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#90 Mainstreammedien auf Titanic-Kurs

Lesezeit: 3 Minuten

Was passiert gerade mit den heiligen Gralen der Information in diesem unserem Deutschland?
Ich habe mich umgeschaut. Objektiv, gefärbt mit etwas Subjektivität. Dass es nicht ohne eine Vorprägung meinerseits geht, versteht sich. Kein Mensch ist 100% objektiv, denn dann hätte er kein Vorleben, keine Vorlieben und keine Meinung.

Werteverfall auf Papier und Pixeln

Unrühmlich wie sich Zeitungen in ihren Print- und Online-Ausgaben in den letzten Jahren entwickelt haben.
Warum ist das so?
Zum einen müssen sie sicherlich gegen die Flut an Informationen anstinken. Das Medium Papier wird gegen Online getauscht, wo die Information beim Erscheinen meistens nichts mehr wert sind und es wird zum Halali auf die nächste Sensation geblasen. Wer nicht auf den Informationszug aufspringt, ist raus. Deshalb: Meldungen, Meldungen, Meldungen. Dementieren kann man später immer noch. Gelernt vom täglichen Handwerkszeug der Politiker.

C19 – ein Aggregator für neue Wortschöpfungen

Schwurbler: Dem Schwurbler näher zu kommen hat man mehrere Möglichkeiten. Eine nennt sich Realitätsverweigerer. Nicht der Gefahr ins Auge sehen. Nicht auf die hören, die unser Bestes und in noch größeren Maßen ihr Bestes wollen. Dann wird abgestempelt und in der Masse über die Leute hergezogen, denn die meisten Lemminge sind nur dort stark, wo sie in Massen auftreten.
So schreitet die Zeit voran und die Informationen, Argumentationen und Sachverhalte, die sonst in der gemeingefährlichen Schwurblerszene zu Hause waren, wurden wie von Zauberhand simsalabim und das Ding mit dem schwarzen Kater, auf einmal zur Wahrheit.
Funfact: Es war bei meinen Recherchen nicht herausfinden, ob es auch Schwurblerinnen gibt.

Virusmutation: Nun gut, dies ist keine neue Wortschöpfung, aber man kann die Leute wunderbar an den Urängsten packen. Etwas verändert sich. Die Richtung kennt keiner, aber es muss schlecht sein. Besonders dann, wenn es die Medien in einem nicht versiegenden Strom herausposaunen. Die Virusmutation hat sogar eine kleine Schwester. Nicht ganz so brutal im Wortlaut aber ähnlich “angsteinflößend”: Virus-Variante.

Covidiot: Ein wunderbares Kofferwort aus Covid und Idiot (da bekommt man Lust den selbigen zu packen und dorthin zu fahren, wo noch vom Hirn und nicht vom Nachblöken Gebrauch gemacht wird).
Was will uns dieses Wort sagen? Es gibt kein Covid? Um das Ganze abzukürzen: Diese Wörter wurden gekoffert, um diejenigen zu diffamieren, die nicht wie vorsortierte Lemminge in den Kanon der Medien und der Politik mit eingeschwenkt sind.

Lassen wir es an dieser Stelle gut sein. Mir wird schon ganz blümerant von dieser Verballhornung der deutschen Sprachen.

Die Wiederholung macht die Gehirnwäsche

Wie trainiert man sich eine schlechte Gewohnheit ab? Indem man diese einfach sein lässt und diesen Vorgang immer und immer wiederholt.
Wie bekommen die Medien und die Politiker (was manchmal das gleiche ist) ihre Meinung in die Leute rein? Richtig: Wiederholung, Wiederholung und Wiederholung. Wenn alles gleichgeschaltet ist, kann es nur richtig sein, sonst würde es doch woanders anders stehen. “Tut es nicht, also bin auf dem Weg der Weisheit”, denkt sich der Lemming und ist zufrieden. Gehirngewaschen und rein im Gewissen geht es weiter mit dem Leben. Aber nur ein Stück weg vom Weg des allwissenden Lemmings, ein kleines Stück über dem Tellerrand des gleichgeschalteten Mainstreams geschaut: Dort lauert auch die andere Sicht. Vielleicht sogar die negierte Wahrheit?
Der Blickwinkel eines anderen Produzenten
So hat sich ungewollt, denn es wollte nur Spaß verbreiten, TikTok zu einem alternativen Medium entwickelt. Jedenfalls wenn es dem Algorithmus gefällt. Ein Aufschrei bitte für eine solche Behauptung. Aber wenn man sich einmal die Mainstreamer und die TikToker ansieht, dann sieht man sehr sehr viele Veranstaltungen, die deckungsgleich sind. Damit meine ich Ort, Zeit und von mir aus den Sonnenstand. Aber der Blickwinkel ist ein anderer. Seltsam, es ist doch dieselbe Veranstaltung, nur man hört bei den polittreuen, hörigen Medien keine Demonstranten, obwohl die Entfernung nicht weit und die Lautstärke doch einigermassen hoch. Blockieren die die Schallwellen?
Ein Schelm, wer Böses denkt.

Eisberg voraus

Ich könnte ewig und drei Tage Beispiele anbringen, und jeder kennt so ein Beispiel oder kennt jemanden der jemanden kennt.
Trotz böser Kommentare in den Sozialen Medien machen die Zeitungen weiter. Hiermit meine ich nicht Proteste gegen Schwurbler und die anderen, sondern gegen die unwahrheitsgemäße, nicht neutrale Berichterstattung. Sie nehmen in Kauf, dass sie Leser, Abonnenten und ihr Renommee verlieren.
Volldampf, haste was, kannste was, aber die Leute sind nicht blöd. Der Eisberg wird kommen und dann schrammen sich die Titanicen der Medienlandschaft ein ordentliches Loch in ihren Rumpf.

Am Ende aller Tage wird die Wahrheit siegen, auch wenn mancher sich nicht daran erinnern kann.

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#89 Alt gegen neu

Lesezeit: 3 Minuten

Gibt es den Typus Künstler und wenn ja, hat sich der Typus Künstler in den Jahrhunderten verändert?
Erste Antwort: Ganz klar ja.
Eine nicht bis in die absolut letzte recherchierte Gegenüberstellung, weil es keine geschichtliche Abhandlung werden soll, sondern ein wenig den Künstler zeigen soll, wie er sich in der Zeit und in der Gesellschaft verändert hat.

Was ist alt?

Bleiben wir doch in der Zeit, die mit einer 19 anfängt.
Der Künstler als solcher wurde zwiespältig angesehen. Auf der einen Seite ein enfant terrible, das sich Substanzen gönnte, die in der Gesellschaft (zumindest vordergründig) als zweifelhaft angesehen wurden. Die Grüne Fee (Absinth) oder Opium waren beliebt. Der Künstler war anziehend für Frauen, da er etwas Anderes verkörperte als der gewöhnliche Arbeiter oder der biedere Beamte. Frivol war er und nutzte die Gunst der Stunde und die der Damen aus.

Die Mutigen haben bezahlt

Es nennt sich “Entartete Kunst”, zumindest im Jargon des dritten Reiches. Wer den falschen Pass besaß oder sich nicht in die Propagandamaschinerie integrieren lassen wollte, wurde schnell zu einem Aussätzigen. Schon früh haben sich Künstler zusammengeschlossen und aktiv dem Nationalsozialismus entgegengetreten. Der Preis war hoch. Aber hier zeigte sich, dass der Künstler nicht nur ein Intellektueller war, sondern seinen Verstand gegen das eingesetzt hat, was ihm missfallen hat.

Neu

Wie sieht es heute aus. Gibt es noch Leute wie Biermann, Bukowski oder Kinski? Obwohl Kinski wohl eher für sich gesprochen hat, aber mit einer Vehemenz, die ich mir für die heutigen, saftgespülten politischen Talk-Runden wünsche.
Ist der heutige Künstler ein Revoluzzer? Zum größten Teil nein.
Woran liegt das?
Der Künstler von heute ist mehr und mehr auf die Meinung der Massen angewiesen. Das bedeutet, Social Media entscheidet, ob wohl oder weh, hop oder top. Eine falsche Bemerkung und man hat seine Karriere kastriert. Das frühere Sprachrohr der Massen ist zu einem jämmerlichen Strohhalm verkommen, das sich nicht gegen die (gefakte) Meinung vieler auflehnen kann (oder will) oder wenn doch, dann ist das nur ein dünnes Stimmchen, das mit Hohn und Spott (über Social Media) totgemacht wird.
Oder anders ausgesprochen: “Lieber die Schnauze halten, schadet nur den Klicks”.
Eine eigene Meinung zu haben, dazu zu stehen und diese auch noch kundzutun kann (siehe Nena) kam bei den politisch- und angstgesteuerten Lemmingen nicht gut an. Hier wagt eine Künstlerin, die über Jahrzehnte Erfolg hat (und das zu Recht), die Corona Machenschaften anzuzweifeln und ruft auf, Hygienemassnahmen zu überdenken. Die reicht, um sie in eine Ecke zu drängen, in der sie nie war und mit dem Makel der hörigen Massen nur schwer wieder herauskommt.

Der Weiche und die Zarte

Hat sich der Künstler oder die Kunst verändert?
Eine ganz klare Antwort: Beides.
Der Künstler von heute ist nicht mehr mit dem Künstler von damals gleichzusetzen. Dort war der Künstler ein Intellektueller. Das sind einige Künstler heute auch noch, aber die Schwelle von einem Niemand zu einem Star ist heute so gering, dass jeder der sein (nicht vorhandenes) Talent mehr als zweimal im TV oder auf YouTube präsentiert, ein Star ist.
Das dicke Fell, die Hornhaut, die ein Künstler früher haben musste, um Erfolg zu haben, ist in den meisten Fällen verschwunden. Nun gut, diese Künstler sind auch schnell vergessen. Aufgrund dessen, dass sich die wenigsten Künstler heute etablieren, bleibt ihnen auch immer weniger Zeit, mit ihrer eigenen Meinung (sofern vorhanden) an die Öffentlichkeit zu treten.

Der Egoist

War es früher für den Künstler wichtig, Werte zu haben und diese nicht nur kundzutun, sondern auch zu verteidigen, so zählen heute die schnellen Klicks, denn morgen könnte der Star oder das Sternchen im Kosmos der Konkurrenz verglühen und da wäre eine kontroverse Meinung das sofortige Aus. Dies ist aus meiner Sicht eine fatale Entwicklung, denn Künstler haben auch Meinungen gebildet, waren polarisierend. Wenn dies alles wegfällt oder durch die Medien nicht mehr transportiert wird, werden wir eine Gesellschaft mit nur einer Meinung haben. Und dies ist schon einmal so richtig schiefgelaufen.

„Ich kann sie gar nicht so beleidigen, wie sie mir auf den Wecker gegangen sind.“ – Klaus Kinski

„Der Unterschied zwischen Diktatur und Demokratie ist, dass du in der Demokratie wählen darfst, bevor du die Befehle befolgst. ” – Charles Bukowski

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#88 NFTs enthyped?

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Ist der Hype um die Non-fungiblen Tokens zu Ende? Fast scheint es so. Die sozialen Medien schweigen seit Langen, wenn es um das Thema NFT geht.

Auf das falsche Pferd gesetzt?

Vielleicht sollten wir das Pferd erst mal von hinten aufzäumen und dann schauen, ob es richtig oder falsch war.
NFT war (und ist es immer noch) etwas Neues. Ein Buzzword, mit dem man angeben konnte und in kurzer Zeit massig viel Geld verdienen konnte. Massig viel Geld lockt massig viel Leute an und so begann der Hype und dieser Hype (wie fast jeder) lief heiß. Es gab Trittbrettfahrer, die die Gunst der Stunde genutzt haben, um die Leute abzuziehen. Es gab wiederum Dienstleister, die an der Unwissenheit der Leute verdient haben, mit anderen Worten: Ein paar Leute haben Geld verdient und jede Menge hat Geld verloren.

Das Leben mit dem Makel

Das Ganze hat dem NFT nicht gutgetan, den dahinter steckt immer noch ein faszinierendes Stück Technik, das nicht nur den digitalen Kunstmarkt revolutionieren könnte und dies wahrscheinlich auch tun wird. Wäre das nicht der Makel, den Wegelagerer dem NFT angehangen haben. Aber wie es seiner Zeit mit dem Neuen Markt an der deutschen Börse ergangen ist, wird sich der NFT-Markt erholen, denn wo Geld ist, ist auch immer wieder das Verlangen. Es bleibt zu hoffen, dass nach den Geburtswehen so etwas wie Professionalisierung eintritt, um das NFT nicht den Todesstoß (im Bereich Kunst) zu versetzen.

Digitale Kunst einzigartig machen

NFT hat seine Berechtigung. Wo NFTs eingesetzt werden bzw. eingesetzt werden könnten, habe ich schon mal in einem anderen Artikel angerissen. Hier soll es nur um die Kunst gehen.
Digitale Kunst hat schon lange seinen Platz in der Welt gefunden. Sei es Videoinstallationen, Musik oder auch digitale Grafiken. Aber digitale Inhalte verleiten zu Strg + C oder anders gesagt zum Kopieren. So ist die Kopie nicht vom Original zu unterscheiden. Jetzt könnte der digital Kundige doch angeben, dass es Maßnahmen gibt, DRM (Digital Right Management) oder Wasserzeichen. Die Musikszene hat sich mehr als eine blutige Nase geholt, die Inhalte mit einem DRM und ähnlichen Konsorten zu versehen. Und Wasserzeichen sind heute mit Photoshop so leicht zu entfernen, dass man es auch sein lassen kann, welche auf die Grafik aufzubringen.

Jetzt schlägt die Stunde des NFT

Erst mal sollte man damit leben können, wenn man digitale Kunst erwirbt, dass es noch Kopien des Originals geben wird. Aber das Original ist das NFT, dieses ist in der Blockchain niedergeschrieben und kann nicht verändert werden. Einer besitzt das Original und die Kopien bevölkern das Netz. Aber genau das Original in der Blockchain ist für mich als Künstler wichtig. Es beweist, dass ich der Halter des Originals bin oder, wenn ich die Grafik verkauft habe, wer der Besitzer ist (und ich als Künstler stehe auch noch mit drin).

Hört sich nach wenig an, ist es aber nicht

Das ist ja gut und schön, dass das alles festgeschrieben steht, aber Kopien sind trotzdem im Umlauf.
Richtig, das ist nicht von der Hand zu weisen, aber sogar die alten Klöster haben fleißig kopiert, damit das Wissen unter die Leute kommt.
Nehmen wir mal an, jemand kommt ums Eck und ihm gefällt einer meiner Grafiken aus der Reihe “Theater of Couriosity” und er möchte, weil er vielleicht Sammler (oder Spekulant) ist, eines der Originale besitzen. Dann kann er, wenn Grafiken auf dem Markt sind, diese erwerben und in der Blockchain wird sein Name eingetragen. Spitzbuben könnten versuchen, eine Kopie an den Mann zu bringen, aber die Blockchain können sie nicht ändern, ergo kann man immer nachschauen, wer der Besitzer ist und wenn einem die Sache doch ein wenig spanisch vorkommt, doch lieber die Finger davonlassen.

Ich lasse nicht locker

Ich werde die Möglichkeiten, die einem die Blockchain und damit NFTs bieten, nutzen. Ich denke nach dem Hype braucht es einen langen Atem, aber am Ende werde ich mir die Rosinen herauspicken und digitale Kunst verkaufen mit dem Echtheitszertifikat “NFT”.

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#87 Die Lust nach Stille

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Gönnen wir uns mal wieder einen Urlaub, haben wir uns gesagt. Nach zwei Jahren war es mehr als Zeit. Mal was anderes sollte es sein, wurde es auch. Niederlande hörte sich schon mal cool an. Resort mit eigener Kirmes, nicht von der Hand zu weisen. Essen, Trinken, Karussellfahren without a Limit, machen wir.

Und dann war es vorbei mit der Stille

Hätte man sich denken können, dass ein Hotel mit 1.000 Betten keine Oase der Stille ist? Hätte man sich denken können, dass ein Hotel, das auf Spiel und Spaß ausgelegt ist, nicht der ruhigste Ort auf dem Erdball ist? Hätten wir es uns vorher überlegt, was auf uns zukommt, hätten wir es trotzdem gemacht.
Aber der Kontrast hätte nicht größer sein können. Wochenende 1: Kaffee im Garten und man hört nichts (außer Vögel). Wer dies schon einmal erlebt hat, weiß, wie seltsam sich so eine Stille anhören kann.
Wochenende 2: Hunderte Leute, hunderte Stimmen und allerlei Hotelgeräusche zum Frühstück, Mittag- und Abendessen und zwischendurch sowieso.

Erholung pur?

Nein. Damit war nicht zu rechnen, auch damit nicht, dass es nicht die geringste Rückzugsmöglichkeit gab, außer das Zimmer, aber wer ist im Urlaub ein Stubenhocker. Also blieb einem nichts anderes übrig, als die Ohren auf Durchzug zu stellen und die Geräusche auszublenden.

Warum ist Stille wichtig?

Warum ist schlafen wichtig? Der Körper braucht den Ausgleich. Wach sein funktioniert auch über 24 Stunden hinaus, aber irgendwann kommt der Punkt, da wird der Tribut eingefordert, in diesem Beispiel der Schlaf. Und genauso geht es mit Geräuschen (vielleicht auch nur bei mir so). Eine gewisse Zeit ist eine Geräuschkulisse duldbar, aber dann braucht man die Stille, den Ausgleich vom Trubel. Man merkt, der Mensch ist Ying und Yang. Er (natürlich auch sie) braucht den Ausgleich, die Balance um eins zu sein. Bekommt er (oder sie) dies nicht, dann fängt es an zu bröckeln. Man wird mies gelaunt, andere Menschen gehen einem gehörig auf die Nerven. Jetzt weiß man, dass der Zeitpunkt gekommen ist, auf die andere Seite zu wechseln.

Lärm ist der Killer der Kreativität

Normalerweise bin ich, egal wo ich stehe oder sitze, kreativ. Satzfragmente für das Buch oder Visionen für Grafiken galoppieren durch das Hirn. Aber je mehr Dezibel, umso weniger kommt es zu einem kreativen Gedanken. Das feuchte Brötchen ist blockiert durch den Lärm. Es fühlt sich an wie eine Kastration der Synapsen, nichts oder nur sehr wenig will überspringen.
Nun, mag sich der geneigte Leser denken, ein wenig Pause wäre mal nicht schlecht, aber das ist es ja: Wäre es eine Belastung für mich, dann wäre es richtig. Aber Kreativität ist ein Teil meines lebenserhaltenden Systems.

Nochmal?

Natürlich würden wir wieder in Hotels mit vielen Menschen Urlaub machen. Es gab nicht nur die überwältigenden Massen. Teilweise waren die Karussells so leer, dass ich eine exklusive Fahrt hatte, ist doch auch mal was. Ich habe allerdings gemerkt, dass ich doch eher Team leise bin, wenn es darum geht, den Tag zu verbringen. Ausnahmen sind natürlich Kirmes, Musik oder Partys, nur empfand ich diese 8 Tage doch ein duldsam klein wenig zu viel des Lärmenden.

Lärm oder Unkoordination?

Ist vielleicht der Lärm nicht der einzige Faktor, warum ich so Events nicht immer ganz so gut aushalten kann? Leute, die im Weg stehe, nerven. Leute, die beim Büffet, an Engstellen oder im Eingang rumlungern, nerven. In einem Hotel mit 1.000 Betten sind das Umkreisen dieser Spezies Mensch schon eher ein permanenter Hindernislauf, mal mit vollen Tellern, mal mit einem Tablett mit vielen Getränken. Es nervt.

Wenn man das Gegenteil nicht kennt

Aber im ganzen Lärm und Menschen-Gewusel gibt es auch etwas, was man gelernt hat: Würde man die Erfahrung (des Lärms) nicht machen, dann würde man die Stille und deren darin innewohnende Kraft nicht zu schätzen wissen und so bin ich um einige Erfahrungen und etliche Karussellfahrten reicher.
Und zum Schluss noch einen Kopfschüttler: Eine Flüssigkeit, die man in ein Weinglas schüttet, ist nicht automatisch Wein.

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#84 In einer Welt, die den Plural der Egomanie geopfert hat

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Etwas hat die Welt verändert. Oder hat die Welt sich verändert?
Länder schließen sich zusammen. Warum? Um besser und stärker zu sein, den Gegner niederzuringen, um effizienter Krieg zu führen.
Länder schließen sich zusammen. Warum? Um einen Wirtschaftsraum zu erschaffen, der vieles einfacher aber auch billiger macht und um Grenzen im Wirtschafts- und Zahlungsverkehr zu eliminieren.
Das ist das große Ganze.
Aber wie sieht es im Kleinen aus? Im Molekül der Gesellschaft. Als Analogie sei hier das Dorf genannt. Dies gab den Menschen Schutz und verteilte die Aufgaben auf viele Schultern.
Der Stand heute? Die Gesellschaft driftet ins Atomare ab. Single ist der neue Standard, Freunde sind Bits und Bytes, Familien liegen hunderte Kilometer auseinander und/oder liegen im Klinsch der Generationen. Beziehungen sind nur noch Freundschaft Plus oder “Ich hole mir, was ich will” und damit hat es sich dann auch. Der Mensch als benutztes Objekt.
So schmilzt das Wir zu einem Ich.
Wie sieht es mit dem Monetären in dieser Welt aus?

Geldgeschäfte: Eine Doppelmoral?

Waren Geldgeschäfte schon immer dem Egoismus untertan? Immerhin geht es hier um etwas, das ich habe (Geld) und das ich mithilfe von Aktien, ETFs, Kryptowährungen oder Immobilien vermehren möchte.
Man könnte meinen, Geben und Nehmen wären hier nicht nur Regularien, sondern auch ein Freifahrtschein (die Macht des Geldes). Ist dies Ganze noch ein fairer Handel oder grenzen diese Geldgeschäfte schon an Ausbeutung? Unterliegen der Kauf und Verkauf einer Doppelmoral?
Wie das?
Nehmen wir uns die Aktie vor. Das Investment in Form von Geld geht an die Aktiengesellschaft, im Gegenzug erwirbt man Anteile am Unternehmen und ein Stimmrecht bei der Aktionärsversammlung (außer man entscheidet sich für Vorzugsaktien). Die Gewichtung kann, je nach Anteil, relativ groß sein und ich kann die Ausrichtung des Unternehmens steuern.
Auf der anderen Seite möchte das Unternehmen so aktionärsfreundlich sein wie möglich, eine Möglichkeit das Interesse von Aktionären oder noch besser Fondsmanagern zu schüren.
Ziel dieser Unternehmen sind Gewinn und Gewinnmaximierung. Dagegen ist nichts einzuwenden.
Was passiert häufig bei einem positiven Jahresabschluss? Richtig, es werden Leute entlassen, damit der nächste Abschluss noch besser wird.

Wo bleibt jetzt die Doppelmoral?

Will man dies? Oder ist es überhaupt möglich, das eine (Geld) ohne das andere (z.B. Entlassungen) einzukaufen?
Für mich bedeutet es, Geld zu investieren, um damit mein Lebensziel zu realisieren, und gleichzeitig die Gefahr in Kauf zu nehmen, dass durch mein Invest Mitarbeiter entlassen werden. Zugegeben, mein Invest ist nicht so riesig, dass es das Zünglein an der Waage wäre, aber Kleinvieh macht auch Mist.
Ich werde dieses Risiko eingehen (müssen).
Ob es eine Doppelmoral ist, muss jeder für sich selber entscheiden. Dann müsste man auch den Supermarkt, die Kleidung und noch vieles mehr überdenken, denn Profit wird überall auf den Rücken der Mitarbeiter erwirtschaftet.

Nachhaltig und Grün

Nachhaltig und Grün, das geht auch beim Investieren und Konsumieren. Auch hier gilt, wie bei allen Investments, dass man sich im Vorfeld gründlich informieren muss, denn Grün wird gerne als Potemkin’sches Dörfer benutzt, bedeutet, die Fassade ist grün und dahinter heiße Luft. Wir als Familie beziehen schon seit (auf- oder abgerundet) 20 Jahren Naturstrom. Natürlich ist der Strom nicht zu 100% grün, denn Strom wird als “Mischwesen” in das System gespeist.
Die Gesellschaft wird damit leben müssen, dass nicht alles schwarz und nicht alles weiß bzw. grün ist. Wer heute ein Vorzeige-Unternehmen unterstützt, kann, durch was auch immer, in der Zukunft in einen Zwiespalt geraten, wenn die Ausrichtung dieses Unternehmens wechselt.

Was gar nicht geht

Eins wird es bei mir nicht geben. Lebensziel hin, Lebensziel her. Ein Invest in Unternehmen, die Waffen und anderes Kriegsgerät herstellen. Sicherlich ist damit Reibach zu machen, besonders in dieser Zeit. Aber hier ist die rote Linie, eine Grenze, die ich nicht überschreiten werde. Geld ist Geld, aber nie so wichtig wie ein Leben.

Ellbogen und die Mentalität des Drängelns

Das Dorf ist weggefallen, die Familie auch, was bleibt, ist der Single-Mensch in einer Welt des vorgespiegelten Wohlstandes. Social-Media mit seinen “ich bin reich”-Marionetten züchten den Konsumsüchtigen heran. Einen Menschen, der alles haben muss, um sein Sein darzustellen, koste es, was es wolle.
Waren die Auktionen zu Beginn der 2000er Jahre spannend, so wird heute immer mehr der Ellbogen gefördert, um das zu bekommen, an das man vorher gar nicht gedacht hatte. Im Job wird gemobbt und Networking betrieben. Das, was in den Zeiten des Kalten Krieges als Seilschaften verpönt war, wird in der digitalen Welt als Götze auf den Altar des Erfolges gehoben. Ohne deine Ellbogen und die Ellbogen der Masse bist du ein Niemand, ein Ausschuss der neuen Zeit. Das klingt hart, ist aber ein Teil der Wirklichkeit. Überbelastung und Burn-out sind die Folge, gegengesteuert mit Beginn dem Buzzword Detox, was wieder suggeriert, ich bin immer noch hipp und bald wieder auf der Spur des Konsums und des Networkings. Nachlassen ist fast der Tod, vielleicht ist Detox eine schleichende Variante davon.

Gibt es diesmal ein Fazit?

Nein. Jeder muss selber entscheiden (so auch ich), wie er mit der Welt und seinen Gegebenheiten umgeht. Bleibt er singulär und ellbogen-behaftet oder ist der Plural im Leben wichtiger.
Entscheidet selber und werdet glücklich.

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#82 Das Kreuz des Künstlers

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Mama hat nämlich deinen Rücken mein Schatz
(Sabrina Setlur – Ich leb´ für Dich)

Jeder Mensch braucht einen Rückhalt, jeder Mensch braucht ein Zuhause, jeder Mensch braucht Menschen.

Das Wir ist wichtig

Nicht jeder Künstler will ein H. P. Lovecraft sein, denn Einsamkeit ist manchmal der Tod der Kreativität. Kunst und Familie ist vereinbar, es kommt nur auf die Menschen an.

Dein Rücken, mein Rücken, unser Rücken

Der Rücken ist das Symbol der Stärke. Ohne den Rücken würden wir nicht aufrecht gehen. Jeder hat einen, die wenigsten benutzen ihn.
Die Stärke, die man braucht, um durchzustehen was das Leben einem bietet (oder eben nicht), braucht manchmal mehr als nur ein Kreuz (hier umgangssprachlich für Rücken) und nicht nur bei Kreativen. Wo findet man den Halt. Im Dorf, das früher einmal die erweiterte Familie war? Dieses Dorf gibt es nicht mehr. In der Familie im weitesten Sinn? Vielleicht, Familie kann man sich nicht aussuchen. Bei Freunden? Manchmal trennen Ereignisse die Spreu vom Weizen und von Freunden bleiben nur noch Erinnerungen. Die Familie im engeren Sinne?

Richtig gewählt ist halb gewonnen

Für eine Familie braucht es im klassischen Sinne Vater, Mutter und eine unbestimmte Anzahl von Kindern. Für eine Familie, die nicht dem klassischen Klischee entspricht, braucht es zwei Erwachsene und eine unbestimmte Anzahl von Kindern. Da beides wunderbar funktionieren kann, kürzen wie die verschiedenen Lebensweisen und erhalten als Ergebnis: Familie.
Klappt das so einfach mit dem Kreuz? Wenn man richtig gewählt hat ja.
Dazu muss man in den Schichten des Menschen tiefer graben. Manchmal hört bei den Menschen die Übereinstimmung des Paares schon bei der oberflächlichen Betrachtung auf, aber wir müssen tiefer, dort wo die Frequenzen zu Hause sind, die für ein “in guten wie in schlechten Zeiten” verantwortlich sind. Deshalb prüfe, wer sich ewig bindet.
Alter Spruch, der im Kern über Dein Glück entscheidet.

Künstlers Kreuzx

Der Künstler als Wesen ist eher feinstofflich (wie oft habe ich dies eigentlich schon erwähnt). Da ist es nicht verwunderlich, wenn er den einen oder anderen Tritt in den Hintern benötigt, um mehr als Kunst zu machen. Hört sich hart an, aber so erzeugt man Bilder. Hierfür benötigt er (oder sie) manchmal mehr als einen (mehrere) Menschen (also die Familie). Das Leben hat sich verändert und das Leben eines Künstlers auch.

Einschub

Die Veränderung anhand einer Karikatur erklärt (gesehen auf TikTok)
Künstler früher: 5% Kreativität, 95% Sex, Drugs and Rock ´n´ Roll
Künstler heute: 5% Kreativität, 95% Social Media

Einschub Ende

Die Welt hat sich verändert, die Menschen parzellieren sich immer mehr, Freundschaften werden über Bits und Bytes geschlossen, dies alles ist nicht gut für die Gattung Mensch, die tief in ihrem Inneren immer noch ein Herdentier ist. Umso wichtiger ist es die richtigen Menschen an seiner Seite zu haben, die einen nicht nur den Rücken freihalten, sondern auch die Freiheit geben, das zu tun, was manchmal getan werden muss. Und als Künstler gibt es einiges, was getan werden muss. Social Media ist Fluch und Segen. Bleibt man nicht am Ball und postet, bis die Finger bluten, dann wird man von anderen überrollt und verschwindet im Nirvana des Vergessens.

Das Kreuz des Künstlers ist die Gabe von Zeit

Zeit ist die Komponente, die einen als Künstler ermöglicht, alle Verpflichtungen wahrzunehmen. Schreiben, Interview, Lesungen, Social Media usw. usw.
Aber nehmen bedeutet auch geben. Wer Unterstützung bekommt, muss auch Unterstützung geben, sonst gerät das Konstrukt Familie in Schieflage. Deshalb: Richtig gewählt ist halb gewonnen.

Es ist nicht einfach, alles was die Welt verlangt unter einen Hut zu bekommen. Es ist ein Kraftakt, aber ich habe Unterstützung und gebe Unterstützung. Deshalb: Ich habe richtig gewählt.

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#80 Kreativität ballert ins Kontor

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Die Überschrift reizt. Ich merke, wie es euch in den Fingern juckt. Was wird wo reingeballert und tut das vielleicht sogar ordentlich weh?

Vielleicht kennt ihr es oder ihr kennt einen, der das kennt

Seid ihr selber gesegnet oder verflucht mit einer Kreativität, die nie Pause macht, geschwätzig ist wie ein altes Waschweib und euch die Bandbreite für andere Aufgaben klaut?

Die Suche

Künstler sein heißt auch immer ein Suchender zu sein. Der Text, die Grafik oder die Idee ist gut, saugut, aber es geht noch besser. Viel besser. Und das ist der Motor, das, was einen Antreibt. Sich an dem zu erfreuen, was man gerade geschaffen hat, mit dem Wissen, dass es noch geiler wird. So richtig viel geiler. Das ist Sprit, der sich durch die Adern frisst und ein nicht versiegendes Feuer entfacht.

Die Suche – Spitz pass auf

Aber ehrlich, damit muss man klarkommen. Die Suche nach dem was genial ist, kann auch damit enden (oder eben auch nicht), dass man nie zufrieden ist oder sein wird. Das dritte Mal den Text gelesen und immer und immer und immer gibt es noch was zu verbessern. Das ist aber nicht das, was ich meine. Der Drahtseilakt zwischen “da geht noch was” und “kann so bleiben” ist mehr als knifflig. Es bedarf Übung sein Werk, hier und jetzt als fertig anzusehen. Mut, den Schlussstrich zu ziehen und “Ende” unter das Buch zu schreiben.

Also, was ballert ins Kontor

Mir geht es so, wie wahrscheinlich sehr vielen, oder allen Künstlern, das feuchte Brötchen im Oberstübchen ballert Ideen raus, dass man manchmal gar nicht weiß, wie und ob man alle diese Ideen je umsetzen kann. Es gebiert bei mir (fast) immer und überall Ideen. Ich habe mittlerweile lernen müssen zu selektieren. Die Guten ins Töpfchen und naja ihr wisst es sicherlich, der Rest wird über Bord geschmissen.

So schreibe ich mir selber

Die Ideen, die übrig bleiben, haben ihre Berechtigung und so schreibe ich mir selber eine Mail. Ist es eine Idee für die Story, die ich gerade schreibe, kein Problem, wird relativ schnell in die Geschichte einmassiert. Ist die Idee etwas für die lange Bank, also für später, wird sie so genau wie möglich skizziert (die Zeit macht die Idee löchrig, deshalb so genau wie möglich) und für später aufbewahrt.

Der eiserne Besen

Die Zeit ist schon verwunderlich. Man verflucht sie, denn man wird älter oder sie beendet irgendwann den Urlaub. Die Zeit heilt wunden, also Dr. Zeit. Die Zeit ist aber auch ein Maßstab für Ideen. Hat diese eine, jene oder andere die Zeit überstanden und ist sie immer noch attraktiv, dann könnte es eine jener Ideen sein, bei denen sich eine Umsetzung lohnt.
Genauso und nicht anders mache ich es mit den (meisten) kreativen Geistesblitzen. Aufschreiben, digital liegen lassen, zu Gemüte führen und noch mal bewerten, nur so kann man Ordnung in sein Künstler-Kontor bekommen.

Segen oder Fluch, eine Frage des Standpunktes

Könnt ihr (wie ich) die Lawine der Kreativität kanalisieren und einiges davon umsetzen? Dann ist es ein Segen, den man hegen und pflegen sollte. Nichtsdestotrotz ist der Grat zum Fluch schmal, zu der dunklen Seite der Kreativität. Belastet es euch sehr (bei mir vielleicht manchmal, Hand aufs Herz sehr wenig), erdrückt es euch, dann müssen andere Werkzeuge her. Den eins müssen wir uns als Mensch immer vor Augen halten, auch wenn es schwerfällt: Das feuchte Brötchen in der Hirnschale brabbelt immer, sei es nun Kreativität, die unser Leben verbessert und uns aus dem Hamsterrad der Arbeit und der Wiederkehr herausholt, oder sei es die Angst, der Neid oder der Zorn, der das Leben mürbe macht. Irgendetwas ballert immer ins Kontor. Aber wir haben die Wahl: Kreuzung, Crossroad oder wir ihr es auch immer nennen wollt.
Wir können die Kreativität annehmen und schauen, was uns davon gefällt. Wir können die Angst, den Neid und den Zorn annehmen und zusehen, wie wir zu unausstehlichen Menschen werden. Aber wir haben die Wahl, das eine oder andere zu machen oder eben sein zu lassen.
Auf der Welt ist nicht alles weiß (Kreativität) oder schwarz (Angst und ihr kennt den Rest).

Und du bist es doch

Zum Schluss und am Abschluss kurz ein Satz, den ich so oft höre: “Ich bin nicht kreativ.” Es gibt eine andere Seite der Kreativität, jenseits der Worte (also die geschriebenen), Bilder und Pinselstriche. Auch Buchhaltung kann kreativ sein. Vielleicht doch kein so gutes Beispiel. Streithähne dazu zu bringen, sich wieder zu vertragen, ist eine Kunst.
Und Kunst kommt von Können, Kreativität und “kann ich”.
Also öffnet die Türen vom Kontor und seid gespannt.

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#79 Dankbarkeit. Dankbaarheid. Gratitude.

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Letzte Woche ging es um die Fortschritte, die mein Lebensprojekt gemacht hat. Sich immer wieder einmal vor Augen zu führen, wo man gerade steht, ist sinnvoll und sicherlich bringen diese Meilensteine einen weiter, weil man weiß, dass man auf dem richtigen Weg ist, oder man findet heraus, dass eine Kurskorrektur nötig ist.

Danke für das Hier und Jetzt

Es ist gut, an die Zukunft zu denken. Es ist gut zu wissen, was man möchte und vielleicht sogar den Weg gefunden hat, dieses in naher Zukunft zu erreichen.
Wenn wir es uns eingestehen, dann hängen wir ziemlich häufig in der Zukunft und noch häufiger in der Vergangenheit.
Was ist mit dem Hier und Jetzt?
Dem Moment, der nur einen Moment dauert, und dann vom nächsten Moment abgelöst wird?

Menschen können es nicht

Der Mensch schafft es sehr schlecht, Seiner im Augenblick bewusst zu werden und Dankbarkeit für den Augenblick oder das, was man geschafft hat, zu empfinden.
Das Erreichte zählt nicht, es muss höher, weiter, größer und was weiß ich noch alles sein. Aber, wann lehnt sich der Mensch einmal zurück und ist dankbar für den Moment und für das, was er in den Jahren oder Jahrzehnten erreicht, erlebt oder auch überlebt hat?
Selten. Nie. Wieso? Wir leben nach vorn.

Wer mag schöne Gefühle?

Wer sagt schon nein, wenn man Glück fühlen kann oder andere Sachen, die das Leben toll machen.
Sollte Dankbarkeit nicht dazugehören? Oder ist alles schon so selbstverständlich geworden, dass dafür nicht einmal ein kurzer Augenblick Zeit ist.
Packen wir uns mal an die eigene Nase.
Das Leben ist schnell geworden, es fordert, es überschwemmt einen, meist mit nutzlosen Informationen oder Sachen, die man unbedingt besitzen muss, was meiner Ansicht in dem einen oder anderen Fall dasselbe ist.
Dabei haben wir etwas in uns, das uns zufrieden, stolz, glücklich und stark macht und, aufgepasst: Es kostet keinen roten Heller (Pfennig mit einer Beimischung aus Kupfer entstanden ca. 1180).

Warum fällt es uns schwer, dankbar zu sein

Vielleicht sind wir das eine oder andere Mal dankbar. Aber immer? Soviel passiert auch nicht im Leben, dass man jeden Tag dankbar sein muss und Wiederholungen sind echt langweilig.
Müssen es immer die großen Dinge, die Big Points sein, für die es sich lohnt den Sockel des Hochmuts zu verlassen und dankbar zu sein.
Die Selbstverständlichkeit in unserem Leben hat in dieser Rubrik keinen Platz.
Dankbar wegen Essen? Es gibt doch Supermärkte.
Dankbar, dass man in Ruhe schlafen kann? Wer sollte einen den stören?
Dankbar, dass man am Leben ist? So grausam ist die Natur da draußen nun auch nicht.

Der Tellerrand ist nicht weit

Auch in Deutschland gibt es Menschen, die nicht genug zu essen haben, und ein Flug nach Afrika, in den Urlaub, dauert auch nur ein paar Stunden. Welcher Erdteil ist ziemlich oft von Hungersnöten betroffen? Ja, genau.
Der ruhige Schlaf, das Überleben. Es ist immer wieder Krieg auf dieser Welt. Mal ist er fern und unbemerkt, mal nah und sprengt jede Titelseite. Wären diese Menschen nicht dankbar für einen ruhigen Schlaf? Wissen sie, wer morgen an die Tür klopft, um einen das Licht auszublasen?

Jeder ein bisschen ist viel

Wenn jeder nur ein wenig dankbarer und achtsamer durch die Welt stolpern würde, dann wäre schon viel erreicht. Der Einzelne muss nicht viel tun. Es kumuliert sich über die Masse und die Masse hat immer schon den Einzelnen geschlagen.
Also kurz und knapp:
Danke. Dank je. Thank you.

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#78 Wo stehe ich

Lesezeit: 3 Minuten

Mittlerweile sind 58 Episoden vergangen und, wenn ich richtig gerechnet habe, 59 Wochen. Ich gestehe: Einmal musste ich den Podcast schlabbern.
Wo stehe ich jetzt, nach dieser Zei, mit meinem Lebensprojekt?

Ein ganz kurzer Rückblick

Ich möchte nicht mehr arbeiten. Das möchten viele, ich bin einer davon. Dabei geht es nicht darum, faul in der Hängematte zu liegen, sondern etwas Sinnstiftendes zu tun, in meinem Fall: Schreiben und NFTs (Non-Fungible Token). Wie funktioniert das? Nun, in meinem Fall habe ich das Projekt auf die Beine Immobilien, Aktien, ETFs und Krypto gestellt, dazu kommen noch die Verkäufe aus dem Bereich Buch und, hoffentlich irgendwann aus dem Bereich NFT. Zu Beginn brauchte ich 750.000 Euro, um ohne einen Verlust leben zu können (bis zur Rente). Heute sind es eine ganze Menge Scheine weniger.

So nun Butter bei die Fische

Als Erstes: Die Investitionen, in den oben genannten Bereichen halte ich immer noch für sinnvoll.
Leider hat sich nach einer anfänglichen Vermehrung (die war schon ordentlich) das ganze jetzt ins Minus gedreht.

Was ist passiert?

Dumm investiert? Nein. Hier spielt die Politik, und wie die Politik mit Krisen umgeht, eine riesige Rolle. Ich wollte nie politisch werden. Aber im Leben geht es nun einmal nicht ohne.
Krise 1: Zwei Jahre Corona ist zuviel und hat jede Menge Schaden angerichtet. Auch wenn es der eine oder andere nicht so gemerkt hat. Die Kaufkraft ist meiner Ansicht nach gesunken, das liegt unter anderem daran, dass viele Selbstständige die Segel streichen mussten. Wer dort angestellt war, war es auf einmal nicht mehr. Wer keine Arbeit hat, hat weniger Geld, wer weniger Geld hat, kann weniger kaufen. Wer weniger kaufen kann, wird nur das kaufen, was er dringend benötigt. Sowas schickt die Firmen, die nicht für den täglichen Bedarf produzieren, zumindest theoretisch auf Talfahrt.
Krise 2: Der unsinnige Krieg. Ob er nun dafür verantwortlich ist, welche Preise im Moment ausgerufen werden, kann ich nicht genau sagen. Aber die Annahme liegt nahe, dass so ein Krieg den einen oder anderen dazu verleitet, ein wenig oder ein wenig mehr an der Preisspirale zu drehen. Die Leidtragenden: Die ewig Gebeutelten.

Verschwörung

Ich halte nichts von den Verschwörungstheorien, die immer und überall kursieren. Dies ist mein einziger Satz dazu.

Wie geht es weiter

Erst einmal, es geht weiter. Der Aktienmarkt hat im Laufe der Zeit die eine oder andere Delle bekommen. Wenn man bedenkt, dass der erste dauerhafte Handel mit Aktien schon im Jahr 1612 in Amsterdam begonnen hat und Aktien immer noch ein Mittel, wenn nicht sogar das beste Mittel für die Geldanlage ist, dann kann diese Delle meinem Geld auf kurz oder lang nichts anhaben.
Es geht weiter. Ich werde weiter investieren. Ich werde Augen und Ohren offenhalten. Mich nach Chancen umsehen und nicht auf die hören, die das “Unken” schon fast exzessiv professionell betreiben.

Werde ich was ändern

Die Summe, die ich benötige, hat sich verringert. Dies bedeutet, die Schere zwischen “Habe ich” zu der Summe “Brauche ich”, hat sich merklich verkleinert, dies hat auch die fiktive Zeitspanne bis zum Erreichen der Summe X verringert.
Ich werde auch weiterhin den Aktien- und Krypto Markt beobachten und, wenn es sein muss, umschichten. Was ich nicht tun werde: Mich auf Möglichkeiten wie Hebel (Bewertung von Optionsscheinen) oder Hedgefonds einlassen. Liegt man goldrichtig, dann sprudelt es aus dem Goldesel. Liegt man falsch, dann war es das mit dem Geld. Kurze Info: Die meisten Anleger liegen falsch.

Nicht verzagen

Auch wenn sich die gegenwärtige Situation mies anfühlt (und hier geht es auch um den Krieg). Am Ende des Tunnels gab und gibt es immer wieder Licht.
Und wie sagte schon Gary Vaynerchuk, als er nach einem Garant für den Erfolg gefragt wurde: Patience.

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#77 Die Firewall des Künstlers

Lesezeit: 3 Minuten

Ich bin kein Jurist. Aus diesem Grund sind die hier gemachten Aussagen keine Rechtsberatung, sondern spiegeln das wider, was ich recherchiert habe bzw. meine eigene Meinung.

In einer kopierten Welt

Die Firewall, der Schutz des Künstlers, in einer Welt, in der das Kopieren noch nie so einfach war.
Was ist die Brandmauer denn genau? Hier in Deutschland und ich kann nur für Deutschland reden, ist es das Urheberrechtsgesetz. Es schützt den Urheber und sein Werk vor was eigentlich?

Zäumen wir das Pferd beim Gesetz auf

UrhG – was sich anhört wie ein animalischer Schrei ist nichts anderes, als die Abkürzung für das Urheberrechtsgesetz oder Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte.
Das Gesetz verfügt über 143 Paragrafen. Es ist sicherlich müßig darüber zu diskutieren, dass man auch nur annähernd etwas hier in diesem Rahmen besprechen kann. Deshalb hier mein kleiner Lesetipp für schlaflose Nächte: https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/index.html

Ist die KI ein Schöpfer

Auf das Thema Urheberrecht kam ich, als ich versucht habe, Texte mithilfe einer KI zu generieren. Ich war von dem Ergebnis nicht überzeugt. Als Berichterstatter für Fußballergebnisse sieht es anders aus, aber als Autor für Thriller, no way, dass funktioniert nicht. Aber wer ist denn nun der Schöpfer der Texte oder, um dem Ganzen noch ein wenig mehr Schärfe zu verleihen, denn KIs können auch Bilder generieren, wer darf sich hier wirklich Schöpfer nennen?

Blöde KI

Die KI ist ein Stück Software und am Anfang ihrer Tage saublöd. Die Intelligenz bekommt sie erst durch das Training. Ein ganz bestimmtes Training. Eine Bilder-KI kann nur Bilder, eine Text-KI kann nur Text. Mit jedem Bild oder Text wird die KI schlauer, dies geschieht nach einem bestimmten Algorithmus. Das Ergebnis wird teilweise noch von Menschen gesichtet, damit die Fehlerquote gering bleibt. Nur ein kurzer Abriss, denn das Thema ist übelst kompliziert.

Wer ist denn nun der Schöpfer?

Generell gilt erst mal, dass Schöpfungen einer KI (also Bilder oder Texte) nicht im Sinne des Urheberrechts geschützt sind. Aber: Hat ein Mensch seine Finger im Spiel, könnte dies schon ein wenig anders aussehen.

Lasst uns ein Bild generieren

Es gibt die Möglichkeit, mit einer Zeile Text Bilder generieren zu lassen, z. B. Liebespaar in roter Kleidung. Die KI baut aus dem Text ein Bild, das zum jetzigen Zeitpunkt der Technik mehr oder weniger skurril aussieht und meistens von dem, was ich im Text beschrieben habe, sehr stark abweicht bzw. sehr verfremdet ist.
Als Mensch habe ich eingegriffen. Reicht dies, um im Sinne des Urheberrechts als Schöpfer zu gelten? Habe ich hoch genug geschöpft oder anders, ist die Schöpfungshöhe erreicht?

Was ist Schöpfungshöhe?

Nach § 2 Abs. 2 UrhG muss das Kunstwerk eine persönliche und geistige Schöpfung des Urhebers sein. Dies würde bedeuten, alles was ich mir ausdenke und zu einem Werk verarbeitete, egal ob Text oder Bild, würde einer gewissen Schöpfungshöhe entsprechen. Bei den Recherchen bin ich aber immer und immer wieder auf die Fragestellung gestoßen, ob die Schöpfung hoch genug sei. Dies wird auch immer und immer wieder von Gerichten beantwortet. Also ist die persönliche und geistige Schöpfung nicht immer ein Garant für den Faktor Schöpfungshöhe und muss, bei Zweifeln, durch die Damen und Herren in den schwarzen Roben geklärt werden.

KI fällt raus

Wir haben gelernt: Persönlich und geistig muss die Schöpfung sein. Damit ist die KI draußen. Das Werk wird nur erzeugt, wenn man die Maschine, also die KI, vorher mit Wissen mästet.
Aber wie sieht es mit dem “Futter” für die KI aus? Hier könnte es doch sein, dass man nicht das Urheberrecht erlangt, sondern dagegen verstößt.
Kann ich mich darauf verlassen, dass alle Trainingsdaten der KI vom Rechteinhaber abgesegnet wurden. Kann ich mich darauf verlassen, dass ich diese Fragmente wiederum für mein eigenes Kunstwerk verwenden kann und wenn ich die Schöpfungshöhe erreichen sollte, kann ich dann ein Urheberrecht geltend machen?
Die nicht rechtsberatende Antwort lautet: Nein.
Die KI wird mit Milliarden von Bildern gefüttert. Wie will man da nachhalten, ob alle Rechteinhaber zugestimmt haben (einige sind sicherlich schon von uns gegangen)? Bei Texten sieht es ein ganz klein wenig anders aus, da sie stärker fragmentiert werden können. So kann es durchaus vorkommen, dass Abschnitte oder Sätze aus verschiedenen Büchern entnommen wurden, und diese alle denselben Inhalt haben.

Spannend, aber lieber nicht die Finger verbrennen

KI ist ein spannendes Feld. Aber wenn man auf der sicheren Seite sein möchte, was die Kunst und den Verkauf der Kunst betrifft, so sollte man lieber sein Hirn selber anstrengen und kreativ werden.
Eine KI kann nicht etwas aus dem Nichts zaubern und das, was verwendet wird, hat jemand mit dem Schweiße seiner Kreativität erzeugt. Vielleicht wird es kein Urheberrechtsverfahren gegen KI erzeugte Bilder geben, auch wenn Rechteinhaber Fragmente erkennen. Aber wer möchte schon mit einem Könnte oder einem Vielleicht leben.

Deshalb zum Schluss mein salbungsvoller Tipp: Macht es selber. Textet selber, macht Fotos, bearbeitet diese und gebt dem Ganzen eine unveränderliche Handschrift.
Ach übrigens: Gegen Inspiration spricht nichts. Es gab noch nie einen Künstler, der sich nicht in irgendeiner Art und Weise hat inspirieren lassen.

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