Podcast E#23 Das Geld arbeitet für mich – Rohan´s 13 Minutes (Transkription)

VonRohan de Rijk

Podcast E#23 Das Geld arbeitet für mich – Rohan´s 13 Minutes (Transkription)

Lesezeit: 6 Minuten

In den letzten beiden Folgen habe ich besprochen, was mein Ziel ist und was mein aktueller Standpunkt ist, jetzt kommt es natürlich darauf an, den aktuellen Standpunkt und das Ziel miteinander zu verbinden. Der Weg ist im Grunde genommen gepflastert durch das Geld. Oh Gott Geld. Natürlich hat es irgendwo einen negativen Touch. Jeder möchte es gerne haben, aber dann hat jemand anderes viel Geld. Wo er das wohl herbekommen hat?
Hat er das verdient?
Wie auch immer. Für mich ist einfach Geld Mittel zum Zweck und mit Geld kann man verdammt viele Dinge tun und das, was ich damit tun möchte, ist im Grunde genommen, mein Leben so frei zu gestalten, wie ich das gerne möchte. Klar, man braucht Geld dafür. Man braucht ein Dach überm Kopf. Man braucht Essen, also machen wir uns nichts vor und wir kommen nicht drum rum.

Wie vermehre ich mein Geld?

Deswegen ist es an der Zeit auch mal zu überlegen, wie komme ich an dieses Geld heran. Da ich weder geerbt noch im Lotto gewonnen habe, muss ich natürlich schauen, wo ich die nicht ganz so kleine Summe herbekomme. Es gibt verschiedene Säulen, worauf ich das ganze aufbaue und, diese Säulen möchte ich euch im Einzelnen, auch in den nächsten Folgen des Podcasts, vorstellen. Ich könnte natürlich auch alles auf einmal machen, aber ich glaube, das wäre zu dicht gepackt, in dieser kurzen Zeit. Deswegen pro Säule eine Folge und so kann ich halt auch mal ein bisschen mehr darauf eingehen, wieso ich das mache und dann mal schauen, wo es auch mit den einzelnen Säulen hingeht. Ob sich da eine irgendwo besser qualifiziert als die andere.

Beginnen wir mit der ersten Säule

Beginnen wir mit der ersten Anlageform und das ist auch einer der wichtigeren für mich, und zwar ist es die Aktie. Ich weiß nicht, vielleicht hat einer von euch schon Erfahrungen gesammelt mit Aktien, obwohl Deutschland tendenziell eher nicht das Aktien-Land ist und eher Sparformen genommen werden, die dann auf der sicheren Seite sind, obwohl, wenn man sich hinter die Aktien klemmt, ist sie auch relativ sicher.
Relativ in dem Sinne, ich möchte natürlich überproportional Geld verdienen, in einer gewissen Zeit, und deswegen muss ich natürlich auch irgendwo Risiken eingehen und jetzt geht es natürlich auch da drum, wenn ich das machen möchte, wenn ich in Aktien investieren möchte, muss ich natürlich gucken, ich habe nämlich ein Ziel und das Ziel bedeutet nicht, kompletter Verlust des Geldes, sondern Aufbau eines Vermögens.
Dementsprechend muss ich natürlich auch so handeln, dass ich so gut es geht, im Blick habe, dass ich mein Vermögen dann vergrößert. Und was natürlich beim Kauf einer Aktie gilt, gilt natürlich auch für jedes andere Finanzprodukt. Ich muss mir erst mal Gedanken machen, was möchte ich, wie viel Wissen habe ich?

Aktienwissen, der Schlüssel zum Erfolg

Ich muss mir eine gewisse Form von Wissen aneignen, wie funktioniert so ein Aktienmarkt und die werfen natürlich mit jeder Menge Statistiken um sich, wo man daran erkennen kann, ob eine Aktie gut, unterbewertet oder überbewertet ist. Wie auch immer, es wird ein Budenzauber drum gemacht feinster Güte. Deswegen muss man auch Zeit investieren, um das alles Mal so ein wenig rauskristallisieren zu können.
Es ist wie mit allem, ohne Arbeit gibt es natürlich kein Geld und je besser die Vorbereitungen im Sinne von Aktiengeschäften sind, umso eher habe ich die Chance, daraus auch Gewinn zu erzielen, bzw. sollte es in die Hose gehen, den Verlust zu minimieren. Da ich vom Grundsatz auch ein bisschen faul bin, habe ich mir so ein bisschen das zu eigen gemacht, was der U.S. Großinvestor Warren Buffett mal gesagt hat. Und zwar: „Wir investieren nur in Unternehmen, wenn wir die Geschäfte verstehen“.

Was ich verstehe, kann ich kaufen

Das heißt, wenn ich Aktien kaufe, schaue ich, ob ich von diesem Geschäft etwas verstehe, ob ich weiß, was die Aktiengesellschaft anbietet, ob das irgendwo, in was für einer Form auch immer, auf dem Markt Bestand haben kann. Sei es jetzt Autos, das ist noch relativ einfach, da kann man sich auch sehr gut angucken, welche Autos gehen, welche Autos werden gekauft.
Chemikalien ist schon ein bisschen schwieriger, da müsste man halt auch gucken, auch gerade so Bio, Bio-Genetik Produkte und Medikamente, das ist immer ein schwieriges Pflaster.
Wie gesagt, man muss sich dann natürlich auskennen und dann kann man das natürlich auch beurteilen, ob das Ganze, ob das Produkt, ob die Firma am Markt Bestand haben kann, oder ob das im Endeffekt ein Luftballon ist.
Ich meine, wir sehen Wirecard. Es heißt auch nicht, dass wir auch nicht davor gefeit sind, darauf rein zu fallen, und wie der Fall da auch immer gelagert ist, keine Ahnung. Also es ist auch möglich. Ja, ich habe auch schon sehr lange in Aktien investiert, ich weiß auch, dass es Hoch- und Niedrig-Phasen gibt und immer oder im großen Ganzen habe ich immer ein Plus gemacht, obwohl eine Aktie mal niedriger bewertet war, aber so dann Minus gemacht hat, dafür war die andere höher. Aber im gewogenen Schnitt habe ich dann auch immer ein Plus gemacht. Das ist es auch, was man im Endeffekt machen muss, wenn man Aktien kauft. Nicht auf ein Pferd setzen und nicht auf eine Gruppe von Pferden setzen, das bedeutet nicht nur Autoaktien.

Die Mischung macht das Geld

Weil, wenn es den Autos schlecht geht, geht es den Aktien schlecht und dann geht es dem Geld schlecht. Das heißt, im Endeffekt müssen wir hier eine gesunde Streuung haben.
Wenn ich dann irgendwo hier meine Finger drin habe, dort meine Finger drin, aber auch woanders meine Finger drin habe, dann kann die eine Aktie auch ruhig mal ins Minus rutschen, dann ist das nicht so schlimm, weil im Endeffekt wir wollen ein Plus erzielen oder ich möchte ein Plus erzielen, warum spreche ich immer von wir.
Ich möchte ein Plus erzielen, das heißt, im Endeffekt, möchte ich mein Geld vermehren, ob der eine Kandidat ein bisschen schwächer ist, und dafür der anderen bisschen stärker „what the heck“. Ist so, das lässt sich halt im Endeffekt nicht vermeiden. Und wenn man merkt, dass eine Aktie gar nicht geht, dann muss man natürlich auch gucken, dass ich dann halt auch den Verlust eingrenze.
Das bedeutet natürlich, irgendwann muss man die Reißleine ziehen okay, das war irgendwie ein Satz mit X, das war wohl nix und raus mit dir. Im Endeffekt ist es dann so gut, man kommt mit einem blauen Auge davon, aber treibt es dann halt auch nicht zu bunt. Mit zu bunt meine ich dann halt immer noch weiter und weiter darauf hoffen, dass irgendwann irgendwo vielleicht doch noch dieses Unternehmen die Kurve kriegt. Und irgendwann ist natürlich auch der Zeitpunkt gekommen, wo ich das Ganze natürlich auch verkaufen möchte, das heißt, also ich möchte die Gewinne mitnehmen. Das heißt also möglichst zu einem hohen Kurs das ganze verkaufen.
Aber wie macht man das?
Wann erkennt man, wo der Kurs am höchsten ist, so dass ich genau auf diesem extremsten Peak verkaufen kann.
Höchstwahrscheinlich gar nicht.
Ich kann mir vorstellen, dass die Leute, die tagtäglich Aktien kaufen, Aktien verkaufen das einfach nicht herausfinden, weil man das gar nicht weiß.

Jetzt brauche ich ein Ei

Um da bisschen Sicherheit für mich zu gewährleisten, halte ich mich an André Kostolany. Leider ist der Mann schon verstorben. Er war ein U.S. Börsenmakler und Finanzmakler und er hat diesen Vorgang beschrieben, wo man versucht, den Peak rauszufinden.
Es ist als Ei des Kostolany in die Literatur von Börsen und Finanzmärkte mit eingegangen.
Fun Fact: Bevor ich auf das Ei eingehe: Ich habe André Kostolany in der Senator Lounge, bei der Lufthansa in Düsseldorf einmal kennengelernt, er hat wirklich Ahnung von der Börse und von Finanzen und hat das auch noch sehr gut rübergebracht.
Aber kurz das Ei des Kostolany: Wer sich dafür interessiert, kann bei Gevatter Google mal nachfragen, denn das ist natürlich immer ein wenig komplizierter, als man das jetzt in zwei drei vier Sätzen sagen kann. Also im Endeffekt, man weiß, wie ein Ei aussieht, das heißt, also irgendwann geht die Kurve nach oben, das heißt, die Leute fangen an, sich für die Aktie zu interessieren. Es geht höher und es geht höher und höher und der Kurs steigt und oben ist dann der Peak, die Spitze des Eis. Dann geht es irgendwann wieder runter und jetzt hat er gesagt: Diejenigen, die wirklich Ahnung haben, kaufen antizyklisch. Das Ding ist unten, es wird gekauft.

Geldgeil ist nie ein guter Ratgeber

Dann warten die, bis das hochgeht, und diejenigen, die dann irgendwie noch geldgeil sind, ziehen nach und kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen und irgendwann ist der Peak erreicht und es geht runter. Da verkaufen die Leute, außer diejenigen, die denken, da geht der nächste Peak noch mal hoch und warten und warten und im Endeffekt fällt das ganze wieder runter und im Endeffekt sind wir unten am Ei und das ganze Spiel beginnt von vorn. Ei des Kostolany schnell erklärt.
Zu dem heutigen Zeitpunkt, wo ich das erzähle, habe ich natürlich schon einen Blumenstrauß an Aktien gekauft und die sind alle im Plus. Bis auf eine und das ist die Aktie von Wirecard.
Ja, jetzt würde ja jeder denken, ich habe dann auch Mist gebaut, habe Wirecard gekauft und dann ewig viel Geld verloren. Nein, habe ich nicht gemacht, als Wirecard ganz unten war, habe ich 30 € in die Hand genommen. Hab gesagt, komm nimm einen Pennystock und vielleicht wird da ja was raus. Einfach so 30 € Spielgeld, das tut nicht weh, da geht man noch nicht mal für Essen und wenn es was wird, wow geil, habe ich auch eine andere Erfahrung gemacht, die ich noch nie gemacht habe, wenn es nichts wird: Dann sind 30 € durch den Kamin gerotzt.
Ist halt so. Aber das stört nicht und das ist ein klein bisschen Zockerseele und das ist das Einzige, wo ich auch sage, da zocke ich.

No go: Aktien auf Kredit

Wenn jemand sagt, so, wie du das machst, finde ich das eigentlich geil. So in die Richtung würde ich auch gehen und ich kann nur wirklich einen Tipp geben. Kauft euch nie Aktien auf Kredit. Ihr verspekuliert euch, die Aktien gehen in den Keller, das Geld ist futsch. Der Kredit ist noch da. Ich würde sagen, in den Arsch gekniffen.
Ich muss das so drastisch sagen, weil ich möchte mein Vermögen aufbauen und ich erzähle es auch hier allen und erzähl, dass es alles im Plus ist. Natürlich hört sich das jetzt alles toll an. Natürlich kann es auch immer hoch und runter gehen klar, aber wenn es irgendwo mal richtig runter gehen sollte, habe ich keinen Kredit aufgenommen, das ist wirklich super, superwichtig, das ist das, was ich euch mit auf den Weg gebe.

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Über den Autor

Rohan de Rijk administrator

Rohan de Rijk wurde in den 68er Jahren in Düsseldorf geboren. Rohan bezeichnet sich seit frühester Kindheit als „Extrem-Leser“. Sein erster Thriller „Schnee am Strand“ erschien 2018. Davor hatte Rohan einige Kurzgeschichten und den Gedichtband „düster Zeilen“ veröffentlicht. Er bekennt sich zum Selfpublishing, weil seine Kreativität dort am besten zum Tragen kommt. Als gelernter Mediengestalter designt er seine Cover selber. So ist jedes Buch ein 100%iger Rohan de Rijk. Sein Leben als Schriftsteller und Freigeist teilt er mit der Welt in seinem Podcast „Rohan´s 13 Minutes“. Rohan de Rijk lebt heute mit seiner Familie in Mönchengladbach und in Noord-Holland.