Schlagwort-Archiv Trailer

Rohan de Rijk VonRohan de Rijk

Buchtrailer – Must-have oder Nonsens

Lesezeit: 4 Minuten

Wieso sollte man ein Medium (Lesen) mit einem anderen Medium (Sehen, Hören) bewerben.

Eine Antwort lautet: warum nicht. Die andere: In der heutigen, digitalen Welt werden alle Sinne angesprochen, da liegt es nahe, auch diesen Weg zu beschreiten.

Um es vorweg zu nehmen, ich habe mich für einen Buchtrailer entschieden und werde es auch immer wieder tun.

Ich werde immer den aktuellen Trailer zu meinem Buch „Schnee am Strand“ heranziehen, um die Vorgehensweise zu demonstrieren.

Eine Frage, die sich immer wieder stellt, schaffe ich es, einen Trailer zu erstellen. Es geht um die Beherrschung der Technik (Schnittprogram), um Komposition (welche Szenen verwende ich) und um Stimmung (Musik, Geräusche).

Ich komme aus dem Mediendesign und habe Erfahrung, solltest Du diese nicht haben, dann heißt es üben, den etwas anderes ist es nicht. Wer schreiben kann, kann auch die Kopfbilder in „Trailer-Bilder“ umsetzen. Ansonsten gibt es bestimmt im nahen oder fernen Bekanntenkreis jemanden, der sich mit der Thematik auskennt.

Die Frage des richtigen Schnittprogramms

Die Auswahl des richtigen Schnittprogramms, also dem Programm, wo Film, Musik und Text zusammenkommen, geschnitten und mit Effekten versehen werden, unterliegt dem persönlichen Geschmack. Es gibt Programme aus dem Open-Source Bereich, die für Profis gedacht sind, aber hier war mir die Lernkurve trotz Erfahrung zu hoch.

Ich komme ursprünglich aus dem Adobe-Lager, da lag es nahe, Premiere zu benutzen. Allerdings wollte ich mich nicht an das Abo-Modell von Adobe binden, so habe ich es mit Premiere Elements versucht, dies ist die Amateur-Version von Premiere.

Hier bin ich allerdings schnell an die Grenzen des Programms gestoßen.

Es musste ein Schnittprogramm mit einem größeren Funktionsumfang werden. Nach verschiedenen Tests habe ich mich dann für MAGIX Video deluxe Plus entschieden und bereue die Entscheidung nicht.

Die Filme – Pixabay und Co.

Filme in einer Hollywood-Qualität zu produzieren kostet Geld. Viel besser und schneller könnt Ihr Euch im Fundus von Pixabay und Co. umschauen. Für den Trailer von „Schnee am Strand“ habe ich Filme von Pixabay genommen. Ein anderer Anbieter wäre z. B. Stockfootage 4 Free (https://www.stockfootageforfree.com/). Für mich kommt aber an ehesten Pixabay (https://pixabay.com/ ) in Frage, da ich die Lizenzbedingungen am besten nachlesen kann.

Die Idee war den Trailer von „Schnee am Strand“ in 4K zu produzieren, am Puls der Zeit, aber leider musste ich feststellen, dass es zu dem damaligen Zeitpunkt noch nicht allzu viele 4K-Filme gab, die auf noch in das Storyboard (vom Inhalt) gepasst hätten. Also zurück zum alten HD.

Eins muss hier gesagt werden, egal ob ich passende Bilder, Video, Musik oder Schriftarten suche, es dauert. Nehmt Euch die Zeit, denn das Ergebnis der Suche bestimmt nachher, wie wertig der Trailer werden wird.

Der Ton macht die Musik – aber woher nehmen?

Ein Film ohne Ton ist wie ein Buch ohne Buchstaben. Stimmung (ob Horror oder Romantik) wird zum großen Teil über die Musik bestimmt.

Aber wo nehme ich die Musik her?

Auch hier verweise ich auf YouTube. Wenn Ihr dort einen Account habt, findet Ihr im „Creator Studio“ einen Bereich „Video-Tools“ und dort befindet sich die „Audio-Bibliothek“.

Ihr könnt den Song runterladen und in Eurer Schnittprogramm einfügen. Einfacher geht es nicht.

Thumbnail – Das Cover des Trailers

Bevor wir uns ansehen, wo wir den fertigen Trailer speichern, so viel sei vorweggenommen, es wird YouTube sein, brauchen wir für den Film ein passendes Thumbnail.

Warum?

Dieses Thumbnail ist der erste visuelle Eindruck, den der Benutzer bekommt, praktisch wie die Hülle einer DVD-Box. Erstellt Ihr kein Thumbnail, wird YouTube Euch ein Vorschaubild aus dem Trailer anbieten. Hier geht Euch die Kontrolle verloren, wie der Film nachher in der Suchliste dargestellt wird.

Was brauchen wir, um ein Thumbnail zu erstellen?

Ein Grafikprogramm.

Wie ich schon mal angedeutet habe, komme ich aus dem Adobe-Lager, also benutze ich Photoshop (das große, ohne Elements). Man kann sich aber auch in der Open-Source-Szene umschauen und sich für GIMP entscheiden. Dies ist wie immer eine Frage des Geschmacks.

Wie groß sollte das Thumbnail sein: 1280 x 720 Pixel

Wie groß sollte das Thumbnail sein: max. 2 MB

Welches Format sollte das Thumbnail haben: .jpg (.png birgt die Gefahr, dass vielleicht doch transparente Bereiche mit abgespeichert werden und .gif eignet sich aufgrund der Detailtiefe von Fotos nicht)

Dies sind die Eckdaten.

Jetzt ist Kreativität gefragt. Kostenlose Grafiken könnt Ihr, wenn Ihr möchtet, bei Pixabay beziehen. Sollte sich keine Grafik im Fundus von Pixabay befinden, die Ihr Euch für das Thumbnail vorgestellt habt, dann kombiniert verschiedene. Und zum Schluss den Titel Eueres Buches nicht vergessen, denn, wie schon gesagt, das Thumbnail ist das Erste, was der vielleicht künftige Käufer Eures Buches sieht.

YouTube – dort sollte der Trailer landen

Warum auf YouTube? Ich habe doch eine eigene Website und vielleicht sogar genügend Webspace. Man sollte sich nicht vertun, was die Größe des Films angeht. Der Trailer von „Schnee am Strand“ hat ca. 450 MB. Dies hört sich erst einmal nicht nach viel an, aber der Trailer ist nur ein Aspekt Deiner Website und nicht zu vergessen: Jeder Benutzer, der sich den Film ansieht, lädt 450 MB (in meinem Fall) herunter. Habe ich nur ein monatliches Volumen, kann dies sehr schnell aufgebraucht sein. Schauen sich mehrere Leute den Trailer auf einmal an, so könnte die Performance meiner Website in den Keller gehen und der Trailer läuft nicht mehr flüssig. Also dann lieber die Infrastruktur von YouTube nutzen.

Website, Landingpage usw.  – Mein Trailer in meinem Auftritt

Wo binde ich das Video ein?

Auf der Seite, wo ich die Veröffentlichung meiner Bücher habe. Bei mir wäre das:
https://www.rohan-de-rijk.de/veroeffentlichungen/

Und, dies mache ich sehr gerne, ich baue für das Buch eine Landingpage. Auf dieser speziellen Seite, die nur dazu dient, das Buch zu bewerben, habe ich den Trailer, eine Leseprobe, meine Social-Media-Kanäle, einen Verweis, wo ich das Buch überall kaufen kann, und nicht zuletzt das Impressum.

Und so sieht das Ganze für „Schnee am Strand“ aus:
https://rohan-de-rijk.de/landingpage/Schnee_am_Strand/

Damit Ihr Euer Video in die Website oder Landingpage einbinden könnt, bietet Euch YouTube einen Link an. Diesen kopieren und in die entsprechende Seite einbauen und schon habt Ihr Euer Video in Eure Website eingebunden.

Wie sieht so etwas aus:

<iframe src=”https://www.youtube.com/embed/Hier_steht_die_Nummer_eures_Trailers” allowfullscreen=”allowfullscreen” width=”320″ height=”180″ frameborder=”0″></iframe>

Facebook – Den Trailer richtig präsentieren

Damit der Trailer seine Wirkung zeigt, muss er von der heimischen Festplatte in die große weite Welt entlassen werden. Ich sage nichts Neues, wenn Facebook hier die erste Wahl ist.

Leider hatte ich bei meinem ersten Post nur den Link auf YouTube in die Nachricht geschrieben, was zur Folge hatte, dass Facebook nur ein sehr kleines Thumbnail des Videos zeigte.

Beim nächsten Post habe ich den Trailer dann direkt auf Facebook hochgeladen und das Video wurde so dargestellt, wie ich es mir vorgestellt habe, also in seiner ganzen Pracht.

Fazit

Lasst mich an dieser Stelle das Resümee ziehen: Ein Buch-Trailer macht sehr viel Arbeit.

Die Vorbereitung, das Suchen nach den richtigen Filmen, die Auswahl der Musik und den textlichen Inhalten und das ständige Ansehen der einzelnen Szenen verschlingt sehr viel Zeit. Aber, wenn das Ergebnis ein Trailer ist, der das Buch auf multimediale Weise unterstützt, dann hat man für vergleichsweise geringe Investitionen ein Werbemittel, das das Marketing wirksam unterstützt.

Stay tuned: #RohanDeRijk

Rohan de Rijk VonRohan de Rijk

Schnee am Strand – Der neue Thriller von Rohan de Rijk

Lesezeit: 2 Minuten

Der Anfang:

Es ist der Morgen danach, der sich für Ashley Ruhterford so seltsam anfühlt. Erst mit der Zeit kommt die Erinnerung, warum sie mit Damian McLoy in einer miesen Absteige aufgewacht ist.
Es ist der Morgen nach dem Abschlussball und der Start in ein Abenteuer, von dem beide noch nicht wissen, welche Gefahren sich dahinter verbergen.
Drogen, Sex, Morde und ein Leben auf einem grauen Asphaltband ohne Ziel bestimmen ihr Leben für Tage und Wochen. Zeit, in denen ihre platonische Freundschaft zu einer Beziehung reift, aber auch Phasen, in denen alles in Frage gestellt wird. Liebe, die unter der Alltäglichkeit zerbricht, und Freiheit, die im Laufe der Zeit zerfällt, bis nur noch ein schmaler Korridor den Weg in die Zukunft weist.

Die Protagonisten:

Ashley Ruhterford ist eine rothaarige junge Frau, die gerade die Schule beendet hat. Sie stammt aus der amerikanischen Mittelschicht. Wie es dort so üblich ist, verdient ihr Vater das Geld und die Mutter versucht es auszugeben. Das Verhältnis von Mutter und Tochter ist angespannt und hat sich im Laufe der Jahre so sehr verschlimmert, dass Ashley ihre Familie nur noch ertragen kann, aber kein vollwertiges Mitglied mehr ist.

Damian Mcloy, ein junger Mann und Schulfreund von Ashley, kommt auch aus der Mittelschicht. Er wohnt mit seinem Vater zusammen. Seine Mutter hat Damian nie kennengelernt, da diese kurz nach seiner Geburt verschwunden ist. In den ersten Jahren hat Damian die Nanny für seine Mutter gehalten, bis er schmerzlich erkennen musste, dass er als Kind ungeliebt war. Die beiden Männer leben nebeneinander her, ohne dass der eine sich für den anderen interessiert.

Die Motivation:

Road Movies wie „Wild at Heart“ haben mich schon immer fasziniert, genauso wie das Buch von Jack Kerouac „On the Road“. So war es nur eine logische Konsequenz, dass ich das Thema Freiheit und die Suche nach der eigenen Identität in einer Geschichte niedergeschrieben habe.

Schnee am Strand -- Der Trailer:

Schnee am Strand Trailer

Datenschutzinfo für YouTube-Videos

Die Seite:

Mehr Informationen und das erste Kapitel finden Sie auf der Seite von Schnee am Strand.

Stay tuned: #RohanDeRijk

Rohan de Rijk VonRohan de Rijk

Hinter den Kulissen von „düster Zeilen“

Lesezeit: 3 Minuten

Ein Gedichtband im E-Books-Format.

Ich höre schon die Gemeinde der Schriftsteller aufschreien und sich das mehr oder minder schüttere Haar raufen (bei den Damen der Zunft wird das mehr oder weniger lange Haar geschüttelt).

Warum tut er sich das an? Wenn die Verkaufszahlen die zweistellige Marke erreichen, kann er sich glücklich schätzen.

Also warum?

Es ist ein Experiment.
Ein Experiment ohne Anspruch auf Erfolg.

Als erstes habe ich das Metier des E-Books noch nicht beackert. Sollte also ein Roman der erste sein, der die Hürde nehmen sollte. Für mich ein klares Nein.

Zum anderen wollte ich Marketing-Methoden ausprobieren, aber dazu später mehr.

Ob man ein Gedichtband nun als E-Books veröffentlichen sollte, ist Geschmacksache, sagen wir so wie Austernessen.

Viel wichtiger ist für mich die Frage, was bewegt einen, einen Gedichtband zu schreiben. Einen Gedichtband, der die düstere Seite des Lebens beleuchtet.

Keine Angst: „düster Zeilen“ enthält keine pre-suizidalen Gedanken.

Für mich ist es die eine Form mit dem Leben umzugehen. Keiner wird behaupten, dass er auf der Sonnenseite geboren wurde und dieses Fleckchen nie verlassen hat.

Dies ist unter anderem der Grund, warum ich keine Reime verwende oder Wert auf irgendein Versmaß lege. Die Gedichte sollen rau und ursprünglich sein. Die kaleidoskopische Betrachtungsweise des negativ Schmerzhaften bedeutet aber auch, dass das Leben immer noch den Ausgleich sucht, auf der anderen Seite begegnet einem das Licht.

Und jetzt zu den versprochenen Marketing-Methoden.

Der Trailer

Ein Trailer für ein literarisches Produkt?
Geschichten und Gedichte schaffen Bilder. Ganz eigene Bilder, die von Leser zu Leser so unterschiedlich sind, dass der Schriftsteller das Aussehen seiner Protagonisten und Handlungsorte auf den ersten Blick nicht wiedererkennen würde. Kann man diese Bilder erspüren und in einen 30-Sekunden-Film packen?

Bewerbe ich einen Film, kann ich aus den Szenen wie aus dem Vollen schöpfen.

Bei einem Gedichtband bleibt wegen der verschiedenen Gedichte nur die Stimmung. „düster Zeilen“ hat das Dunkel als Grundstimmung. Etwas, das tief verborgen unter einer Membran lauert und jederzeit dieses dünne Schutzhäutchen spalten kann.

Die Farben sind Sepia, die Hintergrundmusik ist epochal fordernd und bringt das Dunkel noch mehr zur Geltung.

Ich habe die klassischen Anleihen aus der traumhaften Symbolik gewählt, wobei normale Gegenstände durch ihre schattenhafte Präsenz eine mystifizierte Anmutung erhalten.

Würde ich es noch mal tun?

Ja. Der Aufwand hält sich in Grenzen. Der Spaß beim Schneiden und Vertonen ist, zumindest bei mir, sehr hoch angesiedelt.

Eines muss aber auch gesagt werden: Entweder entstehen die Filme mit der eigenen Kamera oder man benutzt Material, das dafür freigegeben wurde. Schriftsteller möchten nicht, dass ihre Werke kostenlos kopiert werden und so sollte man sich auch bei der Materialsammlung zu einem Trailer verhalten.

Hier gilt mein besonderer Dank an Pixabay.


Datenschutzinfo für YouTube-Videos

Guerilla-Marketing

„Und dann stellte er fest, dass die Normalität nicht gesehen wird.“

Guerilla-Marketing ist ein ideenreiches Marketing, bei dem es nicht auf die Größe des Budgets ankommt. Hier ist weniger mehr. Einfache Kampagnen oder Aktionen, die aber kreatives Potential enthalten, sind hier mehr gefragt als die Marktmacht des Geldes.

So war es mir nur recht und billig, die Werbeplakate der anstehenden NRW-Landtagswahl zu meinen Gunsten auszuleihen. Die Parteien mögen es mir verzeihen, auch wenn ich nicht preisgebe, wer sich darunter verbirgt.

Anders verhält es sich mit der Lady Liberty. Sie war ganz angetan (das Wort scharf verwende ich nicht), endlich einmal andere Lektüre als die Tabula ansanta in den Händen zu halten.

So oder so ähnlich ist es jedem möglich, für wenig Geld und mit einer Portion Hirnschmalz sein Buch in Szene zu setzen.

Mehr zu „düster Zeilen“ finden Sie hier.

Stay tuned: #RohanDeRijk