicht alles schwarz und nicht alles weiß bzw. grün ist. Wer heute ein Vorzeige-Unternehmen unterstützt, kann, durch was auch immer, in der Zukunft in einen Zwiespalt geraten, wenn die Ausrichtung dieses Unternehmens wechselt.

Was gar nicht geht

Eins wird es bei mir nicht geben. Lebensziel hin, Lebensziel her. Ein Invest in Unternehmen, die Waffen und anderes Kriegsgerät herstellen. Sicherlich ist damit Reibach zu machen, besonders in dieser Zeit. Aber hier ist die rote Linie, eine Grenze, die ich nicht überschreiten werde. Geld ist Geld, aber nie so wichtig wie ein Leben.

Ellbogen und die Mentalität des Drängelns

Das Dorf ist weggefallen, die Familie auch, was bleibt, ist der Single-Mensch in einer Welt des vorgespiegelten Wohlstandes. Social-Media mit seinen “ich bin reich”-Marionetten züchten den Konsumsüchtigen heran. Einen Menschen, der alles haben muss, um sein Sein darzustellen, koste es, was es wolle.
Waren die Auktionen zu Beginn der 2000er Jahre spannend, so wird heute immer mehr der Ellbogen gefördert, um das zu bekommen, an das man vorher gar nicht gedacht hatte. Im Job wird gemobbt und Networking betrieben. Das, was in den Zeiten des Kalten Krieges als Seilschaften verpönt war, wird in der digitalen Welt als Götze auf den Altar des Erfolges gehoben. Ohne deine Ellbogen und die Ellbogen der Masse bist du ein Niemand, ein Ausschuss der neuen Zeit. Das klingt hart, ist aber ein Teil der Wirklichkeit. Überbelastung und Burn-out sind die Folge, gegengesteuert mit Beginn dem Buzzword Detox, was wieder suggeriert, ich bin immer noch hipp und bald wieder auf der Spur des Konsums und des Networkings. Nachlassen ist fast der Tod, vielleicht ist Detox eine schleichende Variante davon.

Gibt es diesmal ein Fazit?

Nein. Jeder muss selber entscheiden (so auch ich), wie er mit der Welt und seinen Gegebenheiten umgeht. Bleibt er singulär und ellbogen-behaftet oder ist der Plural im Leben wichtiger.
Entscheidet selber und werdet glücklich.

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#83 Geld verdienen mit Cannabis

Lesezeit: 3 Minuten

Es ist ein mieser journalistischer Trick. Gebe ich gerne zu. Geld, Reichtum und Drogen in die Headline zu packen verleitet zum Weiterlesen. Sorry.
Es gibt aber eine Möglichkeit, mit Cannabis Geld zu verdienen. Die Info habe ich von meiner Frau. Fremde Federn sind mir fremd.
Schauen wir uns an, worum es geht und ob es etwas für mich ist, um mein Lebensziel zu erreichen.
Kleiner Einwurf: Dies ist keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung.

Es war einmal eine Pflanze

Wie kann man Geld verdienen? Es gibt verschiedene Anbieter, aber der Modus Operandi ist immer derselbe: Man kauft sich eine bestimmte Anzahl von Pflanzen, diese werden von den Anbietern gehegt und gepflegt, die Ernte verkauft und der Gewinn ist dein.
Manche Pflanzen sind nur für ein Jahr bestimmt, andere werden bis zu fünf Jahre immer wieder angepflanzt. Die Preisspanne liegt hier zwischen 50 Euro für die Pflanze, die nur einmal angepflanzt wird, und 2.000 Euro für die fünfjährige Pflanze. So wie ich das Ganze verstanden habe, sind die Cannabis-Pflanzen einjährig und werden immer wieder neu aufgebaut.
Das hört sich alles in allem nach einem super Deal an. Cannabis verticken. Ist das legal?
Laut Beschreibung werden die Pflanzen mit THC (Tetrahydrocannabinol) oder CBD (Cannabidiol) nur dort angebaut, wo dies auch legal ist.

Soll ich mal beim Finanzamt anrufen?

Ob ich hier investiere oder nicht, wer weiß, aber ein riesen Spaß wäre es, sich beim Finanzamt zu erkundigen, in welches Formular man die Einnahmen aus dem Anbau und Verkauf von Cannabis eintragen muss.
Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Möglichkeit hoch ist, Besuch von Damen und Herren zu bekommen, die die Anfrage ein wenig mehr hinterleuchten wollen.
Aber Spaß beiseite: Laut meinen Recherchen handelt es sich um eine Dienstleistung und um kein klassisches Invest. Aber es sei erwähnt: Dies ist keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung, ich gebe nur das Ergebnis meiner Recherche wieder.
Fällig wären die Abgeltungssteuer von 25%, 5,5% Soli (ja, den gibt es bei Kapitalanlagen noch) und, sofern man nicht ausgetreten ist, 8-9% Kirchensteuer.

Hört sich toll an. Oder?

Der Outlaw in mir sagt: Machen!
Aber hinter die Kulissen geschaut, sieht die Sache schon ein wenig anders aus. Die Informationsgrade der besuchten Webseiten (My First Plant, Juicy Fields, Cannergrow) unterscheidet sich stark. Mal von sehr eingeschränkt mit einer nicht funktionierenden FAQ-Seite. Bis hin zu PDFs und genauerer Auflistung der Preise (und einem Freunde werben Freunde-Programm).
Die Branche ist neu. So neu, dass es für mich noch zu wenig Erfahrungswerte gibt. Es wird von zufriedenen Kunden gesprochen. Tun dies nicht alle? Kritische Stimmen bringen kein Geld. Manche Firmen sind so jung, dass sie in Menschenalter gerechnet in den Kindergarten gehen würden. Dies muss nicht unbedingt ein Hindernis sein, aber Investition heißt auch abwägen und bei Pflanzenpreisen um die 2.000 Euro wird man vorsichtig.

Indoor und Outdoor

Man hat die Wahl. Möchte man eine Indoor-Pflanze kaufen, dann ist diese sehr viel teurer, aber es werden auch mehrere Ernten pro Jahr versprochen. Oder man wählt die günstigere Outdoor-Variante und gibt sich, soviel ich herausfinden konnte, mit einer Ernte zufrieden.
Jetzt befindet sich die Welt im Umbruch, sprich Klimawandel. Was passiert, wenn meine Outdoor-Pflanze Opfer eines Starkregens wird? Ist kein an den Haaren herbeigezogenes Szenario. Hierzu habe ich keine Angaben gefunden. Totalverlust?

Würde ich es machen

Ich habe mir hierzu eine ganz klare Meinung gebildet: Jein.
Ich werde es im Moment nicht machen (auch wenn der Abenteurer in mir etwas anderes sagt). Ich werde aber die Szene und die Unternehmen im Auge behalten. Wie entwickelt sich der Markt, wie sieht es mit der Legalisierung in Deutschland und weltweit aus. Wird mehr Cannabis für den “Verzehr”, also mit THC (Tetrahydrocannabinol) oder CBD (Cannabidiol) benötigt bzw. verkauft. Entwickelt sich das ganze solide, werde ich sicherlich die eine oder andere Pflanze kaufen. Wie immer, wenn ich ein Invest tätige, wäge ich ab und nur wenn ich mir sicher bin, es müssen nicht die 100% sein, dann nehme ich Geld in die Hand.

Vielfalt

Der Kauf von Cannabis-Pflanzen und den Gewinn, den man (vielleicht) damit erwirtschaften kann, hat das Spektrum erweitert. War es früher, ganz früher nur das Sparbuch, so hat man heute einen bunten Strauß von Möglichkeiten, sein Geld zu vermehren oder zu verbrennen. Man muss nur die Rosen finden und die Brennnesseln umschiffen.

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#78 Wo stehe ich

Lesezeit: 3 Minuten

Mittlerweile sind 58 Episoden vergangen und, wenn ich richtig gerechnet habe, 59 Wochen. Ich gestehe: Einmal musste ich den Podcast schlabbern.
Wo stehe ich jetzt, nach dieser Zei, mit meinem Lebensprojekt?

Ein ganz kurzer Rückblick

Ich möchte nicht mehr arbeiten. Das möchten viele, ich bin einer davon. Dabei geht es nicht darum, faul in der Hängematte zu liegen, sondern etwas Sinnstiftendes zu tun, in meinem Fall: Schreiben und NFTs (Non-Fungible Token). Wie funktioniert das? Nun, in meinem Fall habe ich das Projekt auf die Beine Immobilien, Aktien, ETFs und Krypto gestellt, dazu kommen noch die Verkäufe aus dem Bereich Buch und, hoffentlich irgendwann aus dem Bereich NFT. Zu Beginn brauchte ich 750.000 Euro, um ohne einen Verlust leben zu können (bis zur Rente). Heute sind es eine ganze Menge Scheine weniger.

So nun Butter bei die Fische

Als Erstes: Die Investitionen, in den oben genannten Bereichen halte ich immer noch für sinnvoll.
Leider hat sich nach einer anfänglichen Vermehrung (die war schon ordentlich) das ganze jetzt ins Minus gedreht.

Was ist passiert?

Dumm investiert? Nein. Hier spielt die Politik, und wie die Politik mit Krisen umgeht, eine riesige Rolle. Ich wollte nie politisch werden. Aber im Leben geht es nun einmal nicht ohne.
Krise 1: Zwei Jahre Corona ist zuviel und hat jede Menge Schaden angerichtet. Auch wenn es der eine oder andere nicht so gemerkt hat. Die Kaufkraft ist meiner Ansicht nach gesunken, das liegt unter anderem daran, dass viele Selbstständige die Segel streichen mussten. Wer dort angestellt war, war es auf einmal nicht mehr. Wer keine Arbeit hat, hat weniger Geld, wer weniger Geld hat, kann weniger kaufen. Wer weniger kaufen kann, wird nur das kaufen, was er dringend benötigt. Sowas schickt die Firmen, die nicht für den täglichen Bedarf produzieren, zumindest theoretisch auf Talfahrt.
Krise 2: Der unsinnige Krieg. Ob er nun dafür verantwortlich ist, welche Preise im Moment ausgerufen werden, kann ich nicht genau sagen. Aber die Annahme liegt nahe, dass so ein Krieg den einen oder anderen dazu verleitet, ein wenig oder ein wenig mehr an der Preisspirale zu drehen. Die Leidtragenden: Die ewig Gebeutelten.

Verschwörung

Ich halte nichts von den Verschwörungstheorien, die immer und überall kursieren. Dies ist mein einziger Satz dazu.

Wie geht es weiter

Erst einmal, es geht weiter. Der Aktienmarkt hat im Laufe der Zeit die eine oder andere Delle bekommen. Wenn man bedenkt, dass der erste dauerhafte Handel mit Aktien schon im Jahr 1612 in Amsterdam begonnen hat und Aktien immer noch ein Mittel, wenn nicht sogar das beste Mittel für die Geldanlage ist, dann kann diese Delle meinem Geld auf kurz oder lang nichts anhaben.
Es geht weiter. Ich werde weiter investieren. Ich werde Augen und Ohren offenhalten. Mich nach Chancen umsehen und nicht auf die hören, die das “Unken” schon fast exzessiv professionell betreiben.

Werde ich was ändern

Die Summe, die ich benötige, hat sich verringert. Dies bedeutet, die Schere zwischen “Habe ich” zu der Summe “Brauche ich”, hat sich merklich verkleinert, dies hat auch die fiktive Zeitspanne bis zum Erreichen der Summe X verringert.
Ich werde auch weiterhin den Aktien- und Krypto Markt beobachten und, wenn es sein muss, umschichten. Was ich nicht tun werde: Mich auf Möglichkeiten wie Hebel (Bewertung von Optionsscheinen) oder Hedgefonds einlassen. Liegt man goldrichtig, dann sprudelt es aus dem Goldesel. Liegt man falsch, dann war es das mit dem Geld. Kurze Info: Die meisten Anleger liegen falsch.

Nicht verzagen

Auch wenn sich die gegenwärtige Situation mies anfühlt (und hier geht es auch um den Krieg). Am Ende des Tunnels gab und gibt es immer wieder Licht.
Und wie sagte schon Gary Vaynerchuk, als er nach einem Garant für den Erfolg gefragt wurde: Patience.

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#72 Ent Täuschung

Lesezeit: 2 Minuten

Was ist eine Enttäuschung und warum habe ich es falsch geschrieben?
Erster Teil der Antwort: “Eine Enttäuschung bezeichnet das Gefühl, einem sei eine Hoffnung zerstört oder auch unerwartet ein Kummer bereitet worden.” Quelle Wikipedia

Zweiter Teil der Antwort (und der dauert etwas länger):
Natürlich habe ich das Wort bewusst und mit voller Absicht falsch geschrieben.

Die Ent Täuschung

Man startet ein Projekt. Was an sich eine gute Sache ist. Man möchte, dass dieses Projekt erfolgreich ist oder wird und im besten Fall den einen oder anderen Euro in die Tasche spült. Was an sich eine gute Sache ist.
Manchmal kollidieren aber Vorstellung und Wirklichkeit miteinander. Man könnte jetzt sagen: “Willkommen im Leben”.
Man fragt sich: Was habe ich falsch gemacht?
Man ist enttäuscht.

Jetzt bekommen wir Fleisch an die Knochen

Wenn wir das Wort “Enttäuschung” einmal genauer betrachten, wird auch meine Schreibweise ein wenig deutlicher. Ent und Täuschung.
Es gibt viele solcher Wortkombinationen z. B. entgraten. Wir haben einen Grat weggenommen (wo immer er sich auch befunden hat).
Jetzt fällt der Groschen (war jedenfalls bei mir so). Die Täuschung ist weggefallen. Ich habe mir etwas vorgemacht.

Was könnte das sein?

Was habe ich mir vorgemacht. Beispiele: schneller Erfolg, schnelles Geld, schneller Ausstieg aus dem Brot- und Butterjob.
Tickt das Leben so? Leider nein.

Die Sicht so klar

Auf dem Boden der Tatsachen aufgeschlagen bleiben einem zwei Möglichkeiten (vielleicht gibt es mehr, aber für mich sind es zwei).
Möglichkeit Nummer eins wäre sich die Wunden zu lecken, sich zu bedauern und sich in die Höhle der Erfolglosen zurückzuziehen.
Möglichkeit Nummer zwei: Die Tatsache akzeptieren, dass das Spiel nun mal so und nicht anders läuft. Sich hinsetzen und überlegen, wie man sein Projekt mit diesen Spielregeln auf die Erfolgsspur bringen kann.
Faktoren akzeptieren. Die da wären Zeit (kann ich schlecht akzeptieren, aber muss ich wohl). USP, der Unique Selling Point (siehe letzten Blog). Das muss nicht der ganz große Wurf sein. Hier kann Kreativität das Geld oder was man mit Geld für USPs (z. B. Donald Trump für einen Werbespot einkaufen) generieren kann, schlagen.

Speicheldrüsen aktivieren und das Ergebnis in die Patschehändchen

Oder anders ausgedrückt: Ordentlich in die Hände spucken und anpacken. Ein Bildnis, dass ich immer wieder gerne verwende, ist, dass der Erfolg im Blaumann daherkommt. Also mit Arbeit verbunden ist. So ist es, so wird es immer sein, man muss nur für sich selber entscheiden, ist es Arbeit, die ich gerne mache (dann reinhauen), oder Arbeit, die ich eher ungerne mache (Social-Media-Werbung, muss sein, mache ich) oder ist die Ablehnung so groß, dann kann ich es direkt sein lassen, denn es wird nie ein Ergebnis dabei herauskommen.

Gut gebrüllt

Gutgeschrieben, gut erkannt, aber ich tappe auch immer in diese Falle hinein. Vielleicht muss das so sein. Vielleicht ist dies auch die Waagschale, die einem zeigt, ob man hinter dem Projekt steht oder nicht. Man träumt von Sekt und bekommt Selters eingeschenkt. Nutze ich die Chance mit der Option auf Sekt oder nicht?
Hier trennt sich die Spreu vom Weizen (mein Gott, so viele alte Sprüche).

Ich habe mich entschieden. Die Täuschung ist weg. Ich sehe klar. Ich will es. Ich mache es.

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#63 Der etwas andere Klimawandel: Krypto Winter

Lesezeit: 2 Minuten

Alle, die in die Kryptowährung investiert haben, merken es seit einiger Zeit: Der Kurs kennt nur noch die südliche Richtung.
Man spricht auch vom Krypto-Winter.

Der lange, lange Winter

Analysten gehen davon aus, dass sich die Kryptos, insbesondere der Bitcoin, eine lange Zeit nicht erholen werden. So geschehen in den Jahren 2017 und 2018. Aber nicht nur die Kryptos sind betroffen, sondern auch die Aktien und ETFs.
Dies bedeutet für mein Experiment, dass das Geld bzw. das Geld, was sich durch Aktiengewinne auf dem Konto (und nicht in meiner Geldbörse) befindet, geschmolzen ist.

Der Grund liegt auf der Hand

Jetzt fragt sich der geneigte Investor: Warum ist das so?
Zu allererst: Ich bin kein Analyst, kann aber immer noch 1 und 1 zusammenzählen.
Was hat in den letzten, sagen wir 24 Monaten, der Wirtschaft in Deutschland und weltweit am meisten geschadet?
Richtig. Corona.
Ich will keine Diskussion anfangen, ob dies alles gerechtfertigt war und immer noch ist. Da muss sich jeder seine (hoffentlich) eigene Meinung bilden.
Aber Fakt ist, wenn Läden geschlossen haben, Menschen entlassen oder zur Kurzarbeit verpflichtet werden, ist das nicht gerade zuträglich für die Wirtschaft.

Der Winter ist nicht nur Krypto

Was ich mit meinem Lebensexperiment bezwecken möchte, ist auf der einen Seite “egoistisch”, da es in erster Linie mich und meine Familie betrifft. Aber. Und dies ist ein großes ABER, eine Gesellschaft, die gespalten, verarmt und ohne Hoffnung ist, in der ist das Leben nicht sonderlich lebenswert.
So ist der Krypto-Winter nur eine symbolische kalte Fackel im gesamtgesellschaftlichen Wirken.
Kann vielleicht dieser Kälteeinbruch eine Veränderung hervorrufen, die allen nützlich ist?

Bedingungsloses Grundeinkommen als Heilsbringer

Kurz mal was zum Gruseln. In den sozialen Medien werden immer wieder die Theorien verbreitet, dass die Politik die Menschen abhängig machen will. Für mich ist das Blödsinn. Abhängigkeit bedeutet Kosten. Geld ist genau dies, was die Industrie aber auch die Behörden und dadurch die Politik einsparen will. Wenn ich jetzt Menschen finanzieren muss, weil ich diese an der kurzen Leine halte, dann hat es sich mit der Wirtschaft erledigt. Nur eine einkommensstarke Bevölkerung kann konsumieren. Eigentlich logisch. Konsum bringt Steuern und Steuern ist das Allheilmittel in Deutschland. Das sind meine Gedanken dazu.
Kommen wir zum Grundeinkommen. Jetzt könnten die Menschen, den Corona, eher die Corona-Maßnahmen, böse mitgespielt haben, von einem Grundeinkommen profitieren und sich so das Leben wieder ein Stück lebenswerter gestalten.

Kein Geld, keine gute Psyche

“Geld allein macht nicht glücklich”, alter Spruch mit einem großen Kern an Wahrheit. Aber so wie der Mensch mit seiner Umwelt verknüpft ist, genauso wichtig ist der Lebensunterhalt, also Geld. Und Geld hat manche Träume der Menschen verwirklicht, die jetzt, binnen kurzer Zeit, zerstört worden sind. Und das macht was mit den Menschen. Zuerst das unbekannte Corona, dann vielleicht Arbeitslosigkeit, Schließung des eigenen Geschäftes oder Einschränkungen, die einen Betrieb nicht mehr am Leben erhalten können.
Dies wirkt sich auf die Psyche aus. Vielleicht nur für eine kurze Zeit, vielleicht aber auch für immer.

Nur ein Synonym

So ist der Krypto-Winter nur ein Synonym für die Eiszeit, in der die Gesellschaft sich befindet: Und das weltweit.

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