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VonRohan de Rijk

#76 Mythos Kreativität

Lesezeit: 3 Minuten

Die Kreativität ist ein Geschenk des Himmels, nur wenige kommen in den Genuss dieses überbordenden Andersseins, das einen wie einen hellen Stern über die Menschheit erheben lässt.

So oder so ähnlich ist Kreativität

Moment, halt Stopp: Ist dies wirklich so oder wird hier etwas stilisiert, was vielleicht in den Genen eines jeden vorhanden ist?
Das klingt genauso ketzerisch wie der oben genannte Satz.
Aber was verbirgt sich hinter der Kreativität?
Ist es vielleicht nur ein wenig Bauernschläue, um durchs Leben zu kommen oder muss es die bahnbrechende Erfindung sein oder ein Kunstwerk, das auf gut Deutsch “mind blowing” ist?
Moment, halt Stopp: Das sind verschiedene Bereiche des Lebens. Gibt es verschiedene Kreativitäten oder ist ihr Einsatzbereich allumfassend?

Ist alles kreativ?

Ist Schuhe zubinden kreativ? Eher nicht. Ist die Erfindung der Schleife, damit ich mir die Schuhe zubinden kann, kreativ?
Auf alle Fälle.
Kreativität kann auch die Lösung eines Problems sein. Habe ich diese gefunden und ist diese außerordentlich gut, kann ich diese auch vermarkten.
Aber im Allgemeinen wird Kreativität mit Kunst in Verbindung gebracht.

Welten erschaffen und ungestraft morden

Die Kreativität ist das Werkzeug des Schriftstellers. Ohne sie würde man es nicht schaffen, etwas zu erschaffen, das in Wirklichkeit (oder in der Teilwirklichkeit) gar nicht gibt.
Das ist leicht. Das kann ich auch. Darüber solltest du mal ein Buch schreiben.
Stammtischsätze mit wenig Substanz. Denn wenn wir von Kreativität reden, müssen wir auch bedenken, dass es vielleicht nur ein klitzekleiner Einfall war, der Kern einer Geschichte, die Lösung eines Problems. Aber was kommt dann?

Kreativität wird zur Arbeit

Den Funken zu fangen, ihn zu bearbeiten und daraus ein großes Ganzes zu schaffen ist das, was dem großen K folgt und hier scheitern sehr viele (vielleicht sogar fast alle). Die tolle Idee zu einem Buch, eine Innovation in irgendetwas, ist das eine, das durchhalten, das leere Blatt des Schriftstellers, mit dem Selbstzweifel, dass die Idee vielleicht doch nur ein verglühender Funke war, zu leben, den Punkt zu überwinden, mit seinen Ängsten zu brechen, das macht den wahren Kreativen aus.

Sieht man es?

Nein, natürlich sieht man nicht den Schweiß, die vergossenen Tränen oder die eine oder andere Flasche Wein, durch die man versucht, dem “Was man macht” weiter Leben einzuhauchen. Die Welt sieht nur das Ende, das, was man in den Händen hält, seinen Hintern drauf bettet oder das man sich genüsslich hinter die Kiemen schiebt. Man sieht den Erfolg und ist (zumindest in Deutschland) neidisch (ketzerisch, denn es gibt auch den Gönnen-Typus) oder vielleicht erlebt man das Scheitern und freut sich insgeheim, weil der Typ oder die Typin sowieso ein aufgeblasenes Arschloch war (jedenfalls aus der Sicht des Ergötzenden).

Angeboren oder nicht bekommen?

Zurück zum Mythos. Gibt es angeborene Kreativität? Wie will man das beweisen, außer mit unsinnigen aber markigen Behauptungen? Es gibt sicherlich kein Gen für Kreativität.
Aber vielleicht wird auch die Kreativität von den Erziehungsberechtigten im Keim erstickt. Kreative sind Tagträumer, aus denen wird nie was, wie sollen die der Gesellschaft nütze sein, die liegen dem Staat nur auf der Tasche rum.
Glaubenssätze einer staatstreuen Mannschaft, die sich gern vor den Karren der Wirtschaft spannen lässt. Einer Mannschaft, denen, alles was über den Tellerrand hinausgeht, suspekt, vielleicht sogar gemeingefährlich, erscheint. Wer sind die Leidtragenden?
Richtig: Die Kinder.

Der Kreativmegamensch

Das größte Potenzial an Kreativität haben die Kinder. Wer den kleinen Menschen einmal zuhört, wie sie die Welt sehen, was sie gerne einmal machen möchten oder sei es auch nur die Schnelligkeit, mit denen sie die Dummheit der “Großen” verzeihen, der weiß, wo das Potenzial liegt. Es ist da, wird aber jeden Tag kleiner und jeden Tag wird es von der Gesellschaft immer weiter niedergeknüppelt, bis der kleine Kreative groß und ein Rädchen in der Erschaffung des Bruttosozialproduktes ist.

Mythos: No way

Kreativität ist kein Mythos. Es ist in uns drinnen. Bei manchen ganz tief verschüttet (worden) oder so nah an der Oberfläche, das ein Hauch genügt, um den Sturm der Gedanken zu entfesseln.
Es lohnt sich zu graben oder einfach nur den Hauch des Windes seine Arbeit machen zu lassen und das, was wir einmal waren, nämlich Kinder mit einer unbegrenzten Fantasie, wieder aufleben zu lassen.

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VonRohan de Rijk

#75 Was ich schreibe siehst du anders

Lesezeit: 3 Minuten

Der Film hat es einfach, (zumindest) was die Bilder im Kopf angehen. Dort wird alles im Voraus gecastet, in Szene gesetzt und so arrangiert (Musik, Farbe etc.), dass das Kopfkino nicht stattfinden kann. Alles wird fertig erlebbar serviert und ist immer und immer wieder wiederholbar in immer und immer wieder dergleichen Art und Weise.
Früher war alles besser. Was für ein abgedroschener durch eine rosa Brille betrachteter Blödsinn. Aber in der Zeit, wo es nur Bücher und Radios gab, da hatten die Menschen mehr damit zu tun, das Gelesene oder das Gehörte in Bilder zu verwandeln.

Schreiben, der Booster für das Kopfkino

Wie würde eine Figur aussehen, die der Schriftsteller nicht beschreiben würde?
Oder anders gesagt. Wie oft ist es mir passiert, dass ich mir eine Figur vorgestellt habe und dann kam der Schriftsteller mit Details um die Ecke. So war die Protagonistin schwarzhaarig und ich hatte sie mir blond vorgestellt, weil es besser zur Beschreibung des Autors passte. Nein, ich spreche hier nicht das Klischee “Blond” an. Nach der Offenbarung des Schriftstellers hatte ich Probleme, mir die Protagonistin auf einmal mit der anderen Haarfarbe vorzustellen und die Geschichte geriet für einige Zeit in Schieflage.

Also was tun?

Aus der Sicht des Schriftstellers denke ich, dass es gar nichts zu tun gibt. Eine Personenbeschreibung in den ersten Kapiteln kann die Geschichte kaputtmachen und der Leser löscht aus Langeweile das E-Book oder pfeffert das papiergebundene Pendant in die Ecke.
Auch ein: “Sie warf ihr braunes, langes Haar über ihre schmalen Schultern” hört sich hölzern und konstruiert an. So muss die Person an sich mit ihrem Charakter und insbesondere mit ihrem Aussehen behutsam in die Geschichte eingeführt werden.
Sonst wird das nix.

Aber ist alles so schlecht?

Macht es nicht den Reiz eines Buches aus, dass man sich die Personen, die Landschaft und einfach alles immer ein wenig anders vorstellt, als es der Schriftsteller tut?
Ich als Schriftsteller suche mir Bilder von einem fiktiven Menschen heraus, der dem Charakter und dem Aussehen des Protagonisten oder der Protagonistin entspricht. Dies hat eher einen praktischen Grund: Wenn ich das Aussehen beschreiben muss, sei es nun am Anfang oder im Verlauf der Geschichte, muss ich sehen, dass ich immer die gleiche Haarlänge (es sei denn, ich schicke ihn oder sie zum Frisör) oder andere körperliche Merkmale beschreibe. Also eher Mittel zum Zweck. Natürlich kann ich mit den Beschreibungen der Protagonisten und des weiblichen Pendants die Fantasie des Lesers in eine Richtung lenken. Aber ich wette, wenn die Leser das Bild, dass ich beim Schreiben benutzt habe, sehen würden, würde es mit dem, was sich im Kopf abgespielt hat, wenig bis gar nichts zu tun haben.
Und das finde ich großartig.

Unbegrenzte Versionen

So entstehen hunderte, tausende Kopfkino-Versionen meines Buches. Jede ist auf ihre Art gleich, aber auf eine andere, sehr individuelle Art auch anders.
Ich werde nie eine dieser Versionen erfahren können, aber dass es sie gibt, gibt einen ein Hochgefühl. Der Kick des Schriftstellers. Im Film kann ich die unglaublichsten Effekte erzielen. Aber mit wenigen Worten kann ich diese auch mit dem sehr persönlichen Touch erzeugen, indem ich auf das setze, was sich sowieso bei den Lesern abspielt: Die Fantasie, das mächtigste Werkzeug dieser Welt. Ohne Fantasie wären die wunderbaren Dinge auf dieser Welt nie erfunden worden. Und warum wurden sie erschaffen? Weil es Menschen gab, die die Fantasie ausnutzen, das scheinbar Unmögliche möglich zu machen.

Die alte Kunst des Geschichten Erzählens

Der Mensch war schon immer von Geschichten fasziniert, ob am Lagerfeuer oder als Hörbuch aus dem Radio oder den nachfolgenden Abspielgeräten. Die Überlieferung der Geschichte der Menschheit beruht auf Erzählungen (ja, auch die Bibel) und da wundert es nicht, dass die Geschichten mit der Zeit immer wieder abgewandelt wurden, voluminöser, schrecklicher, herzerweichender wurden. Der Mensch würzt Geschichten gerne mit dem, was er sich vorstellt, oder lenkt diese auch mal dahin, wo er sie gerne hätte (hier haben wir die ersten Fake-News).
Am Ende ist jede Geschichte, ob erzählt, gehört oder gelesen, immer eine persönliche Version von etwas, wo der Erzähler, der Sprecher oder der Schriftsteller dem Gegenüber ein Grundgerüst liefert.

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VonRohan de Rijk

#73 Bespaßung für den Erfolg

Lesezeit: 2 Minuten

Wer was werden will, braucht eine starke Community.
So tönt es aus allen Kanälen, die etwas von Social-Media-Marketing zu verstehen glauben. Dabei wird die Stärke der Community, der Wille dem Projekt Input zu geben, als der heilige Gral des Erfolges angesehen.

Der Künstler, das unkommunikative Wesen

Ist es wirklich das, was zwischen Erfolg und Scheitern steht? Kann man als Einzelner überhaupt eine starke Community aufbauen?
Wie machen es die anderen? YouTube hat gezeigt, dass dies geht. Aber ist es wirklich so? Werden die Tuber nicht ab einer gewissen Größe durch Profis gefördert? Agenturen steuern die Community, erstellen Pläne und vermarkten ihre Schäfchen.

Ich wollte es machen, aber…

Irgendwie habe ich eine Sperre, ein Mediaplan war angedacht. Den habe ich auch angefangen, aber scheinbar schaffe ich es nicht, diesen vehement durchziehen. Woran liegt das? Eine gute Frage, die ich mir hier stelle. Ist ein solcher Plan zu wenig spontan, ist er nicht kreativ genug, um einmal ausscheren zu können? Wahrscheinlich von allen ein wenig.

Wo ist meine Community?

Die zwei Künstler in meiner Brust brauchen auch unterschiedliche Communitys.
Der Schriftsteller kann sicherlich seine Leser mit auf die Reise zu einem neuen Buch nehmen. Dies geht aber nur bedingt. Wer will schon im Prozess des Schreibens wissen, wer nachher der Übeltäter und wer der Gute ist. Hier verlagert sich die Community meist in den Bereich kurz vor der Veröffentlichung und länger nach der Veröffentlichung.
Anders sieht es mit den NFT aus. Hier geht es nicht um das Erleben einer Geschichte, sondern um ein Projekt, mit dem der geneigte User sogar Geld, vielleicht sogar sehr viel Geld verdienen kann. Hier ist eine Intervention seitens der Community vielleicht sogar extrem wichtig, zumal auch noch Einfluss in Richtung “Goodies” genommen werden kann, also den Zusatznutzen zu dem eigentlichen NFT.

Kunst, Kommerz, Community

Die drei Schlaglichter der NFT-Branche. Dahinter verbirgt sich aber die Frage: Was will die Community noch? Und da kommen wir wieder zum Titel. Ist es nur die Bespaßung? Als Erstes muss man die Spreu vom Weizen trennen. Wo? Im Discord-Server. Dies ist der Ort, wo man sich in der NFT-Szene trifft. Aber was kommt einem als Erstes unter. Genau: Gestalten, die gar kein Interesse an der Kunst haben, sondern einem mit obskuren Angeboten das Blaue vom Himmel versprechen.
So denkt man bei jedem neuen User: Spitz pass auf. Was sicherlich richtig, aber auch nicht immer von Vorteil ist, wenn man die User direkt von Anfang an misstrauisch begutachten muss. Aber so ist es nun einmal.

Die Zeit für den Spaß

Brot- und Butterjob, künstlerische Tätigkeit, ein wenig Freizeit mit der Familie auch, ja Schlaf gibt es auch noch. Ich frage mich, wie man das als Solo-Artist alles schaffen soll? Ich denke, es ist nicht zu schaffen. Aber wo geht der Zug dann hin, wenn die gepriesene, starke Community unter diesen Voraussetzungen nicht zustande kommen kann?

Allgemein statt speziell

Was ist, wenn man nicht über ein Team verfügt. Dann bleibt einem nur die Möglichkeit, über die Person anstatt über das Projekt bekannt zu werden. Die Community wird sich dann eher auf Twitter, Instagram und Facebook als auf Discord abspielen. Vielleicht ist dies ein Weg für die vielen kleinen NFT-Künstler ohne ein Riesenbudget.
Eins darf nicht in den Hintergrund treten: Die Kunst. Dies ist der Dreh- und Angelpunkt für mich.

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VonRohan de Rijk

#72 Ent Täuschung

Lesezeit: 2 Minuten

Was ist eine Enttäuschung und warum habe ich es falsch geschrieben?
Erster Teil der Antwort: “Eine Enttäuschung bezeichnet das Gefühl, einem sei eine Hoffnung zerstört oder auch unerwartet ein Kummer bereitet worden.” Quelle Wikipedia

Zweiter Teil der Antwort (und der dauert etwas länger):
Natürlich habe ich das Wort bewusst und mit voller Absicht falsch geschrieben.

Die Ent Täuschung

Man startet ein Projekt. Was an sich eine gute Sache ist. Man möchte, dass dieses Projekt erfolgreich ist oder wird und im besten Fall den einen oder anderen Euro in die Tasche spült. Was an sich eine gute Sache ist.
Manchmal kollidieren aber Vorstellung und Wirklichkeit miteinander. Man könnte jetzt sagen: “Willkommen im Leben”.
Man fragt sich: Was habe ich falsch gemacht?
Man ist enttäuscht.

Jetzt bekommen wir Fleisch an die Knochen

Wenn wir das Wort “Enttäuschung” einmal genauer betrachten, wird auch meine Schreibweise ein wenig deutlicher. Ent und Täuschung.
Es gibt viele solcher Wortkombinationen z. B. entgraten. Wir haben einen Grat weggenommen (wo immer er sich auch befunden hat).
Jetzt fällt der Groschen (war jedenfalls bei mir so). Die Täuschung ist weggefallen. Ich habe mir etwas vorgemacht.

Was könnte das sein?

Was habe ich mir vorgemacht. Beispiele: schneller Erfolg, schnelles Geld, schneller Ausstieg aus dem Brot- und Butterjob.
Tickt das Leben so? Leider nein.

Die Sicht so klar

Auf dem Boden der Tatsachen aufgeschlagen bleiben einem zwei Möglichkeiten (vielleicht gibt es mehr, aber für mich sind es zwei).
Möglichkeit Nummer eins wäre sich die Wunden zu lecken, sich zu bedauern und sich in die Höhle der Erfolglosen zurückzuziehen.
Möglichkeit Nummer zwei: Die Tatsache akzeptieren, dass das Spiel nun mal so und nicht anders läuft. Sich hinsetzen und überlegen, wie man sein Projekt mit diesen Spielregeln auf die Erfolgsspur bringen kann.
Faktoren akzeptieren. Die da wären Zeit (kann ich schlecht akzeptieren, aber muss ich wohl). USP, der Unique Selling Point (siehe letzten Blog). Das muss nicht der ganz große Wurf sein. Hier kann Kreativität das Geld oder was man mit Geld für USPs (z. B. Donald Trump für einen Werbespot einkaufen) generieren kann, schlagen.

Speicheldrüsen aktivieren und das Ergebnis in die Patschehändchen

Oder anders ausgedrückt: Ordentlich in die Hände spucken und anpacken. Ein Bildnis, dass ich immer wieder gerne verwende, ist, dass der Erfolg im Blaumann daherkommt. Also mit Arbeit verbunden ist. So ist es, so wird es immer sein, man muss nur für sich selber entscheiden, ist es Arbeit, die ich gerne mache (dann reinhauen), oder Arbeit, die ich eher ungerne mache (Social-Media-Werbung, muss sein, mache ich) oder ist die Ablehnung so groß, dann kann ich es direkt sein lassen, denn es wird nie ein Ergebnis dabei herauskommen.

Gut gebrüllt

Gutgeschrieben, gut erkannt, aber ich tappe auch immer in diese Falle hinein. Vielleicht muss das so sein. Vielleicht ist dies auch die Waagschale, die einem zeigt, ob man hinter dem Projekt steht oder nicht. Man träumt von Sekt und bekommt Selters eingeschenkt. Nutze ich die Chance mit der Option auf Sekt oder nicht?
Hier trennt sich die Spreu vom Weizen (mein Gott, so viele alte Sprüche).

Ich habe mich entschieden. Die Täuschung ist weg. Ich sehe klar. Ich will es. Ich mache es.

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VonRohan de Rijk

#71 Wo ist mein USP?

Lesezeit: 2 Minuten

Was ist denn jetzt schon wieder USP? Manchmal hat man das Gefühl, die Welt besteht nur noch aus Abkürzungen.
USP bedeutet Unique Selling Point, also das, was einen von der Konkurrenz abhebt, wenn man verkauft, sich vermarktet oder irgendwie in dieser Welt eine hellere Kerze sein möchte.

Brauche ich das?

Dies ist die große Frage. Wie kann ich mich als Schriftsteller oder NFT-Artist von den anderen abheben? Bevor wir weiter überlegen: Eine ketzerische Frage: Muss ich das überhaupt?
Die Antwort ist nicht ganz einfach. Überlegen wir mal. Wo stehe ich und wo möchte ich hin? Wenn ich mit dem, was ich mache, zufrieden bin und keine (monetären) Ambitionen habe, dann muss ich mich nicht um einen USP kümmern.
Möchte ich mehr, dann stellt sich trotzdem die Frage: Brauche ich das?

Die krampfhafte Suche

Ich habe mich entschieden, ich habe (monetäre) Ambitionen. Ich möchte mit meiner Kunst Geld verdienen. Jetzt brauche ich dringend einen USP, sonst verschluckt mich die Masse der Katzenliteratur oder die der Affenbilder.
Aber ist es nicht so, wenn man etwas krampfhaft will oder krampfhaft danach sucht, dann passiert nichts oder schlimmstenfalls, das Gegenteil?
Also erst mal chillen und die Sache in Ruhe angehen.

Wo könnte ich einzigartig sein?

Dies ist die Frage aller Fragen und schon wieder kommt der Ketzer in mir durch und ich stelle zum zweiten Mal die Frage: Muss ich das überhaupt?
Als erstes muss man, in dem, was man macht, gut sein. Es gibt so viel Schund auf dieser Welt. Ja, auch ich kann hier die Kritiker hören: Auch Schrott verkauft sich. Gut, das stimmt, aber möchte ich das? Ganz klar: Nein! Qualität setzt sich durch, vielleicht ein wenig langsamer als gedacht, die Leute müssen halt erst einmal Schrott konsumieren, um zu wissen, was gut ist.
Halten wir fest: Punkt eins beim USP ist Qualität.

Geht noch mehr?

Qualität ist ein Eckpfeiler (zumindestens für mich). Was braucht es noch, um seinen Kopf aus der Masse zu strecken?
Man muss auf einem anderen Sektor berühmt sein (YouTube?) und dann kann man seine anderen Produkte an den Mann und die Frau bringen. Super Idee, mit nur einem klitzekleinen Riesen Haken: Um auf, sagen wir YouTube, berühmt zu sein oder zu werden, brauche ich auch wieder einen USP.
Katze und Schwanz beißen sich.
Also doch ein USP suchen.

Das Rad nicht neu erfinden, aber besser machen

Jeder versucht, berühmt und reich zu werden. Das bedeutet für mich: Sehr, sehr viele Ideen sind schon umgesetzt worden, um aus der Masse zu stechen.
Aber muss ich jedes Mal etwas Neues erfinden, um Aufmerksamkeit zu erlangen?
Ich denke nein. Es reicht auch, vorhandene Ideen zu nehmen und sie etwas zu verfeinern. Sozusagen das Salz in der Suppe.
Aber wie finden?

Meditation und Brainstorming

Suchen könnte hier nicht ganz so eine gute Idee sein. Jedenfalls für mich. Ich bevorzuge lieber die Meditation und das Brainstorming. Natürlich wird viel Ausschuss erzeugt, aber es werden auch schräge Ideen geboren, die es vielleicht sogar am Ende werden. Open Mind, das ist es, was ich brauche.
Alte Strukturen und ausgelatschte Pfade sind erst mal nicht die erste Wahl für mich, das heißt nicht, dass ich einen ausgelatschten Pfad nicht mit Ideen neu pflastern kann.
Oder um es mit Steve Jobs zu sagen:

“Stay hungry. Stay foolish.”

Mehr kann dem nichts mehr hinzufügen. Wie der USP für mich aussieht, werde ich berichten, sobald ich ihn gefunden habe.

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VonRohan de Rijk

#70 KI killed the Kunst

Lesezeit: 3 Minuten

Schenkt man denen Glauben, die wissen wo es langgeht, die wissen, welche Sau sich am besten durch das Dorf treiben lässt, oder die das nächste Big Thing vorausorakeln, dann ist die KI (Künstliche Intelligenz) oder auch anglistisch ausgesprochen AI (Artificial Intelligence) das Ding der Dinge.

Ja Moment mal – neu ist das nicht wirklich

Natürlich ist KI nicht neu, aber es werden immer mehr Themenfelder beackert, auch solche, die nicht danach schreien. ThisPersonDoesNotExist.com, auf dieser Seite findet man Gesichter, die aussehen wie Du und Ich (gibt es auch mit Katzen (wer hätte das gedacht). Aber keines ist real. Alles KI.

Was ist machbar mit KI

Autonomes Fahren wird mit KI gesteuert, Rezepte werden mit KI zusammengesetzt. Was ist nötig, was ist Spielerei?
Ich finde autonomes Fahren spannend. Autofahren macht Spaß, keine Frage, aber wenn ich längere Strecken fahren muss, dann hätte ich gerne einen Automaten. Ist dies sichererer? Vielleicht, wenn man bedenkt, dass sehr viele Unfälle auf menschliches Versagen zurückzuführen sind, wäre es cool, die Schraube der Verletzten und Toten nach unten zu drehen.
Brauche ich Rezepte aus der KI? Also ich nicht. Dies ist eine Spielerei, um zu zeigen, was Algorithmen können, mehr auch nicht.

But warum killed KI die Kunst

Grund für das heutige Thema ist eine Ankündigung der Computerzeitschrift CT. In der nächsten Ausgabe, also in 14 Tagen, werden sie Software GPT-3 noch einmal genauer unter die Lupe nehmen. GPT-3 ist von der Firma Openai und soll Texte automatisch erstellen können.
Hört sich spuky an, könnte es auch sein. Ich habe mir vorher schon einmal die Software angesehen, aber sie nicht zum Laufen gebracht. Vielleicht bin zu wenig Techie dafür.
Ich habe jetzt die Hoffnung, dass der Artikel mich auf diesem Feld weiterbringt.
Nein, ich beabsichtige nicht meine Bücher mit einer KI schreiben zu lassen. Aber rein aus Neugierde würde ich schauen, wenn es denn funktioniert, ob die KI meine Bücher “Schnee am Strand” und “Der Corpsepaint-Killer” schreiben oder neu interpretieren kann.

„Wenn du dich und den Feind kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten.” Sunzi

Genau dies ist es, was ist herausfinden möchte. Kann eine KI einem Schriftsteller gefährlich werden. Damit meine ich zu dem jetzigen Zeitpunkt. Später, in ein paar Jahren, könnte ich mir vorstellen, dass man Eckpunkte definiert und die KI einen Thriller ausspuckt. Aber ist das dann noch Kunst?

Aber Rächtschreibung wäre cool

Wie immer in und auf dieser Welt ist nicht alles Schwarz noch Weiß. Wenn die KI Sätze verstehen könnte und sich dadurch die Rechtschreibprogramme verbessern könnten, wäre dies gar nicht so verkehrt. Zumal ich ein Schriftsteller bin, der nicht immer grün mit der Rechtschreibung und Grammatik ist. Dies ist nicht schlimm. Die Fantasie ist das, was einen Schriftsteller ausmacht, die Kür also und für die Pflicht wäre eine KI wirklich echt OK.

Personal assistant in a box

KI als Assistent kann ich mir sehr gut vorstellen. Mal angenommen, ich habe meine Protagonisten gut bis sehr gut beschrieben, aber ich kann nicht dafür garantieren, dass ich alle Merkmale eines Protagonisten immer und überall richtig verwendet habe (sollte nicht vorkommen, aber wo Menschen schreiben, passieren Fehler), so könnte die KI über den Text gehen und die Textpassagen mit der jeweiligen Vita vergleichen und anpassen.

Wir kommen nicht drumrum, lasst uns was draus machen

Der Computer ist nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Wir entwickeln uns in diesem Bereich immer weiter, also wird die KI irgendwann ganz selbstverständlich sein. Nur eins dürfen wir nicht ausschalten: unseren Verstand. Denn auf der schwarzen Seite dieser Zukunft werden Fake-Menschen uns versuchen zu verführen und uns Fake-Nachrichten in Angst und Schrecken versetzen. Ein offenes Auge, ein offenes Ohr und eine große Portion Menschenverstand (Skepsis) sollten aus der KI kein Schreckgespenst machen (hoffentlich).

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VonRohan de Rijk

#68 Mentale Bastelei

Lesezeit: 3 Minuten

Ich muss es mir eingestehen: Ich bin nicht immer ein positiv denkender Mensch. Manchmal macht sich die Verzweiflung breit, wenn eine Sache nicht so läuft, wie ich es will. Woran liegt das? Nun, ich bin zum einen sehr ungeduldig. Was ich heute will, muss schon am besten gestern in mein Leben getreten sein. Ideen, die nicht einen sofortigen Erfolg hinter sich herziehen, verhageln mir auch meine Gedanken.
Kommt man so weiter?

Was speaken die Speaker?

Speaker sind in. Gefühlt ist jeder heute ein Speaker oder hat etwas zu sagen (damit meine ich Content der in Richtung “wie werde ich dies und das” geht).
Ich habe mir in der letzten Zeit Gary Vaynerchuk und Bodo Schäfer angehört. Die beiden haben nachweislich geschäftlichen Erfolg.
Ein Speaker, der nur redet und in “Armut” lebt, wer will denen vertrauen.

Messias oder wertvolle Tipps

Muss man den Aussagen der Speaker folgen? Nun hier liegt mal wieder der Hase im Pfeffer. Sind es Tipps und Methoden, die einleuchten, denen man folgen kann oder bin ich verzweifelt, dass ich alles mache, was die Speaker von sich geben?
Nun, das muss jeder selber wissen.
Was mich bewogen hat, einigen Tipps zu folgen, ist die Tatsache, dass es nicht die Tipps sind, sondern, dass die Speaker das angesprochen haben, was ich vorher schon immer gemacht habe, aber dies leider nicht regelmäßig.

Meditation, Spaziergänge, Visualisierung

Diese drei Sachen habe ich schon vorher gemacht. Wie gesagt nicht regelmäßig und was man nicht regelmäßig macht, wird nicht zur Regel. Also, es wird leicht vergessen und von den Irren und Wirren des Alltags verdrängt.
Der Buddhismus spricht von 30 Wiederholungen an 30 Tagen, andere sprechen von 90 Tagen. Was wahr ist, weiß ich nicht. Aber eins weiß ich:

Wie blöd kann man sein

Ja, wie blöd kann man sein. Ich habe Meditation gemacht, ich bin Spazieren gegangen und habe visualisiert und ich hatte Erfolge dadurch. Das heißt, ich war positiver eingestellt (Meditation), ich hatte Ideen (Spaziergänge) und konnte meine Wünsche für die Zukunft spezifizieren (Visualisierung).
Was fehlte in diesem ganzen Konglomerat? Richtig! Die Stetigkeit der Ausführung.

Schluss mit lustig

Dies muss sich ändern und zwar nicht á la erster Januar, sondern es muss eine Stetigkeit Einzug halten.
Erwarte ich sofortigen Nutzen?
Nein, ich erwarte anhaltenden Nutzen.
Nutzen, der sich auf die Befindlichkeit, die Kreativität und die Verwirklichung meiner Ziele auswirkt.
Ich habe gemerkt, dass ich so nicht weiterkomme.
Die Lage für Aktien, ETFs und Kryptos ist jetzt günstig, wenn man kaufen möchte, für den Vermögensaufbau nicht wirklich. NFTs gibt es wie Sand am Meer, hier muss eine Idee her, die sich von den Großen absetzt. Ich bin nun mal (fast) eine One Man Show, aber wer sagt, dass man in dem Business nicht mitspielen kann?
Viele. Sehr viele.
Aber, auf die höre ich nicht.

Die Vergifter

Die negativen Menschen, die einem die Idee ausreden wollen (obwohl sie Null, Zero, Nada Ahnung haben), sind für viele der Stein des Untergangs.
Meine Ideen teile ich mit Menschen, die mich verstehen. Die wissen, wie ich ticke und die auf meiner Seite stehen. Es sind wenige, sehr wenige, aber ich weiß, dass deren Meinung ehrlich und durchdacht ist.
Übrigens spricht Napoleon Hill in seinem Buch “Denke nach und werde reich” genau von so einer Truppe.
Meine ist Brainpool, Evaluierung und Durchführung zugleich.

Nicht der heilige Gral

Man darf nicht dem Glauben erliegen, dass sich alles zu dem wendet, was ich möchte, wenn ich meditiere, laufe, visualisiere. Aber ich habe eben das Gegenteil behauptet. Richtig. Es ist der Weg dahin. Die Ideen muss ich noch bewerten, richtig vermarkten und so weiter und so weiter. Es ist nur der Startpunkt oder auch das nächste Level, das ich damit erreiche. Aber von nichts tun, kommt auch nichts.
Dies alles ist nur der Beschleuniger, von dem, was ich auf den Weg bringe.
Ideen ohne Umsetzung bringen keine Ergebnisse.
Visualisieren ohne Umsetzung bringt keine Ergebnisse.
Aber wenn ich diese “Tools” benutze, dann kann ich mit Aktion, sei es Schreiben, sei es NFT oder Aktien, Ergebnisse erzielen und dies (vielleicht) besser und (vielleicht) schneller als ohne.
Die Information ist ohne Gewähr.

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#67 Das große böse M

Lesezeit: 3 Minuten

Das große böse M
Das große böse M. M wie Marketing. Jeder Künstler hasst es. Es ist weit weit weg von der Kunst.
Aber, und das ist wieder mal die große Krux an der Geschichte: Ohne Marktschreierei geht gar nichts.

Das M zur Kunst erheben

Der Mensch, also ich auch, will verarscht, äh überlistet werden. Anstatt zu heulen und das Marketing zu verteufeln, habe ich mich entschlossen, eine Kunst daraus zu machen. Sozusagen der verlängerte Arm meiner Texte und Grafiken. Dies ist sicherlich keine neue Idee, noch scheint sie weit hergeholt. Aber wenn man sich die Nase an der Mauer “Marketing” immer und immer wieder blutig schlägt, dann muss man sich halt selbst verarschen, äh überlisten.

M durch Posts

Als Künstler unterscheidet man sich schon ein wenig von Firma, die ihre Produkte an die mindestens drei Geschlechtsvarianten bringen möchte bzw. muss.
Meine Bücher könnte sich zwar durch gekaufte Werbung bewerben, aber die NFTs? Nein, ich glaube nicht, dass dies funktionieren würde. Was bleibt vom Tage? Das Posten.
Für mich bedeutet dies immer und immer wieder spannende und lustige Aspekte zu finden und damit meine Posts zu füttern.

Wat nicht klappt

Es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen dem Markt der Bücher und dem Markt der NFTs.
Bücher kann man durch Posts nicht in den sozialen Medien bewerben. Ach so, ich vergaß, dass sich mein großes böses M nur auf die sozialen Medien bezieht, hielt ich schon fast für selbstverständlich. Zurück zu den Büchern: Hier habe ich Werbung durch Posts gemacht, aber die Reaktion der Leute ist sehr verhalten gewesen. Ich denke, Bücher sind immer noch etwas, was die Leute für sich selbst entscheiden wollen oder, und das ist die andere Sache: Ich habe sehr viele Schriftsteller als “Freunde” in den sozialen Medien, es könnte also auch “Futterneid” sein.
Ganz anders die NFTs.

Was Neues musste her

Ich habe extra für diese Sparte neue Accounts auf Twitter (https://www.twitter.com/SymbolTaurus), Instagram (https://www.instagram.com/symbol_taurus/) und Facebook (https://www.facebook.com/profile.php?id=100078805477699) eröffnet und dazu noch einen Discord-Server (https://discord.io/Symbol_Taurus) aufgesetzt. Die Klientel, die sich für NFTs interessiert, ist auch bei weitem jünger und aufgeschlossener für Marketing, das auch mal ein wenig neben der Spur oder härter ist.
Hier habe ich in kürzester Zeit mehr Aufmerksamkeit mit den Posts bekommen, als es auf meinem Schriftsteller-Account je der Fall war.

Ohne M kein C und ohne C kein Deal

Wer heute keine Community (C) hat, wird auch keine Deals abschließen können. Man muss aus der Masse stechen. Qualität in der Kunst zählt alleine nicht mehr. Das Schreien, das Werben, das Kümmern um die Menschen bringt den Erfolg. Als Künstler möchte ich diesen haben. Denn ich möchte schließlich den Brot- und Butterjob aufgeben. Dazu gehört Geld, dazu gehören Menschen, die einen kennen und letztendlich von der Kunst, die ich mache, überzeugt sind.

Ne Schippe drauf

Die Welt der NFTs bezieht sich nicht nur darauf, die Kunst schön zu finden, sondern auch den Markt davon zu überzeugen, dass man, wenn man eines meiner NFTs kauft, dieses auch mit Gewinn (so man denn möchte) weiterverkaufen kann. Der Markt ist hier so vielschichtig, dass das Marketing auch darauf ausgerichtet werden muss. Und bitte nicht in die Richtung: Hier kriegen sie das “Next big thing”. Dieses müssen die Leute fühlen.

Rausstechen und lernen

Das Internet ist toll, es hat aber auch eine Masse an “Künstlern” herausgebracht. Und genau aus dieser Masse muss man herausstechen. Jetzt heißt es lernen. Augen und Ohren offenhalten. Schauen, was die Konkurrenz macht und wenn nötig, den einen oder anderen Kniff abschauen.
Das Buhlen um den Deal wird niemals enden. Ich mache eine Kunst daraus und werde sie schleifen wie einen rohen Diamanten. Vielleicht schließe ich ja sogar meinen Frieden mit dem großen bösen M.

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#66 Das Hörner-Update

Lesezeit: 2 Minuten

Gerade mache ich das Maul zu (ich meine mich zu erinnern, dass der Spruch aus einer Comedy-Reihe des SWR von der Fußball WM 2006 stammt und auf Jürgen Klinsmann gemünzt war). Ein wenig flapsig, aber kaum ist der Podcast eingesprochen, kommt auch schon das Update für den NFT-Uploader. Und es kommt wieder, wie es kommen muss: Es funktioniert.

Die Zeit heilt alle Software

Die Software bzw. die Einschränkungen von OpenSea wurden geheilt. Ich habe sehr viel rumprobiert, um zu schauen, woran es liegt. Habe aber nichts gefunden, so dass ich mich ein wenig mit der obigen Aussage aus dem Fenster lehnen kann.

Warum ein Update

Mir geht es in meinen Beiträgen nicht immer nur um das Offensichtliche, sondern auch um die Belange, die das Leben ausmachen bzw. die das Leben formen. Dies sind zum einen die äußeren Umstände, auf die wir in den seltensten Fällen einen Einfluss haben. Und dann sind wir es, der Steuermann oder die Steuerfrau unseres Lebens. Um bei der Analogie zu bleiben: Wir können uns treiben lassen (sollte man vielleicht im Urlaub machen) oder wir können unsere Pfoten an der Ruderpinne behalten und den Kurs selber bestimmen.

Wir lernen, vergessen, lernen, vergessen

Wie schön wäre es, wenn wir die Sachen, die wir einmal gelernt haben, nie wieder vergessen würden (dazu gehören auch körperliche Fähigkeiten). Immer und immer wieder Gitarre üben, damit die Finger nicht steif und unbeweglich werden. Aber so ist der Mensch nicht gestrickt. Das gilt (leider) auch für unsere psychologischen Fähigkeiten. Immer und immer wieder müssen wir das Negative aus unserem Denken verbannen. Immer und immer wieder müssen wir uns sagen, dass das Missgeschick, der Fehler oder das nicht Vorankommen eine Sache von heute ist und morgen die Welt wieder ganz anders aussieht. Und, das ist das Wichtigste, die Sachen auch wieder funktionieren (können).
“Eine Nacht drüber schlafen.” Wer hat diesen Spruch nicht schon einmal verflucht. Immer, wenn es so richtig kacke läuft, dann ist jemand zur Stelle, der diesen Spruch zum Besten gibt. Die Reue kommt am nächsten Tag, wenn der Spruch sich in Wahrheit auflöst (muss aber nicht immer so sein).

Zumindestens das könnten wir doch behalten

Ich gebe zu, ich habe Jahre gebraucht, um wenigstens annähernd zu akzeptieren, dass das, was heute noch so schön in die Hose gegangen ist, morgen schon wieder anders sein kann. Der Weg war hart, der Weg war steinig, aber in Fleisch und Blut ist es immer noch nicht übergegangen. Warum ist das so? Vielleicht will der Mensch kein Morgen akzeptieren, obwohl wir doch immer in der Vergangenheit oder Zukunft leben und selten im Hier und Jetzt. Es ist nur eine These.

Alt wie eine Kuh

Solange wir uns unserer Schwächen bewusstwerden und daran arbeiten, ist es noch nicht zu spät. Und das dies funktioniert zeigt uns die Neurologie. Den diese behauptet, dass das Gehirn plastisch veranlagt ist. Bedeutet: Wir lernen auch im hohen Alter noch Dinge. Zum anderen sieht man sehr viele alte Menschen auf Facebook und Co. rumturnen. Zum Teil ist dieser Menschenschlag, auch wie die späteren Generationen, mit dem Smartphone verschmolzen.

Der Abschweifung genug

Um wieder auf den Kern zu kommen: Wer den Stier bei den Hörnern packt, wird immer einen Weg finden, wie er (oder natürlich sie) das Leben vorantreiben kann.

Ach übrigens, das Fahrrad scheint eine große Ausnahme in der komischen Welt der Menschen zu sein.

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VonRohan de Rijk

#65 Den Stier bei den Hörnern gepackt

Lesezeit: 3 Minuten

Es kommt immer mal wieder, wie es kommen musste. Man hangelt sich von Fehler zu Fehler zu Fehler. Hat man den einen ausgemerzt, so fordert der nächste die ganze Aufmerksamkeit ein.

Der Fehler Dein bester Freund

Kurz mal präzise werden: Die NFT-Collection “Code 19/5/24” war fertig. 10.000 verschiedene Grafiken habe ich mir von einem Stückchen Code generieren lassen. Nun muss die Masse noch auf OpenSea, also der Plattform, wo ich meine NFTs verkaufe. Händisch ist das nicht zu machen, es sei denn, aber lassen wir den Vergleich. Es ist nicht in einer realistischen Zeit zu schaffen. Aber, auch hierfür gibt einen Code. Mir nichts Dir nichts den Code angepasst (das muss man), und freudig darauf gewartet, dass der Reigen endlich losgehen kann.
Fehler über Fehler prasselten auf mich ein. Ausgemerzt und weiter. So ist das nun mal in der Computerei und so wird es auch immer bleiben. Aber dann kann der große Knaller. Die Software konnte die Collection nicht finden. Aber sie war doch da. Haare raufen half nichts, der Fehler musste gefunden werden.
Ich mache es kurz: Keine Ahnung, woran es liegt. Der Tag war im Eimer. Ich verzweifelt. Aber, und das habe ich in den Jahren gelernt: Ein neuer Tag, ein neuer Versuch, eine neue Hoffnung.

Jetzt muss es der Stier richten

“Code 19/5/24” ist immer noch nicht am Start. Aber, ich habe eine Entscheidung getroffen. Will ich NFT-Artist sein oder nicht. Wenn ja, dann richtig. Wenn nein, dann war es das.
Ich habe mich für ja entschieden.
Um das Ganze auf Profilatschen zu stellen, habe ich angefangen einen Marketingplan und einen Mediaplan zu erstellen. Ich hatte meine ganze Collection bis dato immer als Unterseite von rohan-de-rijk.de angepriesen. Damit sollte jetzt Schluss sein. Website und eigene Domain mussten her. Ich hatte schon einmal mit “Symbol Taurus” für Amazon Bücher erstellt. Da ich Sternzeichen Stier bin, hat mir dieser Name gefallen, und er wird jetzt die richtige Würdigung erlangen. “Symbol Taurus” wird der Name werden, unter dem ich die NFTs veröffentliche.

Nägel mit Köpfe

Was macht der gelernte Web-ITler? Er bestellt sich erst einmal eine Domain mit diesem stiergeprägten Wunschnamen. Da ich gierig bin, wurden es gleich fünf an der Zahl. Nun gut, das Angebot beinhaltete fünf Domains. Warum nicht. Dazu gab es noch ein großes Stückchen Webpräsenz und ein paar Datenbanken. Es wird Arbeit machen, die Webseite so zu gestalten, dass sie hochprofessionell aussieht. Es ist nicht schwierig, habe ich schon oft gemacht, aber es ist nun mal Arbeit. Aber: Ich bin heiß darauf.

Was will uns das Leben damit sagen?

Wieder ist es so, dass einem das Leben eine Aufgabe gestellt hat. Nur derjenige, der beißt und sich der Aufgabe stellt kommt weiter.
Kurzer Einschub. Ich hatte über diese Ansicht eine Diskussion mit meiner Frau. Sie vertritt diese auch, brachte aber einen Aspekt zur Sprache, der nicht von der Hand zu weisen ist.
Vielleicht markieren solche Hindernisse auch das Ende einer Sache. Vielleicht gibt das Schicksal einem zu verstehen, sich anderen Dingen zuzuwenden. Diese Ansicht ist auch richtig. Wie will man wissen, was das Schicksal, universelle Energie, von mir aus auch Gott für einen vorgesehen hat? Nobody knows. Dies wird immer das große Geheimnis des Lebens bleiben. Wir werden immer wieder an Kreuzungen stehen und uns fragen müssen: rechts, links, geradeaus.

Mein Weg ist klar

Ich habe mich entschieden. Ich habe Bock auf Schreiben, ich habe Bock auf Grafiken, also NFTs (jedenfalls dieser Teil von NFTs) und ich habe Bock auf Kunst, also werde ich den Weg weitergehen. Ja, ich werde ihn sogar intensivieren, mehr, professioneller.

Das Experiment nimmt Fahrt auf

Ich wollte weg von meinem Brot- und Butterjob. Als ich dieses kundgetan habe, entwickelte sich etwas. Erst halb diffus (das Schreiben war ja schon da) und jetzt klar und deutlich. Und mal sehen, wohin mich der Stier führen wird.

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