Kategorien-Archiv Das Theorem Schreiben

VonRohan de Rijk

Wenn der Schriftsteller verbrennt

Lesezeit: 3 Minuten

Das Buch ist fertig. Die Ruhe nach dem Sturm, das Durchatmen.

Damals in der Zeit als der Schriftsteller noch nicht ein Universalgenie im Bereich Wort- und Marktschöpfung sein musste, war dies die Zeit, seine Schöpfung zu genießen.

Heute verlangt der Markt ein Buch, einen Trailer, Lesungen, Marketingstrategien, die so neu und innovativ (eigentlich wollte ich dieses Wort nie mehr benutzen) sind, dass der geneigte Leser niederkniet, kauft und sich nach dem nächsten Werk verzehrt.

Und hier liegt das Problem: Die heutige Erwartungshaltung gegenüber einem Schriftsteller liegt bei mindestens zwei Bücher pro Jahr, mehr wäre natürlich, im Sinne des Umsatzes, besser.

Duplikation als Beschleuniger

Gute Geschichten leben von ihrer Einzigartigkeit. Die Recherche sollte stimmen. Charaktere sollten einen Charakter haben. Ist dies zu schaffen, wenn der Druck auf den Schriftsteller kontinuierlich wächst?
Nein.
Die Situation spitzt sich noch zu, wenn der Schriftsteller einen Bestseller schreibt.

Werfen wir einen Blick über den Tellerrand: Hat der Interpret einen Hit gelandet, dann wird von ihm erwartet, dieses zu wiederholen, möglichst sofort und mit noch höheren Verkaufsraten.

Das Stichwort ist Wiederholen: Also eine Duplikation des Erfolgs.
Was liegt näher, da man den Geschmack des Lesers kennt, wie der Bestseller beweist, eine Geschichte zu schreiben, die die Grundzüge des Verkaufserfolgs beinhaltet. Also ist man geneigt, Namen und Orte zu verändern. Handlungen anzupassen, so dass auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist, dass hier eine Geschichte, mit ein wenig Überarbeitung, in eine neue Story gegossen wurde. Hier mag der eine oder andere Einwände erheben.
Diese Behauptung ist provokativ und soll zum Nachdenken anregen.
Dass nicht alle Schriftsteller so handeln, ist klar. Aber Geschichten brauchen einen festen Stand und wer schnell etwas erschafft, kann keinen fundamentalen Unterbau erschaffen.

Zu zweit durchbrennen

Wie kann man dem Druck des Marktes standhalten?

Viele Schriftsteller schließen sich zu Schreibgemeinschaften zusammen, damit sie sich die Arbeit teilen können, um am Ende zwei Bücher pro Jahr auf den überfüllten Markt zu bringen.

Schreibgemeinschaften sind nicht per se schlecht. Man kann sich anspornen, gemeinsam (vielleicht bei einem Gläschen Wein) Ideen ausarbeiten, sich gegenseitig korrigieren, aber wenn diese Gemeinschaft sich aneinanderkettet, nur um dem Diktat der Verlage gerecht zu werden, dann wird sehr schnell eine Zwangsgemeinschaft daraus, wo jeder für sich oder zu zweit auf einen, hier werde ich wieder provokant, Burnout zusteuert.

Lieber vergessen als krank

Obwohl das Ausbrennen wegen Überlastung nicht zu den Krankheiten zählt, fühlt sich der betroffene genauso.
Krank.
Hier darf man auch nicht vergessen, dass dieses Burnout (verwenden wir hier zur einfacheren Versinnbildlichung den Modebegriff) nicht nur die eigene Person betrifft, sondern die Familie in dessen Strudel mit sich reißt. Diesen Teufelskreis zu verlassen und am Ende wieder ein Mensch und nicht nur eine funktionierende Schreibmaschine zu sein, kostet Kraft, Zeit und wenn man die Familie mit in den Schlamassel gezogen hat, auch sehr viel Liebe und Zuneigung, damit das Leben wieder einen Wert bekommt.

An dieser Stelle sollte man lieber die Vergesslichkeit des Lesers in Kauf nehmen (ist der Leser wirklich so vergesslich oder wird dies von Verlagen suggeriert, damit die Ware Schriftsteller aufrechterhalten werden kann), als sich in einem nie endenden Mahlstrom aus Schreiben, Marketing und Lesungen hinein zu begeben.

Ich

Ich muss zugeben, dass ich manchmal in Grübeln komme (hier will ich nicht von Neid sprechen), wenn ich lese, dass eine oder einer meiner geschätzten Autorenkollegen wieder ein neues Buch herausgegeben hat und ich mit meinen Schreiberzeugnissen weit hintenanstehe. Aber, ich habe einen Job, ich habe eine Familie und ab und zu muss ich mir eine Auszeit gönnen, damit die Kreativität nicht zu einer verödeten Pflanze wird.

Ich werde mich nicht dem Diktat unterwerfen und die Schreiberei zu einem Marathonsport machen. Wenn die Konsequenz darin liegt, nie ein Verlagsautor zu werden oder Leser mich und meine Werke vergessen, dann ist das so und so nicht zu ändern.
Veröffentlichen kann man über das Selfpublishing, denn hier bin ich Herr und Meister über die Taktrate.

Wie immer im Leben: Jeder muss seine Prioritäten setzen und die Konsequenzen abwägen.

#RohanDeRijk

VonRohan de Rijk

Schweigeretreat oder die Ruhe für Ideen

Lesezeit: 2 Minuten

Was bedeutet das: Schweigeretreat?

Ist es die temporäre Flucht aus einer Akustik verseuchten Welt?
Ist es nur eine Schau nach innen?

Aber fangen wir von vorne an.

Was ist ein Retreat?
Hier habe ich kurz Wikipedia bemüht und der erste Satz bringt es auf den Punkt, kurz und knapp: „Retreat, englisch für Rückzug, bezeichnet eine geplante spirituelle Ruhepause oder Rückzug von der gewohnten Umgebung.“
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Retreat)
Ein Rückzug, wir treten zurück und lassen den Tag oder auch nur Stunden an uns vorbeiziehen, ohne dass wir eingreifen, vielleicht ziehen wir uns sogar soweit zurück, dass wir mit uns allein sind. In einem Zimmer oder an einem Strand.
Was passiert dann mit uns?
Wir werden äußerlich still. Das Innere bekommt Platz und bricht sich Bahn. Es ist es an uns, diese Zeit zu nutzen.
Lassen wir uns treiben? Dies kann vielleicht negative Gedanken nach oben drücken. Denn unser Innerstes wird nie schweigen und der Dämon, den wir alles besitzen, wird die Gunst der Stunde nutzen, Verfehlungen hervorzukramen, lästige Termine schon im Vorfeld durchzuspielen und uns einen Spiegel der eigenen Unzulänglichkeiten vorhalten.

Aber wir können uns auch einen bestimmten Gedanken vornehmen und die Stille von außen in uns wirken lassen, den Gedanken beleuchten und dadurch vielleicht sogar eine Lösung erzielen.

Wir haben die Wahl.

Ich benutze das Schweigeretreat, um mir über Dinge, die mich beschäftigen, Klarheit zubekommen. Sei es die Handlung eines neuen Buches oder wie man kreativ mit dem Buchmarketing umgeht. Es ist nicht immer vom Erfolg bekrönt, dies sollte auch nicht der Anspruch sein. Es geht vielmehr darum, Gedanken in eine Richtung zu lenken und diese dann, ohne störende Einflüsse von außen, ein Eigenleben entwickeln zu lassen.

Ein Schweigeretreat erfordert Übung. Es wird nicht von jetzt auf gleich oder von heute auf Morgen funktionieren. Dies darf auch nicht der Anspruch sein. Wie alles im Leben erfordert es auch eine gewisse Zeit, bis man diese „Technik“ beherrscht. Aber dann wird man merken, dass Ruhe das Leben verlangsamt. Die innere Einkehr neue Gedanken und Wege aufzeigt und Ziele mit neuen Ansätzen erreicht werden. Oder, dass Ziele die einem erstrebenswert erschienen, auf einmal nichtig werden, und der Weg, dieses Ziel zu erreichen, aufgegeben wird.
Eine innere Entrümpelung, eine innere Kehrwoche.

Zum Schluss noch ein Vergleich:

Stellt Euch vor, Euer Leben ist ein Einmachglas, gefüllt mit Wasser. In diesem Wasser schwimmt ausgelöst Erde, Erde die die Umwelt und Euren Alltag symbolisiert. Ihr, oder besser das Einmachglas werdet vom Alltag durchgeschüttelt.
Könnt Ihr klar durch das Wasser sehen?
Nein, es ist trübe und undurchsichtig.
Nun lasst das Einmachglas ruhen oder anders gesprochen nehmt Euch Zeit für Euch. Die Erde wird absinken und die Sicht wird immer klarer. Ihr bekommt eine bessere Sicht auf und in Euer Leben.

Stay tuned: #RohanDeRijk

VonRohan de Rijk

Lovelybooks Leserunde – eine runde Sache?

Lesezeit: 2 Minuten

Ende Mai 2018 stürmte mein Psychothriller „Schnee am Strand“ in die Buchläden und E-Book-Downloadportale und reihte sich in die 80. bis 90.000 Neuerscheinungen ein.

Richtig, die Verkaufszahlen ließen für den ersten Moment nicht den Schluss zu, dass ich einen Bestseller an den Start gebracht hatte.

Für die erste Werberunde hatte ich alle (kostenlosen) Marketingraketen gezündet. Die Erfahrung sollte zeigen, dass eine gewisse Aufmerksamkeit unter meinen Facebook-, Instagram- und Twitter-Bekanntschaften vorhanden war.

Auch der Buch-Trailer bekam seine verdiente Scheibe Lob ab. (https://rohan-de-rijk.de/landingpage/Schnee_am_Strand/). Aber die Verkaufszahlen hatten immer noch Bodenkontakt.

Verbreitungsmultiplikator Leserunde

Guter Rat war diesmal nicht teuer und es lag sozusagen auf der Hand.

Leserunde bei Lovelybooks.

OK, was genau ist eine Leserunde? Zum Glück hat Lovelybooks eine gut gepflegte FAQ-Seite, so dass die Fragen schnell beantwortet waren.

Das Formular war schnell ausgefüllt. Ich habe mich dafür entschieden, für die Leserunde E-Books zur Verfügung zu stellen. Dies ist zum einen eine kostengünstige Art und Weise, die zukünftigen Mitglieder der Leserunde mit dem Corpus delicti zu versorgen, und zum anderen ist ein E-Book schnell verschickt, so dass das Lesevergnügen nach dem Abschicken starten kann.

Auf irgendeiner Webseite, ja ich weiß, diese Aussage ist äußerst präzise, habe ich später gelesen, dass man tunlichst keine E-Books verschicken soll, da diese sofort auf einer illegalen Download-Plattform landen.

Lasst uns nicht paranoid werden. Ich halte nicht viel von diesen Aussagen. Also E-Book.

Die Anfangszeit

Da Geduld einer meine schwächsten Tugenden ist, habe ich des Öfteren geschaut, wer sich auf meine Leserunde beworben hatte.

Man kann die Leserunden nach „neu eingestellt“ und „endet bald“ sortieren. Dies bedeutete für mich, „Schnee am Strand“ war prominent vertreten und es dauert nicht lange und ich hatte auch schon die erste Bewerbung.

Wunderbar, so kann es weiter gehen – dachte ich.

Aber je weiter das Buch nach hinten rutschte, um so mehr schwand auch meine Hoffnung, die 20 Exemplare zu verlosen.

Kürzen wir es ab. Ich hatte den Bewerbern eine 14 tägige Frist eingeräumt. Dies bedeutete für „Schnee am Strand“, am Ende der Spanne tauchte das Buch und damit die Leserunde wie Phönix aus der Asche auf und die Bewerbungen stiegen.

Am Ende waren es 8 (was eine Verlosung überflüssig machte) und ich war happy.

Die E-Books sind verschickt und die Spannung steigt

Nach Ende der Bewerbungsfrist stellt Lovelybooks einem die Adressen der Bewerber zu Verfügung, mit der Bitte, sie nur für diese Leserunde zu benutzen. DSVGO lässt grüßen, aber gut, ich hätte die Adressen auch nur zum Versenden benutzt.

Jetzt hieß es warten.

Was wollte ich von meiner Leserunde wissen

Lovelybooks bietet eine die Möglichkeit, verschiedene Diskussionsstränge anzulegen.

Meine lauteten:

  • Plauderecke
  • Der erste Blick: Covergestaltung
  • E-Book vs. Print: Erfahrung und Wünsche
  • Diverses: Alles, was Euch wichtig ist
  • Konflikte zwischen den Protagonisten
  • Struktur der Geschichte

Um es kurz zu machen, es wurde in allen Bereichen diskutiert. Aber eins wurde schmerzlich vermisst (dies hatte ich ausgelassen, weil es anders machen wollte): Eine Aufteilung in Kapitelgruppen, so dass die Geschichte abschnittsweise diskutiert werden kann.

Ich habe gelernt: Für die Leserunde meines nächsten Buchs wird es diese Unterteilung geben.

Das Ergebnis

Leute seid gewarnt: Leserunden auf Lovelybooks sind knallhart.

Dies kann ich nicht unterschreiben. Meine Leserunde lief in einem harmonischen Kontext ab. Auch wenn es Kritik an dem Buch gab, war dieser immer fair und begründet.

Die Bewerber der Leserunde haben für „Schnee am Strand“ 12 Rezensionen geschrieben.

Diese sind erschienen auf:

  • Amazon
  • Lovelybooks
  • Thalia
  • Hugendubel
  • buecher.de
  • lesejury.de
  • wasliestdu.de

Dafür allen noch einmal ein herzliches Dankeschön.

Fazit

Leserunde weiterempfehlen: ja

Leserunde noch einmal machen: immer wieder

VonRohan de Rijk

Buchtrailer – Must-have oder Nonsens

Lesezeit: 4 Minuten

Wieso sollte man ein Medium (Lesen) mit einem anderen Medium (Sehen, Hören) bewerben.

Eine Antwort lautet: warum nicht. Die andere: In der heutigen, digitalen Welt werden alle Sinne angesprochen, da liegt es nahe, auch diesen Weg zu beschreiten.

Um es vorweg zu nehmen, ich habe mich für einen Buchtrailer entschieden und werde es auch immer wieder tun.

Ich werde immer den aktuellen Trailer zu meinem Buch „Schnee am Strand“ heranziehen, um die Vorgehensweise zu demonstrieren.

Eine Frage, die sich immer wieder stellt, schaffe ich es, einen Trailer zu erstellen. Es geht um die Beherrschung der Technik (Schnittprogram), um Komposition (welche Szenen verwende ich) und um Stimmung (Musik, Geräusche).

Ich komme aus dem Mediendesign und habe Erfahrung, solltest Du diese nicht haben, dann heißt es üben, den etwas anderes ist es nicht. Wer schreiben kann, kann auch die Kopfbilder in „Trailer-Bilder“ umsetzen. Ansonsten gibt es bestimmt im nahen oder fernen Bekanntenkreis jemanden, der sich mit der Thematik auskennt.

Die Frage des richtigen Schnittprogramms

Die Auswahl des richtigen Schnittprogramms, also dem Programm, wo Film, Musik und Text zusammenkommen, geschnitten und mit Effekten versehen werden, unterliegt dem persönlichen Geschmack. Es gibt Programme aus dem Open-Source Bereich, die für Profis gedacht sind, aber hier war mir die Lernkurve trotz Erfahrung zu hoch.

Ich komme ursprünglich aus dem Adobe-Lager, da lag es nahe, Premiere zu benutzen. Allerdings wollte ich mich nicht an das Abo-Modell von Adobe binden, so habe ich es mit Premiere Elements versucht, dies ist die Amateur-Version von Premiere.

Hier bin ich allerdings schnell an die Grenzen des Programms gestoßen.

Es musste ein Schnittprogramm mit einem größeren Funktionsumfang werden. Nach verschiedenen Tests habe ich mich dann für MAGIX Video deluxe Plus entschieden und bereue die Entscheidung nicht.

Die Filme – Pixabay und Co.

Filme in einer Hollywood-Qualität zu produzieren kostet Geld. Viel besser und schneller könnt Ihr Euch im Fundus von Pixabay und Co. umschauen. Für den Trailer von „Schnee am Strand“ habe ich Filme von Pixabay genommen. Ein anderer Anbieter wäre z. B. Stockfootage 4 Free (https://www.stockfootageforfree.com/). Für mich kommt aber an ehesten Pixabay (https://pixabay.com/ ) in Frage, da ich die Lizenzbedingungen am besten nachlesen kann.

Die Idee war den Trailer von „Schnee am Strand“ in 4K zu produzieren, am Puls der Zeit, aber leider musste ich feststellen, dass es zu dem damaligen Zeitpunkt noch nicht allzu viele 4K-Filme gab, die auf noch in das Storyboard (vom Inhalt) gepasst hätten. Also zurück zum alten HD.

Eins muss hier gesagt werden, egal ob ich passende Bilder, Video, Musik oder Schriftarten suche, es dauert. Nehmt Euch die Zeit, denn das Ergebnis der Suche bestimmt nachher, wie wertig der Trailer werden wird.

Der Ton macht die Musik – aber woher nehmen?

Ein Film ohne Ton ist wie ein Buch ohne Buchstaben. Stimmung (ob Horror oder Romantik) wird zum großen Teil über die Musik bestimmt.

Aber wo nehme ich die Musik her?

Auch hier verweise ich auf YouTube. Wenn Ihr dort einen Account habt, findet Ihr im „Creator Studio“ einen Bereich „Video-Tools“ und dort befindet sich die „Audio-Bibliothek“.

Ihr könnt den Song runterladen und in Eurer Schnittprogramm einfügen. Einfacher geht es nicht.

Thumbnail – Das Cover des Trailers

Bevor wir uns ansehen, wo wir den fertigen Trailer speichern, so viel sei vorweggenommen, es wird YouTube sein, brauchen wir für den Film ein passendes Thumbnail.

Warum?

Dieses Thumbnail ist der erste visuelle Eindruck, den der Benutzer bekommt, praktisch wie die Hülle einer DVD-Box. Erstellt Ihr kein Thumbnail, wird YouTube Euch ein Vorschaubild aus dem Trailer anbieten. Hier geht Euch die Kontrolle verloren, wie der Film nachher in der Suchliste dargestellt wird.

Was brauchen wir, um ein Thumbnail zu erstellen?

Ein Grafikprogramm.

Wie ich schon mal angedeutet habe, komme ich aus dem Adobe-Lager, also benutze ich Photoshop (das große, ohne Elements). Man kann sich aber auch in der Open-Source-Szene umschauen und sich für GIMP entscheiden. Dies ist wie immer eine Frage des Geschmacks.

Wie groß sollte das Thumbnail sein: 1280 x 720 Pixel

Wie groß sollte das Thumbnail sein: max. 2 MB

Welches Format sollte das Thumbnail haben: .jpg (.png birgt die Gefahr, dass vielleicht doch transparente Bereiche mit abgespeichert werden und .gif eignet sich aufgrund der Detailtiefe von Fotos nicht)

Dies sind die Eckdaten.

Jetzt ist Kreativität gefragt. Kostenlose Grafiken könnt Ihr, wenn Ihr möchtet, bei Pixabay beziehen. Sollte sich keine Grafik im Fundus von Pixabay befinden, die Ihr Euch für das Thumbnail vorgestellt habt, dann kombiniert verschiedene. Und zum Schluss den Titel Eueres Buches nicht vergessen, denn, wie schon gesagt, das Thumbnail ist das Erste, was der vielleicht künftige Käufer Eures Buches sieht.

YouTube – dort sollte der Trailer landen

Warum auf YouTube? Ich habe doch eine eigene Website und vielleicht sogar genügend Webspace. Man sollte sich nicht vertun, was die Größe des Films angeht. Der Trailer von „Schnee am Strand“ hat ca. 450 MB. Dies hört sich erst einmal nicht nach viel an, aber der Trailer ist nur ein Aspekt Deiner Website und nicht zu vergessen: Jeder Benutzer, der sich den Film ansieht, lädt 450 MB (in meinem Fall) herunter. Habe ich nur ein monatliches Volumen, kann dies sehr schnell aufgebraucht sein. Schauen sich mehrere Leute den Trailer auf einmal an, so könnte die Performance meiner Website in den Keller gehen und der Trailer läuft nicht mehr flüssig. Also dann lieber die Infrastruktur von YouTube nutzen.

Website, Landingpage usw.  – Mein Trailer in meinem Auftritt

Wo binde ich das Video ein?

Auf der Seite, wo ich die Veröffentlichung meiner Bücher habe. Bei mir wäre das:
https://www.rohan-de-rijk.de/veroeffentlichungen/

Und, dies mache ich sehr gerne, ich baue für das Buch eine Landingpage. Auf dieser speziellen Seite, die nur dazu dient, das Buch zu bewerben, habe ich den Trailer, eine Leseprobe, meine Social-Media-Kanäle, einen Verweis, wo ich das Buch überall kaufen kann, und nicht zuletzt das Impressum.

Und so sieht das Ganze für „Schnee am Strand“ aus:
https://rohan-de-rijk.de/landingpage/Schnee_am_Strand/

Damit Ihr Euer Video in die Website oder Landingpage einbinden könnt, bietet Euch YouTube einen Link an. Diesen kopieren und in die entsprechende Seite einbauen und schon habt Ihr Euer Video in Eure Website eingebunden.

Wie sieht so etwas aus:

<iframe src=“https://www.youtube.com/embed/Hier_steht_die_Nummer_eures_Trailers“ allowfullscreen=“allowfullscreen“ width=“320″ height=“180″ frameborder=“0″></iframe>

Facebook – Den Trailer richtig präsentieren

Damit der Trailer seine Wirkung zeigt, muss er von der heimischen Festplatte in die große weite Welt entlassen werden. Ich sage nichts Neues, wenn Facebook hier die erste Wahl ist.

Leider hatte ich bei meinem ersten Post nur den Link auf YouTube in die Nachricht geschrieben, was zur Folge hatte, dass Facebook nur ein sehr kleines Thumbnail des Videos zeigte.

Beim nächsten Post habe ich den Trailer dann direkt auf Facebook hochgeladen und das Video wurde so dargestellt, wie ich es mir vorgestellt habe, also in seiner ganzen Pracht.

Fazit

Lasst mich an dieser Stelle das Resümee ziehen: Ein Buch-Trailer macht sehr viel Arbeit.

Die Vorbereitung, das Suchen nach den richtigen Filmen, die Auswahl der Musik und den textlichen Inhalten und das ständige Ansehen der einzelnen Szenen verschlingt sehr viel Zeit. Aber, wenn das Ergebnis ein Trailer ist, der das Buch auf multimediale Weise unterstützt, dann hat man für vergleichsweise geringe Investitionen ein Werbemittel, das das Marketing wirksam unterstützt.

Stay tuned: #RohanDeRijk

VonRohan de Rijk

Schnee am Strand – Der neue Thriller von Rohan de Rijk

Lesezeit: 2 Minuten

Der Anfang:

Es ist der Morgen danach, der sich für Ashley Ruhterford so seltsam anfühlt. Erst mit der Zeit kommt die Erinnerung, warum sie mit Damian McLoy in einer miesen Absteige aufgewacht ist.
Es ist der Morgen nach dem Abschlussball und der Start in ein Abenteuer, von dem beide noch nicht wissen, welche Gefahren sich dahinter verbergen.
Drogen, Sex, Morde und ein Leben auf einem grauen Asphaltband ohne Ziel bestimmen ihr Leben für Tage und Wochen. Zeit, in denen ihre platonische Freundschaft zu einer Beziehung reift, aber auch Phasen, in denen alles in Frage gestellt wird. Liebe, die unter der Alltäglichkeit zerbricht, und Freiheit, die im Laufe der Zeit zerfällt, bis nur noch ein schmaler Korridor den Weg in die Zukunft weist.

Die Protagonisten:

Ashley Ruhterford ist eine rothaarige junge Frau, die gerade die Schule beendet hat. Sie stammt aus der amerikanischen Mittelschicht. Wie es dort so üblich ist, verdient ihr Vater das Geld und die Mutter versucht es auszugeben. Das Verhältnis von Mutter und Tochter ist angespannt und hat sich im Laufe der Jahre so sehr verschlimmert, dass Ashley ihre Familie nur noch ertragen kann, aber kein vollwertiges Mitglied mehr ist.

Damian Mcloy, ein junger Mann und Schulfreund von Ashley, kommt auch aus der Mittelschicht. Er wohnt mit seinem Vater zusammen. Seine Mutter hat Damian nie kennengelernt, da diese kurz nach seiner Geburt verschwunden ist. In den ersten Jahren hat Damian die Nanny für seine Mutter gehalten, bis er schmerzlich erkennen musste, dass er als Kind ungeliebt war. Die beiden Männer leben nebeneinander her, ohne dass der eine sich für den anderen interessiert.

Die Motivation:

Road Movies wie „Wild at Heart“ haben mich schon immer fasziniert, genauso wie das Buch von Jack Kerouac „On the Road“. So war es nur eine logische Konsequenz, dass ich das Thema Freiheit und die Suche nach der eigenen Identität in einer Geschichte niedergeschrieben habe.

Schnee am Strand – Der Trailer:

Schnee am Strand Trailer

Datenschutzinfo für YouTube-Videos

Die Seite:

Mehr Informationen und das erste Kapitel finden Sie auf der Seite von Schnee am Strand.

Stay tuned: #RohanDeRijk

VonRohan de Rijk

Ideenspeicher oder das „flüchtige“ Konservieren

Lesezeit: 3 Minuten

Ideen – die flüchtigen Gesellen

Wer glaubt, oder versucht, einen Gedanken, am besten in Form einer umwerfenden Textpassage in seinem Hirn zu speichern, um diesen, sollte es in der Nacht geschehen sein, bei einer guten Tasse Morgenkaffee aufzuschreiben, wird eines Besseren belehrt.
Wer sich überhaupt erinnert oder sogar Fragmente durch die Nacht retten kann, ist gut. Aber meistens werden wir von einer Welle aus Alltäglichkeiten, die in den kommenden Stunden zu erledigen sind, überrollt. Vielleicht hat sich gerade diese Nacht ein Text ins Nirwana verabschiedet, der uns den Weg zu den Weihen des Profischriftstellers geebnet hätte.
Was tun?

Das Testszenario

Die Ideen (oder Gedanken) stellen sich bei mir meistens kurz vor dem Einschlafen ein. Also dann, wenn der Körper seine Systeme auf Erholung schaltet und jede Aktion in Form von Bewegung einer Mount Everest-Mission gleicht.
Wie schafft man es trotzdem, sich selber ein Schnippchen zu schlagen und die wertvollen Ideen oder Gedanken zu retten?
Drei Methoden habe ich ausprobiert. Diese sind bei mir in die engere Auswahl gekommen, da ich Steintafeln oder eine Knotenschrift für nicht praktikabel halte.
Hier die Kandidaten:
Zettel und Stift (genannt der Notizblock)
ein Diktiergerät (mit Flashspeicher)
mein Smartphone (auch als Diktiergerät)

Oldschool – der Notizblock

Der Notizblock ist vergleichsweise die günstigste Lösung. Zur Erleuchtung kommt im Falle des Notizblocks die Beleuchtung (sofern es sich um eine nächtliche Idee handelt). Die wenigsten Leute schaffen es, bei völliger Dunkelheit zur schreiben und dies am nächsten Morgen zu entziffern. Als nächstes folgt die Anpassung der Augen an das Licht. Hier geht wertvolle Zeit verloren, in der sich die Idee anfängt zu verflüchtigen. Dies ist besonders schwierig, wenn man den genauen Wortlaut einer Textpassage im Kopf hat. Hat man diese Spanne überbrückt, sind eigentlich keine Hindernisse mehr vorhanden, die den kreativen Fluss aufhalten können. Es sei denn, der Partner fühlt sich, vielleicht zum wiederholten Male, durch die unfreiwillige Erhellung des Schlafzimmers gestört.

Die Brückentechnologie? – das Diktiergerät

Das Diktiergerät, welches früher mit (Mini)-Kassetten ausgestattet war, ist heute nur noch ein Schokoriegel großes, mit Technik vollgestopftes Gerät. Mit einer minimalen Aufweckzeit (für das Gerät) und einer Eintasten-Aufnahme-Funktion kann das Gerät im Dunkeln bedient und, wenn auch etwas nuschelig, der Text hinein gesprochen werden. Am nächsten Tag bleibt nur noch die Transkription des Textes in das Textverarbeitungsprogramm.
Das Diktiergerät schaltet sich nach einer bestimmten Zeit aus, so dass man selig in den Schlaf gleiten kann. Sollte man, wie unter Oldschool beschrieben, das Schlafzimmer mit einem Partner teilen, so kann man immer noch unter der Bettdecke seiner Kreativität freien Lauf lassen. Dies funktioniert wunderbar, es sei denn, man hat das Organ eines Marktschreiers.

Newschool – das Smartphone

Mit den heutigen Smartphones ist es möglich, wie bei einem Diktiergerät, Sprachnachrichten aufzunehmen und diese abzuspeichern. Auch das Smartphone kann man im Dunkeln bedienen. Allerdings muss das Gerät erst entsperrt werden. Ist der Fingerabdruck vielleicht noch in der Dunkelheit zu schaffen, sieht es mit der Gesichtserkennung schon anders aus. Hier meine ich nicht, dass ich eine Entsperrung mit dem (verknautschten) Schlafgesicht nicht möglich ist. Durch die Infrarottechnik müsste es auch im Dunkeln möglich sein, das Smartphone zu entsperren. Aber: Das Gesicht und Smartphone müssen so zueinander gehalten werden, dass die Technik funktioniert und dann dauert das Entsperren auch noch ein paar Sekunden. Auch sollte die App zur Sprachaufnahme schon gestartet sein, sonst ist man mehr mit dem Suchen der App und des Aufnahme-Buttons als mit dem Aufsprechen der Gedanken und Ideen beschäftigt. Hier gilt wiederum die Bettdecke als wirkungsvoller Schallstopper.

Das Fazit

Mein eindeutiger Favorit ist das Diktiergerät. Man benötigt genau einen Tastendruck, um das Gerät anzuschalten und die Aufnahme zu starten. So hat man die Gedanken noch fest im Griff und kann sie auf dem Flash-Speicher bannen.
Aber die Gedanken und Ideen kommen nicht nur zur nächtlichen Stunde. So schreibe ich mir auch schon einmal selbst eine E-Mail mit Texten oder benutze Papier, um Ideen nicht zu vergessen. Allerdings muss ich zugeben, dass die Papierideen schnell in elektronischen Text umgewandelt werden müssen, sonst werden sie von Papier und noch mehr Papier erstickt.
Wie man es macht, ist es richtig, denn am Schluss zählt nur, dass man dem Vergessen ein Schnippchen schlägt.

Stay tuned: #RohanDeRijk

VonRohan de Rijk

Resilienz – des Schriftstellers heimliche Waffe

Lesezeit: 2 Minuten

Resilienz

(von lateinisch resilire ‚zurückspringen‘ ‚abprallen‘) oder psychische Widerstandsfähigkeit ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen. (Quelle: Wikipedia; https://de.wikipedia.org/wiki/Resilienz_(Psychologie)).

Keine Antwort auf Manuskript-Einsendungen.
Absagen nichts als Absagen.
Dies gehört zum Leben eines Schriftstellers, wenn er seine Werke bei Verlagen oder Wettbewerben einreicht. Obwohl ich gestehen muss, dass Veranstalter von Wettbewerben in 99,9% der Fälle antworten.
Auch mir ist es so ergangen und dies wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch einmal vorkommen.
Wut, Enttäuschung und die Frage nach der Qualität der eigenen Arbeit sind die erste Reaktion.
Die zweite wäre mit Sicherheit die Flinte ins Korn zu werfen, was sicherlich zu den schlechtesten Optionen in so einem Fall gehört.

Wut und Enttäuschung – ist diese Reaktion richtig?

Ja. Der Mensch möchte wahrgenommen werden. Und für den Schriftsteller sind Veröffentlichungen die Essenz seines Daseins. Mit den Einreichungen werden Erwartung verknüpft. Erwartungen, die ich in den Verlag, den Wettbewerb oder den Literaturagenten stecke und Erwartungen sind für viele (alle?) die Vorstufe zur Erfüllung. Wenn dieses Szenario nicht eintrifft, kann schon mal die Welt ein paar Risse bekommen.

Aber dann

Wut und Enttäuschung dürfen nicht für die Ewigkeit sein. Sie schnüren einen die Kreativität ab und schicken uns in eine Spirale, die sich immer schneller drehen wird, ohne dass wir auch nur einen Schritt weiterkommen.
Also Wut verrauchen lassen, überlegen, ob Korrekturen nötig sind und weitermachen.

Wer steckt hinter den Absagen und was ist das Warum:

  • Es sind immer Menschen, die daran interessiert sind, gute Literatur zu entdecken und denen sicherlich eine Absage schwerfällt. Diese Menschen haben auch Absagen erhalten.
  • Es ist nie persönlich gemeint. Im besten Fall hat der Entscheider ein Stückchen Vita und ein Foto in der Hand.
  • Verlage können nur Verlage sein (Literaturagenten können nur Literaturagenten sein), wenn sie Geld verdienen. Vielleicht passt der Text nicht ins Programm oder die Sparte ist überlaufen.
  • Selektion ist vom Lektor abhängig. Zehn Lektoren lehnen das Buch ab. Der elfte greift zu, es wird zum Bestseller und zehn Lektoren beißen sich in den Hintern.

Hier beginnt die Resilienz. Auch wenn »das Krönchen richten« die eine oder andere Zeiteinheit in Anspruch nimmt, so ist es immer noch die Fähigkeit, Niederlagen zu überwinden, um danach weiterzumachen, die zählt.

Wer die Stärke hat, weiterzumachen, ist im Vorteil, denn Absagen bekomme viele, vielleicht sogar alle Schriftsteller, aber den Schritt zu gehen und weiterzumachen schaffen nur wenige (ist übrigens eine Allzweckwaffe im Leben). Natürlich wird das kleine Teufelchen auf der Schulter sitzen und unflätige Sätze des Versagens ins Ohr flüstern. Aber das, was der gemarterte Schreiber dort hört, ist immer nur die Katastrophe, die er sich selbst ausmalt.
Gehen wir noch einmal zurück. Wie wir (wahrscheinlich) aus Erfahrung wissen, steht in Absagen nie der Grund. Das was das der Schulterteufel uns mitteilen will, ist die Ausgeburt unserer Versagensangst.

Also wischen wir das imaginäre Wesen von der Schulter und schreiben.

Stay tuned: #RohanDeRijk

VonRohan de Rijk

Hinter den Kulissen von „düster Zeilen“

Lesezeit: 2 Minuten

Ein Gedichtband im E-Books-Format.

Ich höre schon die Gemeinde der Schriftsteller aufschreien und sich das mehr oder minder schüttere Haar raufen (bei den Damen der Zunft wird das mehr oder weniger lange Haar geschüttelt).

Warum tut er sich das an? Wenn die Verkaufszahlen die zweistellige Marke erreichen, kann er sich glücklich schätzen.

Also warum?

Es ist ein Experiment.
Ein Experiment ohne Anspruch auf Erfolg.

Als erstes habe ich das Metier des E-Books noch nicht beackert. Sollte also ein Roman der erste sein, der die Hürde nehmen sollte. Für mich ein klares Nein.

Zum anderen wollte ich Marketing-Methoden ausprobieren, aber dazu später mehr.

Ob man ein Gedichtband nun als E-Books veröffentlichen sollte, ist Geschmacksache, sagen wir so wie Austernessen.

Viel wichtiger ist für mich die Frage, was bewegt einen, einen Gedichtband zu schreiben. Einen Gedichtband, der die düstere Seite des Lebens beleuchtet.

Keine Angst: „düster Zeilen“ enthält keine pre-suizidalen Gedanken.

Für mich ist es die eine Form mit dem Leben umzugehen. Keiner wird behaupten, dass er auf der Sonnenseite geboren wurde und dieses Fleckchen nie verlassen hat.

Dies ist unter anderem der Grund, warum ich keine Reime verwende oder Wert auf irgendein Versmaß lege. Die Gedichte sollen rau und ursprünglich sein. Die kaleidoskopische Betrachtungsweise des negativ Schmerzhaften bedeutet aber auch, dass das Leben immer noch den Ausgleich sucht, auf der anderen Seite begegnet einem das Licht.

Und jetzt zu den versprochenen Marketing-Methoden.

Der Trailer

Ein Trailer für ein literarisches Produkt?
Geschichten und Gedichte schaffen Bilder. Ganz eigene Bilder, die von Leser zu Leser so unterschiedlich sind, dass der Schriftsteller das Aussehen seiner Protagonisten und Handlungsorte auf den ersten Blick nicht wiedererkennen würde. Kann man diese Bilder erspüren und in einen 30-Sekunden-Film packen?

Bewerbe ich einen Film, kann ich aus den Szenen wie aus dem Vollen schöpfen.

Bei einem Gedichtband bleibt wegen der verschiedenen Gedichte nur die Stimmung. „düster Zeilen“ hat das Dunkel als Grundstimmung. Etwas, das tief verborgen unter einer Membran lauert und jederzeit dieses dünne Schutzhäutchen spalten kann.

Die Farben sind Sepia, die Hintergrundmusik ist epochal fordernd und bringt das Dunkel noch mehr zur Geltung.

Ich habe die klassischen Anleihen aus der traumhaften Symbolik gewählt, wobei normale Gegenstände durch ihre schattenhafte Präsenz eine mystifizierte Anmutung erhalten.

Würde ich es noch mal tun?

Ja. Der Aufwand hält sich in Grenzen. Der Spaß beim Schneiden und Vertonen ist, zumindest bei mir, sehr hoch angesiedelt.

Eines muss aber auch gesagt werden: Entweder entstehen die Filme mit der eigenen Kamera oder man benutzt Material, das dafür freigegeben wurde. Schriftsteller möchten nicht, dass ihre Werke kostenlos kopiert werden und so sollte man sich auch bei der Materialsammlung zu einem Trailer verhalten.

Hier gilt mein besonderer Dank an Pixabay.


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Guerilla-Marketing

„Und dann stellte er fest, dass die Normalität nicht gesehen wird.“

Guerilla-Marketing ist ein ideenreiches Marketing, bei dem es nicht auf die Größe des Budgets ankommt. Hier ist weniger mehr. Einfache Kampagnen oder Aktionen, die aber kreatives Potential enthalten, sind hier mehr gefragt als die Marktmacht des Geldes.

So war es mir nur recht und billig, die Werbeplakate der anstehenden NRW-Landtagswahl zu meinen Gunsten auszuleihen. Die Parteien mögen es mir verzeihen, auch wenn ich nicht preisgebe, wer sich darunter verbirgt.

Anders verhält es sich mit der Lady Liberty. Sie war ganz angetan (das Wort scharf verwende ich nicht), endlich einmal andere Lektüre als die Tabula ansanta in den Händen zu halten.

So oder so ähnlich ist es jedem möglich, für wenig Geld und mit einer Portion Hirnschmalz sein Buch in Szene zu setzen.

Mehr zu „düster Zeilen“ finden Sie hier.

Stay tuned: #RohanDeRijk

VonRohan de Rijk

Künstlername, Pseudonym, Ordensname

Lesezeit: 2 Minuten

Wofür braucht man als Künstler ein Pseudonym?

  • Mein richtiger Name ist unaussprechlich
  • Meinen Namen kann keiner schreiben
  • Meine Umwelt soll nicht erfahren, dass ich erotische Literatur schreibe
  • Ich finde es einfach cool und kann damit vor meinen Kumpels posen

So, die Gründe wären geklärt. Wahlweise kann man noch seine eigene Motivation hinzufügen.

Ich habe mich für das Pseudonym Rohan de Rijk entschieden.

Wer Geschichten mag, kommt jetzt auf seine Kosten.

Rohan habe ich aus Herr der Ringe. Rohan ist dort ein Land und ein Königreich. Schon mal ganz gut, wenn es nicht alltäglich sein soll.

Der Vorname stand fest, jetzt musste der zweite Teil des Pseudonyms her.

Die Geschichte geht weiter:

Eines dunklen Morgens stand ich an einer roten Ampel. Vor mir bog ein LKW aus den Niederlanden auf die Straße ein. Auf dem Trailer stand »de Rijk«. Ich verband den vorhandenen Vornamen und die LKW-Aufschrift miteinander und fand, dass es gut klingt.

Der Entschluss

Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht noch mehr möchte. Das Pseudonym auf einem Buch unter einem Artikel oder als Domain, das klingt schon gut, aber ich wollte die Königsklasse.

Das Pseudonym sollte in den Ausweis.

Ich fand den Gedanken hervorragend. Der Gesetzgeber allerdings nicht. Drei Jahre war es nicht möglich, sein Pseudonym eintragen zu lassen. Der Gesetzgeber hatte ein Einsehen mit den Künstlern und das Gesetz wurde geändert.

Der Wunsch geriet in Vergessenheit, erlebt dann im Jahr 2016 eine Renaissance.

Wie kommt der Wunsch in den Ausweis?

Hier mein Weg (ohne Leiden):

Die Liste

Anruf bei der Ausweisstelle, man will ja vorher informiert sein.
Der Amtsmann wollte den Beweis, dass ich in einem Verband Mitglied bin. Gut, dachte ich mir, nimm aber noch zur Vorsicht ein paar Unterlagen mehr mit.

Hier die Liste, der Unterlagen, die ich zum Amt geschleppt habe:

  • Bescheinigung über eine Mitgliedschaft in einem Verband. Bei mir der BVjA.
  • Bescheinigung des Finanzamtes über die Anmeldung als Schriftsteller
  • Vertrag mit der VG Wort
  • Vertrag über die Einrichtung meiner Domain
  • Kopien von Facebook, Twitter und Web-Site
  • Veröffentlichungen: Buch, Artikel in Zeitschriften und Zeitungen
  • Veranstaltungsflyer

Auf dem Amt

Märkchen gezogen und sich auf einem der unbequemen Holz-Metall-Konstruktionen (Stuhl) bequem gemacht.

Nach etlichen zwangsweise belauschten Gesprächen über das deutsche Beamtentum leuchtet meine Nummer in Rot auf.

Ich trete ein, tue so, als wäre ich nicht aufgeregt, und trage mein Anliegen vor.

Die Sachbearbeiterin verlangt die Bescheinigung über die Mitgliedschaft in einem Verband (BVjA) und zusätzlich noch den Vertrag mit der VG Wort (dort ist mein Pseudonym angegeben).

Und jetzt kommt es: Das war es. Ich habe die Gebühr für den neuen Ausweis bezahlt und habe nun mein Pseudonym im Ausweis stehen.

Ich wohne in Mönchengladbach und kann auch nur wiedergeben, wie die Ausweisstelle in der Vitusstadt Pseudonyme anerkennt.

Aus verschiedenen Posts in Facebook weiß ich, dass es in anderen Städten sehr viel schwerer ist, sich sein Pseudonym eintragen zu lassen.

Vielleicht hilft der Artikel, den Kopf nicht hängen zu lassen und noch einmal mit neuen Elan die Sache in die Hand zu nehmen.

Es ist ein schönes Gefühl, als Künstler mit seinem Pseudonym in einem offiziellen Dokument zu stehen.

Stay tuned: #RohanDeRijk

VonRohan de Rijk

Lampenfieber

Lesezeit: 2 Minuten

Lampenfieber

Lampenfieber – die typische Krankheit von Musikern und Schauspielern, was stört es mich, denke ich.

Wäre dies kein Blog, sondern ein Video, würde das disharmonische Kreischen einer Diamantnadel auf Vinyl den Raum erfüllen.

Schlagartig poltert ein Gedanke durch mein kreatives Denkbrötchen.
»Der Gig des Schriftstellers nennt sich: Lesung.«

Rollen wir die Zeit ein bisschen vor.
Der Schreck ist weg.
Das Buch hat alle Hürden, die es vor einer Veröffentlichung nehmen muss, gemeistert. Das Glück macht sich als Dauergrinsen im Gesicht breit.

Wieder durchdring ein Geräusch die Stille des Raums.
Das Telefon.
Mein Kontaktmann beim Verlag.
Seine freudig erregte Stimme weckt Bilder in mir, die irgendetwas mit Bestseller-Liste zu tun haben. Bis zu dem Moment, wo mein Gehör das Wort »Lesereise« auf die Synapsen loslässt.
Bleiche koloriert mein Gesicht und die Schweißdrüsen geben dem Telefon eine Haptik von Seife. Ich versuche, professionelle Freude zu versprühen, und warte darauf, dass mir mein Blutdruck den Gar ausmacht.

Rollen wir die Zeit wieder ein Stückchen nach vorne – cool wenn man das kann, nöh.

Der Hinrichtungstermin, ich meine natürlich die Lesung, rückt immer näher. Die Textpassagen sind im Buch markiert (mein Kontaktmann hat mir abgeraten, die Stellen in Groß auszudrucken, anstatt sie aus dem Buch vorzulesen. Hat irgendeinen Marketing-Grund). Also die Sehkraft noch mal gecheckt, nichts wäre blöder, als den Text am Tag des Vollzugs in eine Buchstabensuppe zu verwandeln, nur weil die Eitelkeit keine stärke Dioptrien verträgt.
Marketing habe ich mir anders vorgestellt.

Es ist so weit. Die Kleidung gerichtet. Die Dosen-Dusche wickelt einen in einen olfaktorischen, aluminiumfreien Umhang. Atmung und Puls haben ein Eigenleben entwickelt und sind nur noch schwer zu kontrollieren.
Der Countdown läuft.
Licht, Mikro, Publikum. Mein Bermuda-Dreieck für diesen Abend.
Eine karge Begrüßung, die sich aus Bruchstücken meiner Kinderstube zusammensetzt.
Die ersten Sätze holpern etwas ungeschickt von der Zunge, aber ich merke einen Flow.
Ich werde besser. Die Geschichte beginnt zu fließen und bekommt einen Körper, wie guter alter Rotwein.

Geschafft. Der Applaus brandet wie durch eine Watteschicht. Ich habe es geschafft.

Ich habe etwas gelernt, etwas, das ich mit allen Kreativen dieser Welt teile.
Lampenfieber.
Lampenfieber gehört zum Geschäft. Genießen kann ich es nicht, ich muss es akzeptieren.

Stay tuned: #RohanDeRijk