Schlagwort-Archiv Künstlername

VonRohan de Rijk

#43 Rohan, Du bist vielleicht eine Marke

Lesezeit: 2 Minuten

Jetzt spinnt er komplett!
Marke will der werden.
Das Tempo-Taschentuch der Literatur.
Die Maggi-Buchstabensuppe unter den Schriftstellern.

Äh nee, so nicht.

So ist das nicht gemeint. Mit Marke meine ich mich als Schriftsteller. Ich möchte dafür stehen, dass meine Schreibe Qualität hat.

Ich: Marke, Buch: Produkt

Warum dieses Thema?
Ich muss mich selber und natürlich meine Bücher auf dem Markt etablieren. Das geht nicht von Heute auf Morgen oder Übermorgen oder … Lassen wir es gut sein. Gesehen zu werden ist wie Hüpfen in der Menge, wer hoch hüpft, wird vielleicht gesehen.
Der eine muss trainieren, der andere nimmt sich ein Trampolin mit.

Krummer Gedanke

Krummer Gedanke wäre, um bei dem Bild des Hüpfens zu bleiben (fragt bitte nicht, warum ich dieses Beispiel gewählt habe, ich bin nur sehr mäßig sportlich), der eine versucht es aus eigener Kraft, der andere trickst.
Für mich ist es wichtig, authentisch rüberzukommen. Das gilt für mein Leben, für die Nicht-Erziehung meines Sohnes und auch für die Arbeitswelt.

Pandemische Härte

Keine Angst, hier geht es nicht um Maßnahmen, Masken, Impfungen usw.
Hier geht es darum, dass ich in der Pandemie mich noch mehr gefunden habe. Aber auch zum Teil härter geworden bin.
Nein, kein Fiesling. Je mehr Werte wegfallen, desto mehr habe ich mich gefragt, was sind meine Werte und ich habe dann nach diesen Werten gehandelt.

Hart aber nicht unfair

Was hat das zu bedeuten?
Ich setze meine Wünsche, Gedanken, Forderungen mit einer gewissen Härte und Geradlinigkeit durch. Das bedeutet, dass man aneckt, aber die Leute wissen dann auch, wo die Grenzen sind. Und zwar meine, wo ich einwillige oder zu Kompromissen bereit bin, auf der anderen Seite, wo ihre Grenzen sind, die sie besser nicht überschreiten sollen (nicht als Drohung gemeint).

Die Marke ist Rohan als Ganzes

So möchte ich das Ganze verstanden wissen. Vielleicht ist Marke außerhalb des Schriftstellers nicht ganz richtig. Aber die Trennung ist nicht immer möglich. Weil ich ich bin.

Wie weit das Spiel geht

Vielleicht gibt es irgendwann Hoodies, Caps, Shirts mit meinem Namen, mit dem Namen der Bücher oder eine große Weisheit, die ich vom Stapel gelassen habe. Dies würde auch unter dem Begriff Marke fallen.

Aber, mir ist es wichtig, dass, wenn man meinen Namen hört oder liest, dass man an Bücher denkt, die für meine Kreativität, meinen Stil zu erzählen stehen.

Abonniere den Podcast über den Dienst Deiner Wahl

Für Apple-Geräte Für Android-Geräte Spotify
VonRohan de Rijk

# E39 “Der Corpsepaint Killer” der neue Thriller von Rohan de Rijk

Lesezeit: 2 Minuten

Mein neuer Thriller ist draußen.
“Der Corpsepaint Killer” Corpsepaint bedeutet übersetzt Leichenbemalung und kommt ursprünglich aus der Black-Metal-Subkultur.
Der Thriller hat aber nichts mit Heavy Metal zu tun. Das wäre zu stereotyp.
Ein bisschen über den Inhalt plaudern? Da habe ich eine bessere Idee. In der Linkliste findet ihr die Webseite zum Buch mit einem Appetizer, ein Stück des ersten Kapitels.

Die letzten Stunden vor dem Start

So wie sie immer aussehen. Alles ist in Hektik. Nichts, das man nicht geplant hätte. Dazu schreibe ich zu lange und bin zu lange im Projektgeschäft tätig um hier nicht alles aufgelistet zu haben.

Wünsche und Technik sind Zeitfresser

Der Wunsch, alles bis ins kleinste Detail schön zu machen, kostet zumal die Technik, die einem immer wieder einen richtig fetten Strich durch die Rechnung macht.
Trailer erstellen. Genauso viel Plan gehabt wie mit dem Cover, nämlich gleich Null.
Um mir es so richtig zu geben, habe ich das Filmchen (übrigens auch auf der Website zu bewundern) mit einem neuen Videoschnittprogramm gemacht.
1 Millionen Regler und 1 Millionen Einstellmöglichkeiten.

Wenn, dann geb ich es mir richtig

Diesmal waren es zwei Tage und der Film war fertig. Highlights: Wollte die Musik selber machen. Bass hat scheiße geklungen, weil Elektronik nicht richtig geerdet.
Also Plan B.

Film in MP4 konvertieren. So soll es sein. Codec war buggy. Also erst einmal in .mov konvertiert, externen Konverter geladen und endlich das Zielformat anvisiert.
Muss man auch erst einmal draufkommen, dass dies der Weg der Wege sein muss. Danke Google und danke YouTube.

Ende gut, Moment es ist noch nicht zu Ende

Wer jetzt meint, Beine hoch und mit einem kleinen Piccolöchen feiern, der irrt aber so etwas von.
Jetzt fängt das Marketing an. Zeitung, Blogger, Social-Media.
Ist euch schon mal aufgefallen, dass Social-Media nur noch Spaß oder Hetzte verträgt. So ist ein bisschen Reklame in eigener Sache funktioniert nicht. Vielleicht auch nur bei mir.

Nichts desto trotz

Die gehört alles zum Leben eines Selfpublishers dazu, also nicht beschweren, weiter in die Hände spucken und das Baby groß rausbringen.

Abonniere den Podcast über den Dienst Deiner Wahl

Für Apple-Geräte Für Android-Geräte Spotify
VonRohan de Rijk

E#37 Try and Error – es findet sich immer ein Weg – Rohan´s 13 Minutes

Lesezeit: 2 Minuten

Jetzt ist es so weit, ich gehe ins Medias Res. Das Buch wird gesetzt.
Natürlich schaut man sich die Konkurrenz an. Das ist gut, aber vielleicht auch ein Dilemma.
Ich habe Augenspionage betrieben und etwas gefunden, was ich für gut erachte. Eine riesige Kapitelnummer, eine Verortung des Kapitels, das sich von der Nummer ästhetisch abhebt und der erste Buchstabe, der sich über drei Zeilen an den Text anschmiegt.

Das muss ich haben, anders geht es nicht

Als Künstler ist man auch ein Schöngeist. Dies möchte man auch seinen Lesern zugutekommen lassen. Also: Wie hat es dieser Schriftsteller angestellt. Das Programm heißt Vellum und die Enttäuschung kam stehenden Fußes. Nur für den Mac erhältlich.

Ich besitze nur Dosen

Kurz zur Erklärung: Dosen werden die PCs von Mac-Besitzern genannt.
Ich habe auf Macs gelernt, aber mir waren die Computer immer zu teuer und die Nachrüstung geht gegen Null.
Nun gut, Apple verdient nicht schlecht mit dieser Taktik.

Kommen wir zurück

Muss ich mir einen Mac kaufen, um mein E-Book perfekt zu setzen? By the Way: Es würde mich mindestens 1.200 Euro kosten.
Nein. Denn Amazon hat Kindle Create. Installiert, ausprobiert. Sieht toll aus.
Wenn ich auf die Überschrift schiele, muss jetzt ein dickes Aber, der Haken, kommen.

Tage der Verzweiflung

Es kam, wie ich es mir nicht erträumt hatte. Es funktionierte so lange, bis ich fast fertig war. Dann war die Datei dahin. Nun, nicht so gut.
Ich habe das Original, mittlerweile in Word und nicht in Papyrus (wegen der Korrekturgänge), überprüft. Formate gelöscht und neu zugewiesen, gelöscht und neu zugewiesen.
Aber am Ende musste ich mir eingestehen: mit Kindle Create wirst du nicht glücklich.
Wie soll es weitergehen?
Mir blieben nur noch zwei Möglichkeiten:
Ich bastele mir eine Word-Formatvorlagen, damit ich denselben Look ´n´ Feel bekomme oder ich kaufe mir den angebissenen Apfel.

Try and Error geht weiter

Ich habe mich aus finanziellen Gründen für Word entschieden. Dies bedeutet erst einmal mehr Arbeit und das Ende ist trotzdem offen. Wird es so aussehen, wenn ja, dann ist es gut. Wenn nein, werde ich wohl zum Mac greifen.
Dann zählt nicht mehr das Finanzielle, sondern, dann werde ich meine Nerven schonen und die Zeit spielt auch noch eine gewichtige Rolle.

Das eine aber nicht das andere

Professionelles Selfpublishing ist so zeitaufwendig, dass das neue Buch erst einmal zurückstecken muss. Aber was gut werden will, braucht auch ein wenig mehr als nur Aufmerksamkeit.

Abonniere den Podcast über den Dienst Deiner Wahl

Für Apple-Geräte Für Android-Geräte Spotify
VonRohan de Rijk

E#36 Werbung makes the world go around – Rohan´s 13 Minutes

Lesezeit: 2 Minuten

Ich habe mich entschieden für meinen Podcast Werbung schalten zu lassen. Mein Podcast-Hoster bietet seit neuestem die Möglichkeit, aber nur wenn der Inhalt (Meta-Daten) zum Inhalt passen.
Warum macht man das?

Werbung macht nicht reich, nicht glücklich, aber…

Werbung ist ein probates Mittel die Kosten für das Hosting und die Produktion von Podcasts ein wenig abzufedern.
Der größte Posten, wenn man Podcasts produzieren will, ist die Soft- und Hardware.
Wenn man nicht unbedingt etwas vom Grabbeltisch kauft, liegen die Kosten bei ungefähr 1.000 €. Es soll auch gut klingen.
Kleiner FunFact am Rande: Der Raum, in dem ich aufnehme, ist an seiner höchsten Stelle 5,60 Meter hoch. Jeder, der sich ein wenig mit Akustik auskennt, kann sich vorstellen, dass die Aufnahmen nicht sauber in den Computer kommen kann.

Wie schaffe ich es, dass die Schallwellen keine Dummheit machen?

Die einfachste und teuerste Methode wäre eine schallgedämmte Kabine gewesen. Letztendlich ist es aber ein Schaumstoffwürfel, den ich über das Mikro stülpe, geworden. Und ich finde das Ergebnis kann sich hören lassen.

Back to the Content

Aber kommen wir zurück zur Werbung: Diese wird nur am Anfang und am Ende eingeblendet und zerstört nicht den Podcast. Leider gibt es andere Beispiele, nicht nur im TV sondern auch auf Videoportalen, wo der Inhalt nicht gerade intelligent zerstückelt wird.

Selfpublisher-Update

Ich habe mich für einen Anbieter entschieden. Ich werde mein nächstes Buch über Kindle Direct Publishing, also über Amazon, veröffentlichen.
Habe ich mir die Entscheidung leicht gemacht?
Nein. Aber nach den Erfahrungen mit “Schnee am Strand” wollte ich einen anderen Publisher ausprobieren.
Natürlich streiten sich die Geister über Amazon.
Aber tun sie das nicht immer?
Ich werde berichten, wie es mit KDP läuft.

Anleitung, Anleitung, Anleitung

Fangen wir doch an mit dem was mir positiv aufgefallen ist: Amazon stellt sehr viele Anleitungen und Tools zur Verfügung. Wie sinnvoll die sind und ob sie letztendlich zum Ziel führen wird die Zeit zeigen.

Der letzte Durchgang

Zurzeit ist das Manuskript im letzten Korrekturdurchgang. Ich nutze die Zeit um schon einmal Gedanken um das Cover und den Buchtrailer zu machen.
Es ist viel Arbeit, man sammelt viele Erfahrungen, die Lernkurve ist manchmal steil, aber es rockt.

Abonniere den Podcast über den Dienst Deiner Wahl

Für Apple-Geräte Für Android-Geräte Spotify
VonRohan de Rijk

E#35 Selfpublishing: Der Erfolg in den eigenen Händen – Rohan´s 13 Minutes

Lesezeit: 2 Minuten

Es ist Zeit, diesen Schritt zu tun. Ich habe mehr als vier Monate auf die einzelnen Antworten von Literaturagenten gewartet. Die Absagen kann ich an zwei Fingern abzählen. Ergebnis 10:2. Schade. Ich erwarte nicht, dass man eine Analyse bekommt, warum das Werk nicht in Frage kommt, aber eine Absage, von mir aus auch als Textbaustein, sollte drin sein. Na gut ist nicht so.

Der Agent an sich ist schweigsam

Die letzten Agenten haben noch Zeit, sich bis Ende September zu melden.
Ich werde jetzt aber schon die Vorbereitungen für das Selfpublishing starten. Sollte doch ein positiver Bescheid eintrudeln, kann ich mich immer noch entscheiden.
Aber jetzt erst einmal volle Konzentration auf das Selfpublishing.
Selfpublishing bedeutet, alles selber machen. Man kann sich ein Lektorat, ein Korrektorat und einen Designer einkaufen.

Geld, Money, Kohle, Zaster, Pinke Pinke

Ich habe mal so mit dem groben Daumen gerechnet: Es würden ungefähr 4.000 Euro über den Tisch des Hauses gehen.
Dieses Geld möchte ich mir sparen.
Ich höre jetzt schon die Wehklagen im Hintergrund, aber es ist eine Menge Geld.
Korrektorat/Lektorat: Ich habe mit drei verschiedenen Rechtschreibprüfungen und zwei verschiedenen Leuten drüber geschaut. Ja, es kann sich immer ein Fehler einschleichen, aber bis das Buch endgültig auf dem Markt erscheint, wird es noch ein paar Runden mit Prüfungen geben.
Cover: Ich komme aus dem Bereich der Mediengestaltung und traue mir zu, ein Cover zu kreieren.

Jetzt geht es erst richtig los

Was fällt noch so an. Der Buchsatz. Das Buch muss natürlich gut gesetzt sein. Die Absätze müssen stimmen, es dürfen nicht zu viel Wörter hintereinander stehen, am Ende der Zeile getrennt werden usw.

Das Marketing muss angekurbelt werden. Was gehört alles dazu:
Leserunde bei Lovelybooks
Buchtrailer
Landingpage mit allen Informationen zum Buch und zu mir
Zeitungen müssen angesprochen werden
Buch-Blogger werden angeschrieben
usw.

Wie ihr seht, ist dies eine ganze Menge. Und wir reden hier von Arbeit, die vor oder kurz nach der Veröffentlichung stattfindet.
Jetzt muss der Ball noch hochgehalten werden.
Wie das?

Kauft Leute, kauft ein

Zum Beispiel durch Lesungen. Die Leser müssen einen Geschmack davon bekommen, was sie erwartet. Dazu gehört übrigens auch ein Appetizer in Form von “Blick ins Buch”. Ein paar Seiten zum Probelesen.

Man versucht, das Buch in Bibliotheken unterzubringen. Was übrigens bei “Schnee am Strand” gelungen ist.

Zu einer Veröffentlichung gehört aber auch eine vernünftige Steuerabrechnung. Langweilig. Ja, das ist es. Aber wer Geld verdient, muss auch Vater Staat ein bisschen viel daran teilhaben lassen.

Ich nehm euch mit auf die Reise

Ich denke, dass ich in den nächsten Episoden das eine oder andere noch erzählen werde.
Rechtschreibung ist nicht sonderlich interessant, aber vielleicht hake ich bei der Covergestaltung noch einmal ein. Denn das ist meistens die erste Berührung mit dem Buch. Und wie bei einem Blind-Date: Der erste Eindruck entscheidet.

Abonniere den Podcast über den Dienst Deiner Wahl

Für Apple-Geräte Für Android-Geräte Spotify
VonRohan de Rijk

Podcast E#29 The burning man – Rohan´s 13 Minutes (Transkription)

Lesezeit: 5 Minuten

Heute geht es um das Thema „brennen“. Das hat nichts mit Pyromanie zu tun oder mit Feuerwehr. Es geht einfach darum, brenne ich für meine Sache für mein Projekt, ja oder nein?
Es ist vielleicht schädlich, dich zu brennen, ist es vielleicht nötig zu brennen? Was bedeutet dieses Thema und man hört das natürlich sehr oft und ich benutze es auch sehr oft, wenn ich auf der Arbeit gefragt werde oder das besonders im privaten Bereich, was Schriftstellertum für mich bedeutet, was das Podcasten für mich bedeutet. Dann sage ich einfach, ich brenne dafür.

Sprichwort ist nicht immer Wahrheit

Wer von euch Kinder hat und auch mal solche Sprichwörter oder solche Umgangsphrasen benutzt, der wird dann erstmal, gerade bei ich brenne dafür, in große Kinder-Augen gucken und denken, oh mein Gott, fackelt er sich jetzt ab oder nicht. Aber es ist im Grunde genommen ein Sprichwort dafür, dass man eine Sache extrem geil findet, dass man da praktisch seine Berufung gefunden hat.
Da hat sich dann dieses „Ich brenne dafür“ scheinbar eingebürgert.
Andere brandtechnische Umschreibung wäre dann „Ich bin Feuer und Flamme dafür.“ Also scheint man dahingehende Neigungen gerne mit Hitze und Brand zu deklarieren.

Wieso, weshalb, warum?

Aber was heißt das jetzt? Wenn ich etwas mag, wenn ich jetzt etwas erzeugen möchte, erstellen möchte, schaffen möchte oder erschaffen möchte, muss ich dann dafür brennen?
Brenne ich wirklich dafür? Ist es jetzt wirklich meins oder macht man das gerne?
Muss ich dann dafür brennen, um zu sagen, das ist jetzt mein Ding?
Also nein, muss man natürlich nicht. Man sollte natürlich in sich hineinhorchen, ob man Dinge gerne macht, ob man Dinge macht, die ein bisschen unangenehm sind, das muss man natürlich irgendwo selbst entscheiden.

Lampenfieber ist auch eine Art von Brennen

Wenn ich den Podcast aufnehme, bin ich ein bisschen flatterig, das ist so eine Art Lampenfieber. Wie erzähle ich, wie komme Worten rüber. Stottere ich zu viel? Kann ich das Thema, das ich anspreche, auch so rüberbringen, dass es verstanden wird?
Hat nichts damit zu tun, dass man nicht dafür brennt oder dass man, just in dem Moment, so ein klein wenig Widerwillen hat. Was Lampenfieber so in der Art ist.
Da kommt auch schon wieder die Hitze ins Spiel. Das ist einfach ein Erregungszustand, den ich sehr gerne benutze, um mich zu fokussieren.

Leistung kann temperaturunabhängig sein

Aber natürlich kann man auch tolle Leistung bringen und mit Herz dabei sein, ohne dafür zu brennen. Man hat Hochs und man hat Tiefs. Ich schreibe unheimlich gerne, aber man kommt auch irgendwann mal nicht dazu. Wie letzte Woche, wo ich die Treppe aufgebaut habe. Da habe ich einfach das Schreiben sein lassen müssen, weil die Zeit vom Tag endlich ist. Der Tag hat nur 24 Stunden und ab und zu muss man arbeiten, ab und zu schlafen und dann bleibt nicht viel übrig. Aber jetzt kommt wieder der innere Drang, mich wieder hinzusetzen und für das neue Buch zu plotten und zu schauen, wie kann man diese Geschichte kreativ umsetzen. Das ist dann ein Brennen dafür. Man hat Phasen, da möchte man gerne mal ein bisschen Handarbeit äh handwerkliche Arbeit machen und dann schreibe ich auch wieder gerne. Und man sollte sich wirklich nicht davon leiten lassen, dass man auf einmal nicht mehr dafür brennt.
Was ist mit mir los?
Habe ich jetzt vielleicht meine Ideale verloren?
Ist es vielleicht doch nicht das, was ich möchte?
Nein, das ist irgendwo auch das Leben. Das Leben bedeutet auch Phasen und manchmal kommt etwas in die Phase rein, was vielleicht für den Moment wichtiger ist, das heißt nicht, dass ihr nicht da innerlich brennt.

Unterm Strich ist abgerechnet

Unterm Strich werdet ihr, was auch immer ihr gerne macht, immer und immer wieder durchdenken. Auch wenn ihr irgendetwas anderes macht. Dann werden euch Ideen kommen und das muss nicht sein, dass ihr stocksteif dasitzt und denkt, jetzt muss ich für das, wofür ich brenne, eine Idee haben.
Jetzt on point komm schon.
Dann erzwingt ihr etwas und das funktioniert meistens nicht. Und gerade auch, wenn man sich solche Fragen stellt, solche Vermutungen anstellt, könnte man das auch wieder in Richtung Zwang sehen.
Wenn ich etwas gerne mache, muss ich das dann zwanghaft machen?
Ist das dann schon ein Zwang, wenn ich es gerne mache?
Ist es ein Zwang, es weiter zu tun, obwohl ich just in dem Moment etwas anderes machen möchte?
Nein. Tu das, was du tun möchtest. Und das mache ich auch. Wenn mir im Moment nicht nach schreiben ist, dann kann da auch nichts Gutes bei rauskommen.

Manches muss erledigt werden

Den Podcast muss ich wöchentlich rausbringen. Aber manchmal hadere ich damit.
Welches Thema bespreche ich heute? „Ich brenne dafür“ ist vor einer Stunde entstanden und vor genau 61 Minuten wusste ich noch nicht, was ich sagen sollte, worum es sich die Woche handeln sollte.
Lass es einfach auf dich zukommen und genau diese Erwartungshaltung, vielleicht würde ich es auch nicht Erwartungshaltung nennen. Einfach mal sich zurücknehmen und schauen, was passiert. Das bringt dich auch weiter. Ist es mit Erfolg verknüpft, wenn ich für etwas brennen oder etwas gerne mache?

Brennen zum Erfolg?

Ich glaube nicht. Nee. Wenn ich etwas gerne mache, wenn wirklich mein Herz daran hängt, meine Leidenschaft, dann brauche ich den Erfolg auch gar nicht. Dann muss ich auch oder dann bin ich auch damit zufrieden. Es ist wie mit dem Podcast: Wieviel Hörer ich habe, natürlich möchte ich viele haben, aber, ich habe lieber 10 oder 100 oder 1.000 Hörer, wo das Gesagte ankommt, als eine Million, die das nur so im Vorbeigehen hören.
Es ist genauso wie mit den Büchern, ich möchte die Leute erreichen und mit den Geschichten, oder das, was ich im Podcast sage, was bewegen. Und da ist es mir lieber, es sind weniger Leute und ich bewege etwas, als so eine Art Massenware und Fast Food Snacks so nebenher zu laufen.

Gedanken sind keine schmalen Leitplanken

Ich lasse mich nicht einengen von Gedanken. Wenn ich einmal für etwas brenne, brauche ich dies aber nicht für immer machen. Jetzt könnte man meinen: man hat nicht dafür gebrannt.
Es gab Sachen, wo ich sage, das fand ich vollkommen geil, das war mein Ding. Es kann aber auch, aus welchem Grund auch immer, von jetzt auf gleich irgendwann vorbei sein.
Dann ist das auch okay. Das ist das Leben und das Leben muss man das so nehmen und dann wird etwas anderes kommen, dann sollte es nicht so sein. Das klingt ein bisschen esoterisch, aber ich habe in meinem Leben festgestellt, erzwingen kann man erstmal gar nichts.
Wenn man irgendwo eine vermeintliche Niederlage hatte, oder wie du das Ding auch immer titulieren wolltest, in der Zukunft hat sich immer wieder gezeigt, dass es für etwas gut war.
Genau wie diese Niederlage dafür gut war, dass ich jetzt hier stehe. Und zwar mit allem, was ich habe.
Was ich auch dazwischen gemacht habe. Das ist so eine Sache, wie: Ich stehe auf einer Kreuzung, auf einmal klopfte mir das Schicksal auf die Schulter, dass ich nach rechts oder nach links gehen soll.
Durch einen vermasselten Test, durch eine Prüfung, die ich nicht bestanden habe, wie auch immer. Man sieht im Grunde genommen erstmal diese Zukunft nicht und es bleibt einem nichts anderes übrig, als genau diese Richtung zu bestreiten und auf einmal merkt man, hey, das ist eigentlich doch der bessere Weg gewesen.

Hätte, wäre, wenn.

Hätte ich diese Prüfung oder was auch immer bestanden, wäre ich nicht nach rechts, sondern nach links gegangen, wer weiß, wie dann das Leben ausgesehen hätte.
Genauso ist es mit „Ich brenne für etwas“ und auf einmal merkte ich, dass es vielleicht doch erlischt. Vielleicht war es in diesem Moment nicht der richtige Zeitpunkt, aber das ist es auch etwas, wo man in sich reinhören muss und ich muss zugeben, das ist sauschwer. Eine der schwersten Sachen überhaupt. In diesem Moment abwarten. Mal gucken, wofür es gut ist.
Vielleicht kommt ja doch noch was raus.
Vielleicht habe ich hier früher gebrannt.
Vielleicht war es nicht das Richtige.
Vielleicht war es nicht der richtige Zeitpunkt, aber ich weiß ganz genau, dass hier drin noch das kleine Feuerchen lodert, mache weiter und vielleicht kommt es zu einem richtigen Knall, ein richtiges Feuer, dass dann später, zu einem anderen Zeitpunkt, wo sich das Leben verankert und richtig ausgerichtet hat, entfaltet und dann knallt es.
Also man muss gechillt bleiben.

Abonniere den Podcast über den Dienst Deiner Wahl

Für Apple-Geräte Für Android-Geräte Spotify
VonRohan de Rijk

Podcast E#28 Der Handwerker und die Meditation – Rohan´s 13 Minutes (Transkription)

Lesezeit: 6 Minuten

Die heutige Folge ist mit: „Der Handwerker und die Meditation“ untertitelt, das hat jetzt auf den ersten Blick nicht sonderlich viel damit zu tun, was es mit Kunst, was es mit Lebenstraumerfüllung zu tun hat. Aber im Laufe des Podcasts werdet ihr sehen, dass es doch sehr wohl etwas damit zu tun hat.
Vielleicht hätte man das Ganze auch Untertiteln können mit: „Wie überlebe ich die Meditation“.
Meditation generell ist nicht tödlich, das wollen wir einfach mal hier festhalten, aber die Form wie ich zu meinem Meditationsplatz, Meditationsraum komme, die habe ich mir dann doch schon ein wenig überdacht. Zumal in meinem Schreibzimmer, Podcast-Zimmer, Musikzimmer steht dann an der Wand ein Kubus, da drin ist eine Toilette und genau da drüber über diesen Kubus, das sind roundabout 3 Quadratmeter, da ist dann so eine Plattform, wo ich meditiere.

Steigen für die Erleuchtung

Wie komme ich dahin? Bis dato habe ich das immer über eine Anlegeleiter gemacht. Das heißt 2,60 Meter hoch kraxeln, dann gucken, dass man dann über ja über die Kante kommt, man kriecht da eher hin wie ein Kleinkind und mehr oder weniger kriecht man dann auch so zurück.
Das ist nicht sonderlich komfortabel und je älter man wird, ist es wahrscheinlich auch eher gefährlich, dass man irgendwann mal abschmiert und dann 2,60 Meter weiter unten mal ganz gepflegt aufschlägt.

Schmerz gehört nicht zur Erleuchtung

Das ganze hört sich schmerzhaft an, ist es wahrscheinlich auch und es ist genau eine Erfahrung in meinem Leben, die ich nicht machen möchte. Dementsprechend habe ich mich dann entschlossen, auf diese Anlegeleiter zu verzichten und mir eine Wendeltreppe anzuschaffen und die dann auch dorthin zu bauen.
Macht das Zimmer ein bisschen kleiner, aber sie steht jetzt schon fast und es wirkt schon relativ edel. Allerdings muss ich sagen, die Wendeltreppe sieht toll aus und die Anleitung ist eine richtige Katastrophe. Man liest ja immer oder man sieht es dann halt auch mal auf YouTube oder whatever, dass dann über das schwedische Möbelhaus hergezogen wird, dass die ganzen Sachen so schwer aufzubauen sind und und und und. Und ich sage euch: Nein, nein, nein, nein. Die Anleitung von dieser Wendeltreppe ist das wirklich das reinste Armageddon. Das Ganze hat auch eher etwas mit Rätselraten als mit Aufbauen zu tun.
Ich kann verstehen, denn solche Treppen werden immer verkauft, von weiß ich nicht 2,50 Meter bis 2,80 Meter ist dann die Geschosshöhe, dass man da so eine Varianz einbauen muss ist klar, aber es ist nichts vorkonfektioniert. Alles muss geschraubt, gesägt werden. Die Anleitung ist eher so wie ein hin gekrickeltes Kinderbuch zu verstehen und, tut mir leid: Die Treppe ist toll. Sie ist stabil. Aber ich glaube Leute, Anleitungen schreiben, dass müsst ihr erst noch mal lernen.

Ich sage nicht, wer es war

Ich werde jetzt auch hier nicht die Firma nennen, es sind sicherlich nicht die Ersten und die Einzigen und auch nicht die Letzten, die so einen Mist unter die Bevölkerung bringen.
Die dann Tage und vielleicht sogar Wochen mit Rätselraten davorstehen. So ist dann aus dem Wochenende, das ich mir dann gegeben habe, die Treppe aufzubauen, mittlerweile, ich glaube anderthalb, zwei Wochen geworden. Natürlich muss man unter der Woche wieder arbeiten und wenn man einmal irgendwie dabei ist, dann möchte man das auch in einem durchziehen und da reicht die Zeit unter der Woche nicht aus.

Der Zeitplan einer Baustelle

Ich glaube, jeder von euch kennt das, der schon mal eine Wohnung renoviert hat oder saniert oder kleinere Projekte gemacht hat, der Zeitfaktor, der geht echt flöten, da kann man auch so großzügig versuchen zu rechnen und zu planen, irgendwie geht es dann doch in die Hose.
Deswegen, Deadline setzen ist relativ schlecht oder schwer, vielleicht muss man dafür auch Handwerker sein, vielleicht muss man das auch Jahre lang gemacht haben, um die ganze Sache einschätzen zu können. Bin ich nicht, ich bin auch nicht verpflichtet, das an einem Wochenende fertig zu machen.

Aus Schreibstube wird Warehouse

Der Raum sieht mittlerweile eher aus wie so ein Warenlager im Baumarkt und das möchte ich dann doch irgendwann einmal auflösen, um wieder schreiben zu können und vielleicht auch wieder mal, zur Abwechslung, Musik machen zu können. Wenn ich jetzt den Podcast hier einspreche, sitze ich mehr oder weniger zwischen Schreibtischen eingekeilt, umgeben von gelben Säcken ausgepackten Kartons und Werkzeug.
So genug rumgeheult. Im Endeffekt wollte ich auf die Treppe haben. Um dann hat er gefahrlos hochzugehen, um zu meditieren.
Was hatte Meditation jetzt mit Kunst zu tun?
Meditation fördert erstmal, dass man selber ruhiger wird, gelassener wird und auch das Stresslevel abgesenkt wird.
Was heißt das jetzt?
Wenn man sich dann das Stresslevel wie so einen Graphen, so eine Kurve vorstellt, hat man, wenn man, jetzt in der Pandemie-Zeit, glaube ich eher schon ein erhöhtes Stresslevel, das heißt, also dieser Grundstress ist wahrscheinlich immer vorhanden. Das heißt, also ich gehe raus, die Leute, die machen ein paar Schritte von einem weg, als ob man den letzten Rins hat.
Maske auf, Maske zu, hier desinfizieren dort desinfizieren. Test, nicht Test und all sowas, bei mir ist es so, dass ich eine Aversion dagegen habe.
Das erhöht den Stresslevel und diese Grundlinie sage ich mal, die kann man mit einer Meditation sehr gut auch runter bekommen. Auf der anderen Seite kann man natürlich auch ein Thema nehmen und da drüber meditieren, das heißt, also um das eine Thema die Gedanken kreisen lassen, ohne dass man versucht, abzuschweifen oder anderen Gedanken, negative Gedanken dann den Vorhang zu geben.

Die Veränderung als Vorteil nutzen

Für mich hat das Ganze auch einen weiteren Vorteil, ich werde wieder mal mein Zimmer umbauen müssen. Was ich eigentlich auch ganz gerne mag, immer mal so einen anderen View zu kriegen, so einen anderen Blick, so ein anderes Aussehen vom Zimmer zu bekommen. Man guckt beim Schreiben mal woanders hin und das verändert auch den Blickwinkel, die Kreativität. Man sieht auf einmal vielleicht irgendetwas anderes, man ist in einer etwas ungewohnten und neuen Situation und das fördert für mich auch die Kreativität.

Wer hat´s auch gemacht? Der Robbie.

Dabei muss ich immer an den Film „Club der toten Dichter“ mit Robbie Williams denken, der dann irgendwann vor seiner Klasse mal auf den Schreibtisch geklettert ist und gesagt hat: „Ich habe mich auf den Schreibtisch gestellt, um mir klarzumachen, dass wir auch alles aus einer anderen Perspektive sehen müssen.“
Macht das einfach mal.
Gut, vielleicht nicht unbedingt auf einen Tisch oder bloß nicht auf einen Drehstuhl. Das geht dann Twisted nach unten.
Aber versucht einfach mal irgendwo einen Perspektivenwechsel zu machen und ihr werdet sehen, es sieht nicht nur anders aus, man bekommt auch ein anderes Gefühl dafür. Für die Sache, für seinen Raum und vielleicht auch für das Leben. Dahingehend mal die Perspektive ändern.
Und da schließt sich natürlich auch wieder für mich der Kreis, wo ich sage, mein Lebensziel ist, zu schreiben, und vielleicht nicht unbedingt Geld damit zu verdienen, aber die Freiheit zu haben, dieses zu tun und das ist natürlich auch eine Perspektive, die anders ist. Die auch betrachtet werden muss und wenn man anfängt, diese Perspektive zu betrachten, kommen einen auf einmal Gedanken, Ideen und vielleicht auch Möglichkeiten. Besonders Möglichkeiten, wie man das Ganze anstellen kann.

Versprochen ist versprochen, dass Grundeinkommen kommt. Als Podcast.

Ich werde auch irgendwann mal in einem der nächsten Podcasts, ich weiß nicht, welche Folge, auf das bedingungslose Grundeinkommen eingehen, wo ich ein absoluter Fan von bin. Lasst euch überraschen, ich werde mir nochmal meine Gedanken machen, ich werde auch mal ein bisschen nachforschen, noch mal, was das alles hundertprozentig bedeutet, weil man muss das ja schon mit vernünftigen Fakten unterfüttern.
Ach so, eins noch, Perspektivenwechsel: Ich mache das gerne, wenn ich durch Städte gehe, besonders durch niederländische Städte, weil die natürlich von ihrem Charme noch mal weit weit vorne sind oder weit mehr vorne sind als deutschen Städte oder einige deutsche Städte und lass einfach mal den Blick nach oben schweifen, das heißt also nicht irgendwo, ich habe keine Ahnung wie hoch meine Augen sind, ich bin 1,90. Vielleicht 1,75. Ich habe das nie nachgemessen oder 1,80 whatever, das heißt, also nicht nur auf Höhe der Augen, den Blick mal schweifen lassen. Einfach auch mal nach oben gucken, was passiert da, was ist da, wie fühlt sich das an? Und ich habe das schon echt spannende Sachen gesehen und das ist auch etwas was die Kreativität fördert, auch mal in etwas Kleines reingucken oder die kleinen Dinge entdecken und das ist genau das, wenn man schreibt, auch solche Sachen in einem Buch zu beschreiben. Das gibt eine gewisse Lebendigkeit.

Kreative Übungen ohne Zwang und Muskelkater

Das Ganze soll sich jetzt nicht anhören nach: „Macht man mal ein paar kreative Übung, steigt auf dem Tisch guckt nach oben. Whatever.“ Bei mir passiert das automatisch und dieser Automatismus ist eigentlich etwas, wo man aufmerksam ist, man ist neugierig. Man bleibt neugierig und das ist glaube ich auch das, was ein geistig auch fit hält und neben Kreativität und wie man sich einrichtet, das ist für einen auch selbst etwas Globales.
Wie fühle ich mich wohl?
Was muss ich tun, mich wohlzufühlen und wo möchte ich hin und dann auch mal kreative Ansätze finden, um das Ziel zu erreichen. Ich glaube, das macht einen auch als Mensch aus und das unterscheidet einen vielleicht auch, ich würde das jetzt nicht abwertend sagen, aber von den Lemmingen, die sich dann einfach draußen treiben lassen, ohne ein richtiges Ziel im Leben zu haben. Das ist natürlich jetzt ein bisschen heftig, vielleicht haben die Leute Ziele, vielleicht sind die Ziele auch klein, vielleicht kommt einem das auch selber vor, dass man selber nur große Ziele hat.
Was immer. Ich bin nicht hier, um da zu urteilen, aber manchmal habe ich das Gefühl, wenn man mit den Leuten spricht, dass das Leben nur vor sich hinplätschert.
Ich weiß nicht ,wie es euch geht, ich möchte auf alle Fälle eine Spur hinterlassen und diese Spur soll nicht nur Leute erfreuen, diese Spur soll auch mich erfreuen.
Ich glaube, wenn man das schafft, dann ist man auf einem guten Weg.

Abonniere den Podcast über den Dienst Deiner Wahl

Für Apple-Geräte Für Android-Geräte Spotify
VonRohan de Rijk

Künstlername, Pseudonym, Ordensname

Lesezeit: 2 Minuten

Wofür braucht man als Künstler ein Pseudonym?

  • Mein richtiger Name ist unaussprechlich
  • Meinen Namen kann keiner schreiben
  • Meine Umwelt soll nicht erfahren, dass ich erotische Literatur schreibe
  • Ich finde es einfach cool und kann damit vor meinen Kumpels posen

So, die Gründe wären geklärt. Wahlweise kann man noch seine eigene Motivation hinzufügen.

Ich habe mich für das Pseudonym Rohan de Rijk entschieden.

Wer Geschichten mag, kommt jetzt auf seine Kosten.

Rohan habe ich aus Herr der Ringe. Rohan ist dort ein Land und ein Königreich. Schon mal ganz gut, wenn es nicht alltäglich sein soll.

Der Vorname stand fest, jetzt musste der zweite Teil des Pseudonyms her.

Die Geschichte geht weiter:

Eines dunklen Morgens stand ich an einer roten Ampel. Vor mir bog ein LKW aus den Niederlanden auf die Straße ein. Auf dem Trailer stand »de Rijk«. Ich verband den vorhandenen Vornamen und die LKW-Aufschrift miteinander und fand, dass es gut klingt.

Der Entschluss

Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht noch mehr möchte. Das Pseudonym auf einem Buch unter einem Artikel oder als Domain, das klingt schon gut, aber ich wollte die Königsklasse.

Das Pseudonym sollte in den Ausweis.

Ich fand den Gedanken hervorragend. Der Gesetzgeber allerdings nicht. Drei Jahre war es nicht möglich, sein Pseudonym eintragen zu lassen. Der Gesetzgeber hatte ein Einsehen mit den Künstlern und das Gesetz wurde geändert.

Der Wunsch geriet in Vergessenheit, erlebt dann im Jahr 2016 eine Renaissance.

Wie kommt der Wunsch in den Ausweis?

Hier mein Weg (ohne Leiden):

Die Liste

Anruf bei der Ausweisstelle, man will ja vorher informiert sein.
Der Amtsmann wollte den Beweis, dass ich in einem Verband Mitglied bin. Gut, dachte ich mir, nimm aber noch zur Vorsicht ein paar Unterlagen mehr mit.

Hier die Liste, der Unterlagen, die ich zum Amt geschleppt habe:

  • Bescheinigung über eine Mitgliedschaft in einem Verband. Bei mir der BVjA.
  • Bescheinigung des Finanzamtes über die Anmeldung als Schriftsteller
  • Vertrag mit der VG Wort
  • Vertrag über die Einrichtung meiner Domain
  • Kopien von Facebook, Twitter und Web-Site
  • Veröffentlichungen: Buch, Artikel in Zeitschriften und Zeitungen
  • Veranstaltungsflyer

Auf dem Amt

Märkchen gezogen und sich auf einem der unbequemen Holz-Metall-Konstruktionen (Stuhl) bequem gemacht.

Nach etlichen zwangsweise belauschten Gesprächen über das deutsche Beamtentum leuchtet meine Nummer in Rot auf.

Ich trete ein, tue so, als wäre ich nicht aufgeregt, und trage mein Anliegen vor.

Die Sachbearbeiterin verlangt die Bescheinigung über die Mitgliedschaft in einem Verband (BVjA) und zusätzlich noch den Vertrag mit der VG Wort (dort ist mein Pseudonym angegeben).

Und jetzt kommt es: Das war es. Ich habe die Gebühr für den neuen Ausweis bezahlt und habe nun mein Pseudonym im Ausweis stehen.

Ich wohne in Mönchengladbach und kann auch nur wiedergeben, wie die Ausweisstelle in der Vitusstadt Pseudonyme anerkennt.

Aus verschiedenen Posts in Facebook weiß ich, dass es in anderen Städten sehr viel schwerer ist, sich sein Pseudonym eintragen zu lassen.

Vielleicht hilft der Artikel, den Kopf nicht hängen zu lassen und noch einmal mit neuen Elan die Sache in die Hand zu nehmen.

Es ist ein schönes Gefühl, als Künstler mit seinem Pseudonym in einem offiziellen Dokument zu stehen.

Stay tuned: #RohanDeRijk