Schlagwort-Archiv Rohan´s 13 Minutes

VonRohan de Rijk

Podcast E#23 Das Geld arbeitet für mich – Rohan´s 13 Minutes (Transkription)

Lesezeit: 6 Minuten

In den letzten beiden Folgen habe ich besprochen, was mein Ziel ist und was mein aktueller Standpunkt ist, jetzt kommt es natürlich darauf an, den aktuellen Standpunkt und das Ziel miteinander zu verbinden. Der Weg ist im Grunde genommen gepflastert durch das Geld. Oh Gott Geld. Natürlich hat es irgendwo einen negativen Touch. Jeder möchte es gerne haben, aber dann hat jemand anderes viel Geld. Wo er das wohl herbekommen hat?
Hat er das verdient?
Wie auch immer. Für mich ist einfach Geld Mittel zum Zweck und mit Geld kann man verdammt viele Dinge tun und das, was ich damit tun möchte, ist im Grunde genommen, mein Leben so frei zu gestalten, wie ich das gerne möchte. Klar, man braucht Geld dafür. Man braucht ein Dach überm Kopf. Man braucht Essen, also machen wir uns nichts vor und wir kommen nicht drum rum.

Wie vermehre ich mein Geld?

Deswegen ist es an der Zeit auch mal zu überlegen, wie komme ich an dieses Geld heran. Da ich weder geerbt noch im Lotto gewonnen habe, muss ich natürlich schauen, wo ich die nicht ganz so kleine Summe herbekomme. Es gibt verschiedene Säulen, worauf ich das ganze aufbaue und, diese Säulen möchte ich euch im Einzelnen, auch in den nächsten Folgen des Podcasts, vorstellen. Ich könnte natürlich auch alles auf einmal machen, aber ich glaube, das wäre zu dicht gepackt, in dieser kurzen Zeit. Deswegen pro Säule eine Folge und so kann ich halt auch mal ein bisschen mehr darauf eingehen, wieso ich das mache und dann mal schauen, wo es auch mit den einzelnen Säulen hingeht. Ob sich da eine irgendwo besser qualifiziert als die andere.

Beginnen wir mit der ersten Säule

Beginnen wir mit der ersten Anlageform und das ist auch einer der wichtigeren für mich, und zwar ist es die Aktie. Ich weiß nicht, vielleicht hat einer von euch schon Erfahrungen gesammelt mit Aktien, obwohl Deutschland tendenziell eher nicht das Aktien-Land ist und eher Sparformen genommen werden, die dann auf der sicheren Seite sind, obwohl, wenn man sich hinter die Aktien klemmt, ist sie auch relativ sicher.
Relativ in dem Sinne, ich möchte natürlich überproportional Geld verdienen, in einer gewissen Zeit, und deswegen muss ich natürlich auch irgendwo Risiken eingehen und jetzt geht es natürlich auch da drum, wenn ich das machen möchte, wenn ich in Aktien investieren möchte, muss ich natürlich gucken, ich habe nämlich ein Ziel und das Ziel bedeutet nicht, kompletter Verlust des Geldes, sondern Aufbau eines Vermögens.
Dementsprechend muss ich natürlich auch so handeln, dass ich so gut es geht, im Blick habe, dass ich mein Vermögen dann vergrößert. Und was natürlich beim Kauf einer Aktie gilt, gilt natürlich auch für jedes andere Finanzprodukt. Ich muss mir erst mal Gedanken machen, was möchte ich, wie viel Wissen habe ich?

Aktienwissen, der Schlüssel zum Erfolg

Ich muss mir eine gewisse Form von Wissen aneignen, wie funktioniert so ein Aktienmarkt und die werfen natürlich mit jeder Menge Statistiken um sich, wo man daran erkennen kann, ob eine Aktie gut, unterbewertet oder überbewertet ist. Wie auch immer, es wird ein Budenzauber drum gemacht feinster Güte. Deswegen muss man auch Zeit investieren, um das alles Mal so ein wenig rauskristallisieren zu können.
Es ist wie mit allem, ohne Arbeit gibt es natürlich kein Geld und je besser die Vorbereitungen im Sinne von Aktiengeschäften sind, umso eher habe ich die Chance, daraus auch Gewinn zu erzielen, bzw. sollte es in die Hose gehen, den Verlust zu minimieren. Da ich vom Grundsatz auch ein bisschen faul bin, habe ich mir so ein bisschen das zu eigen gemacht, was der U.S. Großinvestor Warren Buffett mal gesagt hat. Und zwar: „Wir investieren nur in Unternehmen, wenn wir die Geschäfte verstehen“.

Was ich verstehe, kann ich kaufen

Das heißt, wenn ich Aktien kaufe, schaue ich, ob ich von diesem Geschäft etwas verstehe, ob ich weiß, was die Aktiengesellschaft anbietet, ob das irgendwo, in was für einer Form auch immer, auf dem Markt Bestand haben kann. Sei es jetzt Autos, das ist noch relativ einfach, da kann man sich auch sehr gut angucken, welche Autos gehen, welche Autos werden gekauft.
Chemikalien ist schon ein bisschen schwieriger, da müsste man halt auch gucken, auch gerade so Bio, Bio-Genetik Produkte und Medikamente, das ist immer ein schwieriges Pflaster.
Wie gesagt, man muss sich dann natürlich auskennen und dann kann man das natürlich auch beurteilen, ob das Ganze, ob das Produkt, ob die Firma am Markt Bestand haben kann, oder ob das im Endeffekt ein Luftballon ist.
Ich meine, wir sehen Wirecard. Es heißt auch nicht, dass wir auch nicht davor gefeit sind, darauf rein zu fallen, und wie der Fall da auch immer gelagert ist, keine Ahnung. Also es ist auch möglich. Ja, ich habe auch schon sehr lange in Aktien investiert, ich weiß auch, dass es Hoch- und Niedrig-Phasen gibt und immer oder im großen Ganzen habe ich immer ein Plus gemacht, obwohl eine Aktie mal niedriger bewertet war, aber so dann Minus gemacht hat, dafür war die andere höher. Aber im gewogenen Schnitt habe ich dann auch immer ein Plus gemacht. Das ist es auch, was man im Endeffekt machen muss, wenn man Aktien kauft. Nicht auf ein Pferd setzen und nicht auf eine Gruppe von Pferden setzen, das bedeutet nicht nur Autoaktien.

Die Mischung macht das Geld

Weil, wenn es den Autos schlecht geht, geht es den Aktien schlecht und dann geht es dem Geld schlecht. Das heißt, im Endeffekt müssen wir hier eine gesunde Streuung haben.
Wenn ich dann irgendwo hier meine Finger drin habe, dort meine Finger drin, aber auch woanders meine Finger drin habe, dann kann die eine Aktie auch ruhig mal ins Minus rutschen, dann ist das nicht so schlimm, weil im Endeffekt wir wollen ein Plus erzielen oder ich möchte ein Plus erzielen, warum spreche ich immer von wir.
Ich möchte ein Plus erzielen, das heißt, im Endeffekt, möchte ich mein Geld vermehren, ob der eine Kandidat ein bisschen schwächer ist, und dafür der anderen bisschen stärker „what the heck“. Ist so, das lässt sich halt im Endeffekt nicht vermeiden. Und wenn man merkt, dass eine Aktie gar nicht geht, dann muss man natürlich auch gucken, dass ich dann halt auch den Verlust eingrenze.
Das bedeutet natürlich, irgendwann muss man die Reißleine ziehen okay, das war irgendwie ein Satz mit X, das war wohl nix und raus mit dir. Im Endeffekt ist es dann so gut, man kommt mit einem blauen Auge davon, aber treibt es dann halt auch nicht zu bunt. Mit zu bunt meine ich dann halt immer noch weiter und weiter darauf hoffen, dass irgendwann irgendwo vielleicht doch noch dieses Unternehmen die Kurve kriegt. Und irgendwann ist natürlich auch der Zeitpunkt gekommen, wo ich das Ganze natürlich auch verkaufen möchte, das heißt, also ich möchte die Gewinne mitnehmen. Das heißt also möglichst zu einem hohen Kurs das ganze verkaufen.
Aber wie macht man das?
Wann erkennt man, wo der Kurs am höchsten ist, so dass ich genau auf diesem extremsten Peak verkaufen kann.
Höchstwahrscheinlich gar nicht.
Ich kann mir vorstellen, dass die Leute, die tagtäglich Aktien kaufen, Aktien verkaufen das einfach nicht herausfinden, weil man das gar nicht weiß.

Jetzt brauche ich ein Ei

Um da bisschen Sicherheit für mich zu gewährleisten, halte ich mich an André Kostolany. Leider ist der Mann schon verstorben. Er war ein U.S. Börsenmakler und Finanzmakler und er hat diesen Vorgang beschrieben, wo man versucht, den Peak rauszufinden.
Es ist als Ei des Kostolany in die Literatur von Börsen und Finanzmärkte mit eingegangen.
Fun Fact: Bevor ich auf das Ei eingehe: Ich habe André Kostolany in der Senator Lounge, bei der Lufthansa in Düsseldorf einmal kennengelernt, er hat wirklich Ahnung von der Börse und von Finanzen und hat das auch noch sehr gut rübergebracht.
Aber kurz das Ei des Kostolany: Wer sich dafür interessiert, kann bei Gevatter Google mal nachfragen, denn das ist natürlich immer ein wenig komplizierter, als man das jetzt in zwei drei vier Sätzen sagen kann. Also im Endeffekt, man weiß, wie ein Ei aussieht, das heißt, also irgendwann geht die Kurve nach oben, das heißt, die Leute fangen an, sich für die Aktie zu interessieren. Es geht höher und es geht höher und höher und der Kurs steigt und oben ist dann der Peak, die Spitze des Eis. Dann geht es irgendwann wieder runter und jetzt hat er gesagt: Diejenigen, die wirklich Ahnung haben, kaufen antizyklisch. Das Ding ist unten, es wird gekauft.

Geldgeil ist nie ein guter Ratgeber

Dann warten die, bis das hochgeht, und diejenigen, die dann irgendwie noch geldgeil sind, ziehen nach und kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen und irgendwann ist der Peak erreicht und es geht runter. Da verkaufen die Leute, außer diejenigen, die denken, da geht der nächste Peak noch mal hoch und warten und warten und im Endeffekt fällt das ganze wieder runter und im Endeffekt sind wir unten am Ei und das ganze Spiel beginnt von vorn. Ei des Kostolany schnell erklärt.
Zu dem heutigen Zeitpunkt, wo ich das erzähle, habe ich natürlich schon einen Blumenstrauß an Aktien gekauft und die sind alle im Plus. Bis auf eine und das ist die Aktie von Wirecard.
Ja, jetzt würde ja jeder denken, ich habe dann auch Mist gebaut, habe Wirecard gekauft und dann ewig viel Geld verloren. Nein, habe ich nicht gemacht, als Wirecard ganz unten war, habe ich 30 € in die Hand genommen. Hab gesagt, komm nimm einen Pennystock und vielleicht wird da ja was raus. Einfach so 30 € Spielgeld, das tut nicht weh, da geht man noch nicht mal für Essen und wenn es was wird, wow geil, habe ich auch eine andere Erfahrung gemacht, die ich noch nie gemacht habe, wenn es nichts wird: Dann sind 30 € durch den Kamin gerotzt.
Ist halt so. Aber das stört nicht und das ist ein klein bisschen Zockerseele und das ist das Einzige, wo ich auch sage, da zocke ich.

No go: Aktien auf Kredit

Wenn jemand sagt, so, wie du das machst, finde ich das eigentlich geil. So in die Richtung würde ich auch gehen und ich kann nur wirklich einen Tipp geben. Kauft euch nie Aktien auf Kredit. Ihr verspekuliert euch, die Aktien gehen in den Keller, das Geld ist futsch. Der Kredit ist noch da. Ich würde sagen, in den Arsch gekniffen.
Ich muss das so drastisch sagen, weil ich möchte mein Vermögen aufbauen und ich erzähle es auch hier allen und erzähl, dass es alles im Plus ist. Natürlich hört sich das jetzt alles toll an. Natürlich kann es auch immer hoch und runter gehen klar, aber wenn es irgendwo mal richtig runter gehen sollte, habe ich keinen Kredit aufgenommen, das ist wirklich super, superwichtig, das ist das, was ich euch mit auf den Weg gebe.

Abonniere den Podcast über den Dienst Deiner Wahl

Für Apple-Geräte Für Android-Geräte Spotify
VonRohan de Rijk

Podcast E#22 Die Betrachtung – Jetzt geht es von vorne los – Rohan´s 13 Minutes (Transkription)

Lesezeit: 6 Minuten

Heute hört ihr den zweiten Teil meiner Bestandsaufnahme. Letzte Woche hatte ich das Ziel definiert bzw. die zwei Ziel-Möglichkeiten schon mal vorgestellt und heute: Bestandsaufnahme zweiter Teil. Wo stehe ich im Moment und wenn wir diesen Standpunkt dann auch geklärt haben, dann können wir Standpunkt und Ziel miteinander verbinden und dann haben wir uns oder dann habe ich mir meinen Weg geschaffen. Gut.

Die Verbindung zwischen Standpunkt und Ziel

Also wo stehe ich: Zu meiner Person, ich bin 52 Jahre alt und Angestellter bei der Landesverwaltung von Nordrhein-Westfalen, habe dort eine leitende Position. Bin verheiratet, ein Sohn, habe ein Haus und ein Ferienhaus. Hört sich jetzt verdammt nach Angeberei an, nach Spießertum, also alles andere als irgendwie einer, der frei sein möchte, um zu schreiben, aber gut. Es ist so, wie es ist.
Im Endeffekt, das ist mein Standpunkt, und jetzt mal schauen, wie ich mich entscheiden werde. In der letzten Folge hatte ich eine Rechnung aufgestellt, so dass man ja summa summarum so, wie ich jetzt lebe, so wie ich wahrscheinlich in der Zukunft leben möchte mit einer fiktiven Inflation draufgeschlagen roundabout 750.000 € benötigen würde, um von jetzt an bis zur Rente, wenn nach tollen Politikern die Rente wirklich bei 67 belassen würden, damit würde ich aus kommen, damit würde ich dann halt so weiterleben und dementsprechend könnte ich dann halt auch kündigen und schreiben oder dann halt auch, was ich immer machen möchte, um meiner Kreativität Ausdruck zu verleihen.

Ich habe mich entschieden

Im Endeffekt, um das Ergebnis jetzt schon vorwegzunehmen, ich werde meinen Job nicht kündigen. Das heißt, im Endeffekt, ich werde weiter so arbeiten, ich werde weiter so leben, ich werde erstmal weiter so schreiben wie bisher, aber das heißt nicht, dass ich das Ziel aus den Augen verliere und sage so, wenn dieses Geld auf meinem Konto ist, oder auch ein Bruchteil davon, das ist alles ein Prozess, vielleicht brauche ich nicht mehr so viel Geld, vielleicht fällt das ein oder andere weg, kommt das eine andere hinzu oder sowas und ich sage Ok, einen Bruchteil reicht mir erstmal, um damit auszukommen, dann werde ich das in dem Sinne machen. Rein rechnerisch könnte man auch sagen: Ok, jeden Monat verringert sich die Summe und dementsprechend käme ich dann auch meinem Ziel näher. Was natürlich langsamer voranschreiten würde, als wenn ich jetzt sage, ich schreibe den ganzen Tag.
Der Brot- und Butter-Job braucht natürlich auch Aufmerksamkeit, sonst fließt auch nicht das Geld, das ist, denke ich, auch irgendwo logisch und bei jedem, der noch arbeiten muss, um Geld zu verdienen, auch nicht anders. Und jetzt kommen ein paar Gründe, warum ich genau diese Entscheidung getroffen habe.

Die Entscheidung braucht Gründe

Ich habe auch in der letzten Episode gesagt, dass meine Frau jedwede Entscheidung mit trifft, das heißt auch die sofortige Kündigung und das permanente schreiben. Da bin ich auch sehr dankbar drum, würde ich nicht machen, und zwar die Gründe würde ich jetzt anführen.
Also es ist auch so dass, wenn ich kündigen würde, und eine Blockade habe, auf einmal fange ich nicht mehr anzuschreiben und würde in dem Sinne dann halt auch mit dem Schreiben kein Geld verdienen, also ich käme mir als rücksichtsloser Egoist vor und dann zu sagen: So Frau, ich lebe jetzt auf deinem Geld, auf deinem Rücken, auf deinen Nacken und du stellst jetzt gefälligst mal den Unterhalt für die Familie dar.
Was würde weiter passieren? Es interessiert sich keiner für meine Bücher, das ist, wenn 80.000 Bücher pro Jahr auf den Markt kommen, auch nicht so unwahrscheinlich.
Was passiert, wenn ich keinen Verlag finde?
Dann gehe ich ins Self-Publishing. Wunderbar.
Aber was passiert, wenn sich da niemand für mein Buch interessiert?
Das heißt, also im Endeffekt das, was ich haben möchte, ich bin zwar Schriftsteller, aber der Erfolg bleibt aus. Das ist natürlich auch nicht gut fürs Seelenheil und auch gar nicht gut für die Kreativität. Lasst mich einfach mal eine Rechnung aufmachen: Was habe ich mit meinem letzten Buch verdient?

Was habe ich an meinem Buch verdient?

Um das alles Mal so ein bisschen in Relation zu setzen, warum ich es so durchziehe, wie ich mich entschieden habe. Mein letztes oder mein aktuelles Buch „Schnee am Strand“ hat sich bis dato 4.000-mal verkauft. Das ist super. Da freue ich mich auch riesig drüber und werte das auch als Erfolg. Aber jetzt gehen wir hin und monetarisieren das Ganze mal, also im Grunde genommen 4.000 € habe ich bekommen, aber die 4.000 € sind vor Steuern. Das bedeutet, Vater Staat streckt noch sein gieriges Händchen aus und will das auch noch gefüllt haben. Ergo habe ich wieder weniger Geld. Geschrieben habe ich das Buch in ungefähr zwei Jahren. Das liegt natürlich da dran, dass ich auch noch ein Brot- und Butter-Job habe, der dann auch teilweise einen fordert, dass man abends auch gar nicht so die Kreativität oder die Lust hat zu schreiben. Wenn man jetzt mal die zwei Jahre zugrunde legt und sagt, 250 Tage arbeitet man im normalen Job, in zwei Jahren, das macht dann 500 Tage mit acht Stunden, pro Tag roundabout sind wir bei 4000 Stunden.

Also würde der Stundenlohn, wenn man das jetzt wirklich mal so rechnen würde, und das ist eigentlich ein Zufall, dass das genauso er so glatt mit den beiden Summen ausgeht, während das 1 € Stundenlohn vor Steuern. Ich könnte jetzt unter euch eine Umfrage machen und sagen, wer würde für dieses Geld seine warme Bettdecke zurückschlagen? Ich mache es nicht, weil ich die Antwort kenne, ich denke mal, ihr würdet sagen, nein, das macht keiner. Also klar, kann ich sagen, semiprofessioneller Schriftsteller, aber das, was nachher im Endeffekt hinten rauskommt, ist ein besseres Taschengeld.
Und wie sieht es mit dem nächsten Buch dann aus?
Besser? Schlechter? Und auch wenn man einen Verlag findet, die Verlage, nach meinem Wissen, Zahlen genau einmal im Jahr alles, das, was du mit deinem Buch oder was ich mit meinem Buch erwirtschaftet habe.
Das ist, glaube ich, roundabout im April und mit dem Geld, was man da bekommt, was noch versteuern muss, muss man genau ein Jahr auskommen. Sonst gibt es nichts. Weitere Einkünfte wären Lesungen, man könnte natürlich an die VHS gehen und dort schreiben oder sonst irgendetwas lehren oder man baut selber Kurse auf. Aber, ich glaube, genau das ist es, was ich nicht möchte, dass ich noch Versuche zu diesem Geld noch zusätzlichen Unterhalt dazu zubekommen.
Für mein Dafürhalten wäre das z.B. ein katastrophales Vorgehen, was mir definitiv nicht gefällt.
Was mich als einen Egoisten abstempelt und auch psychisch nicht gut tut.
Wenn man selber den Druck hat, liefern zu müssen, dann funktioniert das nicht. Es ist auch sowas wie ja unter Druck entstehen Diamanten und man könnte sich auch den Finger in den Hals stecken, oder es gibt dann halt auch immer den Spruch von den Coaches: Die Schiffe verbrennen. Das heißt, also das gab mal die Geschichte von Wikingern, die ein Land erobern wollten, und die sind mit den Schiffen über das Meer und an der Küste haben sie dann die Schiffe verbrannt unter dem Motto: Jetzt können wir nicht mehr zurück, also Vollgas nach vorne und knüppeln wir sie nieder, dann funktioniert das schon. Dann gewinnen. Das sind Geschichten von Coaches und Coaches wollen Geld verdienen und die werden natürlich halt nur die positiven Geschichten raushauen, aber man muss ja nicht immer diese positiven Geschichten glauben und man muss auch nicht immer denken, dass genau das dann nachher auch passiert, weil es kann mal sein, dass es halt nicht so funktioniert und wie ich schon sagte, als Sternzeichen Stier bin ich doch eher so ein wenig auf der sicheren Seite oder möchte es zumindest sein.

Die Sache mit dem Frischfleisch

Ein anderer Grund ist, wie ich am Anfang sagte, ich bin 52 Jahre, also bei weitem nicht mehr Frischfleisch auf dem Arbeitsmarkt und wenn man sagt, Ok, ich kündige meinen Job, ich arbeite als Schriftsteller und fahr das Ding vielleicht gegen die Wand und sag Ok, das funktioniert alles gar nicht. Zurückrudern. Dann steht man mit seinen vielleicht 53, 54, 55 Jahren da und versucht dann noch für die letzten zehn, zwölf Jahre irgendwo einen Job zu bekommen. Sicherlich nicht mehr den Job, den man hatte, und, ich muss sagen, einen gewissen Anspruch hatte man auch, schon wenn man leitende Funktionen hatte und ich weiß nicht, ob es dann funktioniert, wenn man dann auf einmal wieder ein zwei Stufen zurückgeht? Wenn nicht sogar noch mehr. Halte ich für sehr schwierig und wäre für mich auch ein Grund oder ist auch für mich ein Grund gewesen, das kannst du nicht zu machen.
Also lassen wir uns das ganze finalisieren: Die Bedingungen, die eine sofortige Kündigung mit sich bringen, die sind nach meinem dafür halten nicht gut.
Das Ziel steht, das Ziel ist auch anfokussiert und, jetzt kommt natürlich der Weg. Wir haben die zwei Standpunkte, jetzt fehlt der Weg. Wie komme ich vom heutigen Standpunkt zu dem Ziel mit dem Ziel bzw. mit der Prämisse, dass ich dann halt sage, ich brauche das Geld, um dann als Schriftsteller leben zu können und das Geld auszugeben zu können, kreativ zu sein, nicht kreativ zu sein, auch mal sagen ich brauche ein bisschen Delay da drin. Dann hat man vielleicht zwischen zwei Büchern vielleicht auch innerhalb deines Buches mal so eine Phase, wo man sagt, ok es funktioniert nicht, aber das stürzt mich jetzt nicht in eine tiefe Trauer und in ein tiefes finanzielles Loch hinein. Ihr denkt jetzt bestimmt okay, jetzt kommt natürlich der Teil, wo das Pferd das Wasser lässt. Keine Ahnung, auf alle Fälle, wie komme ich an das ganze Geld ran. Klar, das werde ich auch erzählen. Allerdings werde ich, das nicht heute erzählten. Das werde ich auch auf ein paar Episoden ausweiten, um dann auch die einzelnen Schritte ein bisschen zu erklären, weil Geld alleine bzw. wie man sein Vermögen aufbaut, besteht halt nicht nur aus einem Aspekt, sondern man hat mehrere Blöcke und ja man versucht natürlich diese Blöcke, wie Zahnräder dann ineinander zu verzahnen, so dass nachher aus dem Geld, was man hat, mehr Geld gemacht wird.
Soviel Geld, dass man sagen kann, ich bin frei. Auf Wiedersehen. Ich mache das, was ich möchte, aber das wird nicht heute geschehen, das fange ich nächste Woche an.

Abonniere den Podcast über den Dienst Deiner Wahl

Für Apple-Geräte Für Android-Geräte Spotify
VonRohan de Rijk

Podcast E#21 Die Betrachtung – Aufgerollt wird von hinten – Rohan´s 13 Minutes (Transkription)

Lesezeit: 5 Minuten

Letzte Woche hatte ich euch das Experiment angekündigt und heute werde ich damit beginnen. Fangen wir an mit der Bestandsaufnahme, da ist es natürlich wichtig: Wo stehe ich, wo möchte ich hin? Im Endeffekt, um das alte Bild des Navigationsgerätes zu aktivieren. Wenn ich irgendwo hinmöchte, muss ich natürlich wissen, wo stehe ich. Ich möchte natürlich auch irgendwo das Ziel wissen und nur so kann ich mich dann auch auf dem Weg machen. Dementsprechend: Heute die Bestandsaufnahme. Es wird so sein, dass ich nicht mit dem Startpunkt anfange, sondern mit dem Ziel. Hört sich vielleicht am Anfang komisch an, ist es aber im Endeffekt nicht, das Ziel ist es, zu schreiben und gar keinen Brot- und Butter-Job mehr zu haben und ja, das ist natürlich ein relativ vages Ziel.
Wenn man das ein bisschen konkretisiert, kommen zwei Sachen raus, was heißt das also.

Auf der Kreuzung des Lebens

Variante Nummer 1 ist, ich möchte vom Schreiben leben.
Variante 2 wäre, ich lebe, um zu schreiben.
Und genau das sind die zwei Ziele, die ist jetzt herauszufinden gilt. Welche von diesen beiden Varianten? Der Klassiker schlechthin: Ich möchte vom Schreiben leben, ich möchte damit Geld verdienen und ich möchte davon leben, soweit so gut es geht.
Es gibt natürlich einige Stellschrauben, die man dafür beachten muss. Die erste wäre natürlich den Brot- und Butter-Job kündigen, wenn ich davon leben möchte, dann muss ich auch ein bisschen mehr Zeit investieren, um jedes Jahr ein Buch raus zu bringen und dementsprechend muss auch erstmal der Job gekündigt werden.
Das habe ich mit meiner Frau diskutiert, weil das natürlich eine von den zwei Varianten ist. Meine Frau würde das mitmachen und dementsprechend mehr oder weniger erstmal der Alleinunterhalter für die Familie sein. Okay, Unterhalt vielleicht oder Unterhalter ist vielleicht ein bisschen doppeldeutig.
Natürlich würde sie halt für den Unterhalt von dem Ganzen, was man zum Leben braucht, aufkommen müssen. Das wäre dann Ausgangssituation für Variante 1. Variante 2 würde sich so ausgestalten, ich lebe und schreibe, das würde bedeuten, ich habe so viel Geld, dass ich den Erfolg oder den monetären Gewinn nicht mehr ans Schreiben koppeln muss und dementsprechend ein wenig mehr oder sogar viel mehr Freiheit habe.

Welche Richtung darf es sein?

Das sind die zwei Varianten. Da das Experiment schon ein bisschen läuft und was ich erzähle eigentlich schon stattgefunden hat, sind natürlich diese Überlegung für Variante 1 und Variante 2 auch schon abgeschlossen. Variante 1 hat natürlich eklatante Minuspunkte, die man natürlich irgendwo mit einrechnen muss. Ich würde diese Variante als die „All-In“-Variante bezeichnen, man setzt alles auf eine Karte und hofft natürlich, dass im Endeffekt und zu guter Letzt alles gut wird, und natürlich man Erfolg mit dem Buch hat, und man sich unter den Geldregen stellen kann.
Aber im Endeffekt ist es natürlich auch ein psychischer Druck dahinter, denn das muss passieren, sonst gehe ich hin und bin ein Egoist, lebe mein Leben, den Unterhalt habe ich an meine Frau abgegeben, ich schreibe und was passiert, wenn auf einmal die Ideen ausgehen?
Dass erhöht den psychischen Druck.
Was passiert, wenn ich abgelehnt werde?
Das erhöht den psychischen Druck.
Das heißt, also ich muss dann über Self-Publishing vielleicht radikal versuchen, das Ganze zu promoten und ich halte es für sehr fragwürdig, dass das auch in dem Sinne passieren wird, wenn man das unter diesem psychischen Druck versucht zu generieren.
Weil den Erfolg, den ich bräuchte, um wirklich vom Schreiben leben zu können, und sei es jetzt auch wirklich nur über Hartz-IV-Niveau, wird definitiv von dem Erfolg gesteuert und das kann man nicht steuern, weil sonst hätten wir alle Erfolg. Jeder wünscht sich gerne Erfolg, in welchem Metier auch immer. Er möchte, dass es der Beste, der Bestbezahlteste ist, und wenn man Erfolg in dieser Art und Weise steuern könnte, wären wir wahrscheinlich alle Milliardäre, würden eine eigene Insel besitzen oder was man sich auch immer erträumen kann.
Nur dies ist im Endeffekt nicht so und wenn man sich mal so anguckt, wie die Buchbranche tickt, bedeutet das im Grunde genommen, dass man jedes Jahr, jedes zweite Jahr ein Buch rausbringt. Dementsprechend muss ich, wenn ich vom Schreiben leben möchte, so viel Geld generieren, dass ich diese zwei Jahre überbrücken kann. Und dann habe ich auch nur diese zwei Jahre überbrückt bis zum nächsten Buch und dann fängt wieder das neue Warten an. Ist dieses neue Buch dann wirklich ein Erfolg? Kann ich das dann immer fortsetzen? Also ich finde, man setzt sich da einen sehr großen psychischen Druck aus. Von meiner Warte aus. Ob das jetzt für andere okay ist oder nicht, das muss man natürlich selber entscheiden, aber für mich ist es ehrlich gesagt ein relativ großer psychischen Druck und deswegen habe ich mich für die Variante 2 entschieden.

Die Würfel sind gefallen

Variante 2 bedeutet, mein Ziel ist es, zu leben und zu schreiben, entkoppelt von irgendwelchen materiellen Einbußen, entkoppelt vom Erfolg, das heißt, also die Freiheit kann ich mir nehmen, einfach mal einen Durchhänger zu haben. Die Freiheit kann ich mir auch nehmen, dass ein Buch nicht so ein großer Erfolg wird, des ich sag mal in Anführungszeichen Negative ist, natürlich muss ich mir erstmal das ganze Geld besorgen, das mich dann halt diese Freiheit leben lässt und das geht natürlich nicht so schnell nicht so schnell vonstatten wie Variante 1.
Wo ich dann sage, ich kündige, nehme meine Kündigungszeit und Ende aus und dann schreibe ich. Nein, das ist ein Projekt, ein Experiment, das auf ja Monate wahrscheinlich auf die nächsten Jahre angelegt ist und es ist es natürlich auch so, dass das Experiment natürlich nach hinten losgehen kann. Also es trifft nicht zu, aber im Endeffekt ist es dann so, dass der psychische Druck, den ich bei Variante 1 hätte und der sich nicht nur auf das Schreiben ausdüngt, das heißt, also kein Erfolg, keine gute Geschichte gleich psychischer Druck. Dieser würde natürlich auch noch auf die Familie gehen, weil Unzufriedenheit ist natürlich auch eine Belastung für die komplette Familie.
Das wäre mit Variante 2 natürlich ausgehebelt.
Man könnte sein Leben erstmal so weiterleben und auch im Zuge der nächsten Folgen werde ich dann sagen, wie man an das Geld kommt, weil nur mit dem Sparen wird das halt auch nicht funktionieren. Und da bedarf es dann halt auch schon bisschen mehr. Vielleicht liegt es auch daran, ich glaube zwar nicht unbedingt an die Sternzeichen, aber ich bin Stier und das bedeutet, ich bin dann halt auch eher so ein wenig Sicherheit liebend und ich möchte natürlich, und da kommen wir dann nächste Folge zu, auch von meinem Startpunkt nicht unbedingt abweichen, weil um an diesem Startpunkt zu kommen, habe ich natürlich in meinem Leben auch schon sehr viele Sachen angespart, auch Geld investiert und das jetzt einfach aufzugeben, für eine etwas unsichere Zukunft, obwohl schreiben meine Leidenschaft, ist das möchte ich natürlich auch nicht.
Das ist auch ein Grund für Variante Nummer 2 und, wenn wir schon die über Geld reden, dann ist es auch so, dass man halt Butter bei die Fische machen muss, was brauche ich an Geld, um zu leben und überleben zu können und das Ganze nicht nur ein, zwei Jahre zu machen, sondern zu sagen so ab hier, das ist jetzt der Startpunkt für den Rest meines Lebens. Gut, dann muss man jetzt im Grunde genommen den Taschenrechner rausziehen und das ganze mal ein wenig mit Zahlen füllen.

In Medias res

Fangen wir an, ich bin 52 Jahre alt und im Moment müsste ich bis 67 arbeiten, das sind roundabout, 15 Jahre, in denen ich noch Geld verdienen würde und ich habe ein relativ guten Job in der Verwaltung von Nordrhein-Westfalen und man hat sich natürlich so einiges aufgebaut und wie ich schon sagte, als Stier möchte man nicht unbedingt davon runter gehen, obwohl natürlich, wenn das Experiment greifen sollte und wenn ich jetzt gleich die Zahlen nennen werde, wenn ich da an diese Zahlen dran kratze, ist es natürlich so, dass man im Leben einige Sachen noch einstreichen kann. Aber jetzt den Status Quo von jetzt bis zur Rente zu behalten mit allem Drum und Dran, wären wir bei 720.000 €, so wie ich mir das heute ausgerechnet habe. Wenn wir die Inflation vielleicht noch rein rechnen, komme ich roundabout auf 750.000 €, ohne jetzt dann wirklich Inflationen Spitz auf Knopf dazu zu rechnen, sondern einfach nur mit Zahlen rund zu machen. Da wären wir bei einer dreiviertel Million Euro, um zu sagen, von jetzt an schmeiße ich den Job hin und bis zur Rente schreibe ich. Das ist im Endeffekt das Ziel des Experiments und in den nächsten Folgen werde ich euch einige Modelle vorstellen, oder auch Möglichkeiten vorstellen, die ich auch schon begehe bzw. überlege, ob ich sie mache, um dann halt auch das Geld zu generieren.

Abonniere den Podcast über den Dienst Deiner Wahl

Für Apple-Geräte Für Android-Geräte Spotify