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VonRohan de Rijk

#52 – 1 Jahr, 4 Quartale, 12 Monate, 52 Wochen, 365 Tage

Lesezeit: 2 Minuten

Mit dieser Folge ist der Podcast “Rohan´s 13 Minutes” genau ein Jahr alt.
Jede Folge gab es eine neue Woche. Nun ja vielleicht doch eher anders herum.

Projekt mit Wendung

Eigentlich wollte ich nur aus der Literaturszene berichten. Was gab es dort Neues, Was Berichtenswertes.
Eigentlich wollte ich die Hörer nur an dem teilhaben lassen, was ich besonders spannend finde, dem “Aufschlag der Woche”.
Weder das “Tor des Monats” noch andere Ballsportarten haben damit auch nur im Geringsten etwas zu tun.
Für mich ging es darum, dass ich den ersten Satz eines Buches spannend finde.
Wie will einem der Autor in die Geschichte ziehen.
Wer selber schreibt, der weiß, dass der erste Satz schwierig ist.
Vielleicht wird darin zu viel hinein orakelt, was überhaupt nicht notwendig ist. Sei’s drum. Ich finde es spannend.

Dann kam die Wende, dann kam Episode 20

Der Startschuss fiel vor 32 Episoden. Man(n) überlegt lange hin und her, ob man das Konzept schon nach 19 Episoden umkrempeln kann, vielleicht sogar sollte. Aber ich habe mich dabei gut gefühlt und es dann einfach mal gemacht.
Bauchgefühltraining ist in der heutigen Zeit wichtig und sollte mehr Raum als rationales Denken einnehmen.

Der Podcast als Lebensbegleiter

Wie jeder Schriftsteller möchte ich mich auch nur meiner Kunst widmen und am liebsten den Brot- und Butterjob an den Nagel hängen.
Ich habe verschiedene Szenarien beleuchtet, wie so ein Leben aussehen könnte. Aber alle Überlegungen konnten den Bedürfnissen nicht standhalten und würden, wenn durchgeführt, das Leben radikal verschlechtern.
Wer will das schon.

Simplifikation: Lösung durch Umkehrung

Dann habe ich alles einmal um 180 Grad gedreht. Was sich so simpel anhört, bedarf eines: Erstmal drauf kommen.
Der Plan: Geld “verdienen” und dann schreiben, ohne, dass ich auf den Gewinn vom Verkauf der Bücher angewiesen bin.
Der Plan steht, die Ausführung schreitet voran und dies ist es, worum es sich bei “Rohan´s 13 Minutes” dreht.
Natürlich erzähle ich euch, wie ich es mache, allerdings, und das muss sein, sind einige Aspekte nebulös. Zum einen mache ich keine Anlageberatung, zum anderen erzähle ich nicht, wie viel Geld in die einzelnen Investitionen geflossen sind. Allerdings erzähle ich euch, ob die Investments im Plus oder Minus sind. Dies ist unschädlich und gehört einfach dazu, wenn man mit Aktien, ETFs (Exchange-Traded Fund) und ETPs (Exchange-Traded Product) hantiert.

Nicht monetär exhibitionischtisch

Warum dies alles in einem Podcast.
Zum einen, das klingt vielleicht ein wenig egoistisch: Wenn ich darüber berichte, bleibe ich dabei, den Plan umzusetzen.
Zum anderen und das ist mindestens ein gleich starker Antrieb: Vielleicht gibt es in den Weiten des Internets genauso Menschen wie mich. Brot- und Butterjob erhält einen am Leben, füllt den Magen und wärmt. Aber ich will mehr vom Leben. Hinter der Routine spüre ich Kreativität, die vom Job gemeuchelt wird.
Es ist an der Zeit, neue Wege zu gehen. Die Arbeit, wie wir sie kennen, zerbröselt sich. Die Gesellschaft differenziert sich und zu guter Letzt, gibt es immer mehr alternative Wege, Geld zu verdienen, ohne dabei körperlich oder seelisch darauf zugehen.

Ding Dong neue Runde

Darum werde ich weiter machen, weiter berichten, weiter auf das Ziel zusteuern.
So und jetzt blase ich erst einmal die Geburtstagskerzen aus.

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VonRohan de Rijk

#50 Last Man Standing

Lesezeit: 3 Minuten

Die letzten werden die Ersten sein!
So steht es geschrieben.
Aber ist da auch etwas Wahres dran?
Wie uns die Geschichte lehrt ja. Ich habe schon öfters das Beispiel von Edison angebracht. Mehrere tausend Versuche, bevor die Glühbirne verlässlich brannte. Wäre er nicht immer und immer wieder von dem Wunsch beseelt gewesen, das richtige Material für den Glühdraht zu finden, hätte er aufgegeben und somit verloren.

Mal ins sich reinhören

Hand auf Herz und ehrlich sein: Bei mir und zu 100% auch bei euch, gab es Situationen, die ausweglos erschienen. Bewerbungen oder Girls die nicht funktioniert haben oder (im Falle von den Girls) nichts von einem wissen wollten. Wart ihr verzweifelt? Das darf man sein. Habt ihr aufgeben? Ich jedenfalls nicht.

OK, aber klappt das immer?

Lasst es mich mal so sagen: Wenn man es will, so richtig will, wenn man dafür brennt, dann werden sich Türen öffnen und der Weg wird weitergehen.
Natürlich muss der Wunsch auch zu erreichen sein. Wenn ich jetzt von meinen 190 cm auf 250 cm wachsen möchte, ist dies möglich, eine Operation in dieser Richtung wird schon jemand anbieten, aber auch normalen Wege ist dies nicht zu erreichen. Also muss es erreichbar sein.
100 Millionen Euro: sind erreichbar.
Kanzler von Deutschland: ist erreichbar.

Die Frage musste kommen: Klappt das wirklich mit Geld?

Geld ist ein Machtmittel. Seit der Tausch mit Waren aufgehört hat und die allgemeingültige Währung, also Geld, eingeführt wurde, bestimmt Geld den Pulsschlag der Welt.
Geld kann positiv oder leider auch negativ eingesetzt werden. Jeder möchte es haben. Und ja, es klappt sehr gut mit Geld.
Wie kann man dann dieses Ziel erreichen?
Erst einmal sollten wir uns bewusstwerden, welche Möglichkeiten gibt es Geld zu verdienen. Damit meine ich nicht Bankraub oder alte Omas überfallen.

Arbeiten war nie gut um Geld zu verdienen

Provokant, aber so ist es nun mal. Ich kenne keinen der mit Arbeit (im Angestelltenverhältnis) reich geworden ist. Vielleicht gelingt das den Managern von Großkonzernen, aber diese Leute gibt es auch nicht wie Sand am Meer.
Kann ich mit Schreiben reich werden?
Dies ist genau die Frage die mich umtreibt und ich merkte jetzt an meinem neuen Buch, dass dies sehr schwer ist und ich meine sehr schwer.

Lasst doch die anderen für Dich das Geld verdienen

Dies hört sich wie ein fader Werbespruch von einem der Schneeball-System-Wegelagerer an.
Aber es funktioniert. Es funktioniert schon sehr lange. Genau Genommen seit 1288 (https://de.wikipedia.org/wiki/Aktie). Ich spreche von der Aktie und natürlich von anderen Mitteln zum Geld anlegen. Geld investieren und es für sich arbeiten lassen ist heute der beste Weg an Geld zu kommen. Es sei denn man hat im Lotto gewonnen, ist mit einem goldenen Löffel geboren worden und erringt einer der weniger gut bezahlten Manager-Jobs.

Die Wochen ziehen ins Land

Ich habe mich mehrere Wochen mit Marketing für den “Der Corpsepaint Killer” beschäftigt und habe Blogger, Videoblogger, Zeitungen usw. usw. angeschrieben. Es gab wenig Antworten noch weniger zusagen.
Dies kann einen schon mal traurig machen, verzweifeln lassen, weil sehr viel Schweiß und Arbeit in diesem Buch steckt. Aber was wird letztendlich zum Erfolg führen?
Jetzt kommt die Kraft ins Spiel, die einen nicht die Flinte ins Korn werfen lässt. Nennt sie wie ihr wollt: Göttlich, Überlebenswille oder man kann auch bockig sein. Hauptsache, es geht weiter.
Wenn ich weiterschreibe, Bücher rausbringe, wird es die Zeit richten. Ich werde weiter lernen wie Marketing funktioniert, ich werde meinen Schreibstil schleifen und dann wird der Erfolg kommen, den Erfolg liebt den, der am Ende noch steht.

Die andere Seite

Ich habe auch die andere Seite kennengelernt. Künstler, die gar nicht so schlecht waren haben total versagt, weil sie kein Marketing gemacht haben.
Beispiel gefällig?
Ab und zu betreibe ich auch bildende Kunst, also Malen oder Skulpturen erstellen. Jetzt hatte ich die Möglichkeit eine Ausstellung zu organisieren. Habe also die Leute angeschrieben und um Vitas und Arbeitsproben gebeten. Es kam nichts zurück. Oder wenn sich doch einer bequemte und antwortete, dann hat er mir Brocken hingeschmissen, die ich hätte zusammensetzen müssen. Da habe ich die Brocken hingeschmissen.
Es ist einfach es ist schwer
Wie das Beispiel zeigt, hätten ein paar Minuten Arbeit den Künstlern eine Ausstellung gebracht. Wer diese Zeit und diese Informationen (die ich benötigte) nicht hat, der hat noch einen langen, vielleicht endlosen Weg zum Erfolg vor sich.

Erfolg kommt immer im Blaumann daher. Ich weiß, der Spruch ist eine Wiederholung aus einem meiner Podcast-Beiträge. Aber dies ist ein mehr oder weniger digitales Tagebuch meines Experimentes und da wiederholen sich Themen, vertiefen sich und bringen neue Erkenntnisse.

Die Erkenntnis die ich aus der aktuellen Buchveröffentlichung gezogen habe lautet:
Schreib weiter, geh den Weg und der der als letztes steht hat den Erfolg und den möchte ich nun einmal für mich reklamieren.

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VonRohan de Rijk

Lampenfieber

Lesezeit: 2 Minuten

Lampenfieber

Lampenfieber – die typische Krankheit von Musikern und Schauspielern, was stört es mich, denke ich.

Wäre dies kein Blog, sondern ein Video, würde das disharmonische Kreischen einer Diamantnadel auf Vinyl den Raum erfüllen.

Schlagartig poltert ein Gedanke durch mein kreatives Denkbrötchen.
»Der Gig des Schriftstellers nennt sich: Lesung.«

Rollen wir die Zeit ein bisschen vor.
Der Schreck ist weg.
Das Buch hat alle Hürden, die es vor einer Veröffentlichung nehmen muss, gemeistert. Das Glück macht sich als Dauergrinsen im Gesicht breit.

Wieder durchdring ein Geräusch die Stille des Raums.
Das Telefon.
Mein Kontaktmann beim Verlag.
Seine freudig erregte Stimme weckt Bilder in mir, die irgendetwas mit Bestseller-Liste zu tun haben. Bis zu dem Moment, wo mein Gehör das Wort »Lesereise« auf die Synapsen loslässt.
Bleiche koloriert mein Gesicht und die Schweißdrüsen geben dem Telefon eine Haptik von Seife. Ich versuche, professionelle Freude zu versprühen, und warte darauf, dass mir mein Blutdruck den Gar ausmacht.

Rollen wir die Zeit wieder ein Stückchen nach vorne – cool wenn man das kann, nöh.

Der Hinrichtungstermin, ich meine natürlich die Lesung, rückt immer näher. Die Textpassagen sind im Buch markiert (mein Kontaktmann hat mir abgeraten, die Stellen in Groß auszudrucken, anstatt sie aus dem Buch vorzulesen. Hat irgendeinen Marketing-Grund). Also die Sehkraft noch mal gecheckt, nichts wäre blöder, als den Text am Tag des Vollzugs in eine Buchstabensuppe zu verwandeln, nur weil die Eitelkeit keine stärke Dioptrien verträgt.
Marketing habe ich mir anders vorgestellt.

Es ist so weit. Die Kleidung gerichtet. Die Dosen-Dusche wickelt einen in einen olfaktorischen, aluminiumfreien Umhang. Atmung und Puls haben ein Eigenleben entwickelt und sind nur noch schwer zu kontrollieren.
Der Countdown läuft.
Licht, Mikro, Publikum. Mein Bermuda-Dreieck für diesen Abend.
Eine karge Begrüßung, die sich aus Bruchstücken meiner Kinderstube zusammensetzt.
Die ersten Sätze holpern etwas ungeschickt von der Zunge, aber ich merke einen Flow.
Ich werde besser. Die Geschichte beginnt zu fließen und bekommt einen Körper, wie guter alter Rotwein.

Geschafft. Der Applaus brandet wie durch eine Watteschicht. Ich habe es geschafft.

Ich habe etwas gelernt, etwas, das ich mit allen Kreativen dieser Welt teile.
Lampenfieber.
Lampenfieber gehört zum Geschäft. Genießen kann ich es nicht, ich muss es akzeptieren.

Stay tuned: #RohanDeRijk