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VonRohan de Rijk

#88 NFTs enthyped?

Lesezeit: 3 Minuten

Ist der Hype um die Non-fungiblen Tokens zu Ende? Fast scheint es so. Die sozialen Medien schweigen seit Langen, wenn es um das Thema NFT geht.

Auf das falsche Pferd gesetzt?

Vielleicht sollten wir das Pferd erst mal von hinten aufzäumen und dann schauen, ob es richtig oder falsch war.
NFT war (und ist es immer noch) etwas Neues. Ein Buzzword, mit dem man angeben konnte und in kurzer Zeit massig viel Geld verdienen konnte. Massig viel Geld lockt massig viel Leute an und so begann der Hype und dieser Hype (wie fast jeder) lief heiß. Es gab Trittbrettfahrer, die die Gunst der Stunde genutzt haben, um die Leute abzuziehen. Es gab wiederum Dienstleister, die an der Unwissenheit der Leute verdient haben, mit anderen Worten: Ein paar Leute haben Geld verdient und jede Menge hat Geld verloren.

Das Leben mit dem Makel

Das Ganze hat dem NFT nicht gutgetan, den dahinter steckt immer noch ein faszinierendes Stück Technik, das nicht nur den digitalen Kunstmarkt revolutionieren könnte und dies wahrscheinlich auch tun wird. Wäre das nicht der Makel, den Wegelagerer dem NFT angehangen haben. Aber wie es seiner Zeit mit dem Neuen Markt an der deutschen Börse ergangen ist, wird sich der NFT-Markt erholen, denn wo Geld ist, ist auch immer wieder das Verlangen. Es bleibt zu hoffen, dass nach den Geburtswehen so etwas wie Professionalisierung eintritt, um das NFT nicht den Todesstoß (im Bereich Kunst) zu versetzen.

Digitale Kunst einzigartig machen

NFT hat seine Berechtigung. Wo NFTs eingesetzt werden bzw. eingesetzt werden könnten, habe ich schon mal in einem anderen Artikel angerissen. Hier soll es nur um die Kunst gehen.
Digitale Kunst hat schon lange seinen Platz in der Welt gefunden. Sei es Videoinstallationen, Musik oder auch digitale Grafiken. Aber digitale Inhalte verleiten zu Strg + C oder anders gesagt zum Kopieren. So ist die Kopie nicht vom Original zu unterscheiden. Jetzt könnte der digital Kundige doch angeben, dass es Maßnahmen gibt, DRM (Digital Right Management) oder Wasserzeichen. Die Musikszene hat sich mehr als eine blutige Nase geholt, die Inhalte mit einem DRM und ähnlichen Konsorten zu versehen. Und Wasserzeichen sind heute mit Photoshop so leicht zu entfernen, dass man es auch sein lassen kann, welche auf die Grafik aufzubringen.

Jetzt schlägt die Stunde des NFT

Erst mal sollte man damit leben können, wenn man digitale Kunst erwirbt, dass es noch Kopien des Originals geben wird. Aber das Original ist das NFT, dieses ist in der Blockchain niedergeschrieben und kann nicht verändert werden. Einer besitzt das Original und die Kopien bevölkern das Netz. Aber genau das Original in der Blockchain ist für mich als Künstler wichtig. Es beweist, dass ich der Halter des Originals bin oder, wenn ich die Grafik verkauft habe, wer der Besitzer ist (und ich als Künstler stehe auch noch mit drin).

Hört sich nach wenig an, ist es aber nicht

Das ist ja gut und schön, dass das alles festgeschrieben steht, aber Kopien sind trotzdem im Umlauf.
Richtig, das ist nicht von der Hand zu weisen, aber sogar die alten Klöster haben fleißig kopiert, damit das Wissen unter die Leute kommt.
Nehmen wir mal an, jemand kommt ums Eck und ihm gefällt einer meiner Grafiken aus der Reihe “Theater of Couriosity” und er möchte, weil er vielleicht Sammler (oder Spekulant) ist, eines der Originale besitzen. Dann kann er, wenn Grafiken auf dem Markt sind, diese erwerben und in der Blockchain wird sein Name eingetragen. Spitzbuben könnten versuchen, eine Kopie an den Mann zu bringen, aber die Blockchain können sie nicht ändern, ergo kann man immer nachschauen, wer der Besitzer ist und wenn einem die Sache doch ein wenig spanisch vorkommt, doch lieber die Finger davonlassen.

Ich lasse nicht locker

Ich werde die Möglichkeiten, die einem die Blockchain und damit NFTs bieten, nutzen. Ich denke nach dem Hype braucht es einen langen Atem, aber am Ende werde ich mir die Rosinen herauspicken und digitale Kunst verkaufen mit dem Echtheitszertifikat “NFT”.

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VonRohan de Rijk

#87 Die Lust nach Stille

Lesezeit: 3 Minuten

Gönnen wir uns mal wieder einen Urlaub, haben wir uns gesagt. Nach zwei Jahren war es mehr als Zeit. Mal was anderes sollte es sein, wurde es auch. Niederlande hörte sich schon mal cool an. Resort mit eigener Kirmes, nicht von der Hand zu weisen. Essen, Trinken, Karussellfahren without a Limit, machen wir.

Und dann war es vorbei mit der Stille

Hätte man sich denken können, dass ein Hotel mit 1.000 Betten keine Oase der Stille ist? Hätte man sich denken können, dass ein Hotel, das auf Spiel und Spaß ausgelegt ist, nicht der ruhigste Ort auf dem Erdball ist? Hätten wir es uns vorher überlegt, was auf uns zukommt, hätten wir es trotzdem gemacht.
Aber der Kontrast hätte nicht größer sein können. Wochenende 1: Kaffee im Garten und man hört nichts (außer Vögel). Wer dies schon einmal erlebt hat, weiß, wie seltsam sich so eine Stille anhören kann.
Wochenende 2: Hunderte Leute, hunderte Stimmen und allerlei Hotelgeräusche zum Frühstück, Mittag- und Abendessen und zwischendurch sowieso.

Erholung pur?

Nein. Damit war nicht zu rechnen, auch damit nicht, dass es nicht die geringste Rückzugsmöglichkeit gab, außer das Zimmer, aber wer ist im Urlaub ein Stubenhocker. Also blieb einem nichts anderes übrig, als die Ohren auf Durchzug zu stellen und die Geräusche auszublenden.

Warum ist Stille wichtig?

Warum ist schlafen wichtig? Der Körper braucht den Ausgleich. Wach sein funktioniert auch über 24 Stunden hinaus, aber irgendwann kommt der Punkt, da wird der Tribut eingefordert, in diesem Beispiel der Schlaf. Und genauso geht es mit Geräuschen (vielleicht auch nur bei mir so). Eine gewisse Zeit ist eine Geräuschkulisse duldbar, aber dann braucht man die Stille, den Ausgleich vom Trubel. Man merkt, der Mensch ist Ying und Yang. Er (natürlich auch sie) braucht den Ausgleich, die Balance um eins zu sein. Bekommt er (oder sie) dies nicht, dann fängt es an zu bröckeln. Man wird mies gelaunt, andere Menschen gehen einem gehörig auf die Nerven. Jetzt weiß man, dass der Zeitpunkt gekommen ist, auf die andere Seite zu wechseln.

Lärm ist der Killer der Kreativität

Normalerweise bin ich, egal wo ich stehe oder sitze, kreativ. Satzfragmente für das Buch oder Visionen für Grafiken galoppieren durch das Hirn. Aber je mehr Dezibel, umso weniger kommt es zu einem kreativen Gedanken. Das feuchte Brötchen ist blockiert durch den Lärm. Es fühlt sich an wie eine Kastration der Synapsen, nichts oder nur sehr wenig will überspringen.
Nun, mag sich der geneigte Leser denken, ein wenig Pause wäre mal nicht schlecht, aber das ist es ja: Wäre es eine Belastung für mich, dann wäre es richtig. Aber Kreativität ist ein Teil meines lebenserhaltenden Systems.

Nochmal?

Natürlich würden wir wieder in Hotels mit vielen Menschen Urlaub machen. Es gab nicht nur die überwältigenden Massen. Teilweise waren die Karussells so leer, dass ich eine exklusive Fahrt hatte, ist doch auch mal was. Ich habe allerdings gemerkt, dass ich doch eher Team leise bin, wenn es darum geht, den Tag zu verbringen. Ausnahmen sind natürlich Kirmes, Musik oder Partys, nur empfand ich diese 8 Tage doch ein duldsam klein wenig zu viel des Lärmenden.

Lärm oder Unkoordination?

Ist vielleicht der Lärm nicht der einzige Faktor, warum ich so Events nicht immer ganz so gut aushalten kann? Leute, die im Weg stehe, nerven. Leute, die beim Büffet, an Engstellen oder im Eingang rumlungern, nerven. In einem Hotel mit 1.000 Betten sind das Umkreisen dieser Spezies Mensch schon eher ein permanenter Hindernislauf, mal mit vollen Tellern, mal mit einem Tablett mit vielen Getränken. Es nervt.

Wenn man das Gegenteil nicht kennt

Aber im ganzen Lärm und Menschen-Gewusel gibt es auch etwas, was man gelernt hat: Würde man die Erfahrung (des Lärms) nicht machen, dann würde man die Stille und deren darin innewohnende Kraft nicht zu schätzen wissen und so bin ich um einige Erfahrungen und etliche Karussellfahrten reicher.
Und zum Schluss noch einen Kopfschüttler: Eine Flüssigkeit, die man in ein Weinglas schüttet, ist nicht automatisch Wein.

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VonRohan de Rijk

#86 NFT – Die Krux des Mehrwertes

Lesezeit: 3 Minuten

NFT (Non-Fungible Token), der Hype des letzten Jahres. Aber was ist das? Nun in erster Linie sind dies (im Moment) Bilder (z.B. von Affen), die man für einen mehr oder weniger hohen Krypto-Betrag erwerben kann.
Es gibt aber noch weitere Einsatzmöglichkeiten für NFT. Diese wären Eintrittskarten oder auch Serviceintervalle eines Autos, die in einem NFT festgehalten werden. Man kann sagen, dass man über NFTs den Besitz einer Sache beweisen kann, weil diese Information in der Blockchain unabänderlich festgeschrieben steht. Ob ein NFT jemals das Grundbuch in Deutschland ersetzen wird? Dies kann ich mir wirklich nicht vorstellen.

Ist eine NFT-Grafik was wert?

Ich habe NFTs zum Verkauf, aber zur Auktion eingestellt. Dies war einige Zeit her (darüber hatte ich berichtet) und herausgekommen ist gar nichts. Nicht ein einziges NFT wurde verkauft.
Woran liegt das?
Nun ich könnte mir mehrere Gründe vorstellen und diese Gründe sind sicherlich richtig.
Nummer eins: Ich bin kein Künstler, der so bekannt ist, dass sich die Welt auf meine Bilder stürzt.
Nummer zwei: Ich habe, im Gegensatz zu anderen Anbietern, meine Bilder ohne einen Mehrwert angeboten.
Nummer drei: NFTs sind Hype und die meisten ertrinken in der Masse.
Nummer vier: Im Bereich der NFTs sind, wie sollte es auch anders sein, Betrüger unterwegs, die die Leute abzocken. Deshalb wird der Bereich noch zögerlich angenommen.

Das sind vier gute Gründe, um dem Ganzen auf den Zahn zu fühlen, denn ich bin immer noch davon überzeugt, dass NFTs in der Kunst eine Bedeutung haben werden.

Auf die Kacke hauen kann ich nicht

Lassen wir die Nummer eins, also die mäßige Bekanntheit, einmal weg, diesen Umstand bin ich mit Hilfe der Kunst und der Zeit am Eliminieren.
Nummer vier wollen wir auch nicht weiter betrachten. Betrüger und Wegelagerer wird es immer geben. Ein bisschen Augen auf kann nicht schaden, denn auch bei den NFTs gibt es kein schnelles Geld.
Nummer zwei wäre der Mehrwert. Schauen wir uns am Markt einmal um. Welchen Mehrwert hat die Konkurrenz zu bieten?
Die Spanne reicht von Spenden an wohltätige Organisationen (was mittlerweile ziemlich verpönt ist), über den Eintritt ins Decentralland oder zur exklusiven Party. Airdorps (also z.B. Geschenke in Form von NFTs oder Kryptos) oder spezielles Merchandise.
Ich kann da leider nicht mithalten. Die angesprochenen Mehrwerte kosten eine Stange Geld, die ich noch nicht verdient habe. Und unter uns, diejenigen die diese Mehrwerte anbieten, sind Unternehmen, die ein ganz anderes (monetäres) Standing als ich haben.

Heulen nützt nichts, eine Lösung muss her

Soweit so gut. Soweit so schwer.
Ich habe ein paar Ideen. Ob ich sie alle und alle im nächsten Projekt umsetzte, das weiß ich noch nicht. Es bleibt spannend.
Verbinden wir die Welt des Buches mit der des Bildes. Einige der Protagonisten meines nächsten Buches werden als NFTs erscheinen. Sorry Jungs, aber es werden nur Ladies sein.
Als Dreingabe wird es die deutsche und die englische Fassung des Buches (E-Book) geben. Des Weiteren könnte ich mir vorstellen, dass es exklusive Bilder aus einem anderen Projekt (Theatre of Curiosity) als weiteres “Zückerli” geben kann. Eine dritte Idee: Ich produziere mit meinem Sohn gerade ein Album. Schublade: Rap und NuMetal. Ich kann mir vorstellen, dass die Käufer des NFTs das Album als Goodie im Format FLAC (Free Lossless Audio Codec) bekommen, da wir vorhaben, es sonst als MP3 zu vertreiben.

Ideen, Ideen, Ideen – tragfähig?

Ob die Ideen zum Zuge kommen, wie viele es werden oder ob mir noch was anderes einfällt, das steht in den Sternen, aber wenn man NFTs verkaufen möchte, kommt man um den Mehrwert nicht herum (sofern es sich um Kunst handelt).
Dementsprechend ist das Thema noch lange nicht beendet und ich werde von Zeit zu Zeit berichten ob und was sich getan hat. Also bleibt neugierig.

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VonRohan de Rijk

#85 Der Wert der Wahrheit

Lesezeit: 3 Minuten

Von mir als Schriftsteller wird erwartet, dass ich fiktiv bin, das heißt aber noch lange nicht, dass es Lügen sind, es ist Fantasie. Manchmal wird die Wahrheit gedehnt oder verändert, aber das liegt in der Macht des Autors und daran, ob die Geschichte so eine Verkrümmung braucht.

Die Gesellschaft ist kein Schriftsteller

Die Gesellschaft schreibt Geschichte. Mancher so atomar, dass sie nicht wahrgenommen wird, der andere so groß und gewaltig, dass sie das Weltenbild für immer verändert hat. Die Geschichten haben mit Wahrheit, aber noch viel mehr mit Lug und Trug zu tun. Warum ist dies so? Warum benutzt der Mensch die Unwahrheit, um Ziele zu erreichen?

Geblendet lebt es sich besser

“Der Mensch will betrogen werden.” Ein Ausspruch, den ich schon oft gehört habe. Aber ist das so? Lebt es sich mit einer Lüge besser als mit der Wahrheit? Ist die Nebelkerze besser als die freie Sicht? Für einige Menschen ist dies sicherlich so. Vielleicht konkretisiere ich es ein wenig: Die Lüge ist der Schutzmantel für manche Lebewesen. Dabei muss die (Selbst)Lüge noch nicht einmal einen negativen Inhalt haben, er muss nur die Wahrheit verdeckten und sie dadurch erträglich machen.

Lügen wird vorausgesetzt

Gibt es Menschen, bei denen wir die Lüge schon voraussetzen? Hier gibt es ein klares Ja. Ich wollte nie politisch werden, aber im Moment habe ich das Gefühl, die Welt verändert sich. Seltsamerweise habe ich dies schon in meinem Buch “Der Corpsepaint Killer” beschrieben und zwar in Form der Restart the Earth Foundation. Irgendwie fühlt es sich so an, als ob wir mittendrin wären. Die Medien, finanziert durch die GEZ oder Werbung, berichten nicht mehr objektiv bis zur Nicht-Wahrheit, oder verschweigt Sachverhalte oder Tatsachen. Eine weitere Berufsgruppe treibt das, was ihr schon seit Jahrzehnten nachgesagt wird, perfide auf die Spitze: Richtig, die Politiker. Früher wurde verklausuliert. Heute scheint (ist) jede Hemmung gefallen zu sein, was der Umgang mit der Wahrheit betrifft.

Notlüge als Kavaliersdelikt

Der Mensch hat schon immer gelogen oder die Wahrheit ausgeschmückt. Besonders dann, wenn es um Geschichten ging die per Stille Post weitergegeben wurde. Wie sähe die Bibel aus, wenn sie nicht erst nach 500 Jahren niedergeschrieben worden wäre? Aber das Konstrukt der Notlüge hat auch manchmal seine Berechtigung. Geburtstagsgeschenk kaufen für die Frau und sagen man war nur mal mit dem Hund draußen. Das ist legitim.

Der Lügendetektor

Ich bin kein SciFi-Schriftsteller. Aber schauen wir mal in die Zukunft. Das allseits geliebte Smartphone bekommt einen Lügendetektor verpasst (bei Ländern mit einem Bürger-Scoring könnte ich mir das sehr gut vorstellen), dieser entlarvt den Träger sofort, wenn er lügt: Die Wahrheit ist also oberstes Gebot. Jetzt kommt eine Elite auf die Idee, dieses Stück Software (es wird sich wahrscheinlich um eine KI handeln) so zu manipulieren, dass es scheint, als ob die Eliten wirklich nur die Wahrheit und nichts als die Wahrheit sagen. Aber die Wahrheit ist eine Lüge, man verlässt sich auf die Software, die Unbestechlichkeit der Software, und schon sind wieder die Türen für den Missbrauch sperrangelweit offen. Eine Fiction von mir, aber wer sagt denn nicht, dass so eine Technologie nicht schon irgendwo in den Katakomben der Tech-Firmen entwickelt wird.

Welchen Wert hat das Wort, welchen Wert hat die Gesellschaft

Egal ob Fiktion oder Gegenwart, der Wert des wahren Wortes wird immer kleiner, es muss nur durch eine der “Eliten” oder durch die Massen immer und immer wieder publiziert werden, um aus der Lüge eine vermeintliche Wahrheit zu machen. Wer in den letzten Jahren nicht blind durch die Welt stolziert ist, wird wissen, wovon ich rede. Mit der Entwertung der Wahrheit wird auch die Gesellschaft entwertet, missbraucht, vergewaltigt. Die Lemminge haben keinen von Natur aus gegebenem Lügendetektor, das Wort ist Wahrheit, für sie umso mehr, wenn das Wort von den Möchtegern-Eliten kommt.

Digging for the Wahrheit

Wer die Wahrheit möchte, sollte sich mit der Goldgräberstimmung auseinandersetzen. Man muss graben, tief, sieben, filtern, bewerten und vielleicht kommt am Ende ein ganz kleines Fitzelchen von dem zu Tage, was der Wahrheit entspricht. Manchmal ist es nur Pyrit (auch Katzen- oder Narrengold genannt), aber manchmal auch der Nugget in Form von Wahrheit.

Entgegen der Verschiebung von Werten

Heute werden Werte in Geld, Aktien oder Kryptos gemessen. Wunderbar, wenn man welches hat, dies ist nicht abzustreiten und auch nicht zu verdammen. Aber der Wert der Wahrheit ist eine der Komponenten, die die Gesellschaft zusammenhält. Dafür muss dieses Werteverständnis wieder aktiviert werden. Jeder sollte sich bewusst sein, dass es hier auf den Einzelnen ankommt. Bleibt bei der Wahrheit, denn die Lüge wird den Lügner zu Fall bringen. Das war schon immer so. Manchmal ist es nur eine Frage der Zeit.

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VonRohan de Rijk

#84 In einer Welt, die den Plural der Egomanie geopfert hat

Lesezeit: 3 Minuten

Etwas hat die Welt verändert. Oder hat die Welt sich verändert?
Länder schließen sich zusammen. Warum? Um besser und stärker zu sein, den Gegner niederzuringen, um effizienter Krieg zu führen.
Länder schließen sich zusammen. Warum? Um einen Wirtschaftsraum zu erschaffen, der vieles einfacher aber auch billiger macht und um Grenzen im Wirtschafts- und Zahlungsverkehr zu eliminieren.
Das ist das große Ganze.
Aber wie sieht es im Kleinen aus? Im Molekül der Gesellschaft. Als Analogie sei hier das Dorf genannt. Dies gab den Menschen Schutz und verteilte die Aufgaben auf viele Schultern.
Der Stand heute? Die Gesellschaft driftet ins Atomare ab. Single ist der neue Standard, Freunde sind Bits und Bytes, Familien liegen hunderte Kilometer auseinander und/oder liegen im Klinsch der Generationen. Beziehungen sind nur noch Freundschaft Plus oder “Ich hole mir, was ich will” und damit hat es sich dann auch. Der Mensch als benutztes Objekt.
So schmilzt das Wir zu einem Ich.
Wie sieht es mit dem Monetären in dieser Welt aus?

Geldgeschäfte: Eine Doppelmoral?

Waren Geldgeschäfte schon immer dem Egoismus untertan? Immerhin geht es hier um etwas, das ich habe (Geld) und das ich mithilfe von Aktien, ETFs, Kryptowährungen oder Immobilien vermehren möchte.
Man könnte meinen, Geben und Nehmen wären hier nicht nur Regularien, sondern auch ein Freifahrtschein (die Macht des Geldes). Ist dies Ganze noch ein fairer Handel oder grenzen diese Geldgeschäfte schon an Ausbeutung? Unterliegen der Kauf und Verkauf einer Doppelmoral?
Wie das?
Nehmen wir uns die Aktie vor. Das Investment in Form von Geld geht an die Aktiengesellschaft, im Gegenzug erwirbt man Anteile am Unternehmen und ein Stimmrecht bei der Aktionärsversammlung (außer man entscheidet sich für Vorzugsaktien). Die Gewichtung kann, je nach Anteil, relativ groß sein und ich kann die Ausrichtung des Unternehmens steuern.
Auf der anderen Seite möchte das Unternehmen so aktionärsfreundlich sein wie möglich, eine Möglichkeit das Interesse von Aktionären oder noch besser Fondsmanagern zu schüren.
Ziel dieser Unternehmen sind Gewinn und Gewinnmaximierung. Dagegen ist nichts einzuwenden.
Was passiert häufig bei einem positiven Jahresabschluss? Richtig, es werden Leute entlassen, damit der nächste Abschluss noch besser wird.

Wo bleibt jetzt die Doppelmoral?

Will man dies? Oder ist es überhaupt möglich, das eine (Geld) ohne das andere (z.B. Entlassungen) einzukaufen?
Für mich bedeutet es, Geld zu investieren, um damit mein Lebensziel zu realisieren, und gleichzeitig die Gefahr in Kauf zu nehmen, dass durch mein Invest Mitarbeiter entlassen werden. Zugegeben, mein Invest ist nicht so riesig, dass es das Zünglein an der Waage wäre, aber Kleinvieh macht auch Mist.
Ich werde dieses Risiko eingehen (müssen).
Ob es eine Doppelmoral ist, muss jeder für sich selber entscheiden. Dann müsste man auch den Supermarkt, die Kleidung und noch vieles mehr überdenken, denn Profit wird überall auf den Rücken der Mitarbeiter erwirtschaftet.

Nachhaltig und Grün

Nachhaltig und Grün, das geht auch beim Investieren und Konsumieren. Auch hier gilt, wie bei allen Investments, dass man sich im Vorfeld gründlich informieren muss, denn Grün wird gerne als Potemkin’sches Dörfer benutzt, bedeutet, die Fassade ist grün und dahinter heiße Luft. Wir als Familie beziehen schon seit (auf- oder abgerundet) 20 Jahren Naturstrom. Natürlich ist der Strom nicht zu 100% grün, denn Strom wird als “Mischwesen” in das System gespeist.
Die Gesellschaft wird damit leben müssen, dass nicht alles schwarz und nicht alles weiß bzw. grün ist. Wer heute ein Vorzeige-Unternehmen unterstützt, kann, durch was auch immer, in der Zukunft in einen Zwiespalt geraten, wenn die Ausrichtung dieses Unternehmens wechselt.

Was gar nicht geht

Eins wird es bei mir nicht geben. Lebensziel hin, Lebensziel her. Ein Invest in Unternehmen, die Waffen und anderes Kriegsgerät herstellen. Sicherlich ist damit Reibach zu machen, besonders in dieser Zeit. Aber hier ist die rote Linie, eine Grenze, die ich nicht überschreiten werde. Geld ist Geld, aber nie so wichtig wie ein Leben.

Ellbogen und die Mentalität des Drängelns

Das Dorf ist weggefallen, die Familie auch, was bleibt, ist der Single-Mensch in einer Welt des vorgespiegelten Wohlstandes. Social-Media mit seinen “ich bin reich”-Marionetten züchten den Konsumsüchtigen heran. Einen Menschen, der alles haben muss, um sein Sein darzustellen, koste es, was es wolle.
Waren die Auktionen zu Beginn der 2000er Jahre spannend, so wird heute immer mehr der Ellbogen gefördert, um das zu bekommen, an das man vorher gar nicht gedacht hatte. Im Job wird gemobbt und Networking betrieben. Das, was in den Zeiten des Kalten Krieges als Seilschaften verpönt war, wird in der digitalen Welt als Götze auf den Altar des Erfolges gehoben. Ohne deine Ellbogen und die Ellbogen der Masse bist du ein Niemand, ein Ausschuss der neuen Zeit. Das klingt hart, ist aber ein Teil der Wirklichkeit. Überbelastung und Burn-out sind die Folge, gegengesteuert mit Beginn dem Buzzword Detox, was wieder suggeriert, ich bin immer noch hipp und bald wieder auf der Spur des Konsums und des Networkings. Nachlassen ist fast der Tod, vielleicht ist Detox eine schleichende Variante davon.

Gibt es diesmal ein Fazit?

Nein. Jeder muss selber entscheiden (so auch ich), wie er mit der Welt und seinen Gegebenheiten umgeht. Bleibt er singulär und ellbogen-behaftet oder ist der Plural im Leben wichtiger.
Entscheidet selber und werdet glücklich.

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VonRohan de Rijk

#83 Geld verdienen mit Cannabis

Lesezeit: 3 Minuten

Es ist ein mieser journalistischer Trick. Gebe ich gerne zu. Geld, Reichtum und Drogen in die Headline zu packen verleitet zum Weiterlesen. Sorry.
Es gibt aber eine Möglichkeit, mit Cannabis Geld zu verdienen. Die Info habe ich von meiner Frau. Fremde Federn sind mir fremd.
Schauen wir uns an, worum es geht und ob es etwas für mich ist, um mein Lebensziel zu erreichen.
Kleiner Einwurf: Dies ist keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung.

Es war einmal eine Pflanze

Wie kann man Geld verdienen? Es gibt verschiedene Anbieter, aber der Modus Operandi ist immer derselbe: Man kauft sich eine bestimmte Anzahl von Pflanzen, diese werden von den Anbietern gehegt und gepflegt, die Ernte verkauft und der Gewinn ist dein.
Manche Pflanzen sind nur für ein Jahr bestimmt, andere werden bis zu fünf Jahre immer wieder angepflanzt. Die Preisspanne liegt hier zwischen 50 Euro für die Pflanze, die nur einmal angepflanzt wird, und 2.000 Euro für die fünfjährige Pflanze. So wie ich das Ganze verstanden habe, sind die Cannabis-Pflanzen einjährig und werden immer wieder neu aufgebaut.
Das hört sich alles in allem nach einem super Deal an. Cannabis verticken. Ist das legal?
Laut Beschreibung werden die Pflanzen mit THC (Tetrahydrocannabinol) oder CBD (Cannabidiol) nur dort angebaut, wo dies auch legal ist.

Soll ich mal beim Finanzamt anrufen?

Ob ich hier investiere oder nicht, wer weiß, aber ein riesen Spaß wäre es, sich beim Finanzamt zu erkundigen, in welches Formular man die Einnahmen aus dem Anbau und Verkauf von Cannabis eintragen muss.
Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Möglichkeit hoch ist, Besuch von Damen und Herren zu bekommen, die die Anfrage ein wenig mehr hinterleuchten wollen.
Aber Spaß beiseite: Laut meinen Recherchen handelt es sich um eine Dienstleistung und um kein klassisches Invest. Aber es sei erwähnt: Dies ist keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung, ich gebe nur das Ergebnis meiner Recherche wieder.
Fällig wären die Abgeltungssteuer von 25%, 5,5% Soli (ja, den gibt es bei Kapitalanlagen noch) und, sofern man nicht ausgetreten ist, 8-9% Kirchensteuer.

Hört sich toll an. Oder?

Der Outlaw in mir sagt: Machen!
Aber hinter die Kulissen geschaut, sieht die Sache schon ein wenig anders aus. Die Informationsgrade der besuchten Webseiten (My First Plant, Juicy Fields, Cannergrow) unterscheidet sich stark. Mal von sehr eingeschränkt mit einer nicht funktionierenden FAQ-Seite. Bis hin zu PDFs und genauerer Auflistung der Preise (und einem Freunde werben Freunde-Programm).
Die Branche ist neu. So neu, dass es für mich noch zu wenig Erfahrungswerte gibt. Es wird von zufriedenen Kunden gesprochen. Tun dies nicht alle? Kritische Stimmen bringen kein Geld. Manche Firmen sind so jung, dass sie in Menschenalter gerechnet in den Kindergarten gehen würden. Dies muss nicht unbedingt ein Hindernis sein, aber Investition heißt auch abwägen und bei Pflanzenpreisen um die 2.000 Euro wird man vorsichtig.

Indoor und Outdoor

Man hat die Wahl. Möchte man eine Indoor-Pflanze kaufen, dann ist diese sehr viel teurer, aber es werden auch mehrere Ernten pro Jahr versprochen. Oder man wählt die günstigere Outdoor-Variante und gibt sich, soviel ich herausfinden konnte, mit einer Ernte zufrieden.
Jetzt befindet sich die Welt im Umbruch, sprich Klimawandel. Was passiert, wenn meine Outdoor-Pflanze Opfer eines Starkregens wird? Ist kein an den Haaren herbeigezogenes Szenario. Hierzu habe ich keine Angaben gefunden. Totalverlust?

Würde ich es machen

Ich habe mir hierzu eine ganz klare Meinung gebildet: Jein.
Ich werde es im Moment nicht machen (auch wenn der Abenteurer in mir etwas anderes sagt). Ich werde aber die Szene und die Unternehmen im Auge behalten. Wie entwickelt sich der Markt, wie sieht es mit der Legalisierung in Deutschland und weltweit aus. Wird mehr Cannabis für den “Verzehr”, also mit THC (Tetrahydrocannabinol) oder CBD (Cannabidiol) benötigt bzw. verkauft. Entwickelt sich das ganze solide, werde ich sicherlich die eine oder andere Pflanze kaufen. Wie immer, wenn ich ein Invest tätige, wäge ich ab und nur wenn ich mir sicher bin, es müssen nicht die 100% sein, dann nehme ich Geld in die Hand.

Vielfalt

Der Kauf von Cannabis-Pflanzen und den Gewinn, den man (vielleicht) damit erwirtschaften kann, hat das Spektrum erweitert. War es früher, ganz früher nur das Sparbuch, so hat man heute einen bunten Strauß von Möglichkeiten, sein Geld zu vermehren oder zu verbrennen. Man muss nur die Rosen finden und die Brennnesseln umschiffen.

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VonRohan de Rijk

#82 Das Kreuz des Künstlers

Lesezeit: 2 Minuten

Mama hat nämlich deinen Rücken mein Schatz
(Sabrina Setlur – Ich leb´ für Dich)

Jeder Mensch braucht einen Rückhalt, jeder Mensch braucht ein Zuhause, jeder Mensch braucht Menschen.

Das Wir ist wichtig

Nicht jeder Künstler will ein H. P. Lovecraft sein, denn Einsamkeit ist manchmal der Tod der Kreativität. Kunst und Familie ist vereinbar, es kommt nur auf die Menschen an.

Dein Rücken, mein Rücken, unser Rücken

Der Rücken ist das Symbol der Stärke. Ohne den Rücken würden wir nicht aufrecht gehen. Jeder hat einen, die wenigsten benutzen ihn.
Die Stärke, die man braucht, um durchzustehen was das Leben einem bietet (oder eben nicht), braucht manchmal mehr als nur ein Kreuz (hier umgangssprachlich für Rücken) und nicht nur bei Kreativen. Wo findet man den Halt. Im Dorf, das früher einmal die erweiterte Familie war? Dieses Dorf gibt es nicht mehr. In der Familie im weitesten Sinn? Vielleicht, Familie kann man sich nicht aussuchen. Bei Freunden? Manchmal trennen Ereignisse die Spreu vom Weizen und von Freunden bleiben nur noch Erinnerungen. Die Familie im engeren Sinne?

Richtig gewählt ist halb gewonnen

Für eine Familie braucht es im klassischen Sinne Vater, Mutter und eine unbestimmte Anzahl von Kindern. Für eine Familie, die nicht dem klassischen Klischee entspricht, braucht es zwei Erwachsene und eine unbestimmte Anzahl von Kindern. Da beides wunderbar funktionieren kann, kürzen wie die verschiedenen Lebensweisen und erhalten als Ergebnis: Familie.
Klappt das so einfach mit dem Kreuz? Wenn man richtig gewählt hat ja.
Dazu muss man in den Schichten des Menschen tiefer graben. Manchmal hört bei den Menschen die Übereinstimmung des Paares schon bei der oberflächlichen Betrachtung auf, aber wir müssen tiefer, dort wo die Frequenzen zu Hause sind, die für ein “in guten wie in schlechten Zeiten” verantwortlich sind. Deshalb prüfe, wer sich ewig bindet.
Alter Spruch, der im Kern über Dein Glück entscheidet.

Künstlers Kreuzx

Der Künstler als Wesen ist eher feinstofflich (wie oft habe ich dies eigentlich schon erwähnt). Da ist es nicht verwunderlich, wenn er den einen oder anderen Tritt in den Hintern benötigt, um mehr als Kunst zu machen. Hört sich hart an, aber so erzeugt man Bilder. Hierfür benötigt er (oder sie) manchmal mehr als einen (mehrere) Menschen (also die Familie). Das Leben hat sich verändert und das Leben eines Künstlers auch.

Einschub

Die Veränderung anhand einer Karikatur erklärt (gesehen auf TikTok)
Künstler früher: 5% Kreativität, 95% Sex, Drugs and Rock ´n´ Roll
Künstler heute: 5% Kreativität, 95% Social Media

Einschub Ende

Die Welt hat sich verändert, die Menschen parzellieren sich immer mehr, Freundschaften werden über Bits und Bytes geschlossen, dies alles ist nicht gut für die Gattung Mensch, die tief in ihrem Inneren immer noch ein Herdentier ist. Umso wichtiger ist es die richtigen Menschen an seiner Seite zu haben, die einen nicht nur den Rücken freihalten, sondern auch die Freiheit geben, das zu tun, was manchmal getan werden muss. Und als Künstler gibt es einiges, was getan werden muss. Social Media ist Fluch und Segen. Bleibt man nicht am Ball und postet, bis die Finger bluten, dann wird man von anderen überrollt und verschwindet im Nirvana des Vergessens.

Das Kreuz des Künstlers ist die Gabe von Zeit

Zeit ist die Komponente, die einen als Künstler ermöglicht, alle Verpflichtungen wahrzunehmen. Schreiben, Interview, Lesungen, Social Media usw. usw.
Aber nehmen bedeutet auch geben. Wer Unterstützung bekommt, muss auch Unterstützung geben, sonst gerät das Konstrukt Familie in Schieflage. Deshalb: Richtig gewählt ist halb gewonnen.

Es ist nicht einfach, alles was die Welt verlangt unter einen Hut zu bekommen. Es ist ein Kraftakt, aber ich habe Unterstützung und gebe Unterstützung. Deshalb: Ich habe richtig gewählt.

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#81 Seelenhygiene – Brainwashing aber anders

Lesezeit: 3 Minuten

Es scheint eine Reihe zu werden, alles ein wenig psychologisch. Letzte Woche der ungehemmte Strom der Kreativität und heute die Seelenhygiene: Wie passt das zusammen?

Welchen Rucksack habe ich auf?

Um es vorwegzunehmen: Seelenhygiene und Kreativität, die ins Kontor knallt, sind zwei paar verschiedene Schuhe.
Nehmen wir es einmal auseinander und fangen mit dem Pferd von hinten an.

Kreativität und das Kontor

Ich wiederhole mich oder anders, ich muss mich wiederholen. Der unablässige Strom der Kreativität, der nicht nur mich, sondern auch eine wahrscheinlich schier unübersichtliche Masse an Menschen überschwemmt, ist Segen und Fluch zugleich. Hier gilt es abzuwägen, was kann ich machen, was kann ich brauchen und wann setze ich es um. Nicht jede Idee ist reif, umgesetzt zu werden oder, im schlimmsten Fall, weiter verfolgt zu werden. Hier kam der Faktor Zeit ins Spiel und so bleibt es auch. Aber was ist mit …

… Brainwashing gemeint?

Beginnen wir mit einem laienhaften Ausflug in die Synapsenlandschaft. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Je älter der Homo sapiens wird, umso mehr Gewohnheiten haben sich angesammelt und das Leben scheint nur noch auf vorbestimmten Wegen stattzufinden. So weit so ungut. Gewohnheiten geben Halt, Gewohnheiten machen Sinn. Es wäre unsinnig Sachen wie “wann mache ich essen” jeden Tag neu zu überdenken. Gewohnheiten schaffen also Platz im Hirn.

Gift in der Synapsenlandschaft

Jetzt kommen wir dahin, wo der Pudel seinen Kern hat. Gewohnheiten, die sich eingebürgert haben, sind nicht immer gut, können einen sogar die Seele vergiften. Dieses Gift werden Künstler vielleicht stärker zu spüren bekommen, als andere Menschen. Das Tuch des Künstlers ist meist feiner gewebt, dass muss so sein. Der Künstler, und hier spreche ich in erster Linie von mir (ich war noch nicht im Körper eines anderen Künstlers), ist feinstofflich unterwegs.
Was heißt das?
Der Künstler (also ich) nimmt Schwingungen und Zustände viel feiner, viel stärker war. So kann es sein und so ist es bei mir, dass Menschen nerven, die zum Beispiel die Supermarktgänge mit ihren Wagen verstopfen. Keine große Sache, für mich aber ein Grund, mich aufzuregen und diese Menschen dafür zu verfluchen. Wohlgemerkt: Für die Tat (den Stau im Gang) nicht den Menschen, der hinter der Tat steckt im Allgemeinen.

Keine große Sache, so wird allgemein angenommen

Ist doch gar nicht so schlimm, würden viele sagen, aber die Synapsenlandschaft wird sich mit der Wiederholung verändern. Die Wiederholung wird zur Gewohnheit und man ist immer und immer wieder genervt. Dies kann so weit gehen, dass man zu einem Orakel wird und beim Betreten eben dieses oder eines anderen Supermarktes schon weiß, dass diese Spezies Mensch auf einen lauert, um einem mit dem beräderten Drahtverhau auf die Palme zu bringen. So wird aus Ärger Gewohnheit und aus Gewohnheit Gift für die Seele.

Kopiertes Verhalten

Wenn das feuchte Brötchen unter der Schädeldecke erst einmal Lunte gerochen hat, kann man das Verhalten im Supermarkt wunderbar auf den Straßenverkehr, auf das Kaufhaus, den Freizeitpark und den Rest des Lebens ausweiten. Dem Teufel auf der Schulter wird es freuen und das Engelchen auf der anderen Seite wird Gift und Galle kotzen.

Was tun, sprach Zeus

Diese Art von Denken frisst Energie und hält bei manchen Verhalten von diesen Übeltätern noch Stunden an. Natürlich sind sie sich keiner Schuld bewusst und der Ärger kocht im eigenen Blut. Nicht gut für einen und verschwendete Lebensenergie. Wie gesagt, ich spreche hier aus eigener Erfahrung.
Sich diesem bewusst zu werden, ist erste Schritt im Tun.
Was folgen sollte, ja was folgen muss, man muss sich in der Situation bewusstwerden, dass das Gift langsam wieder am Pumpen ist. Was verschafft Abhilfe? Schulterzucken und weitergehen ist die Königsklasse. Ich habe damit angefangen (bleiben wir beim Beispiel Supermarkt), die Einkaufswagen, die mich stören, mit meinem Einkaufswagen wegzukicken. Funktioniert wunderbar und mit der Zeit wird man ruhiger. Warum? Weil der Weg der Synapsen ein anderer geworden ist. Sie haben die Agrobahn verlassen und sind jetzt auf einer friedlicheren Fährte.

Geschafft ist der falsche Gedanke

Wer jetzt denkt, er hätte es geschafft, der irrt. Die alten Wege brauchen lange, sehr lange, bis sie überwuchert werden, und ein wenig Unaufmerksamkeit zerstört die Überwucherung fast augenblicklich. Sich der Gefahr bewusst sein, ist der beste Schritt zur Eliminierung. Also üben, üben, üben und wenn man meint, man hat es geschafft: üben, üben, üben.

Die Form des Brainwashing

Es lebt sich leichter, wenn man nicht immer den Agro schiebt. Deshalb lohnt es sich zu üben und sich das Hirn von schlechten Gedanken freizuwaschen. Das Schöne daran, man hat schöne Gedanken. Das Schöne daran, man hat kreative Gedanken. Das Schöne daran, mit diesen Gedanken wird man im Leben weiterkommen.

Das Fazit zum Schluss

Vergiftete Gedanken schaden einem selber. Man wird in den wenigsten Fällen die Leute ändern können, schon gar nicht, wenn es Fremde sind.
Also achtet auf eure Synapsenbahnen, shampooniert euch das Hirn frei von giftigen Gedanken und werdet kreativ, damit hat das feuchte Brötchen wahrlich genug zu tun.

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VonRohan de Rijk

#79 Dankbarkeit. Dankbaarheid. Gratitude.

Lesezeit: 2 Minuten

Letzte Woche ging es um die Fortschritte, die mein Lebensprojekt gemacht hat. Sich immer wieder einmal vor Augen zu führen, wo man gerade steht, ist sinnvoll und sicherlich bringen diese Meilensteine einen weiter, weil man weiß, dass man auf dem richtigen Weg ist, oder man findet heraus, dass eine Kurskorrektur nötig ist.

Danke für das Hier und Jetzt

Es ist gut, an die Zukunft zu denken. Es ist gut zu wissen, was man möchte und vielleicht sogar den Weg gefunden hat, dieses in naher Zukunft zu erreichen.
Wenn wir es uns eingestehen, dann hängen wir ziemlich häufig in der Zukunft und noch häufiger in der Vergangenheit.
Was ist mit dem Hier und Jetzt?
Dem Moment, der nur einen Moment dauert, und dann vom nächsten Moment abgelöst wird?

Menschen können es nicht

Der Mensch schafft es sehr schlecht, Seiner im Augenblick bewusst zu werden und Dankbarkeit für den Augenblick oder das, was man geschafft hat, zu empfinden.
Das Erreichte zählt nicht, es muss höher, weiter, größer und was weiß ich noch alles sein. Aber, wann lehnt sich der Mensch einmal zurück und ist dankbar für den Moment und für das, was er in den Jahren oder Jahrzehnten erreicht, erlebt oder auch überlebt hat?
Selten. Nie. Wieso? Wir leben nach vorn.

Wer mag schöne Gefühle?

Wer sagt schon nein, wenn man Glück fühlen kann oder andere Sachen, die das Leben toll machen.
Sollte Dankbarkeit nicht dazugehören? Oder ist alles schon so selbstverständlich geworden, dass dafür nicht einmal ein kurzer Augenblick Zeit ist.
Packen wir uns mal an die eigene Nase.
Das Leben ist schnell geworden, es fordert, es überschwemmt einen, meist mit nutzlosen Informationen oder Sachen, die man unbedingt besitzen muss, was meiner Ansicht in dem einen oder anderen Fall dasselbe ist.
Dabei haben wir etwas in uns, das uns zufrieden, stolz, glücklich und stark macht und, aufgepasst: Es kostet keinen roten Heller (Pfennig mit einer Beimischung aus Kupfer entstanden ca. 1180).

Warum fällt es uns schwer, dankbar zu sein

Vielleicht sind wir das eine oder andere Mal dankbar. Aber immer? Soviel passiert auch nicht im Leben, dass man jeden Tag dankbar sein muss und Wiederholungen sind echt langweilig.
Müssen es immer die großen Dinge, die Big Points sein, für die es sich lohnt den Sockel des Hochmuts zu verlassen und dankbar zu sein.
Die Selbstverständlichkeit in unserem Leben hat in dieser Rubrik keinen Platz.
Dankbar wegen Essen? Es gibt doch Supermärkte.
Dankbar, dass man in Ruhe schlafen kann? Wer sollte einen den stören?
Dankbar, dass man am Leben ist? So grausam ist die Natur da draußen nun auch nicht.

Der Tellerrand ist nicht weit

Auch in Deutschland gibt es Menschen, die nicht genug zu essen haben, und ein Flug nach Afrika, in den Urlaub, dauert auch nur ein paar Stunden. Welcher Erdteil ist ziemlich oft von Hungersnöten betroffen? Ja, genau.
Der ruhige Schlaf, das Überleben. Es ist immer wieder Krieg auf dieser Welt. Mal ist er fern und unbemerkt, mal nah und sprengt jede Titelseite. Wären diese Menschen nicht dankbar für einen ruhigen Schlaf? Wissen sie, wer morgen an die Tür klopft, um einen das Licht auszublasen?

Jeder ein bisschen ist viel

Wenn jeder nur ein wenig dankbarer und achtsamer durch die Welt stolpern würde, dann wäre schon viel erreicht. Der Einzelne muss nicht viel tun. Es kumuliert sich über die Masse und die Masse hat immer schon den Einzelnen geschlagen.
Also kurz und knapp:
Danke. Dank je. Thank you.

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VonRohan de Rijk

#78 Wo stehe ich

Lesezeit: 3 Minuten

Mittlerweile sind 58 Episoden vergangen und, wenn ich richtig gerechnet habe, 59 Wochen. Ich gestehe: Einmal musste ich den Podcast schlabbern.
Wo stehe ich jetzt, nach dieser Zei, mit meinem Lebensprojekt?

Ein ganz kurzer Rückblick

Ich möchte nicht mehr arbeiten. Das möchten viele, ich bin einer davon. Dabei geht es nicht darum, faul in der Hängematte zu liegen, sondern etwas Sinnstiftendes zu tun, in meinem Fall: Schreiben und NFTs (Non-Fungible Token). Wie funktioniert das? Nun, in meinem Fall habe ich das Projekt auf die Beine Immobilien, Aktien, ETFs und Krypto gestellt, dazu kommen noch die Verkäufe aus dem Bereich Buch und, hoffentlich irgendwann aus dem Bereich NFT. Zu Beginn brauchte ich 750.000 Euro, um ohne einen Verlust leben zu können (bis zur Rente). Heute sind es eine ganze Menge Scheine weniger.

So nun Butter bei die Fische

Als Erstes: Die Investitionen, in den oben genannten Bereichen halte ich immer noch für sinnvoll.
Leider hat sich nach einer anfänglichen Vermehrung (die war schon ordentlich) das ganze jetzt ins Minus gedreht.

Was ist passiert?

Dumm investiert? Nein. Hier spielt die Politik, und wie die Politik mit Krisen umgeht, eine riesige Rolle. Ich wollte nie politisch werden. Aber im Leben geht es nun einmal nicht ohne.
Krise 1: Zwei Jahre Corona ist zuviel und hat jede Menge Schaden angerichtet. Auch wenn es der eine oder andere nicht so gemerkt hat. Die Kaufkraft ist meiner Ansicht nach gesunken, das liegt unter anderem daran, dass viele Selbstständige die Segel streichen mussten. Wer dort angestellt war, war es auf einmal nicht mehr. Wer keine Arbeit hat, hat weniger Geld, wer weniger Geld hat, kann weniger kaufen. Wer weniger kaufen kann, wird nur das kaufen, was er dringend benötigt. Sowas schickt die Firmen, die nicht für den täglichen Bedarf produzieren, zumindest theoretisch auf Talfahrt.
Krise 2: Der unsinnige Krieg. Ob er nun dafür verantwortlich ist, welche Preise im Moment ausgerufen werden, kann ich nicht genau sagen. Aber die Annahme liegt nahe, dass so ein Krieg den einen oder anderen dazu verleitet, ein wenig oder ein wenig mehr an der Preisspirale zu drehen. Die Leidtragenden: Die ewig Gebeutelten.

Verschwörung

Ich halte nichts von den Verschwörungstheorien, die immer und überall kursieren. Dies ist mein einziger Satz dazu.

Wie geht es weiter

Erst einmal, es geht weiter. Der Aktienmarkt hat im Laufe der Zeit die eine oder andere Delle bekommen. Wenn man bedenkt, dass der erste dauerhafte Handel mit Aktien schon im Jahr 1612 in Amsterdam begonnen hat und Aktien immer noch ein Mittel, wenn nicht sogar das beste Mittel für die Geldanlage ist, dann kann diese Delle meinem Geld auf kurz oder lang nichts anhaben.
Es geht weiter. Ich werde weiter investieren. Ich werde Augen und Ohren offenhalten. Mich nach Chancen umsehen und nicht auf die hören, die das “Unken” schon fast exzessiv professionell betreiben.

Werde ich was ändern

Die Summe, die ich benötige, hat sich verringert. Dies bedeutet, die Schere zwischen “Habe ich” zu der Summe “Brauche ich”, hat sich merklich verkleinert, dies hat auch die fiktive Zeitspanne bis zum Erreichen der Summe X verringert.
Ich werde auch weiterhin den Aktien- und Krypto Markt beobachten und, wenn es sein muss, umschichten. Was ich nicht tun werde: Mich auf Möglichkeiten wie Hebel (Bewertung von Optionsscheinen) oder Hedgefonds einlassen. Liegt man goldrichtig, dann sprudelt es aus dem Goldesel. Liegt man falsch, dann war es das mit dem Geld. Kurze Info: Die meisten Anleger liegen falsch.

Nicht verzagen

Auch wenn sich die gegenwärtige Situation mies anfühlt (und hier geht es auch um den Krieg). Am Ende des Tunnels gab und gibt es immer wieder Licht.
Und wie sagte schon Gary Vaynerchuk, als er nach einem Garant für den Erfolg gefragt wurde: Patience.

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