Podcast E#27 Chancen nutzen, Chancen schaffen – Rohan´s 13 Minutes (Transkription)

VonRohan de Rijk

Podcast E#27 Chancen nutzen, Chancen schaffen – Rohan´s 13 Minutes (Transkription)

Lesezeit: 5 Minuten

Das heutige Thema lautet: Chancen nutzen und Chancen schaffen. Es ist natürlich der Weg, den ich bestreiten möchte, um kreativ zu sein und die Freiheit zu haben, dementsprechend ist es auch so, dass ich mir die Freiheit mit Geld erkaufen muss. Da ich von Geburt an nicht reich bin, auch nicht im Lotto gewonnen habe oder irgendwo eine riesige Erbschaft bekommen habe oder die im Hintergrund arbeitet, muss ich solange es geht, noch für Geld arbeiten.
Die Aktien fühlen sich pudelwohl, aber um dann noch ein bisschen Fleisch draufzukriegen, bleibt mir nichts anderes übrig als zu arbeiten. Und ihr kennt das sicherlich, irgendwann wird jemand auf euch zukommen, sei es ein Arbeitskollege, sei es der Chef oder jemand aus dem privaten Umfeld und macht euch in Anführungszeichen ein Angebot.

Wann ist eine Chance eine Chance

Die Frage ist, ist ein Angebot eine Chance? Vielleicht.
Es kommt immer irgendwo drauf an. In der Arbeitswelt ist es natürlich so, wenn man gefragt wird, möchtest du dieses und jenes machen, könnte dies natürlich eine Chance sein.
Aber, und das ist meine Erfahrung über auch die ganzen Jahre mittlerweile auch Jahrzehnte: Chancen kommen im Blaumann daher.
Das heißt Chancen oder eine Chance bedeutet zu 99 Prozent, wenn nicht sogar höher, Arbeit und teilweise auch richtig viel Arbeit. Neben einem mehr an Arbeit kann natürlich auch eine Chance Veränderung bedeuten und vielleicht ist das Wort „verändern“ auch ein bisschen negativ besetzt, aber Veränderung kann ja auch etwas Positives sein. Das ist ein Schritt nach vorne oder es kann ein Schritt nach vorne sein.
Auf einmal hat man eine Leitungsfunktion, da muss man natürlich auch sagen, möchte man das, da muss man ganz klar sagen, das ist ein Abwägen, das, was ich als Chance angeboten bekomme, ist auch etwas, das ich auch wirklich tragen kann?
Nicht jedes Angebot, jede Chance, die offeriert wird, ist auch immer und immer wieder ein Abwägen. Ist es das, was ich leisten kann, ist es das, was ich möchte, das heißt, also z.B. eine Leitungsposition.

Bin ich der Typ dazu

Möchte ich dann den Leuten sagen, mach dieses, mach jenes, mach welches.
Kann ich das überhaupt?
Kann ich auch den Druck aushalten?
Weil, je höher ich steige, umso mehr Druck bekomme ich von oben und muss ihn dann versuchen, nach unten abzudämpfen.
Das sind Sachen, die ich schon mitgemacht habe, und ich muss sagen, die Chancen, die ich da hatte, die habe ich genutzt, die haben mich auch dazu gebracht, dass ich heute da bin, wo ich bin.
In einer Leitungsposition.

Der Blaumann – ein Synonym für die Chance

Allerdings, dieser Blaumann, den die Chance mir mitgegeben hat, der war dann schon arg dreckig, weil ich teilweise durch sehr sehr viel Mist waten musste, bis die Arbeit oder halt doch die Chance so anerkannt wurde, wie es jetzt im Moment ist.
Neben den Chancen, die an einen herangetragen werden, kann man sich natürlich auch seine eigenen Chancen schaffen, wie würde das z. B. aussehen?
Bleiben wir in der Arbeitswelt, das wäre z. B. in eine Abteilung bisschen über den Tellerrand hinausblicken. So ein bisschen schauen, was machen die anderen Kollegen, was könnte man noch einbringen, wo könnte man noch seinen Wirkungskreis erweitern oder ein bisschen Glaskugel spielen, wo könnte das mit der Abteilung hingehen.
Gerade, wenn man im Technikbereich arbeitet, mit Computer, Internet und sowas, dann kann man immer noch mal ein Auge aufhalten. Oder nur aufhalten und schauen, wo geht das hin.
Was ist die nächste Sau, die durchs Dorf getrieben wird? Und vielleicht ist es ja etwas für mich. Dann kann ich damit natürlich auch zu meinem Vorgesetzten gehen und sagen, so wir können dieses und jenes machen, also ich gehe jetzt nicht auf genaue Beispiele ein.
Da habe ich natürlich wieder die Möglichkeit, mich zu profilieren und daraus dann halt im nächsten Gespräch auch zu sagen, so, du hast gesehen, was ich kann.
Du hast gesehen, dass ich mir Gedanken mache und ich verkaufe hier meine Arbeitskraft an dich und deswegen möchte ich mehr Geld haben und jeder Chef, der was auf sich hält, der wird auch das Potenzial erkennen.

Bei Geld hört der Chef nicht hin

Natürlich zieren sich alle. Aber im Endeffekt wird man sich wahrscheinlich auf ein höheres Salär einigen. Damit hat man seine Chance geschaffen, damit hat man seine Chance dann im Endeffekt auch in Geld umgewandelt. Allerdings bietet so eine „Chance schaffen“ auch immer wieder das Potenzial zu sehen, hier wird meine Arbeit, hier wird meine Leistung nicht gewertet.

Wenn die Chance in die Hose geht, entstehen neue Chancen

Was mache ich dann, möchte ich das weiter machen, möchte ich dann immer so arbeiten, vielleicht habe ich jetzt auch genau dadurch, dass ich versuche, mir eine Chance zu schaffen, mir ein anderes Tor aufgemacht und so sagt man, ich suche mir einen anderen Job, das heißt also, was ich eben schon sagte, eine Chance bedeutet halt auch immer Veränderung und vielleicht ist es auch so, dass ich etwas erschaffen möchte, gegen eine Mauer laufe und diese Mauer habe ich eigentlich vorher nicht bemerkt, aber es ist genau das, was ich nicht möchte. Hier werde ich nicht glücklich. Hier muss ich irgendwo raus, und dadurch habe ich dann halt auch Veränderung geschaffen und diese Veränderungen können ganz immens sein.

Die Welt braucht Visionäre

Bleiben wir noch ein bisschen bei den Visionären.
Ich habe mir mal 2 rausgesucht. Es ist einmal Edison und einmal Steve Jobs und ja, diese beiden Erfinder und auch Visionäre haben etwas geschaffen, was die Welt verändert hat. Ohne Edison wären wir wahrscheinlich immer noch um Kerzen geschart. Vielleicht hätte das auch jemand anders erfunden aber, der Mann hat sich hingesetzt, mit seinem Ehrgeiz und mit seinem Glauben daran, eine Glühbirne zu erschaffen.
Ich habe nachgelesen: Er hat roundabout 9.000 Versuche gebraucht, bis er die Glühbirne zur Marktreife gebracht hat. Und ein Mitarbeiter von ihm sprach ihn mal an und sagte, es müsste doch eigentlich langsam reichen, er hätte jetzt mehrere Hundert, Tausend Versuche gehabt und nichts hätte funktioniert, das kann doch gar nicht funktionieren.
Er hat dann so ungefähr geantwortet: Mit jedem Misserfolg oder mit jedem missglückten Experiment bin ich einen Schritt näher dran.
Genau diese Form von Resilienz muss man auch haben, wenn man für sich etwas sehen möchte oder für sich etwas sieht und die Zukunft sieht.
Der andere, Steve Jobs, hatte Ideen, Visionen und hat sie auch bis ins Kleinste ausgearbeitet. Man kann alles beschreiben. Er hat dann auch teilweise die Maschinen noch einfärben lassen, damit sie schön in der Halle aussehen.
Es ist ein absoluter Wahnsinn, wie kleinteilig er dann auch an den ganzen Sachen rumgefeilt hat. Wer das gerne mal lesen möchte, dem empfehle ich das Buch, die Autobiographie oder die Biografie von Steve Jobs, da ist das alles genau aufgezählt, was er war oder wie getrieben er auch war.

Die Luft der Getriebenen

Dieses getrieben sein, gepaart mit einem langen Atem, genau das ist es auch, was man als Schriftsteller braucht. Wenn man sich umhört, keiner hatte sofort den extremen Erfolg gehabt. Es gab immer eine Vorgeschichte, auch wenn es so rausgestellt wurde: „Er hat sich gerade hingesetzt, drei Seiten auf dem Butterbrotpapier geschrieben und dann war sein Buch Bestseller.
Die Leute haben alle eine Vorgeschichte und das gibt einen auch im wieder Mut weiterzumachen. Sich umzusehen. Chancen zu nutzen. Einfach mal schauen, was auf einen zukommt. Das auch zu bewerten: Ist es gut für mich, ist es nicht gut für mich?
Einfach mal Sachen auch auszuprobieren. Das heißt, eine Chance zu nutzen, bedeutet nicht, das Ganze bis zum Ende durch zu treiben. Ich kann ja auch sagen: „Nee, das funktioniert für mich hier nicht mehr und deswegen lasse ich es sein.“
Das ist auch ein gutes Recht von einem und es zeugt auch davon, dass ich weiß, was für mich gut ist oder bzw. ich lerne auf meinem Weg, was gut für mich ist.

Das Wissen um einen selber

Was heute gut für mich ist, kann morgen anders sein, aber von Punkt A nach Punkt B findet immer noch Leben statt und in diesem Leben lerne ich. Bewerte mich und so weiß ich dann, ob diese Chance dann wirklich in Wochen, Monaten, Jahren auch gut für mich ist.
Dementsprechend, einfach Augen Ohren offenhalten, bewerten, schauen, einfach mal machen und einfach mal mutig sein.
Und wie es immer im Leben ist: Alles hat seinen Preis, das heißt die Chance, genau das, was ich am Anfang gesagt habe, kommt zu einem sehr sehr hohen Prozentsatz im Blaumann daher. Deshalb sollte man sich auch nicht vor der Arbeit scheuen, denn vielleicht ist es genau die eine Chance, die dein Leben oder mein Leben in so geilen Bahnen lenkt, die man sich gar nicht so vorgestellt hat.
Nach der Chaostheorie ist es der Schmetterling irgendwo in China, der einen Sturm heraufbeschwört.
So kennt es auch jeder von seinem Leben, wäre man auf dieser Kreuzung irgendwo anders abgebogen, wäre das Leben ganz anders verlaufen.
So kannst es auch mit der Chance sein.

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Über den Autor

Rohan de Rijk administrator

Rohan de Rijk wurde in den 68er Jahren in Düsseldorf geboren. Rohan bezeichnet sich seit frühester Kindheit als „Extrem-Leser“. Sein erster Thriller „Schnee am Strand“ erschien 2018. Davor hatte Rohan einige Kurzgeschichten und den Gedichtband „düster Zeilen“ veröffentlicht. Er bekennt sich zum Selfpublishing, weil seine Kreativität dort am besten zum Tragen kommt. Als gelernter Mediengestalter designt er seine Cover selber. So ist jedes Buch ein 100%iger Rohan de Rijk. Sein Leben als Schriftsteller und Freigeist teilt er mit der Welt in seinem Podcast „Rohan´s 13 Minutes“. Rohan de Rijk lebt heute mit seiner Familie in Mönchengladbach und in Noord-Holland.

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