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VonRohan de Rijk

#88 NFTs enthyped?

Lesezeit: 3 Minuten

Ist der Hype um die Non-fungiblen Tokens zu Ende? Fast scheint es so. Die sozialen Medien schweigen seit Langen, wenn es um das Thema NFT geht.

Auf das falsche Pferd gesetzt?

Vielleicht sollten wir das Pferd erst mal von hinten aufzäumen und dann schauen, ob es richtig oder falsch war.
NFT war (und ist es immer noch) etwas Neues. Ein Buzzword, mit dem man angeben konnte und in kurzer Zeit massig viel Geld verdienen konnte. Massig viel Geld lockt massig viel Leute an und so begann der Hype und dieser Hype (wie fast jeder) lief heiß. Es gab Trittbrettfahrer, die die Gunst der Stunde genutzt haben, um die Leute abzuziehen. Es gab wiederum Dienstleister, die an der Unwissenheit der Leute verdient haben, mit anderen Worten: Ein paar Leute haben Geld verdient und jede Menge hat Geld verloren.

Das Leben mit dem Makel

Das Ganze hat dem NFT nicht gutgetan, den dahinter steckt immer noch ein faszinierendes Stück Technik, das nicht nur den digitalen Kunstmarkt revolutionieren könnte und dies wahrscheinlich auch tun wird. Wäre das nicht der Makel, den Wegelagerer dem NFT angehangen haben. Aber wie es seiner Zeit mit dem Neuen Markt an der deutschen Börse ergangen ist, wird sich der NFT-Markt erholen, denn wo Geld ist, ist auch immer wieder das Verlangen. Es bleibt zu hoffen, dass nach den Geburtswehen so etwas wie Professionalisierung eintritt, um das NFT nicht den Todesstoß (im Bereich Kunst) zu versetzen.

Digitale Kunst einzigartig machen

NFT hat seine Berechtigung. Wo NFTs eingesetzt werden bzw. eingesetzt werden könnten, habe ich schon mal in einem anderen Artikel angerissen. Hier soll es nur um die Kunst gehen.
Digitale Kunst hat schon lange seinen Platz in der Welt gefunden. Sei es Videoinstallationen, Musik oder auch digitale Grafiken. Aber digitale Inhalte verleiten zu Strg + C oder anders gesagt zum Kopieren. So ist die Kopie nicht vom Original zu unterscheiden. Jetzt könnte der digital Kundige doch angeben, dass es Maßnahmen gibt, DRM (Digital Right Management) oder Wasserzeichen. Die Musikszene hat sich mehr als eine blutige Nase geholt, die Inhalte mit einem DRM und ähnlichen Konsorten zu versehen. Und Wasserzeichen sind heute mit Photoshop so leicht zu entfernen, dass man es auch sein lassen kann, welche auf die Grafik aufzubringen.

Jetzt schlägt die Stunde des NFT

Erst mal sollte man damit leben können, wenn man digitale Kunst erwirbt, dass es noch Kopien des Originals geben wird. Aber das Original ist das NFT, dieses ist in der Blockchain niedergeschrieben und kann nicht verändert werden. Einer besitzt das Original und die Kopien bevölkern das Netz. Aber genau das Original in der Blockchain ist für mich als Künstler wichtig. Es beweist, dass ich der Halter des Originals bin oder, wenn ich die Grafik verkauft habe, wer der Besitzer ist (und ich als Künstler stehe auch noch mit drin).

Hört sich nach wenig an, ist es aber nicht

Das ist ja gut und schön, dass das alles festgeschrieben steht, aber Kopien sind trotzdem im Umlauf.
Richtig, das ist nicht von der Hand zu weisen, aber sogar die alten Klöster haben fleißig kopiert, damit das Wissen unter die Leute kommt.
Nehmen wir mal an, jemand kommt ums Eck und ihm gefällt einer meiner Grafiken aus der Reihe “Theater of Couriosity” und er möchte, weil er vielleicht Sammler (oder Spekulant) ist, eines der Originale besitzen. Dann kann er, wenn Grafiken auf dem Markt sind, diese erwerben und in der Blockchain wird sein Name eingetragen. Spitzbuben könnten versuchen, eine Kopie an den Mann zu bringen, aber die Blockchain können sie nicht ändern, ergo kann man immer nachschauen, wer der Besitzer ist und wenn einem die Sache doch ein wenig spanisch vorkommt, doch lieber die Finger davonlassen.

Ich lasse nicht locker

Ich werde die Möglichkeiten, die einem die Blockchain und damit NFTs bieten, nutzen. Ich denke nach dem Hype braucht es einen langen Atem, aber am Ende werde ich mir die Rosinen herauspicken und digitale Kunst verkaufen mit dem Echtheitszertifikat “NFT”.

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VonRohan de Rijk

#86 NFT – Die Krux des Mehrwertes

Lesezeit: 3 Minuten

NFT (Non-Fungible Token), der Hype des letzten Jahres. Aber was ist das? Nun in erster Linie sind dies (im Moment) Bilder (z.B. von Affen), die man für einen mehr oder weniger hohen Krypto-Betrag erwerben kann.
Es gibt aber noch weitere Einsatzmöglichkeiten für NFT. Diese wären Eintrittskarten oder auch Serviceintervalle eines Autos, die in einem NFT festgehalten werden. Man kann sagen, dass man über NFTs den Besitz einer Sache beweisen kann, weil diese Information in der Blockchain unabänderlich festgeschrieben steht. Ob ein NFT jemals das Grundbuch in Deutschland ersetzen wird? Dies kann ich mir wirklich nicht vorstellen.

Ist eine NFT-Grafik was wert?

Ich habe NFTs zum Verkauf, aber zur Auktion eingestellt. Dies war einige Zeit her (darüber hatte ich berichtet) und herausgekommen ist gar nichts. Nicht ein einziges NFT wurde verkauft.
Woran liegt das?
Nun ich könnte mir mehrere Gründe vorstellen und diese Gründe sind sicherlich richtig.
Nummer eins: Ich bin kein Künstler, der so bekannt ist, dass sich die Welt auf meine Bilder stürzt.
Nummer zwei: Ich habe, im Gegensatz zu anderen Anbietern, meine Bilder ohne einen Mehrwert angeboten.
Nummer drei: NFTs sind Hype und die meisten ertrinken in der Masse.
Nummer vier: Im Bereich der NFTs sind, wie sollte es auch anders sein, Betrüger unterwegs, die die Leute abzocken. Deshalb wird der Bereich noch zögerlich angenommen.

Das sind vier gute Gründe, um dem Ganzen auf den Zahn zu fühlen, denn ich bin immer noch davon überzeugt, dass NFTs in der Kunst eine Bedeutung haben werden.

Auf die Kacke hauen kann ich nicht

Lassen wir die Nummer eins, also die mäßige Bekanntheit, einmal weg, diesen Umstand bin ich mit Hilfe der Kunst und der Zeit am Eliminieren.
Nummer vier wollen wir auch nicht weiter betrachten. Betrüger und Wegelagerer wird es immer geben. Ein bisschen Augen auf kann nicht schaden, denn auch bei den NFTs gibt es kein schnelles Geld.
Nummer zwei wäre der Mehrwert. Schauen wir uns am Markt einmal um. Welchen Mehrwert hat die Konkurrenz zu bieten?
Die Spanne reicht von Spenden an wohltätige Organisationen (was mittlerweile ziemlich verpönt ist), über den Eintritt ins Decentralland oder zur exklusiven Party. Airdorps (also z.B. Geschenke in Form von NFTs oder Kryptos) oder spezielles Merchandise.
Ich kann da leider nicht mithalten. Die angesprochenen Mehrwerte kosten eine Stange Geld, die ich noch nicht verdient habe. Und unter uns, diejenigen die diese Mehrwerte anbieten, sind Unternehmen, die ein ganz anderes (monetäres) Standing als ich haben.

Heulen nützt nichts, eine Lösung muss her

Soweit so gut. Soweit so schwer.
Ich habe ein paar Ideen. Ob ich sie alle und alle im nächsten Projekt umsetzte, das weiß ich noch nicht. Es bleibt spannend.
Verbinden wir die Welt des Buches mit der des Bildes. Einige der Protagonisten meines nächsten Buches werden als NFTs erscheinen. Sorry Jungs, aber es werden nur Ladies sein.
Als Dreingabe wird es die deutsche und die englische Fassung des Buches (E-Book) geben. Des Weiteren könnte ich mir vorstellen, dass es exklusive Bilder aus einem anderen Projekt (Theatre of Curiosity) als weiteres “Zückerli” geben kann. Eine dritte Idee: Ich produziere mit meinem Sohn gerade ein Album. Schublade: Rap und NuMetal. Ich kann mir vorstellen, dass die Käufer des NFTs das Album als Goodie im Format FLAC (Free Lossless Audio Codec) bekommen, da wir vorhaben, es sonst als MP3 zu vertreiben.

Ideen, Ideen, Ideen – tragfähig?

Ob die Ideen zum Zuge kommen, wie viele es werden oder ob mir noch was anderes einfällt, das steht in den Sternen, aber wenn man NFTs verkaufen möchte, kommt man um den Mehrwert nicht herum (sofern es sich um Kunst handelt).
Dementsprechend ist das Thema noch lange nicht beendet und ich werde von Zeit zu Zeit berichten ob und was sich getan hat. Also bleibt neugierig.

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VonRohan de Rijk

#84 In einer Welt, die den Plural der Egomanie geopfert hat

Lesezeit: 3 Minuten

Etwas hat die Welt verändert. Oder hat die Welt sich verändert?
Länder schließen sich zusammen. Warum? Um besser und stärker zu sein, den Gegner niederzuringen, um effizienter Krieg zu führen.
Länder schließen sich zusammen. Warum? Um einen Wirtschaftsraum zu erschaffen, der vieles einfacher aber auch billiger macht und um Grenzen im Wirtschafts- und Zahlungsverkehr zu eliminieren.
Das ist das große Ganze.
Aber wie sieht es im Kleinen aus? Im Molekül der Gesellschaft. Als Analogie sei hier das Dorf genannt. Dies gab den Menschen Schutz und verteilte die Aufgaben auf viele Schultern.
Der Stand heute? Die Gesellschaft driftet ins Atomare ab. Single ist der neue Standard, Freunde sind Bits und Bytes, Familien liegen hunderte Kilometer auseinander und/oder liegen im Klinsch der Generationen. Beziehungen sind nur noch Freundschaft Plus oder “Ich hole mir, was ich will” und damit hat es sich dann auch. Der Mensch als benutztes Objekt.
So schmilzt das Wir zu einem Ich.
Wie sieht es mit dem Monetären in dieser Welt aus?

Geldgeschäfte: Eine Doppelmoral?

Waren Geldgeschäfte schon immer dem Egoismus untertan? Immerhin geht es hier um etwas, das ich habe (Geld) und das ich mithilfe von Aktien, ETFs, Kryptowährungen oder Immobilien vermehren möchte.
Man könnte meinen, Geben und Nehmen wären hier nicht nur Regularien, sondern auch ein Freifahrtschein (die Macht des Geldes). Ist dies Ganze noch ein fairer Handel oder grenzen diese Geldgeschäfte schon an Ausbeutung? Unterliegen der Kauf und Verkauf einer Doppelmoral?
Wie das?
Nehmen wir uns die Aktie vor. Das Investment in Form von Geld geht an die Aktiengesellschaft, im Gegenzug erwirbt man Anteile am Unternehmen und ein Stimmrecht bei der Aktionärsversammlung (außer man entscheidet sich für Vorzugsaktien). Die Gewichtung kann, je nach Anteil, relativ groß sein und ich kann die Ausrichtung des Unternehmens steuern.
Auf der anderen Seite möchte das Unternehmen so aktionärsfreundlich sein wie möglich, eine Möglichkeit das Interesse von Aktionären oder noch besser Fondsmanagern zu schüren.
Ziel dieser Unternehmen sind Gewinn und Gewinnmaximierung. Dagegen ist nichts einzuwenden.
Was passiert häufig bei einem positiven Jahresabschluss? Richtig, es werden Leute entlassen, damit der nächste Abschluss noch besser wird.

Wo bleibt jetzt die Doppelmoral?

Will man dies? Oder ist es überhaupt möglich, das eine (Geld) ohne das andere (z.B. Entlassungen) einzukaufen?
Für mich bedeutet es, Geld zu investieren, um damit mein Lebensziel zu realisieren, und gleichzeitig die Gefahr in Kauf zu nehmen, dass durch mein Invest Mitarbeiter entlassen werden. Zugegeben, mein Invest ist nicht so riesig, dass es das Zünglein an der Waage wäre, aber Kleinvieh macht auch Mist.
Ich werde dieses Risiko eingehen (müssen).
Ob es eine Doppelmoral ist, muss jeder für sich selber entscheiden. Dann müsste man auch den Supermarkt, die Kleidung und noch vieles mehr überdenken, denn Profit wird überall auf den Rücken der Mitarbeiter erwirtschaftet.

Nachhaltig und Grün

Nachhaltig und Grün, das geht auch beim Investieren und Konsumieren. Auch hier gilt, wie bei allen Investments, dass man sich im Vorfeld gründlich informieren muss, denn Grün wird gerne als Potemkin’sches Dörfer benutzt, bedeutet, die Fassade ist grün und dahinter heiße Luft. Wir als Familie beziehen schon seit (auf- oder abgerundet) 20 Jahren Naturstrom. Natürlich ist der Strom nicht zu 100% grün, denn Strom wird als “Mischwesen” in das System gespeist.
Die Gesellschaft wird damit leben müssen, dass nicht alles schwarz und nicht alles weiß bzw. grün ist. Wer heute ein Vorzeige-Unternehmen unterstützt, kann, durch was auch immer, in der Zukunft in einen Zwiespalt geraten, wenn die Ausrichtung dieses Unternehmens wechselt.

Was gar nicht geht

Eins wird es bei mir nicht geben. Lebensziel hin, Lebensziel her. Ein Invest in Unternehmen, die Waffen und anderes Kriegsgerät herstellen. Sicherlich ist damit Reibach zu machen, besonders in dieser Zeit. Aber hier ist die rote Linie, eine Grenze, die ich nicht überschreiten werde. Geld ist Geld, aber nie so wichtig wie ein Leben.

Ellbogen und die Mentalität des Drängelns

Das Dorf ist weggefallen, die Familie auch, was bleibt, ist der Single-Mensch in einer Welt des vorgespiegelten Wohlstandes. Social-Media mit seinen “ich bin reich”-Marionetten züchten den Konsumsüchtigen heran. Einen Menschen, der alles haben muss, um sein Sein darzustellen, koste es, was es wolle.
Waren die Auktionen zu Beginn der 2000er Jahre spannend, so wird heute immer mehr der Ellbogen gefördert, um das zu bekommen, an das man vorher gar nicht gedacht hatte. Im Job wird gemobbt und Networking betrieben. Das, was in den Zeiten des Kalten Krieges als Seilschaften verpönt war, wird in der digitalen Welt als Götze auf den Altar des Erfolges gehoben. Ohne deine Ellbogen und die Ellbogen der Masse bist du ein Niemand, ein Ausschuss der neuen Zeit. Das klingt hart, ist aber ein Teil der Wirklichkeit. Überbelastung und Burn-out sind die Folge, gegengesteuert mit Beginn dem Buzzword Detox, was wieder suggeriert, ich bin immer noch hipp und bald wieder auf der Spur des Konsums und des Networkings. Nachlassen ist fast der Tod, vielleicht ist Detox eine schleichende Variante davon.

Gibt es diesmal ein Fazit?

Nein. Jeder muss selber entscheiden (so auch ich), wie er mit der Welt und seinen Gegebenheiten umgeht. Bleibt er singulär und ellbogen-behaftet oder ist der Plural im Leben wichtiger.
Entscheidet selber und werdet glücklich.

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VonRohan de Rijk

#78 Wo stehe ich

Lesezeit: 3 Minuten

Mittlerweile sind 58 Episoden vergangen und, wenn ich richtig gerechnet habe, 59 Wochen. Ich gestehe: Einmal musste ich den Podcast schlabbern.
Wo stehe ich jetzt, nach dieser Zei, mit meinem Lebensprojekt?

Ein ganz kurzer Rückblick

Ich möchte nicht mehr arbeiten. Das möchten viele, ich bin einer davon. Dabei geht es nicht darum, faul in der Hängematte zu liegen, sondern etwas Sinnstiftendes zu tun, in meinem Fall: Schreiben und NFTs (Non-Fungible Token). Wie funktioniert das? Nun, in meinem Fall habe ich das Projekt auf die Beine Immobilien, Aktien, ETFs und Krypto gestellt, dazu kommen noch die Verkäufe aus dem Bereich Buch und, hoffentlich irgendwann aus dem Bereich NFT. Zu Beginn brauchte ich 750.000 Euro, um ohne einen Verlust leben zu können (bis zur Rente). Heute sind es eine ganze Menge Scheine weniger.

So nun Butter bei die Fische

Als Erstes: Die Investitionen, in den oben genannten Bereichen halte ich immer noch für sinnvoll.
Leider hat sich nach einer anfänglichen Vermehrung (die war schon ordentlich) das ganze jetzt ins Minus gedreht.

Was ist passiert?

Dumm investiert? Nein. Hier spielt die Politik, und wie die Politik mit Krisen umgeht, eine riesige Rolle. Ich wollte nie politisch werden. Aber im Leben geht es nun einmal nicht ohne.
Krise 1: Zwei Jahre Corona ist zuviel und hat jede Menge Schaden angerichtet. Auch wenn es der eine oder andere nicht so gemerkt hat. Die Kaufkraft ist meiner Ansicht nach gesunken, das liegt unter anderem daran, dass viele Selbstständige die Segel streichen mussten. Wer dort angestellt war, war es auf einmal nicht mehr. Wer keine Arbeit hat, hat weniger Geld, wer weniger Geld hat, kann weniger kaufen. Wer weniger kaufen kann, wird nur das kaufen, was er dringend benötigt. Sowas schickt die Firmen, die nicht für den täglichen Bedarf produzieren, zumindest theoretisch auf Talfahrt.
Krise 2: Der unsinnige Krieg. Ob er nun dafür verantwortlich ist, welche Preise im Moment ausgerufen werden, kann ich nicht genau sagen. Aber die Annahme liegt nahe, dass so ein Krieg den einen oder anderen dazu verleitet, ein wenig oder ein wenig mehr an der Preisspirale zu drehen. Die Leidtragenden: Die ewig Gebeutelten.

Verschwörung

Ich halte nichts von den Verschwörungstheorien, die immer und überall kursieren. Dies ist mein einziger Satz dazu.

Wie geht es weiter

Erst einmal, es geht weiter. Der Aktienmarkt hat im Laufe der Zeit die eine oder andere Delle bekommen. Wenn man bedenkt, dass der erste dauerhafte Handel mit Aktien schon im Jahr 1612 in Amsterdam begonnen hat und Aktien immer noch ein Mittel, wenn nicht sogar das beste Mittel für die Geldanlage ist, dann kann diese Delle meinem Geld auf kurz oder lang nichts anhaben.
Es geht weiter. Ich werde weiter investieren. Ich werde Augen und Ohren offenhalten. Mich nach Chancen umsehen und nicht auf die hören, die das “Unken” schon fast exzessiv professionell betreiben.

Werde ich was ändern

Die Summe, die ich benötige, hat sich verringert. Dies bedeutet, die Schere zwischen “Habe ich” zu der Summe “Brauche ich”, hat sich merklich verkleinert, dies hat auch die fiktive Zeitspanne bis zum Erreichen der Summe X verringert.
Ich werde auch weiterhin den Aktien- und Krypto Markt beobachten und, wenn es sein muss, umschichten. Was ich nicht tun werde: Mich auf Möglichkeiten wie Hebel (Bewertung von Optionsscheinen) oder Hedgefonds einlassen. Liegt man goldrichtig, dann sprudelt es aus dem Goldesel. Liegt man falsch, dann war es das mit dem Geld. Kurze Info: Die meisten Anleger liegen falsch.

Nicht verzagen

Auch wenn sich die gegenwärtige Situation mies anfühlt (und hier geht es auch um den Krieg). Am Ende des Tunnels gab und gibt es immer wieder Licht.
Und wie sagte schon Gary Vaynerchuk, als er nach einem Garant für den Erfolg gefragt wurde: Patience.

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VonRohan de Rijk

#77 Die Firewall des Künstlers

Lesezeit: 3 Minuten

Ich bin kein Jurist. Aus diesem Grund sind die hier gemachten Aussagen keine Rechtsberatung, sondern spiegeln das wider, was ich recherchiert habe bzw. meine eigene Meinung.

In einer kopierten Welt

Die Firewall, der Schutz des Künstlers, in einer Welt, in der das Kopieren noch nie so einfach war.
Was ist die Brandmauer denn genau? Hier in Deutschland und ich kann nur für Deutschland reden, ist es das Urheberrechtsgesetz. Es schützt den Urheber und sein Werk vor was eigentlich?

Zäumen wir das Pferd beim Gesetz auf

UrhG – was sich anhört wie ein animalischer Schrei ist nichts anderes, als die Abkürzung für das Urheberrechtsgesetz oder Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte.
Das Gesetz verfügt über 143 Paragrafen. Es ist sicherlich müßig darüber zu diskutieren, dass man auch nur annähernd etwas hier in diesem Rahmen besprechen kann. Deshalb hier mein kleiner Lesetipp für schlaflose Nächte: https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/index.html

Ist die KI ein Schöpfer

Auf das Thema Urheberrecht kam ich, als ich versucht habe, Texte mithilfe einer KI zu generieren. Ich war von dem Ergebnis nicht überzeugt. Als Berichterstatter für Fußballergebnisse sieht es anders aus, aber als Autor für Thriller, no way, dass funktioniert nicht. Aber wer ist denn nun der Schöpfer der Texte oder, um dem Ganzen noch ein wenig mehr Schärfe zu verleihen, denn KIs können auch Bilder generieren, wer darf sich hier wirklich Schöpfer nennen?

Blöde KI

Die KI ist ein Stück Software und am Anfang ihrer Tage saublöd. Die Intelligenz bekommt sie erst durch das Training. Ein ganz bestimmtes Training. Eine Bilder-KI kann nur Bilder, eine Text-KI kann nur Text. Mit jedem Bild oder Text wird die KI schlauer, dies geschieht nach einem bestimmten Algorithmus. Das Ergebnis wird teilweise noch von Menschen gesichtet, damit die Fehlerquote gering bleibt. Nur ein kurzer Abriss, denn das Thema ist übelst kompliziert.

Wer ist denn nun der Schöpfer?

Generell gilt erst mal, dass Schöpfungen einer KI (also Bilder oder Texte) nicht im Sinne des Urheberrechts geschützt sind. Aber: Hat ein Mensch seine Finger im Spiel, könnte dies schon ein wenig anders aussehen.

Lasst uns ein Bild generieren

Es gibt die Möglichkeit, mit einer Zeile Text Bilder generieren zu lassen, z. B. Liebespaar in roter Kleidung. Die KI baut aus dem Text ein Bild, das zum jetzigen Zeitpunkt der Technik mehr oder weniger skurril aussieht und meistens von dem, was ich im Text beschrieben habe, sehr stark abweicht bzw. sehr verfremdet ist.
Als Mensch habe ich eingegriffen. Reicht dies, um im Sinne des Urheberrechts als Schöpfer zu gelten? Habe ich hoch genug geschöpft oder anders, ist die Schöpfungshöhe erreicht?

Was ist Schöpfungshöhe?

Nach § 2 Abs. 2 UrhG muss das Kunstwerk eine persönliche und geistige Schöpfung des Urhebers sein. Dies würde bedeuten, alles was ich mir ausdenke und zu einem Werk verarbeitete, egal ob Text oder Bild, würde einer gewissen Schöpfungshöhe entsprechen. Bei den Recherchen bin ich aber immer und immer wieder auf die Fragestellung gestoßen, ob die Schöpfung hoch genug sei. Dies wird auch immer und immer wieder von Gerichten beantwortet. Also ist die persönliche und geistige Schöpfung nicht immer ein Garant für den Faktor Schöpfungshöhe und muss, bei Zweifeln, durch die Damen und Herren in den schwarzen Roben geklärt werden.

KI fällt raus

Wir haben gelernt: Persönlich und geistig muss die Schöpfung sein. Damit ist die KI draußen. Das Werk wird nur erzeugt, wenn man die Maschine, also die KI, vorher mit Wissen mästet.
Aber wie sieht es mit dem “Futter” für die KI aus? Hier könnte es doch sein, dass man nicht das Urheberrecht erlangt, sondern dagegen verstößt.
Kann ich mich darauf verlassen, dass alle Trainingsdaten der KI vom Rechteinhaber abgesegnet wurden. Kann ich mich darauf verlassen, dass ich diese Fragmente wiederum für mein eigenes Kunstwerk verwenden kann und wenn ich die Schöpfungshöhe erreichen sollte, kann ich dann ein Urheberrecht geltend machen?
Die nicht rechtsberatende Antwort lautet: Nein.
Die KI wird mit Milliarden von Bildern gefüttert. Wie will man da nachhalten, ob alle Rechteinhaber zugestimmt haben (einige sind sicherlich schon von uns gegangen)? Bei Texten sieht es ein ganz klein wenig anders aus, da sie stärker fragmentiert werden können. So kann es durchaus vorkommen, dass Abschnitte oder Sätze aus verschiedenen Büchern entnommen wurden, und diese alle denselben Inhalt haben.

Spannend, aber lieber nicht die Finger verbrennen

KI ist ein spannendes Feld. Aber wenn man auf der sicheren Seite sein möchte, was die Kunst und den Verkauf der Kunst betrifft, so sollte man lieber sein Hirn selber anstrengen und kreativ werden.
Eine KI kann nicht etwas aus dem Nichts zaubern und das, was verwendet wird, hat jemand mit dem Schweiße seiner Kreativität erzeugt. Vielleicht wird es kein Urheberrechtsverfahren gegen KI erzeugte Bilder geben, auch wenn Rechteinhaber Fragmente erkennen. Aber wer möchte schon mit einem Könnte oder einem Vielleicht leben.

Deshalb zum Schluss mein salbungsvoller Tipp: Macht es selber. Textet selber, macht Fotos, bearbeitet diese und gebt dem Ganzen eine unveränderliche Handschrift.
Ach übrigens: Gegen Inspiration spricht nichts. Es gab noch nie einen Künstler, der sich nicht in irgendeiner Art und Weise hat inspirieren lassen.

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VonRohan de Rijk

#74 Glück gehabt (noch)

Lesezeit: 2 Minuten

Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen. Schauen wir auf Episode 70 zurück: Es ging darum, dass KI die Kunst killen könnte. In dem Fall, die wortschöpferische Kunst des Schriftstellers.

Der Selbstversuch

Nun gibt es eine KI (GPT-3), die gelernt hat, Worte zu Sätzen und zu kleinen Artikeln zu formen. Dies jagt dem Künstler natürlich die Schweißtropfen auf die Stirn. Aber, so lehrt es uns das Leben: Stelle Dich Deinen Ängsten bzw. Deinen Gegnern. Gemacht getan. Code in der CT ausprobiert. War nicht so einfach, wie ich es mir vorgestellt habe. Die Herren (oder/und Damen) hätten auch mal dran denken können, dass nicht jeder ein Nerd ist, aber gerne mal eine KI-Erfahrung machen möchte.

Getestet

Die Software eignet sich hervorragend, um Texte zu erstellen. Aber und zum Glück gibt es ein Aber, es gibt noch genügend Schwachstellen, die die Texte zwar lesbar machen, aber manchmal mit falschen Informationen spicken. Dies ist nicht nur nicht schön, dies ist gefährlich. Warum gefährlich?
Nun ja, stellen wir uns einmal den Fall vor, dort gibt es einen Menschen, der alles glaubt, was ihm unter die Nase gehalten wird. Unwahrscheinlich?
Lassen wir die letzten zwei Jahre einmal medial Revue passieren. Ist dann die Unwahrscheinlichkeit immer noch so groß oder rückt sie eher in Richtung: “Die Masse glaubt die Informationen”, sie muss nur von renommierten oder selbsternannten Fachleuten oder Medien kommen.

Fatale Fehler

So können sich Falschinformationen in Glaubenssätze verwandeln. Widerlegung wird schwer bis unmöglich. Deshalb sollte die Kritik an der KI nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Noch erzeugt eine Maschine Texte aus Dokumenten, mit denen sie gefüttert wurde. Was wäre, wenn die Dokumente spezifisch zusammengesucht oder sogar erstellt worden wären? Könnte man dann nicht eine ganz neue Wahrheit erstellen? Eine Wahrheit, die einer kleinen Gruppe an Menschen genehm ist? Dies ist keine Verschwörungstheorie, ich habe auch keine Chemtrails geschnüffelt, aber der Mensch neigt nun einmal dazu, Erfindungen für seine, nicht immer lauteren Ziele, zu verwenden. Und warum sollte es bei der KI anders sein.
Also Spitz pass auf.

Der Schreiberling atmet auf

Verlassen wir die Gedanken und begeben uns auf den Boden der getesteten Tatsachen.
Die KI ist heute noch nicht in der Lage, Thriller, Romane oder ähnlich gelagerte Geschichten zu schreiben. Wie das mit Sachbüchern aussieht? Keine Ahnung, dies ist nicht mein Gebiet.
Warum kann eine KI keine Geschichten? Nun eine Geschichte besteht aus Personen, die jeweils eine eigene Geschichte haben, jetzt brauchen wir auch so etwas wie eine Story, denn eine Geschichte ohne Story ist keine Geschichte. Dies hört zuerst einmal wirr an, aber wir als Mensch können dieses Konglomerat aus Geschichte und Story gut auseinanderhalten. Eine Maschine kann das (noch) nicht. Es wird auch schwer für eine KI sein, Handlungsstränge zu verfolgen und diese irgendwann zusammenzuführen.

Fußballergebnisse ja, aber dann…

Die KI ist sicherlich für eine Zusammenfassung eines Fußballspiels oder den Wetterbericht geeignet. Hier gibt es “standardisierte” Aussagen, die sich leicht in einen Text einbauen lassen.
Aber Kunst? Nein das geht nicht, dafür müsste man der Maschine neben dem I für Intelligenz noch ein weiteres K für Kunst und ein weiteres K für Kreativität hinzufügen. Und da sind wir Menschen mit unseren Synapsen besser aufgestellt, so dass man auch in (naher) Zukunft nicht damit rechnen muss, dass der Autor aus einem Haufen Transistoren und ein bisschen Strom besteht.
Nichtsdestotrotz: Man soll niemals nie sagen. In Zukunft (wann diese auch immer sein wird) wird auch eine KI das KIKK können.

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VonRohan de Rijk

#73 Bespaßung für den Erfolg

Lesezeit: 2 Minuten

Wer was werden will, braucht eine starke Community.
So tönt es aus allen Kanälen, die etwas von Social-Media-Marketing zu verstehen glauben. Dabei wird die Stärke der Community, der Wille dem Projekt Input zu geben, als der heilige Gral des Erfolges angesehen.

Der Künstler, das unkommunikative Wesen

Ist es wirklich das, was zwischen Erfolg und Scheitern steht? Kann man als Einzelner überhaupt eine starke Community aufbauen?
Wie machen es die anderen? YouTube hat gezeigt, dass dies geht. Aber ist es wirklich so? Werden die Tuber nicht ab einer gewissen Größe durch Profis gefördert? Agenturen steuern die Community, erstellen Pläne und vermarkten ihre Schäfchen.

Ich wollte es machen, aber…

Irgendwie habe ich eine Sperre, ein Mediaplan war angedacht. Den habe ich auch angefangen, aber scheinbar schaffe ich es nicht, diesen vehement durchziehen. Woran liegt das? Eine gute Frage, die ich mir hier stelle. Ist ein solcher Plan zu wenig spontan, ist er nicht kreativ genug, um einmal ausscheren zu können? Wahrscheinlich von allen ein wenig.

Wo ist meine Community?

Die zwei Künstler in meiner Brust brauchen auch unterschiedliche Communitys.
Der Schriftsteller kann sicherlich seine Leser mit auf die Reise zu einem neuen Buch nehmen. Dies geht aber nur bedingt. Wer will schon im Prozess des Schreibens wissen, wer nachher der Übeltäter und wer der Gute ist. Hier verlagert sich die Community meist in den Bereich kurz vor der Veröffentlichung und länger nach der Veröffentlichung.
Anders sieht es mit den NFT aus. Hier geht es nicht um das Erleben einer Geschichte, sondern um ein Projekt, mit dem der geneigte User sogar Geld, vielleicht sogar sehr viel Geld verdienen kann. Hier ist eine Intervention seitens der Community vielleicht sogar extrem wichtig, zumal auch noch Einfluss in Richtung “Goodies” genommen werden kann, also den Zusatznutzen zu dem eigentlichen NFT.

Kunst, Kommerz, Community

Die drei Schlaglichter der NFT-Branche. Dahinter verbirgt sich aber die Frage: Was will die Community noch? Und da kommen wir wieder zum Titel. Ist es nur die Bespaßung? Als Erstes muss man die Spreu vom Weizen trennen. Wo? Im Discord-Server. Dies ist der Ort, wo man sich in der NFT-Szene trifft. Aber was kommt einem als Erstes unter. Genau: Gestalten, die gar kein Interesse an der Kunst haben, sondern einem mit obskuren Angeboten das Blaue vom Himmel versprechen.
So denkt man bei jedem neuen User: Spitz pass auf. Was sicherlich richtig, aber auch nicht immer von Vorteil ist, wenn man die User direkt von Anfang an misstrauisch begutachten muss. Aber so ist es nun einmal.

Die Zeit für den Spaß

Brot- und Butterjob, künstlerische Tätigkeit, ein wenig Freizeit mit der Familie auch, ja Schlaf gibt es auch noch. Ich frage mich, wie man das als Solo-Artist alles schaffen soll? Ich denke, es ist nicht zu schaffen. Aber wo geht der Zug dann hin, wenn die gepriesene, starke Community unter diesen Voraussetzungen nicht zustande kommen kann?

Allgemein statt speziell

Was ist, wenn man nicht über ein Team verfügt. Dann bleibt einem nur die Möglichkeit, über die Person anstatt über das Projekt bekannt zu werden. Die Community wird sich dann eher auf Twitter, Instagram und Facebook als auf Discord abspielen. Vielleicht ist dies ein Weg für die vielen kleinen NFT-Künstler ohne ein Riesenbudget.
Eins darf nicht in den Hintergrund treten: Die Kunst. Dies ist der Dreh- und Angelpunkt für mich.

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#72 Ent Täuschung

Lesezeit: 2 Minuten

Was ist eine Enttäuschung und warum habe ich es falsch geschrieben?
Erster Teil der Antwort: “Eine Enttäuschung bezeichnet das Gefühl, einem sei eine Hoffnung zerstört oder auch unerwartet ein Kummer bereitet worden.” Quelle Wikipedia

Zweiter Teil der Antwort (und der dauert etwas länger):
Natürlich habe ich das Wort bewusst und mit voller Absicht falsch geschrieben.

Die Ent Täuschung

Man startet ein Projekt. Was an sich eine gute Sache ist. Man möchte, dass dieses Projekt erfolgreich ist oder wird und im besten Fall den einen oder anderen Euro in die Tasche spült. Was an sich eine gute Sache ist.
Manchmal kollidieren aber Vorstellung und Wirklichkeit miteinander. Man könnte jetzt sagen: “Willkommen im Leben”.
Man fragt sich: Was habe ich falsch gemacht?
Man ist enttäuscht.

Jetzt bekommen wir Fleisch an die Knochen

Wenn wir das Wort “Enttäuschung” einmal genauer betrachten, wird auch meine Schreibweise ein wenig deutlicher. Ent und Täuschung.
Es gibt viele solcher Wortkombinationen z. B. entgraten. Wir haben einen Grat weggenommen (wo immer er sich auch befunden hat).
Jetzt fällt der Groschen (war jedenfalls bei mir so). Die Täuschung ist weggefallen. Ich habe mir etwas vorgemacht.

Was könnte das sein?

Was habe ich mir vorgemacht. Beispiele: schneller Erfolg, schnelles Geld, schneller Ausstieg aus dem Brot- und Butterjob.
Tickt das Leben so? Leider nein.

Die Sicht so klar

Auf dem Boden der Tatsachen aufgeschlagen bleiben einem zwei Möglichkeiten (vielleicht gibt es mehr, aber für mich sind es zwei).
Möglichkeit Nummer eins wäre sich die Wunden zu lecken, sich zu bedauern und sich in die Höhle der Erfolglosen zurückzuziehen.
Möglichkeit Nummer zwei: Die Tatsache akzeptieren, dass das Spiel nun mal so und nicht anders läuft. Sich hinsetzen und überlegen, wie man sein Projekt mit diesen Spielregeln auf die Erfolgsspur bringen kann.
Faktoren akzeptieren. Die da wären Zeit (kann ich schlecht akzeptieren, aber muss ich wohl). USP, der Unique Selling Point (siehe letzten Blog). Das muss nicht der ganz große Wurf sein. Hier kann Kreativität das Geld oder was man mit Geld für USPs (z. B. Donald Trump für einen Werbespot einkaufen) generieren kann, schlagen.

Speicheldrüsen aktivieren und das Ergebnis in die Patschehändchen

Oder anders ausgedrückt: Ordentlich in die Hände spucken und anpacken. Ein Bildnis, dass ich immer wieder gerne verwende, ist, dass der Erfolg im Blaumann daherkommt. Also mit Arbeit verbunden ist. So ist es, so wird es immer sein, man muss nur für sich selber entscheiden, ist es Arbeit, die ich gerne mache (dann reinhauen), oder Arbeit, die ich eher ungerne mache (Social-Media-Werbung, muss sein, mache ich) oder ist die Ablehnung so groß, dann kann ich es direkt sein lassen, denn es wird nie ein Ergebnis dabei herauskommen.

Gut gebrüllt

Gutgeschrieben, gut erkannt, aber ich tappe auch immer in diese Falle hinein. Vielleicht muss das so sein. Vielleicht ist dies auch die Waagschale, die einem zeigt, ob man hinter dem Projekt steht oder nicht. Man träumt von Sekt und bekommt Selters eingeschenkt. Nutze ich die Chance mit der Option auf Sekt oder nicht?
Hier trennt sich die Spreu vom Weizen (mein Gott, so viele alte Sprüche).

Ich habe mich entschieden. Die Täuschung ist weg. Ich sehe klar. Ich will es. Ich mache es.

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VonRohan de Rijk

#71 Wo ist mein USP?

Lesezeit: 2 Minuten

Was ist denn jetzt schon wieder USP? Manchmal hat man das Gefühl, die Welt besteht nur noch aus Abkürzungen.
USP bedeutet Unique Selling Point, also das, was einen von der Konkurrenz abhebt, wenn man verkauft, sich vermarktet oder irgendwie in dieser Welt eine hellere Kerze sein möchte.

Brauche ich das?

Dies ist die große Frage. Wie kann ich mich als Schriftsteller oder NFT-Artist von den anderen abheben? Bevor wir weiter überlegen: Eine ketzerische Frage: Muss ich das überhaupt?
Die Antwort ist nicht ganz einfach. Überlegen wir mal. Wo stehe ich und wo möchte ich hin? Wenn ich mit dem, was ich mache, zufrieden bin und keine (monetären) Ambitionen habe, dann muss ich mich nicht um einen USP kümmern.
Möchte ich mehr, dann stellt sich trotzdem die Frage: Brauche ich das?

Die krampfhafte Suche

Ich habe mich entschieden, ich habe (monetäre) Ambitionen. Ich möchte mit meiner Kunst Geld verdienen. Jetzt brauche ich dringend einen USP, sonst verschluckt mich die Masse der Katzenliteratur oder die der Affenbilder.
Aber ist es nicht so, wenn man etwas krampfhaft will oder krampfhaft danach sucht, dann passiert nichts oder schlimmstenfalls, das Gegenteil?
Also erst mal chillen und die Sache in Ruhe angehen.

Wo könnte ich einzigartig sein?

Dies ist die Frage aller Fragen und schon wieder kommt der Ketzer in mir durch und ich stelle zum zweiten Mal die Frage: Muss ich das überhaupt?
Als erstes muss man, in dem, was man macht, gut sein. Es gibt so viel Schund auf dieser Welt. Ja, auch ich kann hier die Kritiker hören: Auch Schrott verkauft sich. Gut, das stimmt, aber möchte ich das? Ganz klar: Nein! Qualität setzt sich durch, vielleicht ein wenig langsamer als gedacht, die Leute müssen halt erst einmal Schrott konsumieren, um zu wissen, was gut ist.
Halten wir fest: Punkt eins beim USP ist Qualität.

Geht noch mehr?

Qualität ist ein Eckpfeiler (zumindestens für mich). Was braucht es noch, um seinen Kopf aus der Masse zu strecken?
Man muss auf einem anderen Sektor berühmt sein (YouTube?) und dann kann man seine anderen Produkte an den Mann und die Frau bringen. Super Idee, mit nur einem klitzekleinen Riesen Haken: Um auf, sagen wir YouTube, berühmt zu sein oder zu werden, brauche ich auch wieder einen USP.
Katze und Schwanz beißen sich.
Also doch ein USP suchen.

Das Rad nicht neu erfinden, aber besser machen

Jeder versucht, berühmt und reich zu werden. Das bedeutet für mich: Sehr, sehr viele Ideen sind schon umgesetzt worden, um aus der Masse zu stechen.
Aber muss ich jedes Mal etwas Neues erfinden, um Aufmerksamkeit zu erlangen?
Ich denke nein. Es reicht auch, vorhandene Ideen zu nehmen und sie etwas zu verfeinern. Sozusagen das Salz in der Suppe.
Aber wie finden?

Meditation und Brainstorming

Suchen könnte hier nicht ganz so eine gute Idee sein. Jedenfalls für mich. Ich bevorzuge lieber die Meditation und das Brainstorming. Natürlich wird viel Ausschuss erzeugt, aber es werden auch schräge Ideen geboren, die es vielleicht sogar am Ende werden. Open Mind, das ist es, was ich brauche.
Alte Strukturen und ausgelatschte Pfade sind erst mal nicht die erste Wahl für mich, das heißt nicht, dass ich einen ausgelatschten Pfad nicht mit Ideen neu pflastern kann.
Oder um es mit Steve Jobs zu sagen:

“Stay hungry. Stay foolish.”

Mehr kann dem nichts mehr hinzufügen. Wie der USP für mich aussieht, werde ich berichten, sobald ich ihn gefunden habe.

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VonRohan de Rijk

#70 KI killed the Kunst

Lesezeit: 3 Minuten

Schenkt man denen Glauben, die wissen wo es langgeht, die wissen, welche Sau sich am besten durch das Dorf treiben lässt, oder die das nächste Big Thing vorausorakeln, dann ist die KI (Künstliche Intelligenz) oder auch anglistisch ausgesprochen AI (Artificial Intelligence) das Ding der Dinge.

Ja Moment mal – neu ist das nicht wirklich

Natürlich ist KI nicht neu, aber es werden immer mehr Themenfelder beackert, auch solche, die nicht danach schreien. ThisPersonDoesNotExist.com, auf dieser Seite findet man Gesichter, die aussehen wie Du und Ich (gibt es auch mit Katzen (wer hätte das gedacht). Aber keines ist real. Alles KI.

Was ist machbar mit KI

Autonomes Fahren wird mit KI gesteuert, Rezepte werden mit KI zusammengesetzt. Was ist nötig, was ist Spielerei?
Ich finde autonomes Fahren spannend. Autofahren macht Spaß, keine Frage, aber wenn ich längere Strecken fahren muss, dann hätte ich gerne einen Automaten. Ist dies sichererer? Vielleicht, wenn man bedenkt, dass sehr viele Unfälle auf menschliches Versagen zurückzuführen sind, wäre es cool, die Schraube der Verletzten und Toten nach unten zu drehen.
Brauche ich Rezepte aus der KI? Also ich nicht. Dies ist eine Spielerei, um zu zeigen, was Algorithmen können, mehr auch nicht.

But warum killed KI die Kunst

Grund für das heutige Thema ist eine Ankündigung der Computerzeitschrift CT. In der nächsten Ausgabe, also in 14 Tagen, werden sie Software GPT-3 noch einmal genauer unter die Lupe nehmen. GPT-3 ist von der Firma Openai und soll Texte automatisch erstellen können.
Hört sich spuky an, könnte es auch sein. Ich habe mir vorher schon einmal die Software angesehen, aber sie nicht zum Laufen gebracht. Vielleicht bin zu wenig Techie dafür.
Ich habe jetzt die Hoffnung, dass der Artikel mich auf diesem Feld weiterbringt.
Nein, ich beabsichtige nicht meine Bücher mit einer KI schreiben zu lassen. Aber rein aus Neugierde würde ich schauen, wenn es denn funktioniert, ob die KI meine Bücher “Schnee am Strand” und “Der Corpsepaint-Killer” schreiben oder neu interpretieren kann.

„Wenn du dich und den Feind kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten.” Sunzi

Genau dies ist es, was ist herausfinden möchte. Kann eine KI einem Schriftsteller gefährlich werden. Damit meine ich zu dem jetzigen Zeitpunkt. Später, in ein paar Jahren, könnte ich mir vorstellen, dass man Eckpunkte definiert und die KI einen Thriller ausspuckt. Aber ist das dann noch Kunst?

Aber Rächtschreibung wäre cool

Wie immer in und auf dieser Welt ist nicht alles Schwarz noch Weiß. Wenn die KI Sätze verstehen könnte und sich dadurch die Rechtschreibprogramme verbessern könnten, wäre dies gar nicht so verkehrt. Zumal ich ein Schriftsteller bin, der nicht immer grün mit der Rechtschreibung und Grammatik ist. Dies ist nicht schlimm. Die Fantasie ist das, was einen Schriftsteller ausmacht, die Kür also und für die Pflicht wäre eine KI wirklich echt OK.

Personal assistant in a box

KI als Assistent kann ich mir sehr gut vorstellen. Mal angenommen, ich habe meine Protagonisten gut bis sehr gut beschrieben, aber ich kann nicht dafür garantieren, dass ich alle Merkmale eines Protagonisten immer und überall richtig verwendet habe (sollte nicht vorkommen, aber wo Menschen schreiben, passieren Fehler), so könnte die KI über den Text gehen und die Textpassagen mit der jeweiligen Vita vergleichen und anpassen.

Wir kommen nicht drumrum, lasst uns was draus machen

Der Computer ist nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Wir entwickeln uns in diesem Bereich immer weiter, also wird die KI irgendwann ganz selbstverständlich sein. Nur eins dürfen wir nicht ausschalten: unseren Verstand. Denn auf der schwarzen Seite dieser Zukunft werden Fake-Menschen uns versuchen zu verführen und uns Fake-Nachrichten in Angst und Schrecken versetzen. Ein offenes Auge, ein offenes Ohr und eine große Portion Menschenverstand (Skepsis) sollten aus der KI kein Schreckgespenst machen (hoffentlich).

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