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VonRohan de Rijk

Podcast E#31 Das bedingungslose Grundeinkommen: Chance oder schnöde Illusion – Rohan´s 13 Minutes (Transkription)

Lesezeit: 4 Minuten

Vor ein paar Episoden habe ich das bedingungslose Grundeinkommen gesprochen, bzw. es eigentlich nur angesprochen und heute ist es soweit. Ich würde es genau heute zum Thema machen.
Was ist überhaupt das bedingungslose Grundeinkommen?
Was macht man zuerst? Natürlich bei Wikipedia nachschauen und Wikipedia sagt:
Das bedingungslose Grundeinkommen abgekürzt BGE ist ein sozialpolitisches Finanztransferkonzept, Finanztransferkonzept super, nachdem jeder Bürger unabhängig von seiner wirtschaftlichen Lage eine gesetzlich festgelegte und für jeden gleiche vom Staat ausgezahlte finanzielle Zuwendung erhält, ohne dafür eine Gegenleistung erbringen zu müssen. Eine Transferleistung.

Das hört sich gut an, aber was ist es genau?

Brechen wir das ganze mal runter.
Es gibt Geld für Nada, fürs nichts tun, einfach so. Das hört sich erstmal gut an. Finde ich persönlich gar nicht so verkehrt, aber im Endeffekt ist das natürlich ein Finanztransferkonzept, dass folgende Leistungen entfallen lässt:
Es wird keine Sozialleistung und kein Arbeitslosengeld mehr geben und auch kein Kindergeld.

Ich will das Grundeinkommen testen. Aber wie?

Es gibt einen Verein, der Grundeinkommen verlost (https://www.mein-grundeinkommen.de/). Dieses Grundeinkommen beträgt monatlich 1.200 € und wird für ein Jahr verlost. Gar nicht schlecht.
1.200 € jeden Monat, für jeden. Kinder gehören auch dazu. Ich habe mich ein bisschen eingelesen, sollte das Grundeinkommen irgendwann, in ferner Zukunft, mal kommen, würden Kinder wahrscheinlich weniger bekommen.
Wieviel? Keine Ahnung. Auf alle Fälle unter Summe X. Bleiben wir mal bei 1200 €, dann darunter.

Deutschland Deine Kinder

Da stellt sich mir die Mutmaßung an: Deutschland bekannt als kinderfeindliches Land. Das Kind oder die Kinder zählen dann wieder nicht als vollwertiger Bürger und es gäbe weniger Geld eben für diese Kinder. Ich lasse diese Aussage einfach mal im Raum stehen.
Ungerecht. Man sollte ein bisschen mehr draufsetzen, dass Kinder unsere Zukunft sind.

Die positiven Aspekte des Grundeinkommens

Wie würde uns das Grundeinkommen zugutekommen?
Was würde ich mit dem Grundeinkommen machen?
Ich könnte zum Beispiel das Geld in meine Aktien, in meine ETFs stecken und schauen, dass sich das Geld vermehrt. Dies würde meinen Plan beschleunigen.
Das wäre Weg Nummer eins.
Weg Nummer zwei wäre, ich würde weiter so arbeiten oder man könnte sich überlegen, dass man nur noch 30 Stunden oder halbtags arbeitet.
Das wäre natürlich auch eine Möglichkeit, dass Grundeinkommen einzusetzen, ich schreibe dann die halbe Woche, die ich durch das Geld gewonnen habe.

Möglichkeiten bringen Ideen

Das finde ich gar nicht schlecht, weil schon zwei Möglichkeiten mehr auf tun, um dem Ziel näher zu kommen.
Ich habe vorhin auch von dem Verein „Mein Grundeinkommen“ gesprochen. „Mein Grundeinkommen“ verlosen die Grundeinkommen, also sie verlosen ein Jahr Grundeinkommen. Letztes Mal haben sie, glaube ich, 25 Grundeinkommen verlost.
Die Gewinner wurden befragt und die fühlten sich mit dem Gewinn befreiter. Einige haben sich ihre Wünsche erfüllt, teilweise haben sie kleine Nebengewerbe eröffnet.
Das Grundeinkommen befreit die Leute und für mich als Künstler ist so etwas geil zu hören, wenn jemand seinen Traum ausleben kann und nicht nur am Zipfel von einer Firma hängt, sondern Geld zur absolut freien Verfügung hat.

Grundeinkommen = Wohlbefinden = gesünder

In diesem Interview haben die Befragten auch gesagt, das sind sie gesundheitlich besser fühlen. Ich finde, dass gar nicht schlecht dafür, denn das nimmt den Druck raus. Gerade in der heutigen Zeit, kurz vor der Bundestagswahl, kommt die Rente mit 68 Rente oder mit 70 ins Spiel. Auf der anderen Seite Work-Life-Balance, wo ist die da gegeben? Für den Arsch ist die. Die gibt es überhaupt gar nicht.

Rente oder mit 600 Euro ist man nicht arm

48% kriegst du als Rente in Deutschland. Ich glaube Österreich zahlt um die 100%. Das habe ich jetzt nachgesehen, ist nur eine Erinnerung aus dem Hinterkopf. Die Politik denkt immer sie erfindet sich neu, aber dann, wenn es darum geht, den alten Menschen Geld auszuzahlen, dann bleibt es immer bei dem alten scheiß. Das ist das, was ist mir so richtig auf die Nerven geht, dass man nicht einfach mal die Eier in der Hose hat und sagt, ich mache jetzt mal was anderes. Ich mache jetzt mal ein Grundeinkomme. Das würde natürlich die Republik komplett umkrempeln. Das Rentensystem. Ja und ist es mal nicht so, dass auch die Arbeitswelt sich umgekrempelt hat?

Sagen wir mal, das ist eine Dampfmaschine.

Es gibt keine Dampfmaschinen mehr. Es gibt Computer. Wir sind mittlerweile eine Dienstleistungsgesellschaft. Im August ist eine Feldstudie zum Thema bedingungsloses Grundeinkommen angelaufen. Mit von der Partie sind das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, der Verein mein Grundeinkommen, den ich hier schon öfters genannt habe, das Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern und die Universität Köln.
Was ist Ziel der Studie bzw. wie sieht erstmal diese Studie aus?
Also es sind 120 Teilnehmer gesucht worden. Man konnte sich bewerben, das habe ich auch gemacht und es wurden Teilnehmer unter verschiedenen Kriterien ausgewählt, sodass es wahrscheinlich, wie die Studie dann auch festgelegt wurde, verschiedene Alters- und Einkommensgruppen gibt.

Die Studie und ein Ziel das nicht erreicht werden kann

Ziel der Studie ist oder bzw. Verlauf der Studie ist, dass die 120 Teilnehmer jeweils, für drei Jahre, 1.200 € bedingungsloses Grundeinkommen bekommen. Dazu gibt es eine Vergleichsgruppe von 1.380 Personen. Man möchte wissen, wie es aussieht, wie sich das bedingungslose Grundeinkommen auf Leben der Menschen auswirkt.
Erster Kritikpunkt: 120 Menschen in der Studie, da bekommt man überhaupt Ergebnis. Gut.
Rechnen wir das mal ein bisschen nach: 120 Teilnehmer haben wir, die bekommen drei Jahre lang, also 36 Monate, 1.200 € jeden Monat überwiesen. Macht in diesem 36 Monaten genau 5.184.000 €.

Kritik gibt es wie Sand am Meer und die Lösung sind die Perlen darin

Warum nicht mal einer Studie mit mehreren tausend Leuten durchführen. Wäre kein Problem.
Nur wer finanziert das? Ich habe es so ein geistiges Schulterzucken.
Ich weiß allerdings, was aus der Studie herauskommen wird: Eine Lebensveränderung wird es in dem Sinne nicht geben, dass Leute ihren Job aufgeben, weil, dass Geld wird endlich gezahlt. Nach drei Jahren ist Schluss. Man muss schon einen ziemlich beschissenen Job haben, um zu sagen, so jetzt kündige ich den Dreck, jetzt habe ich drei Jahre Zeit um mir was zu suchen.
So etwas wird es unter Garantie geben, aber die Zahl die wird relativ gering sein. Worauf es wahrscheinlich wieder hinaus läuft: Die Studie wird wieder aussagen, dass das Grundeinkommen nicht das bietet, was die ganzen Anhänger sich davon versprechen.
Das ist eigentlich schade. Auch der Gründer von DM macht sich immer noch stark für das bedingungslose Grundeinkommen.

Fanboy des bedingungslosen Grundeinkommens

Ich bin großer Fan davon, denn ich glaube auch, dass es die Gesellschaft verändern wird. Das heißt eine Oma, die heute mit ihrer Rente am Minimum kratz, kriegt noch 1.200 € obendrauf.
Den Menschen wird es besser gehen. Wir hätten mehr Kaufkraft. Ich weiß nicht was mit den Renten passieren wird. So tief möchte ich da auch nicht einsteigen. Da ich nur 13 Minuten Zeit habe und das ist ein Riesen Thema ist. Allerdings, was ich euch ans Herz legen möchte. Schaut mal bei „Mein Grundeinkommen“.

Linkliste:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bedingungsloses_Grundeinkommen
https://www.mein-grundeinkommen.de/

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VonRohan de Rijk

Podcast E#30 Alles braucht ein bisschen Pflege – Rohan´s 13 Minutes (Transkription)

Lesezeit: 5 Minuten

Ich denke, das wird heute der bis dato heißeste Podcast des Jahres, das liegt nicht unbedingt am Thema, sondern an den gefühlten 100 Grad, die in meinem Podcast-Studio herrschen.
Das Thema heute: Alles braucht ein bisschen Pflege. Damit ist nicht die Dusche gemeint, damit ist nicht die Autowäsche gemeint. Damit ist gemeint, dass ein Buch, ein Podcast oder Podcast-Folge ein bisschen Pflege, ein bisschen Zuwendung brauchen.

Lass und ins Doing gehen

Wie macht man so etwas?
Die Pflege und die Zuwendung haben so ein bisschen was mit Werbung zu tun und Werbung ist auch eine Form von Auffindbarkeit. Was macht es uns einfacher, ein Buch oder ein Podcast in der Masse auffinden zu lassen?
Das sind Metadaten.
Hört sich jetzt sehr nach Hokuspokus, vielleicht würde ich das doch nicht so sagen. Es ist eher technisch.
Was sind überhaupt Metadaten?
Metadaten beschreiben die Eigenschaften eines Objektes, das heißt ein Buch oder einen Podcast.
Beispiel: Mein „Buch Schnee am Strand“ – die Eigenschaften des Buches besagen, dass es ein Thriller ist? Wenn ich jetzt die Metadaten „Thriller“ eingebe und jemand sucht danach und ich Glück habe, findet er das Buch „Schnee am Strand“, weil ich „Thriller“ als Metadaten dem Buch mit auf den Weg gegeben habe.

Quantität ist doch manchmal besser

Dem Podcast und beim Buch habe ich natürlich mehr Metadaten angegeben. Beim Podcast wären das: Literatur, Schriftsteller, Autor, Bücher, Unterhaltung, Wissen, Kultur, Kunst, News, Leben, Geld, Börse, Aktien, Immobilien, Lifestyle, Ziele, Familie, Frau, Kind.
Das ist jetzt alles, was meinen Podcast und die einzelnen Folgen im Groben beschreiben.
Das ist ziemlich viel, aber diese ganzen Themen kommen irgendwann oder ab und zu und in loser Reihenfolge immer mal wieder dran, deswegen nehme ich dieses als Metadaten-Keywords auf und die werden dann dem Podcast auf den Weg gegeben.

Wer suchet, der findet

Wenn ihr einen Podcast sucht mit Literatur, Schriftsteller, Autor oder whatever, also eines von denen, dann besteht zum Teil eine sehr große Chance, dass ihr auf meinen Podcast trefft.
Natürlich sollten diese Metadaten und auch die Keywords etwas mit dem Podcast oder mit dem Buch zu tun haben, weil sonst könnte ich diese braune Brause, dieses Schnellrestaurant mit dem goldenen Bögen oder den Handy-Hersteller, Computer-Hersteller mit dem angebissenen Obst nehmen, um Aufmerksamkeit zu erlangen.

Nicht machen

Ist verboten, wenn z.B. Google die Metadaten ausliest und die haben nichts mit der Sache zu tun, dann rutscht man auch mit dem Ranking nach unten.
Dann hat man nämlich genau das erreicht, was man nicht erreichen wollte, nämlich keine Aufmerksamkeit bzw. Aufmerksamkeit möchte man erreichen und mit dieser geklauten Werbung versucht man auf den Zug des Erfolgs von anderen Unternehmen aufzuspringen, obwohl die gar nichts mit einem zu tun haben, dann hat man schlechte Karten.

Hardware ist kein Metadaten-Inhalt

Wenn ich einen Computer von dem angebissenen Obst und darauf den Podcast einspreche, dann ist das dämlich dann zu sagen, das nehme ich auch noch als Keyword. Das war jetzt der Ausflug in die Metadaten-Keywords.
Aber was hat das jetzt mit Pflege zu tun?
Im Grunde genommen gebe ich die Meta-Daten einmal ein, für den Podcast, für das Buch und dann wird das immer wieder genommen.
Eigentlich nicht. Beim Buch macht man das weniger, im Moment, wo ich das Buch hoste, gebe ich die Keywords ein. Diese kann man auch ändern, aber nicht in dem Maße, dass es sich lohnt.
Beim nächsten Buch, wenn es als Selfpublishing rauskommt, werde ich mir höchstwahrscheinlich einen anderen Anbieter suchen. Dann spielt das eher wieder eine Rolle. Dort könnte man dann auch Keywords kaufen, so dass die Leute eher auf das Buch aufmerksam gemacht werden.
Und da ist es wichtig, und jetzt kommen wir zur Pflege, dass das auch mal angepasst wird.

Der neue Start: Episode 20

In Episode 20 habe ich einen Relaunch des Podcast gemacht. Vorher habe ich euch erzählt, was in der Welt der Literatur los ist, ich habe euch den ersten Satz aus Büchern vorgelesen und irgendwann habe ich gedacht, das kann nicht alles gewesen sein. Ich will euch an meinem Leben teilhaben lassen und an dem, wie ich es gestalte, und wie ich versuche, mit Aktien, mit Büchern, mit Ideen so viel Geld zu verdienen, dass ich komplett als Schriftsteller arbeiten kann. Das war jetzt auch wieder ein kleiner Ausflug.
Ich habe den Podcast geändert und dementsprechend (mich hat gerade das Aufnahmeprogramm geärgert), dementsprechend habe ich natürlich auch die Metadaten angepasst, das heißt, ich habe hier Pflege betrieben, weil die Ausrichtung des Podcasts sich geändert hat. Zwar nicht riesig, aber doch so, dass es sich gelohnt hat zu überlegen, welche neuen Meta-Daten nehme ich. Die dann auch den Inhalt genauer beschreiben und genauer umzirkeln. Ich möchte natürlich von den Leuten gefunden werden, die sich für dieses Thema interessieren.

Ein wenig mit den Statistiken orakeln

Was auch zur Pflege gehört ist die Beobachtung der Statistiken.
Das was ich eben beim Buch über die Meta-Daten gesagt habe, mit dem Kaufen von Keywords und das dann mehr Leute darauf zugreifen, dass wird mit den Statistiken dargestellt.
Auch der Podcast würde mit Statistiken untermauert. Hier werden zwar Abonnenten angezeigt, aber ich habe gelernt, dass es nicht unbedingt auf die Abonnenten vom Podcast ankommt, aber ich muss halt auch schauen, wie viel Hörer habe ich, wie viel Mal wird der Podcast runtergeladen, wann brechen die Leute ab und dann einfach mal überlegen. Ist es das Thema, was die Leute abbrechen lässt, bin ich es, bin ich zu langweilig, ist das Thema zu langweilig vorgetragen oder ist es einfach so, dass die Leute sich durch die ganzen Podcasts zappen und nur mal reinhören.

Doch vielleicht nicht meins?

Das ist nicht meins und weiter. Also mehr oder weniger Podcast-Hopping betreiben. Das gilt es herauszufinden. Vielleicht kann ich neue Keywords einbinden oder was noch tun ist, um das Buch oder den Podcast weiter nach vorne zu bringen.
Ein sich Keywords oder Metadaten ausdenken, damit ist es nicht getan. Das Netz ist dynamisch. Die Leute sind dynamisch und deswegen darf man nicht stehen bleiben.

Die hohe Kunst des Findens

Es ist eine sehr hohe Kunst, in der Masse gefunden zu werden. Es gibt kein Patentrezept. Wenn ich eine Firma habe, die schon vorher einen Namen hatte, ist es natürlich relativ einfach.
Am besten ist es, man bleibt mit den Keywords bei dem Thema, was man wirklich verkörpern will, und bietet den Leuten Qualität. Hierzu gehören auch Themen, die wirklich interessieren, auch wenn es auch nur eine kleine Gruppe ist.
Es ist ein tolles Gefühl, wenn man sich vorstellt, dass da draußen Leute sitzen, die sagen, warum mache ich das nicht auch. Einfach mal bisschen Geld investieren. Mal schauen, was ist mein Traum ist, was kann ich machen?
Ich merke, ich schweife wieder ab, aber das ist auch Thema des Podcasts. Das ist nicht nur eine voyeuristische Außenschau, vielleicht ist es auch eine Innenschau für mich, aber es soll auch anregen, nicht nur zuschauen, sondern einfach auch mal machen.
Das wichtige in der heutigen Zeit
Das ist wichtig, gerade in der heutigen Zeit, wo es sehr sehr viele Möglichkeiten gibt, um sich fortzubilden, Geld zu investieren, Content zu generieren, selber was auf die Beine zu stellen.
Man muss natürlich das nicht direkt Influencer werden. Es gibt sehr geile YouTube Channels, wo einfach nur Sachen gebaut oder erklärt werden. Sei es, Gitarre spielen. Sei es, mit Holz zu arbeiten. Es ist einfach der Wahnsinn.
Um bekannt zu werden und vielleicht darüber sogar Geld zu verdienen, muss man immer dranbleiben und dazu gehört zum Beispiel auch das Drumherum des Podcast. Diesen zu pflegen oder die Bücher zu pflegen oder eine Webseite, das bedeutet auch immer wieder, etwas Neues zu generieren, denn Stillstand ist in der heutigen mediengeschwängerten Zeit echt der Tod.

Schwitzen für den Fortschritt
Deswegen sitze ich auch bei gefühlten 100 Grad wie in einer finnischen Sauna und mache den Podcast, weil er immer am Donnertag erscheint. Das ist auch gut so, denn da draußen sitzen Leute, die wollen den Podcast hören und das gibt mir auch den Ansporn weiterzumachen.

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VonRohan de Rijk

Podcast E#28 Der Handwerker und die Meditation – Rohan´s 13 Minutes (Transkription)

Lesezeit: 6 Minuten

Die heutige Folge ist mit: „Der Handwerker und die Meditation“ untertitelt, das hat jetzt auf den ersten Blick nicht sonderlich viel damit zu tun, was es mit Kunst, was es mit Lebenstraumerfüllung zu tun hat. Aber im Laufe des Podcasts werdet ihr sehen, dass es doch sehr wohl etwas damit zu tun hat.
Vielleicht hätte man das Ganze auch Untertiteln können mit: „Wie überlebe ich die Meditation“.
Meditation generell ist nicht tödlich, das wollen wir einfach mal hier festhalten, aber die Form wie ich zu meinem Meditationsplatz, Meditationsraum komme, die habe ich mir dann doch schon ein wenig überdacht. Zumal in meinem Schreibzimmer, Podcast-Zimmer, Musikzimmer steht dann an der Wand ein Kubus, da drin ist eine Toilette und genau da drüber über diesen Kubus, das sind roundabout 3 Quadratmeter, da ist dann so eine Plattform, wo ich meditiere.

Steigen für die Erleuchtung

Wie komme ich dahin? Bis dato habe ich das immer über eine Anlegeleiter gemacht. Das heißt 2,60 Meter hoch kraxeln, dann gucken, dass man dann über ja über die Kante kommt, man kriecht da eher hin wie ein Kleinkind und mehr oder weniger kriecht man dann auch so zurück.
Das ist nicht sonderlich komfortabel und je älter man wird, ist es wahrscheinlich auch eher gefährlich, dass man irgendwann mal abschmiert und dann 2,60 Meter weiter unten mal ganz gepflegt aufschlägt.

Schmerz gehört nicht zur Erleuchtung

Das ganze hört sich schmerzhaft an, ist es wahrscheinlich auch und es ist genau eine Erfahrung in meinem Leben, die ich nicht machen möchte. Dementsprechend habe ich mich dann entschlossen, auf diese Anlegeleiter zu verzichten und mir eine Wendeltreppe anzuschaffen und die dann auch dorthin zu bauen.
Macht das Zimmer ein bisschen kleiner, aber sie steht jetzt schon fast und es wirkt schon relativ edel. Allerdings muss ich sagen, die Wendeltreppe sieht toll aus und die Anleitung ist eine richtige Katastrophe. Man liest ja immer oder man sieht es dann halt auch mal auf YouTube oder whatever, dass dann über das schwedische Möbelhaus hergezogen wird, dass die ganzen Sachen so schwer aufzubauen sind und und und und. Und ich sage euch: Nein, nein, nein, nein. Die Anleitung von dieser Wendeltreppe ist das wirklich das reinste Armageddon. Das Ganze hat auch eher etwas mit Rätselraten als mit Aufbauen zu tun.
Ich kann verstehen, denn solche Treppen werden immer verkauft, von weiß ich nicht 2,50 Meter bis 2,80 Meter ist dann die Geschosshöhe, dass man da so eine Varianz einbauen muss ist klar, aber es ist nichts vorkonfektioniert. Alles muss geschraubt, gesägt werden. Die Anleitung ist eher so wie ein hin gekrickeltes Kinderbuch zu verstehen und, tut mir leid: Die Treppe ist toll. Sie ist stabil. Aber ich glaube Leute, Anleitungen schreiben, dass müsst ihr erst noch mal lernen.

Ich sage nicht, wer es war

Ich werde jetzt auch hier nicht die Firma nennen, es sind sicherlich nicht die Ersten und die Einzigen und auch nicht die Letzten, die so einen Mist unter die Bevölkerung bringen.
Die dann Tage und vielleicht sogar Wochen mit Rätselraten davorstehen. So ist dann aus dem Wochenende, das ich mir dann gegeben habe, die Treppe aufzubauen, mittlerweile, ich glaube anderthalb, zwei Wochen geworden. Natürlich muss man unter der Woche wieder arbeiten und wenn man einmal irgendwie dabei ist, dann möchte man das auch in einem durchziehen und da reicht die Zeit unter der Woche nicht aus.

Der Zeitplan einer Baustelle

Ich glaube, jeder von euch kennt das, der schon mal eine Wohnung renoviert hat oder saniert oder kleinere Projekte gemacht hat, der Zeitfaktor, der geht echt flöten, da kann man auch so großzügig versuchen zu rechnen und zu planen, irgendwie geht es dann doch in die Hose.
Deswegen, Deadline setzen ist relativ schlecht oder schwer, vielleicht muss man dafür auch Handwerker sein, vielleicht muss man das auch Jahre lang gemacht haben, um die ganze Sache einschätzen zu können. Bin ich nicht, ich bin auch nicht verpflichtet, das an einem Wochenende fertig zu machen.

Aus Schreibstube wird Warehouse

Der Raum sieht mittlerweile eher aus wie so ein Warenlager im Baumarkt und das möchte ich dann doch irgendwann einmal auflösen, um wieder schreiben zu können und vielleicht auch wieder mal, zur Abwechslung, Musik machen zu können. Wenn ich jetzt den Podcast hier einspreche, sitze ich mehr oder weniger zwischen Schreibtischen eingekeilt, umgeben von gelben Säcken ausgepackten Kartons und Werkzeug.
So genug rumgeheult. Im Endeffekt wollte ich auf die Treppe haben. Um dann hat er gefahrlos hochzugehen, um zu meditieren.
Was hatte Meditation jetzt mit Kunst zu tun?
Meditation fördert erstmal, dass man selber ruhiger wird, gelassener wird und auch das Stresslevel abgesenkt wird.
Was heißt das jetzt?
Wenn man sich dann das Stresslevel wie so einen Graphen, so eine Kurve vorstellt, hat man, wenn man, jetzt in der Pandemie-Zeit, glaube ich eher schon ein erhöhtes Stresslevel, das heißt, also dieser Grundstress ist wahrscheinlich immer vorhanden. Das heißt, also ich gehe raus, die Leute, die machen ein paar Schritte von einem weg, als ob man den letzten Rins hat.
Maske auf, Maske zu, hier desinfizieren dort desinfizieren. Test, nicht Test und all sowas, bei mir ist es so, dass ich eine Aversion dagegen habe.
Das erhöht den Stresslevel und diese Grundlinie sage ich mal, die kann man mit einer Meditation sehr gut auch runter bekommen. Auf der anderen Seite kann man natürlich auch ein Thema nehmen und da drüber meditieren, das heißt, also um das eine Thema die Gedanken kreisen lassen, ohne dass man versucht, abzuschweifen oder anderen Gedanken, negative Gedanken dann den Vorhang zu geben.

Die Veränderung als Vorteil nutzen

Für mich hat das Ganze auch einen weiteren Vorteil, ich werde wieder mal mein Zimmer umbauen müssen. Was ich eigentlich auch ganz gerne mag, immer mal so einen anderen View zu kriegen, so einen anderen Blick, so ein anderes Aussehen vom Zimmer zu bekommen. Man guckt beim Schreiben mal woanders hin und das verändert auch den Blickwinkel, die Kreativität. Man sieht auf einmal vielleicht irgendetwas anderes, man ist in einer etwas ungewohnten und neuen Situation und das fördert für mich auch die Kreativität.

Wer hat´s auch gemacht? Der Robbie.

Dabei muss ich immer an den Film „Club der toten Dichter“ mit Robbie Williams denken, der dann irgendwann vor seiner Klasse mal auf den Schreibtisch geklettert ist und gesagt hat: „Ich habe mich auf den Schreibtisch gestellt, um mir klarzumachen, dass wir auch alles aus einer anderen Perspektive sehen müssen.“
Macht das einfach mal.
Gut, vielleicht nicht unbedingt auf einen Tisch oder bloß nicht auf einen Drehstuhl. Das geht dann Twisted nach unten.
Aber versucht einfach mal irgendwo einen Perspektivenwechsel zu machen und ihr werdet sehen, es sieht nicht nur anders aus, man bekommt auch ein anderes Gefühl dafür. Für die Sache, für seinen Raum und vielleicht auch für das Leben. Dahingehend mal die Perspektive ändern.
Und da schließt sich natürlich auch wieder für mich der Kreis, wo ich sage, mein Lebensziel ist, zu schreiben, und vielleicht nicht unbedingt Geld damit zu verdienen, aber die Freiheit zu haben, dieses zu tun und das ist natürlich auch eine Perspektive, die anders ist. Die auch betrachtet werden muss und wenn man anfängt, diese Perspektive zu betrachten, kommen einen auf einmal Gedanken, Ideen und vielleicht auch Möglichkeiten. Besonders Möglichkeiten, wie man das Ganze anstellen kann.

Versprochen ist versprochen, dass Grundeinkommen kommt. Als Podcast.

Ich werde auch irgendwann mal in einem der nächsten Podcasts, ich weiß nicht, welche Folge, auf das bedingungslose Grundeinkommen eingehen, wo ich ein absoluter Fan von bin. Lasst euch überraschen, ich werde mir nochmal meine Gedanken machen, ich werde auch mal ein bisschen nachforschen, noch mal, was das alles hundertprozentig bedeutet, weil man muss das ja schon mit vernünftigen Fakten unterfüttern.
Ach so, eins noch, Perspektivenwechsel: Ich mache das gerne, wenn ich durch Städte gehe, besonders durch niederländische Städte, weil die natürlich von ihrem Charme noch mal weit weit vorne sind oder weit mehr vorne sind als deutschen Städte oder einige deutsche Städte und lass einfach mal den Blick nach oben schweifen, das heißt also nicht irgendwo, ich habe keine Ahnung wie hoch meine Augen sind, ich bin 1,90. Vielleicht 1,75. Ich habe das nie nachgemessen oder 1,80 whatever, das heißt, also nicht nur auf Höhe der Augen, den Blick mal schweifen lassen. Einfach auch mal nach oben gucken, was passiert da, was ist da, wie fühlt sich das an? Und ich habe das schon echt spannende Sachen gesehen und das ist auch etwas was die Kreativität fördert, auch mal in etwas Kleines reingucken oder die kleinen Dinge entdecken und das ist genau das, wenn man schreibt, auch solche Sachen in einem Buch zu beschreiben. Das gibt eine gewisse Lebendigkeit.

Kreative Übungen ohne Zwang und Muskelkater

Das Ganze soll sich jetzt nicht anhören nach: „Macht man mal ein paar kreative Übung, steigt auf dem Tisch guckt nach oben. Whatever.“ Bei mir passiert das automatisch und dieser Automatismus ist eigentlich etwas, wo man aufmerksam ist, man ist neugierig. Man bleibt neugierig und das ist glaube ich auch das, was ein geistig auch fit hält und neben Kreativität und wie man sich einrichtet, das ist für einen auch selbst etwas Globales.
Wie fühle ich mich wohl?
Was muss ich tun, mich wohlzufühlen und wo möchte ich hin und dann auch mal kreative Ansätze finden, um das Ziel zu erreichen. Ich glaube, das macht einen auch als Mensch aus und das unterscheidet einen vielleicht auch, ich würde das jetzt nicht abwertend sagen, aber von den Lemmingen, die sich dann einfach draußen treiben lassen, ohne ein richtiges Ziel im Leben zu haben. Das ist natürlich jetzt ein bisschen heftig, vielleicht haben die Leute Ziele, vielleicht sind die Ziele auch klein, vielleicht kommt einem das auch selber vor, dass man selber nur große Ziele hat.
Was immer. Ich bin nicht hier, um da zu urteilen, aber manchmal habe ich das Gefühl, wenn man mit den Leuten spricht, dass das Leben nur vor sich hinplätschert.
Ich weiß nicht ,wie es euch geht, ich möchte auf alle Fälle eine Spur hinterlassen und diese Spur soll nicht nur Leute erfreuen, diese Spur soll auch mich erfreuen.
Ich glaube, wenn man das schafft, dann ist man auf einem guten Weg.

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Podcast E#27 Chancen nutzen, Chancen schaffen – Rohan´s 13 Minutes (Transkription)

Lesezeit: 5 Minuten

Das heutige Thema lautet: Chancen nutzen und Chancen schaffen. Es ist natürlich der Weg, den ich bestreiten möchte, um kreativ zu sein und die Freiheit zu haben, dementsprechend ist es auch so, dass ich mir die Freiheit mit Geld erkaufen muss. Da ich von Geburt an nicht reich bin, auch nicht im Lotto gewonnen habe oder irgendwo eine riesige Erbschaft bekommen habe oder die im Hintergrund arbeitet, muss ich solange es geht, noch für Geld arbeiten.
Die Aktien fühlen sich pudelwohl, aber um dann noch ein bisschen Fleisch draufzukriegen, bleibt mir nichts anderes übrig als zu arbeiten. Und ihr kennt das sicherlich, irgendwann wird jemand auf euch zukommen, sei es ein Arbeitskollege, sei es der Chef oder jemand aus dem privaten Umfeld und macht euch in Anführungszeichen ein Angebot.

Wann ist eine Chance eine Chance

Die Frage ist, ist ein Angebot eine Chance? Vielleicht.
Es kommt immer irgendwo drauf an. In der Arbeitswelt ist es natürlich so, wenn man gefragt wird, möchtest du dieses und jenes machen, könnte dies natürlich eine Chance sein.
Aber, und das ist meine Erfahrung über auch die ganzen Jahre mittlerweile auch Jahrzehnte: Chancen kommen im Blaumann daher.
Das heißt Chancen oder eine Chance bedeutet zu 99 Prozent, wenn nicht sogar höher, Arbeit und teilweise auch richtig viel Arbeit. Neben einem mehr an Arbeit kann natürlich auch eine Chance Veränderung bedeuten und vielleicht ist das Wort „verändern“ auch ein bisschen negativ besetzt, aber Veränderung kann ja auch etwas Positives sein. Das ist ein Schritt nach vorne oder es kann ein Schritt nach vorne sein.
Auf einmal hat man eine Leitungsfunktion, da muss man natürlich auch sagen, möchte man das, da muss man ganz klar sagen, das ist ein Abwägen, das, was ich als Chance angeboten bekomme, ist auch etwas, das ich auch wirklich tragen kann?
Nicht jedes Angebot, jede Chance, die offeriert wird, ist auch immer und immer wieder ein Abwägen. Ist es das, was ich leisten kann, ist es das, was ich möchte, das heißt, also z.B. eine Leitungsposition.

Bin ich der Typ dazu

Möchte ich dann den Leuten sagen, mach dieses, mach jenes, mach welches.
Kann ich das überhaupt?
Kann ich auch den Druck aushalten?
Weil, je höher ich steige, umso mehr Druck bekomme ich von oben und muss ihn dann versuchen, nach unten abzudämpfen.
Das sind Sachen, die ich schon mitgemacht habe, und ich muss sagen, die Chancen, die ich da hatte, die habe ich genutzt, die haben mich auch dazu gebracht, dass ich heute da bin, wo ich bin.
In einer Leitungsposition.

Der Blaumann – ein Synonym für die Chance

Allerdings, dieser Blaumann, den die Chance mir mitgegeben hat, der war dann schon arg dreckig, weil ich teilweise durch sehr sehr viel Mist waten musste, bis die Arbeit oder halt doch die Chance so anerkannt wurde, wie es jetzt im Moment ist.
Neben den Chancen, die an einen herangetragen werden, kann man sich natürlich auch seine eigenen Chancen schaffen, wie würde das z. B. aussehen?
Bleiben wir in der Arbeitswelt, das wäre z. B. in eine Abteilung bisschen über den Tellerrand hinausblicken. So ein bisschen schauen, was machen die anderen Kollegen, was könnte man noch einbringen, wo könnte man noch seinen Wirkungskreis erweitern oder ein bisschen Glaskugel spielen, wo könnte das mit der Abteilung hingehen.
Gerade, wenn man im Technikbereich arbeitet, mit Computer, Internet und sowas, dann kann man immer noch mal ein Auge aufhalten. Oder nur aufhalten und schauen, wo geht das hin.
Was ist die nächste Sau, die durchs Dorf getrieben wird? Und vielleicht ist es ja etwas für mich. Dann kann ich damit natürlich auch zu meinem Vorgesetzten gehen und sagen, so wir können dieses und jenes machen, also ich gehe jetzt nicht auf genaue Beispiele ein.
Da habe ich natürlich wieder die Möglichkeit, mich zu profilieren und daraus dann halt im nächsten Gespräch auch zu sagen, so, du hast gesehen, was ich kann.
Du hast gesehen, dass ich mir Gedanken mache und ich verkaufe hier meine Arbeitskraft an dich und deswegen möchte ich mehr Geld haben und jeder Chef, der was auf sich hält, der wird auch das Potenzial erkennen.

Bei Geld hört der Chef nicht hin

Natürlich zieren sich alle. Aber im Endeffekt wird man sich wahrscheinlich auf ein höheres Salär einigen. Damit hat man seine Chance geschaffen, damit hat man seine Chance dann im Endeffekt auch in Geld umgewandelt. Allerdings bietet so eine „Chance schaffen“ auch immer wieder das Potenzial zu sehen, hier wird meine Arbeit, hier wird meine Leistung nicht gewertet.

Wenn die Chance in die Hose geht, entstehen neue Chancen

Was mache ich dann, möchte ich das weiter machen, möchte ich dann immer so arbeiten, vielleicht habe ich jetzt auch genau dadurch, dass ich versuche, mir eine Chance zu schaffen, mir ein anderes Tor aufgemacht und so sagt man, ich suche mir einen anderen Job, das heißt also, was ich eben schon sagte, eine Chance bedeutet halt auch immer Veränderung und vielleicht ist es auch so, dass ich etwas erschaffen möchte, gegen eine Mauer laufe und diese Mauer habe ich eigentlich vorher nicht bemerkt, aber es ist genau das, was ich nicht möchte. Hier werde ich nicht glücklich. Hier muss ich irgendwo raus, und dadurch habe ich dann halt auch Veränderung geschaffen und diese Veränderungen können ganz immens sein.

Die Welt braucht Visionäre

Bleiben wir noch ein bisschen bei den Visionären.
Ich habe mir mal 2 rausgesucht. Es ist einmal Edison und einmal Steve Jobs und ja, diese beiden Erfinder und auch Visionäre haben etwas geschaffen, was die Welt verändert hat. Ohne Edison wären wir wahrscheinlich immer noch um Kerzen geschart. Vielleicht hätte das auch jemand anders erfunden aber, der Mann hat sich hingesetzt, mit seinem Ehrgeiz und mit seinem Glauben daran, eine Glühbirne zu erschaffen.
Ich habe nachgelesen: Er hat roundabout 9.000 Versuche gebraucht, bis er die Glühbirne zur Marktreife gebracht hat. Und ein Mitarbeiter von ihm sprach ihn mal an und sagte, es müsste doch eigentlich langsam reichen, er hätte jetzt mehrere Hundert, Tausend Versuche gehabt und nichts hätte funktioniert, das kann doch gar nicht funktionieren.
Er hat dann so ungefähr geantwortet: Mit jedem Misserfolg oder mit jedem missglückten Experiment bin ich einen Schritt näher dran.
Genau diese Form von Resilienz muss man auch haben, wenn man für sich etwas sehen möchte oder für sich etwas sieht und die Zukunft sieht.
Der andere, Steve Jobs, hatte Ideen, Visionen und hat sie auch bis ins Kleinste ausgearbeitet. Man kann alles beschreiben. Er hat dann auch teilweise die Maschinen noch einfärben lassen, damit sie schön in der Halle aussehen.
Es ist ein absoluter Wahnsinn, wie kleinteilig er dann auch an den ganzen Sachen rumgefeilt hat. Wer das gerne mal lesen möchte, dem empfehle ich das Buch, die Autobiographie oder die Biografie von Steve Jobs, da ist das alles genau aufgezählt, was er war oder wie getrieben er auch war.

Die Luft der Getriebenen

Dieses getrieben sein, gepaart mit einem langen Atem, genau das ist es auch, was man als Schriftsteller braucht. Wenn man sich umhört, keiner hatte sofort den extremen Erfolg gehabt. Es gab immer eine Vorgeschichte, auch wenn es so rausgestellt wurde: „Er hat sich gerade hingesetzt, drei Seiten auf dem Butterbrotpapier geschrieben und dann war sein Buch Bestseller.
Die Leute haben alle eine Vorgeschichte und das gibt einen auch im wieder Mut weiterzumachen. Sich umzusehen. Chancen zu nutzen. Einfach mal schauen, was auf einen zukommt. Das auch zu bewerten: Ist es gut für mich, ist es nicht gut für mich?
Einfach mal Sachen auch auszuprobieren. Das heißt, eine Chance zu nutzen, bedeutet nicht, das Ganze bis zum Ende durch zu treiben. Ich kann ja auch sagen: „Nee, das funktioniert für mich hier nicht mehr und deswegen lasse ich es sein.“
Das ist auch ein gutes Recht von einem und es zeugt auch davon, dass ich weiß, was für mich gut ist oder bzw. ich lerne auf meinem Weg, was gut für mich ist.

Das Wissen um einen selber

Was heute gut für mich ist, kann morgen anders sein, aber von Punkt A nach Punkt B findet immer noch Leben statt und in diesem Leben lerne ich. Bewerte mich und so weiß ich dann, ob diese Chance dann wirklich in Wochen, Monaten, Jahren auch gut für mich ist.
Dementsprechend, einfach Augen Ohren offenhalten, bewerten, schauen, einfach mal machen und einfach mal mutig sein.
Und wie es immer im Leben ist: Alles hat seinen Preis, das heißt die Chance, genau das, was ich am Anfang gesagt habe, kommt zu einem sehr sehr hohen Prozentsatz im Blaumann daher. Deshalb sollte man sich auch nicht vor der Arbeit scheuen, denn vielleicht ist es genau die eine Chance, die dein Leben oder mein Leben in so geilen Bahnen lenkt, die man sich gar nicht so vorgestellt hat.
Nach der Chaostheorie ist es der Schmetterling irgendwo in China, der einen Sturm heraufbeschwört.
So kennt es auch jeder von seinem Leben, wäre man auf dieser Kreuzung irgendwo anders abgebogen, wäre das Leben ganz anders verlaufen.
So kannst es auch mit der Chance sein.

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VonRohan de Rijk

Podcast E#26 Zwischen den Büchern – Rohan´s 13 Minutes (Transkription)

Lesezeit: 5 Minuten

In den letzten drei Episoden habe ich euch erzählt, wie ich meinem Ziel monetär näherkommen möchte bzw. es erreichen möchte und zwar über Aktien ETFs und Immobilien. Damit soll jetzt erstmal Schluss sein. Sollte es da irgendwelche Neuigkeiten geben, sollte ich schauen, ob es noch andere Möglichkeiten gibt, Geld sich vermehren zu lassen, dann würde ich das auch noch mal mit aufnehmen. Das heißt auch nicht, dass ich in meinem Job nicht schaue, dass ich weiterkomme, weil der Weg bis das alles greift, bis das Geld da ist, ist lang. Und wenn sich die Möglichkeit bietet, wie es sie im Moment tut, dass ich vielleicht sogar mehr Geld verdienen kann durch Höhergruppierung, dann werde ich das annehmen, weil, je mehr Geld ich habe, umso mehr kann ich investieren.

Die kleine Bestandsaufnahme

Das sollte es jetzt erstmal gewesen sein. Jetzt widmen wir uns wieder ein Weg der Schriftstellerei. Auch hier noch mal eine kleine Bestandsaufnahme für diejenigen, die später sich dazu geschaltet haben. Mein letztes Projekt, sprich Buch, ist abgeschlossen. Ihr müsst natürlich verstehen, ich kann im Moment euch noch nicht den Titel nennen, obwohl es mir in den Fingern juckt, es raus zu posaunen und jetzt schon mal die Werbetrommel zu rühren.
Geht leider Moment noch nicht. Fakt ist, ich habe sieben Literaturagenten angeschrieben, von denen sich bis dato leider noch keiner gemeldet hat. Allerdings, wenn ich mir dann durchlese, dass sie sich ein bis vier Monate Zeit nehmen, um das Buch zu begutachten, dann kann es halt im Endeffekt auch noch nicht zu einer Antwort gekommen sein. Die dann hoffentlich irgendwann bald mal eintrudelt.

Auf die Auswahl kommt es an

Die Literaturagenten habe ich natürlich ausgewählt nach den ganz Großen, weil, wo möchte man anfangen?
Natürlich an der Spitze.
Ich habe dann auch mal eine sehr junge Agentur oder bzw. zwei sehr junge Agenturen angeschrieben. Vielleicht ist es ja da der Weg. Die Großen werden wahrscheinlich auch überschüttet und sind übersättigt und die nehmen wahrscheinlich auch nur noch Leute an, die schon einen gewissen Erfolg haben. Vielleicht funktioniert es mit den kleineren.
Der Einstieg würde sicherlich über kleinere Agentur auch einfacher werden, als wenn man in die großen Agenturen geht und dort wahrscheinlich schon festgefahrene Strukturen hat.
Ruft eine große Agentur, werde ich natürlich auch dahin gehen. Wäre ja schön blöd, es nicht zu tun.

Zwischen den Büchern

Die heutige Episode ist mit „Zwischen den Büchern“ übertitelt. Es ist einfach so das Gefühl, was ich auch mal so näherbringen möchte, wie man so aufgestellt ist zwischen zwei Projekten.
Das eine Projekt ist abgeschlossen. Man weiß im Moment noch nicht so ganz, wo die Fahrt hingeht: Werde ich dann von dem Verlag angenommen? Oder geht das Ganze zum Selfpublishing?
Aber gleichzeitig fängt man schon wieder an, ein neues Buch zu plotten. Eine kurze Zwischengrätsche, wenn ihr nicht wisst, was plotten ist.
Plotten ist im Grunde genommen das Handlungsgerüst der Geschichte. Alles wird in Kapitel unterteilt und man schaut, wo man Spannungsbögen einbaut. Wo die Geschichte einen Twist kriegt. Das ist im Grunde genommen das Plotten.
Da bin ich jetzt dran und das vorherige Projekt ist dann in dem Sinne ein bisschen auf Eis gelegt, bis ich dann sage, ok, es hat sich kein Literaturagent gemeldet und dann geht das Ganze ins Selfpublishing.
Respektive, wenn sich einer meldet, dann ist der Weg vorgezeichnet mit der Agentur. Genau dieser Zustand, der fühlt sich seltsam an, das ist doch das eigene Baby, man gibt es so ein bisschen aus der Hand, legt es auf Eis.

Zwei Jahre einer Beziehung

Man war mit den Figuren zwei Jahre unterwegs gewesen, hat die Geschichte aufgebaut, hat den ein oder anderen sogar umgebracht und jetzt ist das erst einmal zu Ende und man fängt was Neues an, das heißt also, man kreiert neue Figuren, kreierten neue Welten und es fühlt sich noch so ein bisschen fremd an. Man fremdelt damit. Wo wird das hingehen? Die Puzzlesteine passen noch nicht ganz zusammen. Man feilt an den Charakteren, das ist im Moment die Situation, die ich durchlebe.
Es fühlt sich komisch an, wie kann man das beschreiben: So wie die Rau-Nächte zwischen Weihnachten und Neujahr. Wo so eine komische Stille eintritt zwischen den zwei Big Bang Stars gegen Jahresende, ja, so fühlt es sich an. Es ist wieder Fisch noch Fleisch, man traut sich noch nicht so richtig ran, die Geschichte komplett durch zu plotten. Man hat immer noch Ideen.
Ich muss sagen, in der heutigen Zeit, da spiele ich auf die Pandemie an, fällt es mir sehr schwer, irgendwo einen klaren Kopf zu bewahren und sich einfach mal raus zu setzen in den Garten und zu sagen: Jetzt lassen wir uns einfach mal die Geschichte durchdenken.
Früher Richtung Holland, Meer entlang spazieren gegangen, Füße ins Wasser, Wind in die Nase. Natürlich Nase in den Wind. Das funktioniert im Moment nicht.
Die Weite ist einfach dafür geschaffen, um den Geist auch mal fliegen zu lassen, mal ordentlich den Turbo anzuwerfen und zu schauen: Wo geht die Geschichte hin.
Funktioniert nicht.
Man ist eingesperrt, man ist kastriert in seiner Lebensweise und da muss ich sagen, fällt es mir ein bisschen schwerer, wirklich die Fantasie in die Geschichte zu legen. Und mit schwerer meine ich, es funktioniert, aber es funktioniert relativ langsam.

Jammern ist erlaubt

Das Ganze hört sich jetzt wieder so ein bisschen nach jammern an, aber ich glaube, wer kreativ unterwegs ist, der braucht auch einen bestimmten Input, respektive, der hat sich ja auch etwas zurechtgelegt, denn er weiß, wenn ich das mache, dann komme ich in einen Flow. Und aus dem Flow kommen die Gedanken, die Kreativität, die Ideen. Dann fließt das.
Ich weiß nicht, vielleicht ist es bei jedem anders. Vielleicht ist es auch bei Musikern anders. Wie die dann ihre Ideen bekommen. Vielleicht mit improvisieren? Wie auch immer, bei mir sind es die Spaziergänge am Meer, das absolute Alleinsein. Im Buddhismus nennt man das Schweige-Retreat, was heißt, auch mal so ein paar Tage die Schnauze halten, nicht oder wenig mit Leuten reden, sondern einfach so eine Art innere Einkehr, Reinigung, alles mal abfallen lassen und dann fangen die Gedanken an, sich zu formieren.
Mir geht es so, das fühle ich und ich merke, dass es funktioniert. Das ist dann halt auch mein Weg.

Die drei Wochen nach den drei Wochen nach den drei Wochen

Wahrscheinlich müssen wir ihn noch mal drei Wochen und dann noch mal drei Wochen durch und dann haben wir alles hinter uns und alles wird irgendwann wieder gut.
Eigentlich wollte ich die Pandemie-Kacke nicht so in meinem Podcast reinziehen lassen, aber im Gesamtkontext des Lebens kommt man im Moment nicht drum rum.
Es bleibt spannend, aber eins gilt: Nicht aufgeben, immer weitermachen und wenn man dann halt das eine oder andere Kapitel, das habe ich auch schon gemacht, wieder in die Tonne gekloppt und neu schreiben muss, dann ist das halt so. Dann soll es nicht so sein, weil, was richtig ist, das bleibt auch bei einem.

Das Schreibprogramm gönnt sich ein Update

Zum Schluss noch ein kleines Update, ich hatte in einer der Episoden, ich weiß es gar nicht mehr welche das war, ein paar Schreibprogramme vorgestellt.
Ich habe jetzt, weil ich gerade mit dem Plotten dran bin, das neue Papyrus 11 geholt.
Ich muss sagen, es gibt es sehr viele Vorlagen für das Plotten, die man benutzen kann, um auch zu sehen, welche Sachen ich möchte. Ob die 3-Akt-Metode. Ob ich Thriller oder Romance schreibe.
Das haben die echt gut gemacht. Ich, derjenige, der eigentlich so ein bisschen drauf war, ich habe die grobe Geschichte, und schreib dann einfach mal drauf los. Ich merke jetzt, dass eine gewisse Vorbereitung sein muss. Es hat mir echt dabei geholfen, oder ich versuche es, diese Hilfe immer noch in Anspruch zu nehmen. Ich bin auch zufrieden und im Grunde genommen gibt es auch noch obendrauf den neuen Duden Korrektor, als nicht der größte Grammatik- und Rechtschreib-Freund ist das auch ganz gut so, weil die Korrekturen um einiges besser geworden sind.
Ich hatte vorher die Version 8 und habe jetzt lange überlegt, aber ab und zu muss man auch mal seine Software updaten, um wieder auf dem Stand der Dinge zu sein.

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VonRohan de Rijk

Podcast E#25 Immobil, aber trotzdem fexibel – Rohan´s 13 Minutes (Transkription)

Lesezeit: 6 Minuten

Bevor wir mit dem heutigen Thema anfangen, möchte ich noch mal etwas aus der Episode 24 berichtigen, und zwar hatte ich in der Minute 7:42 gesagt, dass man sich die Werte für einen Fond zusammenstellen kann, das ist natürlich nicht richtig. Fond-Gesellschaften bzw. der Fondmanager stellen die Werte zusammen und bilden daraus einen Fond und diesen Fond kann man sich dann kaufen und darin investieren.
Wollte ich nur noch mal berichtigen, damit das halt auch alles seine Richtigkeit hat.
Sorry noch mal dafür.

Die dritte Säule zum Ziel

Kommen wir zur heutigen Säule und das wird auch die letzte Säule sein, und zwar sind es die Immobilien und für mich die selbstbewohnten Immobilien. Dazu zählt allerdings nicht das Ferienhaus, was ich dann mal angeführt habe, also im Grunde genommen ist das Ferienhaus für mich der Beweis, dass es funktioniert.
Das es ist auch ein Traum, den ich schon Runabout 20-25 Jahre hatte, ein eigenes Ferienhaus am Meer, wo man sich dann gut gehen lassen kann.
Was habe ich gemacht? Ich habe dann mit Aktien gehandelt, gespart, gemacht, getan, damit ich mir das Ferienhaus kaufen kann und dementsprechend haben wir jetzt zwei Häuser. Das mag sich vielleicht ein bisschen abgehoben anhören, aber für mich ist es der Beweis, dass, wenn ich etwas möchte, und in dem Sinne taktisch vorgehen und das Geld dahingehen zusammenspare, dass das halt auch funktioniert.

Geld ausgeben, spart Geld

Eine Immobilie hört sich erstmal nach Geld ausgeben an.
Was es natürlich im Endeffekt auch ist. Um eine Immobilie, sei es eine Eigentumswohnung oder ein Haus zu erlangen, muss ich erstmal Geld in die Hand nehmen und Geld ausgeben. Aber sind wir mal ehrlich, bei einer Miete muss ich das genauso tun und am Monatsende ist das Geld futsch. Das heißt, ich habe es verwohnt. Und wenn man sich das mal über die Jahre und Jahrzehnte zusammenrechnet, wie viel Geld in eine Mietwohnung investiert wurde, dann frage ich mich, ob das nicht besser in eine Immobilie investiert wäre. Die wenigsten Leute, und dazu gehöre ich auch, können das Haus direkt komplett und in bar bezahlen. Das bedeutet, dass im Endeffekt, dass man das Ganze finanzieren muss. Das heißt, also die Rate für das Haus kann man schon mit einer Miete gleichsetzen. Nur, bei der Miete verwohne ich dann das Geld und mit der Rate gehe ich dann immer ein Stückchen näher da dran, dass mir das Haus komplett gehört. Und wenn mir das Haus komplett gehört, was bleibt dann übrig?

Jetzt wird es richtig billig

Im Grunde genommen muss ich nur noch die laufenden Kosten des Hauses tragen, das heißt also Gas, Wasser, Scheiße.
Was ich natürlich auch in der Miete zahlen muss.
Ich muss das Haus versichern.
Was der Vermieter auch umlegt auf die Miete und auf alle Fälle muss man an die Stadt auch noch mal ein Stück Steuern zahlen.
Das wird auch auf die Miete umgelegt.
Das heißt, also, als Hausbesitzer oder als Mieter, komme ich nicht um diese Kosten drum herum.
Am Anfang habe ich gesagt, dass es sich für mich nur lohnt, eine selbstbewohnte Immobilie als Wertzuwachs anzusehen.
Warum ist das so?
Also im Grunde genommen kann man doch sagen: Hey, die Mieten steigen und all sowas, und eigentlich brauche ich ja da nichts zu tun, der Mieter wohnt da drinnen und die Gelder fließen.

Die schöne heile Welt?

Das ist in einer schönen heilen Welt sicherlich richtig. Aber ich habe genug Bekannte, die Eigentum vermietet haben, oder deren Eltern Eigentum vermietet haben, und die haben sehr viel Ärger, bis hin zur kompletten Verwüstung durch Mietnomaden erfahren und genau das ist es, was ich nicht möchte, weil, dann muss ich wieder, um für den Erhalt der Immobilie zu sorgen, Geld reinstecken.
Im Endeffekt soll die Immobilie mir ja dabei helfen, mich für die Zukunft zu wappnen, um dann auch von dem Geld, das ich erwirtschaften möchte oder erwirtschaften werde, leben zu können.
Das ist halt nicht so, wenn ich immer mit einem Auge drauf gucken muss, was macht der Mieter mit meinem Eigentum.
Und versucht heute mal, einen Mieter, egal was der auch macht, auf die Straße zu setzen.
Das ist unmöglich oder fast unmöglich bzw. das ist sehr zeitaufwendig und in dem Sinne kann derjenige halt immer noch die Wohnung verwohnen und die Miete schuldig bleiben.
Also es lohnt nicht.

Beispiel gefällig?

Das schlimmste Beispiel von Bekannten: Die Eltern haben die Wohnung komplett renoviert und nach zwei Jahren sind die ausgezogen und die haben sogar die Kabel aus den Wänden gerissen. Entschuldigung, so stelle ich mir das nicht vor und es geht hier da drum, dass ich persönlich für mich mein Vermögen anspare, so dass ich nur noch als Schriftsteller arbeiten kann, und diesen Stress, den möchte ich mir definitiv nicht antun.
Deswegen auch nur selbstbewohntes Eigentum.
Ich habe für mich persönlich so eine kleine Positiv-Negativ-Liste gemacht, natürlich, wo Licht ist, ist auch Schatten. Das ist natürlich auch bei einer Immobilie , aber der Vergleich, der ist schon sehr in Richtung positiv.

Die Liste der Entscheidung

Also im Endeffekt ist es so, man muss keine Miete zahlen. Natürlich halt auch die Rate, aber die Rate erhöht im Endeffekt den Anteil, an dem euch dann diese Immobilie gehört.
Die Miete ist am Monatsende weg. ich habe es verbraucht. Genau, wenn ich mir irgendwas einkaufe und ich futter das Ganze auf, ist es weg. Ich muss es neu kaufen, das heißt, also wenn ihr euch mal ausrechnen mögt, was ihr an Miete zahlt.
Das Geld ist im Endeffekt weg.
Die zweite positive Sache ist, ich habe keine Mietsteigerung, das heißt, also der Vermieter kann im gewissen Rahmen die Miete anheben, tut er das, bin ich natürlich dazu verpflichtet, diese zu zahlen. Respektive, ich kann natürlich dagegen vorgehen. Dann habe ich auch wieder Ärger.
Dieses Problem habe ich nicht, wenn ich mein Haus finanziere, das heißt also, ich habe, je nachdem wie mein Vertrag aussieht, 10 bis 20 Jahre die gleiche Rate. Ich kann auch mit dem Geld wirtschaften, weil ich genau weiß, über einen relativ langen Zeitraum brauche ich nicht mehr zu zahlen.
Die nächste positive Eigenschaft: Ich habe keinen Vermieter. Das bedeutet, Schäden, die auftreten, müsste ich ja im Grunde genommen den Vermieter melden, respektive vielleicht auch selber beheben, je nachdem wie der Mietvertrag aussieht.
Aus eigener Erfahrung muss ich sagen: Es ist sehr zäh, wenn man an den falschen Vermieter gerät, dass der die Sachen repariert.
Zuerst war natürlich immer, und das habe ich öfters erlebt, die Schuldfrage bei mir respektive mir und meiner Frau. Wir wären mit der Wohnung nicht vernünftig umgegangen, weil dort Schimmel aufgetreten ist.
Wie sich natürlich herausstellt hat, sind wir vernünftig umgegangen. Das Haus war so erbärmlich isoliert, dass Schimmel auftreten musste.
Aber bis zu diesem Zeitpunkt gab es sehr viel Ärger, sehr viel Streit und das kann man sich mit einer eigenen Immobilie wirklich schenken.
Der letzte positive Grund ist, ich weiß nicht, ob es das in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten noch geben wird, aber im Moment steigen die Immobilienpreise. Das heißt, während ich selber wohne und mir Vermögen durch die Immobilie anschaffe, wird die Immobilie auch immer mehr wert, das heißt, also, wenn ich die Immobilie pflege, was ich auch mit einer Wohnung tun muss, ist es nicht nur so, dass die Immobilie mir dann irgendwann hört, sondern, ich habe dann auch noch eine Wertsteigerung drin.
Wie weit das gehen wird? Keine Ahnung, aber im Moment ist es so und das ist auch ein positiver Grund, sich eine Immobilie anzuschaffen.

Der kurze Gedanken an den Schatten

Wo Licht ist, ist auch Schatten, das heißt, also es gibt natürlich auch negative Punkte, das heißt, alle Reparaturen oder alle Schäden, die im Haus auftreten, muss ich selbst bezahlen.
Das kann unter Umständen relativ teuer werden. Besonders, wenn es sich um den Keller oder um das Dach handelt, also überall da, wo das Haus mit Feuchtigkeit in Berührung kommt.
Das muss man mit einkalkulieren. Wenn man das nicht möchte. Okay, dann ist es halt so, da muss man die Finger von einer Immobilie lassen, weil, das geht dann halt damit einher, aber ich muss sagen nach fast 14 Jahren Immobilienbesitz: Es hält sich in Grenzen.
Mal taucht mehr auf, mal weniger, aber es ist stemmbar.
Wenn man eher den Nomaden in sich hat, ist natürlich eine Immobilie oder eine selbstbewohnte Immobilie auch nichts, weil ein Umzug oder ein Wegziehen ist natürlich immer mit Mehraufwand verbunden.
Man muss Kredite ablösen.
Man muss ich einen Käufer suchen und es ist auch sehr viel Papierkram.
Das heißt, wenn man sagt ok, hier kann ich mir vorstellen, für den Rest oder für einen sehr großen Teil meines Lebens zu wohnen, dann ja zur Immobilie, ansonsten nein.

Die Grundsteine sind gelegt

Die drei Säulen Aktien, ETS und Immobilie, das sind die Grundsteine, auf dem ich dann aufbaue und schaue, wann es dann soweit ist, dass ich meinen Bro- und Butte- Job kündigen kann und nur noch als Schriftsteller arbeiten werde.
Das habe ich euch vorgestellt, ab und zu wird es mal ein Update geben.
Vielleicht gibt es auch irgendwas Neues, wo man sagen kann. Hey, dann gibt es vielleicht auch etwas, wo man noch Geld generieren kann, aber jetzt werden wir uns auch wieder dem Schriftstellerleben zuwenden und schauen, wie man sich dort positionieren kann. Was ich natürlich möchte, dass das Buch, die Bücher auf den Markt kommen und wenn ich da mein Mediaplan gucke, dann gibt es da in der nächsten Zeit auch richtig spannende Themen. Ok, ich glaube das war jetzt eine ziemlich lahme Werbung, aber ja, es geht weiter und ich hoffe, ihr begleitet mich auf meinem Weg.

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VonRohan de Rijk

Podcast E#23 Das Geld arbeitet für mich – Rohan´s 13 Minutes (Transkription)

Lesezeit: 6 Minuten

In den letzten beiden Folgen habe ich besprochen, was mein Ziel ist und was mein aktueller Standpunkt ist, jetzt kommt es natürlich darauf an, den aktuellen Standpunkt und das Ziel miteinander zu verbinden. Der Weg ist im Grunde genommen gepflastert durch das Geld. Oh Gott Geld. Natürlich hat es irgendwo einen negativen Touch. Jeder möchte es gerne haben, aber dann hat jemand anderes viel Geld. Wo er das wohl herbekommen hat?
Hat er das verdient?
Wie auch immer. Für mich ist einfach Geld Mittel zum Zweck und mit Geld kann man verdammt viele Dinge tun und das, was ich damit tun möchte, ist im Grunde genommen, mein Leben so frei zu gestalten, wie ich das gerne möchte. Klar, man braucht Geld dafür. Man braucht ein Dach überm Kopf. Man braucht Essen, also machen wir uns nichts vor und wir kommen nicht drum rum.

Wie vermehre ich mein Geld?

Deswegen ist es an der Zeit auch mal zu überlegen, wie komme ich an dieses Geld heran. Da ich weder geerbt noch im Lotto gewonnen habe, muss ich natürlich schauen, wo ich die nicht ganz so kleine Summe herbekomme. Es gibt verschiedene Säulen, worauf ich das ganze aufbaue und, diese Säulen möchte ich euch im Einzelnen, auch in den nächsten Folgen des Podcasts, vorstellen. Ich könnte natürlich auch alles auf einmal machen, aber ich glaube, das wäre zu dicht gepackt, in dieser kurzen Zeit. Deswegen pro Säule eine Folge und so kann ich halt auch mal ein bisschen mehr darauf eingehen, wieso ich das mache und dann mal schauen, wo es auch mit den einzelnen Säulen hingeht. Ob sich da eine irgendwo besser qualifiziert als die andere.

Beginnen wir mit der ersten Säule

Beginnen wir mit der ersten Anlageform und das ist auch einer der wichtigeren für mich, und zwar ist es die Aktie. Ich weiß nicht, vielleicht hat einer von euch schon Erfahrungen gesammelt mit Aktien, obwohl Deutschland tendenziell eher nicht das Aktien-Land ist und eher Sparformen genommen werden, die dann auf der sicheren Seite sind, obwohl, wenn man sich hinter die Aktien klemmt, ist sie auch relativ sicher.
Relativ in dem Sinne, ich möchte natürlich überproportional Geld verdienen, in einer gewissen Zeit, und deswegen muss ich natürlich auch irgendwo Risiken eingehen und jetzt geht es natürlich auch da drum, wenn ich das machen möchte, wenn ich in Aktien investieren möchte, muss ich natürlich gucken, ich habe nämlich ein Ziel und das Ziel bedeutet nicht, kompletter Verlust des Geldes, sondern Aufbau eines Vermögens.
Dementsprechend muss ich natürlich auch so handeln, dass ich so gut es geht, im Blick habe, dass ich mein Vermögen dann vergrößert. Und was natürlich beim Kauf einer Aktie gilt, gilt natürlich auch für jedes andere Finanzprodukt. Ich muss mir erst mal Gedanken machen, was möchte ich, wie viel Wissen habe ich?

Aktienwissen, der Schlüssel zum Erfolg

Ich muss mir eine gewisse Form von Wissen aneignen, wie funktioniert so ein Aktienmarkt und die werfen natürlich mit jeder Menge Statistiken um sich, wo man daran erkennen kann, ob eine Aktie gut, unterbewertet oder überbewertet ist. Wie auch immer, es wird ein Budenzauber drum gemacht feinster Güte. Deswegen muss man auch Zeit investieren, um das alles Mal so ein wenig rauskristallisieren zu können.
Es ist wie mit allem, ohne Arbeit gibt es natürlich kein Geld und je besser die Vorbereitungen im Sinne von Aktiengeschäften sind, umso eher habe ich die Chance, daraus auch Gewinn zu erzielen, bzw. sollte es in die Hose gehen, den Verlust zu minimieren. Da ich vom Grundsatz auch ein bisschen faul bin, habe ich mir so ein bisschen das zu eigen gemacht, was der U.S. Großinvestor Warren Buffett mal gesagt hat. Und zwar: „Wir investieren nur in Unternehmen, wenn wir die Geschäfte verstehen“.

Was ich verstehe, kann ich kaufen

Das heißt, wenn ich Aktien kaufe, schaue ich, ob ich von diesem Geschäft etwas verstehe, ob ich weiß, was die Aktiengesellschaft anbietet, ob das irgendwo, in was für einer Form auch immer, auf dem Markt Bestand haben kann. Sei es jetzt Autos, das ist noch relativ einfach, da kann man sich auch sehr gut angucken, welche Autos gehen, welche Autos werden gekauft.
Chemikalien ist schon ein bisschen schwieriger, da müsste man halt auch gucken, auch gerade so Bio, Bio-Genetik Produkte und Medikamente, das ist immer ein schwieriges Pflaster.
Wie gesagt, man muss sich dann natürlich auskennen und dann kann man das natürlich auch beurteilen, ob das Ganze, ob das Produkt, ob die Firma am Markt Bestand haben kann, oder ob das im Endeffekt ein Luftballon ist.
Ich meine, wir sehen Wirecard. Es heißt auch nicht, dass wir auch nicht davor gefeit sind, darauf rein zu fallen, und wie der Fall da auch immer gelagert ist, keine Ahnung. Also es ist auch möglich. Ja, ich habe auch schon sehr lange in Aktien investiert, ich weiß auch, dass es Hoch- und Niedrig-Phasen gibt und immer oder im großen Ganzen habe ich immer ein Plus gemacht, obwohl eine Aktie mal niedriger bewertet war, aber so dann Minus gemacht hat, dafür war die andere höher. Aber im gewogenen Schnitt habe ich dann auch immer ein Plus gemacht. Das ist es auch, was man im Endeffekt machen muss, wenn man Aktien kauft. Nicht auf ein Pferd setzen und nicht auf eine Gruppe von Pferden setzen, das bedeutet nicht nur Autoaktien.

Die Mischung macht das Geld

Weil, wenn es den Autos schlecht geht, geht es den Aktien schlecht und dann geht es dem Geld schlecht. Das heißt, im Endeffekt müssen wir hier eine gesunde Streuung haben.
Wenn ich dann irgendwo hier meine Finger drin habe, dort meine Finger drin, aber auch woanders meine Finger drin habe, dann kann die eine Aktie auch ruhig mal ins Minus rutschen, dann ist das nicht so schlimm, weil im Endeffekt wir wollen ein Plus erzielen oder ich möchte ein Plus erzielen, warum spreche ich immer von wir.
Ich möchte ein Plus erzielen, das heißt, im Endeffekt, möchte ich mein Geld vermehren, ob der eine Kandidat ein bisschen schwächer ist, und dafür der anderen bisschen stärker „what the heck“. Ist so, das lässt sich halt im Endeffekt nicht vermeiden. Und wenn man merkt, dass eine Aktie gar nicht geht, dann muss man natürlich auch gucken, dass ich dann halt auch den Verlust eingrenze.
Das bedeutet natürlich, irgendwann muss man die Reißleine ziehen okay, das war irgendwie ein Satz mit X, das war wohl nix und raus mit dir. Im Endeffekt ist es dann so gut, man kommt mit einem blauen Auge davon, aber treibt es dann halt auch nicht zu bunt. Mit zu bunt meine ich dann halt immer noch weiter und weiter darauf hoffen, dass irgendwann irgendwo vielleicht doch noch dieses Unternehmen die Kurve kriegt. Und irgendwann ist natürlich auch der Zeitpunkt gekommen, wo ich das Ganze natürlich auch verkaufen möchte, das heißt, also ich möchte die Gewinne mitnehmen. Das heißt also möglichst zu einem hohen Kurs das ganze verkaufen.
Aber wie macht man das?
Wann erkennt man, wo der Kurs am höchsten ist, so dass ich genau auf diesem extremsten Peak verkaufen kann.
Höchstwahrscheinlich gar nicht.
Ich kann mir vorstellen, dass die Leute, die tagtäglich Aktien kaufen, Aktien verkaufen das einfach nicht herausfinden, weil man das gar nicht weiß.

Jetzt brauche ich ein Ei

Um da bisschen Sicherheit für mich zu gewährleisten, halte ich mich an André Kostolany. Leider ist der Mann schon verstorben. Er war ein U.S. Börsenmakler und Finanzmakler und er hat diesen Vorgang beschrieben, wo man versucht, den Peak rauszufinden.
Es ist als Ei des Kostolany in die Literatur von Börsen und Finanzmärkte mit eingegangen.
Fun Fact: Bevor ich auf das Ei eingehe: Ich habe André Kostolany in der Senator Lounge, bei der Lufthansa in Düsseldorf einmal kennengelernt, er hat wirklich Ahnung von der Börse und von Finanzen und hat das auch noch sehr gut rübergebracht.
Aber kurz das Ei des Kostolany: Wer sich dafür interessiert, kann bei Gevatter Google mal nachfragen, denn das ist natürlich immer ein wenig komplizierter, als man das jetzt in zwei drei vier Sätzen sagen kann. Also im Endeffekt, man weiß, wie ein Ei aussieht, das heißt, also irgendwann geht die Kurve nach oben, das heißt, die Leute fangen an, sich für die Aktie zu interessieren. Es geht höher und es geht höher und höher und der Kurs steigt und oben ist dann der Peak, die Spitze des Eis. Dann geht es irgendwann wieder runter und jetzt hat er gesagt: Diejenigen, die wirklich Ahnung haben, kaufen antizyklisch. Das Ding ist unten, es wird gekauft.

Geldgeil ist nie ein guter Ratgeber

Dann warten die, bis das hochgeht, und diejenigen, die dann irgendwie noch geldgeil sind, ziehen nach und kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen und irgendwann ist der Peak erreicht und es geht runter. Da verkaufen die Leute, außer diejenigen, die denken, da geht der nächste Peak noch mal hoch und warten und warten und im Endeffekt fällt das ganze wieder runter und im Endeffekt sind wir unten am Ei und das ganze Spiel beginnt von vorn. Ei des Kostolany schnell erklärt.
Zu dem heutigen Zeitpunkt, wo ich das erzähle, habe ich natürlich schon einen Blumenstrauß an Aktien gekauft und die sind alle im Plus. Bis auf eine und das ist die Aktie von Wirecard.
Ja, jetzt würde ja jeder denken, ich habe dann auch Mist gebaut, habe Wirecard gekauft und dann ewig viel Geld verloren. Nein, habe ich nicht gemacht, als Wirecard ganz unten war, habe ich 30 € in die Hand genommen. Hab gesagt, komm nimm einen Pennystock und vielleicht wird da ja was raus. Einfach so 30 € Spielgeld, das tut nicht weh, da geht man noch nicht mal für Essen und wenn es was wird, wow geil, habe ich auch eine andere Erfahrung gemacht, die ich noch nie gemacht habe, wenn es nichts wird: Dann sind 30 € durch den Kamin gerotzt.
Ist halt so. Aber das stört nicht und das ist ein klein bisschen Zockerseele und das ist das Einzige, wo ich auch sage, da zocke ich.

No go: Aktien auf Kredit

Wenn jemand sagt, so, wie du das machst, finde ich das eigentlich geil. So in die Richtung würde ich auch gehen und ich kann nur wirklich einen Tipp geben. Kauft euch nie Aktien auf Kredit. Ihr verspekuliert euch, die Aktien gehen in den Keller, das Geld ist futsch. Der Kredit ist noch da. Ich würde sagen, in den Arsch gekniffen.
Ich muss das so drastisch sagen, weil ich möchte mein Vermögen aufbauen und ich erzähle es auch hier allen und erzähl, dass es alles im Plus ist. Natürlich hört sich das jetzt alles toll an. Natürlich kann es auch immer hoch und runter gehen klar, aber wenn es irgendwo mal richtig runter gehen sollte, habe ich keinen Kredit aufgenommen, das ist wirklich super, superwichtig, das ist das, was ich euch mit auf den Weg gebe.

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Podcast E#22 Die Betrachtung – Jetzt geht es von vorne los – Rohan´s 13 Minutes (Transkription)

Lesezeit: 6 Minuten

Heute hört ihr den zweiten Teil meiner Bestandsaufnahme. Letzte Woche hatte ich das Ziel definiert bzw. die zwei Ziel-Möglichkeiten schon mal vorgestellt und heute: Bestandsaufnahme zweiter Teil. Wo stehe ich im Moment und wenn wir diesen Standpunkt dann auch geklärt haben, dann können wir Standpunkt und Ziel miteinander verbinden und dann haben wir uns oder dann habe ich mir meinen Weg geschaffen. Gut.

Die Verbindung zwischen Standpunkt und Ziel

Also wo stehe ich: Zu meiner Person, ich bin 52 Jahre alt und Angestellter bei der Landesverwaltung von Nordrhein-Westfalen, habe dort eine leitende Position. Bin verheiratet, ein Sohn, habe ein Haus und ein Ferienhaus. Hört sich jetzt verdammt nach Angeberei an, nach Spießertum, also alles andere als irgendwie einer, der frei sein möchte, um zu schreiben, aber gut. Es ist so, wie es ist.
Im Endeffekt, das ist mein Standpunkt, und jetzt mal schauen, wie ich mich entscheiden werde. In der letzten Folge hatte ich eine Rechnung aufgestellt, so dass man ja summa summarum so, wie ich jetzt lebe, so wie ich wahrscheinlich in der Zukunft leben möchte mit einer fiktiven Inflation draufgeschlagen roundabout 750.000 € benötigen würde, um von jetzt an bis zur Rente, wenn nach tollen Politikern die Rente wirklich bei 67 belassen würden, damit würde ich aus kommen, damit würde ich dann halt so weiterleben und dementsprechend könnte ich dann halt auch kündigen und schreiben oder dann halt auch, was ich immer machen möchte, um meiner Kreativität Ausdruck zu verleihen.

Ich habe mich entschieden

Im Endeffekt, um das Ergebnis jetzt schon vorwegzunehmen, ich werde meinen Job nicht kündigen. Das heißt, im Endeffekt, ich werde weiter so arbeiten, ich werde weiter so leben, ich werde erstmal weiter so schreiben wie bisher, aber das heißt nicht, dass ich das Ziel aus den Augen verliere und sage so, wenn dieses Geld auf meinem Konto ist, oder auch ein Bruchteil davon, das ist alles ein Prozess, vielleicht brauche ich nicht mehr so viel Geld, vielleicht fällt das ein oder andere weg, kommt das eine andere hinzu oder sowas und ich sage Ok, einen Bruchteil reicht mir erstmal, um damit auszukommen, dann werde ich das in dem Sinne machen. Rein rechnerisch könnte man auch sagen: Ok, jeden Monat verringert sich die Summe und dementsprechend käme ich dann auch meinem Ziel näher. Was natürlich langsamer voranschreiten würde, als wenn ich jetzt sage, ich schreibe den ganzen Tag.
Der Brot- und Butter-Job braucht natürlich auch Aufmerksamkeit, sonst fließt auch nicht das Geld, das ist, denke ich, auch irgendwo logisch und bei jedem, der noch arbeiten muss, um Geld zu verdienen, auch nicht anders. Und jetzt kommen ein paar Gründe, warum ich genau diese Entscheidung getroffen habe.

Die Entscheidung braucht Gründe

Ich habe auch in der letzten Episode gesagt, dass meine Frau jedwede Entscheidung mit trifft, das heißt auch die sofortige Kündigung und das permanente schreiben. Da bin ich auch sehr dankbar drum, würde ich nicht machen, und zwar die Gründe würde ich jetzt anführen.
Also es ist auch so dass, wenn ich kündigen würde, und eine Blockade habe, auf einmal fange ich nicht mehr anzuschreiben und würde in dem Sinne dann halt auch mit dem Schreiben kein Geld verdienen, also ich käme mir als rücksichtsloser Egoist vor und dann zu sagen: So Frau, ich lebe jetzt auf deinem Geld, auf deinem Rücken, auf deinen Nacken und du stellst jetzt gefälligst mal den Unterhalt für die Familie dar.
Was würde weiter passieren? Es interessiert sich keiner für meine Bücher, das ist, wenn 80.000 Bücher pro Jahr auf den Markt kommen, auch nicht so unwahrscheinlich.
Was passiert, wenn ich keinen Verlag finde?
Dann gehe ich ins Self-Publishing. Wunderbar.
Aber was passiert, wenn sich da niemand für mein Buch interessiert?
Das heißt, also im Endeffekt das, was ich haben möchte, ich bin zwar Schriftsteller, aber der Erfolg bleibt aus. Das ist natürlich auch nicht gut fürs Seelenheil und auch gar nicht gut für die Kreativität. Lasst mich einfach mal eine Rechnung aufmachen: Was habe ich mit meinem letzten Buch verdient?

Was habe ich an meinem Buch verdient?

Um das alles Mal so ein bisschen in Relation zu setzen, warum ich es so durchziehe, wie ich mich entschieden habe. Mein letztes oder mein aktuelles Buch „Schnee am Strand“ hat sich bis dato 4.000-mal verkauft. Das ist super. Da freue ich mich auch riesig drüber und werte das auch als Erfolg. Aber jetzt gehen wir hin und monetarisieren das Ganze mal, also im Grunde genommen 4.000 € habe ich bekommen, aber die 4.000 € sind vor Steuern. Das bedeutet, Vater Staat streckt noch sein gieriges Händchen aus und will das auch noch gefüllt haben. Ergo habe ich wieder weniger Geld. Geschrieben habe ich das Buch in ungefähr zwei Jahren. Das liegt natürlich da dran, dass ich auch noch ein Brot- und Butter-Job habe, der dann auch teilweise einen fordert, dass man abends auch gar nicht so die Kreativität oder die Lust hat zu schreiben. Wenn man jetzt mal die zwei Jahre zugrunde legt und sagt, 250 Tage arbeitet man im normalen Job, in zwei Jahren, das macht dann 500 Tage mit acht Stunden, pro Tag roundabout sind wir bei 4000 Stunden.

Also würde der Stundenlohn, wenn man das jetzt wirklich mal so rechnen würde, und das ist eigentlich ein Zufall, dass das genauso er so glatt mit den beiden Summen ausgeht, während das 1 € Stundenlohn vor Steuern. Ich könnte jetzt unter euch eine Umfrage machen und sagen, wer würde für dieses Geld seine warme Bettdecke zurückschlagen? Ich mache es nicht, weil ich die Antwort kenne, ich denke mal, ihr würdet sagen, nein, das macht keiner. Also klar, kann ich sagen, semiprofessioneller Schriftsteller, aber das, was nachher im Endeffekt hinten rauskommt, ist ein besseres Taschengeld.
Und wie sieht es mit dem nächsten Buch dann aus?
Besser? Schlechter? Und auch wenn man einen Verlag findet, die Verlage, nach meinem Wissen, Zahlen genau einmal im Jahr alles, das, was du mit deinem Buch oder was ich mit meinem Buch erwirtschaftet habe.
Das ist, glaube ich, roundabout im April und mit dem Geld, was man da bekommt, was noch versteuern muss, muss man genau ein Jahr auskommen. Sonst gibt es nichts. Weitere Einkünfte wären Lesungen, man könnte natürlich an die VHS gehen und dort schreiben oder sonst irgendetwas lehren oder man baut selber Kurse auf. Aber, ich glaube, genau das ist es, was ich nicht möchte, dass ich noch Versuche zu diesem Geld noch zusätzlichen Unterhalt dazu zubekommen.
Für mein Dafürhalten wäre das z.B. ein katastrophales Vorgehen, was mir definitiv nicht gefällt.
Was mich als einen Egoisten abstempelt und auch psychisch nicht gut tut.
Wenn man selber den Druck hat, liefern zu müssen, dann funktioniert das nicht. Es ist auch sowas wie ja unter Druck entstehen Diamanten und man könnte sich auch den Finger in den Hals stecken, oder es gibt dann halt auch immer den Spruch von den Coaches: Die Schiffe verbrennen. Das heißt, also das gab mal die Geschichte von Wikingern, die ein Land erobern wollten, und die sind mit den Schiffen über das Meer und an der Küste haben sie dann die Schiffe verbrannt unter dem Motto: Jetzt können wir nicht mehr zurück, also Vollgas nach vorne und knüppeln wir sie nieder, dann funktioniert das schon. Dann gewinnen. Das sind Geschichten von Coaches und Coaches wollen Geld verdienen und die werden natürlich halt nur die positiven Geschichten raushauen, aber man muss ja nicht immer diese positiven Geschichten glauben und man muss auch nicht immer denken, dass genau das dann nachher auch passiert, weil es kann mal sein, dass es halt nicht so funktioniert und wie ich schon sagte, als Sternzeichen Stier bin ich doch eher so ein wenig auf der sicheren Seite oder möchte es zumindest sein.

Die Sache mit dem Frischfleisch

Ein anderer Grund ist, wie ich am Anfang sagte, ich bin 52 Jahre, also bei weitem nicht mehr Frischfleisch auf dem Arbeitsmarkt und wenn man sagt, Ok, ich kündige meinen Job, ich arbeite als Schriftsteller und fahr das Ding vielleicht gegen die Wand und sag Ok, das funktioniert alles gar nicht. Zurückrudern. Dann steht man mit seinen vielleicht 53, 54, 55 Jahren da und versucht dann noch für die letzten zehn, zwölf Jahre irgendwo einen Job zu bekommen. Sicherlich nicht mehr den Job, den man hatte, und, ich muss sagen, einen gewissen Anspruch hatte man auch, schon wenn man leitende Funktionen hatte und ich weiß nicht, ob es dann funktioniert, wenn man dann auf einmal wieder ein zwei Stufen zurückgeht? Wenn nicht sogar noch mehr. Halte ich für sehr schwierig und wäre für mich auch ein Grund oder ist auch für mich ein Grund gewesen, das kannst du nicht zu machen.
Also lassen wir uns das ganze finalisieren: Die Bedingungen, die eine sofortige Kündigung mit sich bringen, die sind nach meinem dafür halten nicht gut.
Das Ziel steht, das Ziel ist auch anfokussiert und, jetzt kommt natürlich der Weg. Wir haben die zwei Standpunkte, jetzt fehlt der Weg. Wie komme ich vom heutigen Standpunkt zu dem Ziel mit dem Ziel bzw. mit der Prämisse, dass ich dann halt sage, ich brauche das Geld, um dann als Schriftsteller leben zu können und das Geld auszugeben zu können, kreativ zu sein, nicht kreativ zu sein, auch mal sagen ich brauche ein bisschen Delay da drin. Dann hat man vielleicht zwischen zwei Büchern vielleicht auch innerhalb deines Buches mal so eine Phase, wo man sagt, ok es funktioniert nicht, aber das stürzt mich jetzt nicht in eine tiefe Trauer und in ein tiefes finanzielles Loch hinein. Ihr denkt jetzt bestimmt okay, jetzt kommt natürlich der Teil, wo das Pferd das Wasser lässt. Keine Ahnung, auf alle Fälle, wie komme ich an das ganze Geld ran. Klar, das werde ich auch erzählen. Allerdings werde ich, das nicht heute erzählten. Das werde ich auch auf ein paar Episoden ausweiten, um dann auch die einzelnen Schritte ein bisschen zu erklären, weil Geld alleine bzw. wie man sein Vermögen aufbaut, besteht halt nicht nur aus einem Aspekt, sondern man hat mehrere Blöcke und ja man versucht natürlich diese Blöcke, wie Zahnräder dann ineinander zu verzahnen, so dass nachher aus dem Geld, was man hat, mehr Geld gemacht wird.
Soviel Geld, dass man sagen kann, ich bin frei. Auf Wiedersehen. Ich mache das, was ich möchte, aber das wird nicht heute geschehen, das fange ich nächste Woche an.

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VonRohan de Rijk

Podcast E#21 Die Betrachtung – Aufgerollt wird von hinten – Rohan´s 13 Minutes (Transkription)

Lesezeit: 5 Minuten

Letzte Woche hatte ich euch das Experiment angekündigt und heute werde ich damit beginnen. Fangen wir an mit der Bestandsaufnahme, da ist es natürlich wichtig: Wo stehe ich, wo möchte ich hin? Im Endeffekt, um das alte Bild des Navigationsgerätes zu aktivieren. Wenn ich irgendwo hinmöchte, muss ich natürlich wissen, wo stehe ich. Ich möchte natürlich auch irgendwo das Ziel wissen und nur so kann ich mich dann auch auf dem Weg machen. Dementsprechend: Heute die Bestandsaufnahme. Es wird so sein, dass ich nicht mit dem Startpunkt anfange, sondern mit dem Ziel. Hört sich vielleicht am Anfang komisch an, ist es aber im Endeffekt nicht, das Ziel ist es, zu schreiben und gar keinen Brot- und Butter-Job mehr zu haben und ja, das ist natürlich ein relativ vages Ziel.
Wenn man das ein bisschen konkretisiert, kommen zwei Sachen raus, was heißt das also.

Auf der Kreuzung des Lebens

Variante Nummer 1 ist, ich möchte vom Schreiben leben.
Variante 2 wäre, ich lebe, um zu schreiben.
Und genau das sind die zwei Ziele, die ist jetzt herauszufinden gilt. Welche von diesen beiden Varianten? Der Klassiker schlechthin: Ich möchte vom Schreiben leben, ich möchte damit Geld verdienen und ich möchte davon leben, soweit so gut es geht.
Es gibt natürlich einige Stellschrauben, die man dafür beachten muss. Die erste wäre natürlich den Brot- und Butter-Job kündigen, wenn ich davon leben möchte, dann muss ich auch ein bisschen mehr Zeit investieren, um jedes Jahr ein Buch raus zu bringen und dementsprechend muss auch erstmal der Job gekündigt werden.
Das habe ich mit meiner Frau diskutiert, weil das natürlich eine von den zwei Varianten ist. Meine Frau würde das mitmachen und dementsprechend mehr oder weniger erstmal der Alleinunterhalter für die Familie sein. Okay, Unterhalt vielleicht oder Unterhalter ist vielleicht ein bisschen doppeldeutig.
Natürlich würde sie halt für den Unterhalt von dem Ganzen, was man zum Leben braucht, aufkommen müssen. Das wäre dann Ausgangssituation für Variante 1. Variante 2 würde sich so ausgestalten, ich lebe und schreibe, das würde bedeuten, ich habe so viel Geld, dass ich den Erfolg oder den monetären Gewinn nicht mehr ans Schreiben koppeln muss und dementsprechend ein wenig mehr oder sogar viel mehr Freiheit habe.

Welche Richtung darf es sein?

Das sind die zwei Varianten. Da das Experiment schon ein bisschen läuft und was ich erzähle eigentlich schon stattgefunden hat, sind natürlich diese Überlegung für Variante 1 und Variante 2 auch schon abgeschlossen. Variante 1 hat natürlich eklatante Minuspunkte, die man natürlich irgendwo mit einrechnen muss. Ich würde diese Variante als die „All-In“-Variante bezeichnen, man setzt alles auf eine Karte und hofft natürlich, dass im Endeffekt und zu guter Letzt alles gut wird, und natürlich man Erfolg mit dem Buch hat, und man sich unter den Geldregen stellen kann.
Aber im Endeffekt ist es natürlich auch ein psychischer Druck dahinter, denn das muss passieren, sonst gehe ich hin und bin ein Egoist, lebe mein Leben, den Unterhalt habe ich an meine Frau abgegeben, ich schreibe und was passiert, wenn auf einmal die Ideen ausgehen?
Dass erhöht den psychischen Druck.
Was passiert, wenn ich abgelehnt werde?
Das erhöht den psychischen Druck.
Das heißt, also ich muss dann über Self-Publishing vielleicht radikal versuchen, das Ganze zu promoten und ich halte es für sehr fragwürdig, dass das auch in dem Sinne passieren wird, wenn man das unter diesem psychischen Druck versucht zu generieren.
Weil den Erfolg, den ich bräuchte, um wirklich vom Schreiben leben zu können, und sei es jetzt auch wirklich nur über Hartz-IV-Niveau, wird definitiv von dem Erfolg gesteuert und das kann man nicht steuern, weil sonst hätten wir alle Erfolg. Jeder wünscht sich gerne Erfolg, in welchem Metier auch immer. Er möchte, dass es der Beste, der Bestbezahlteste ist, und wenn man Erfolg in dieser Art und Weise steuern könnte, wären wir wahrscheinlich alle Milliardäre, würden eine eigene Insel besitzen oder was man sich auch immer erträumen kann.
Nur dies ist im Endeffekt nicht so und wenn man sich mal so anguckt, wie die Buchbranche tickt, bedeutet das im Grunde genommen, dass man jedes Jahr, jedes zweite Jahr ein Buch rausbringt. Dementsprechend muss ich, wenn ich vom Schreiben leben möchte, so viel Geld generieren, dass ich diese zwei Jahre überbrücken kann. Und dann habe ich auch nur diese zwei Jahre überbrückt bis zum nächsten Buch und dann fängt wieder das neue Warten an. Ist dieses neue Buch dann wirklich ein Erfolg? Kann ich das dann immer fortsetzen? Also ich finde, man setzt sich da einen sehr großen psychischen Druck aus. Von meiner Warte aus. Ob das jetzt für andere okay ist oder nicht, das muss man natürlich selber entscheiden, aber für mich ist es ehrlich gesagt ein relativ großer psychischen Druck und deswegen habe ich mich für die Variante 2 entschieden.

Die Würfel sind gefallen

Variante 2 bedeutet, mein Ziel ist es, zu leben und zu schreiben, entkoppelt von irgendwelchen materiellen Einbußen, entkoppelt vom Erfolg, das heißt, also die Freiheit kann ich mir nehmen, einfach mal einen Durchhänger zu haben. Die Freiheit kann ich mir auch nehmen, dass ein Buch nicht so ein großer Erfolg wird, des ich sag mal in Anführungszeichen Negative ist, natürlich muss ich mir erstmal das ganze Geld besorgen, das mich dann halt diese Freiheit leben lässt und das geht natürlich nicht so schnell nicht so schnell vonstatten wie Variante 1.
Wo ich dann sage, ich kündige, nehme meine Kündigungszeit und Ende aus und dann schreibe ich. Nein, das ist ein Projekt, ein Experiment, das auf ja Monate wahrscheinlich auf die nächsten Jahre angelegt ist und es ist es natürlich auch so, dass das Experiment natürlich nach hinten losgehen kann. Also es trifft nicht zu, aber im Endeffekt ist es dann so, dass der psychische Druck, den ich bei Variante 1 hätte und der sich nicht nur auf das Schreiben ausdüngt, das heißt, also kein Erfolg, keine gute Geschichte gleich psychischer Druck. Dieser würde natürlich auch noch auf die Familie gehen, weil Unzufriedenheit ist natürlich auch eine Belastung für die komplette Familie.
Das wäre mit Variante 2 natürlich ausgehebelt.
Man könnte sein Leben erstmal so weiterleben und auch im Zuge der nächsten Folgen werde ich dann sagen, wie man an das Geld kommt, weil nur mit dem Sparen wird das halt auch nicht funktionieren. Und da bedarf es dann halt auch schon bisschen mehr. Vielleicht liegt es auch daran, ich glaube zwar nicht unbedingt an die Sternzeichen, aber ich bin Stier und das bedeutet, ich bin dann halt auch eher so ein wenig Sicherheit liebend und ich möchte natürlich, und da kommen wir dann nächste Folge zu, auch von meinem Startpunkt nicht unbedingt abweichen, weil um an diesem Startpunkt zu kommen, habe ich natürlich in meinem Leben auch schon sehr viele Sachen angespart, auch Geld investiert und das jetzt einfach aufzugeben, für eine etwas unsichere Zukunft, obwohl schreiben meine Leidenschaft, ist das möchte ich natürlich auch nicht.
Das ist auch ein Grund für Variante Nummer 2 und, wenn wir schon die über Geld reden, dann ist es auch so, dass man halt Butter bei die Fische machen muss, was brauche ich an Geld, um zu leben und überleben zu können und das Ganze nicht nur ein, zwei Jahre zu machen, sondern zu sagen so ab hier, das ist jetzt der Startpunkt für den Rest meines Lebens. Gut, dann muss man jetzt im Grunde genommen den Taschenrechner rausziehen und das ganze mal ein wenig mit Zahlen füllen.

In Medias res

Fangen wir an, ich bin 52 Jahre alt und im Moment müsste ich bis 67 arbeiten, das sind roundabout, 15 Jahre, in denen ich noch Geld verdienen würde und ich habe ein relativ guten Job in der Verwaltung von Nordrhein-Westfalen und man hat sich natürlich so einiges aufgebaut und wie ich schon sagte, als Stier möchte man nicht unbedingt davon runter gehen, obwohl natürlich, wenn das Experiment greifen sollte und wenn ich jetzt gleich die Zahlen nennen werde, wenn ich da an diese Zahlen dran kratze, ist es natürlich so, dass man im Leben einige Sachen noch einstreichen kann. Aber jetzt den Status Quo von jetzt bis zur Rente zu behalten mit allem Drum und Dran, wären wir bei 720.000 €, so wie ich mir das heute ausgerechnet habe. Wenn wir die Inflation vielleicht noch rein rechnen, komme ich roundabout auf 750.000 €, ohne jetzt dann wirklich Inflationen Spitz auf Knopf dazu zu rechnen, sondern einfach nur mit Zahlen rund zu machen. Da wären wir bei einer dreiviertel Million Euro, um zu sagen, von jetzt an schmeiße ich den Job hin und bis zur Rente schreibe ich. Das ist im Endeffekt das Ziel des Experiments und in den nächsten Folgen werde ich euch einige Modelle vorstellen, oder auch Möglichkeiten vorstellen, die ich auch schon begehe bzw. überlege, ob ich sie mache, um dann halt auch das Geld zu generieren.

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VonRohan de Rijk

Künstlername, Pseudonym, Ordensname

Lesezeit: 2 Minuten

Wofür braucht man als Künstler ein Pseudonym?

  • Mein richtiger Name ist unaussprechlich
  • Meinen Namen kann keiner schreiben
  • Meine Umwelt soll nicht erfahren, dass ich erotische Literatur schreibe
  • Ich finde es einfach cool und kann damit vor meinen Kumpels posen

So, die Gründe wären geklärt. Wahlweise kann man noch seine eigene Motivation hinzufügen.

Ich habe mich für das Pseudonym Rohan de Rijk entschieden.

Wer Geschichten mag, kommt jetzt auf seine Kosten.

Rohan habe ich aus Herr der Ringe. Rohan ist dort ein Land und ein Königreich. Schon mal ganz gut, wenn es nicht alltäglich sein soll.

Der Vorname stand fest, jetzt musste der zweite Teil des Pseudonyms her.

Die Geschichte geht weiter:

Eines dunklen Morgens stand ich an einer roten Ampel. Vor mir bog ein LKW aus den Niederlanden auf die Straße ein. Auf dem Trailer stand »de Rijk«. Ich verband den vorhandenen Vornamen und die LKW-Aufschrift miteinander und fand, dass es gut klingt.

Der Entschluss

Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht noch mehr möchte. Das Pseudonym auf einem Buch unter einem Artikel oder als Domain, das klingt schon gut, aber ich wollte die Königsklasse.

Das Pseudonym sollte in den Ausweis.

Ich fand den Gedanken hervorragend. Der Gesetzgeber allerdings nicht. Drei Jahre war es nicht möglich, sein Pseudonym eintragen zu lassen. Der Gesetzgeber hatte ein Einsehen mit den Künstlern und das Gesetz wurde geändert.

Der Wunsch geriet in Vergessenheit, erlebt dann im Jahr 2016 eine Renaissance.

Wie kommt der Wunsch in den Ausweis?

Hier mein Weg (ohne Leiden):

Die Liste

Anruf bei der Ausweisstelle, man will ja vorher informiert sein.
Der Amtsmann wollte den Beweis, dass ich in einem Verband Mitglied bin. Gut, dachte ich mir, nimm aber noch zur Vorsicht ein paar Unterlagen mehr mit.

Hier die Liste, der Unterlagen, die ich zum Amt geschleppt habe:

  • Bescheinigung über eine Mitgliedschaft in einem Verband. Bei mir der BVjA.
  • Bescheinigung des Finanzamtes über die Anmeldung als Schriftsteller
  • Vertrag mit der VG Wort
  • Vertrag über die Einrichtung meiner Domain
  • Kopien von Facebook, Twitter und Web-Site
  • Veröffentlichungen: Buch, Artikel in Zeitschriften und Zeitungen
  • Veranstaltungsflyer

Auf dem Amt

Märkchen gezogen und sich auf einem der unbequemen Holz-Metall-Konstruktionen (Stuhl) bequem gemacht.

Nach etlichen zwangsweise belauschten Gesprächen über das deutsche Beamtentum leuchtet meine Nummer in Rot auf.

Ich trete ein, tue so, als wäre ich nicht aufgeregt, und trage mein Anliegen vor.

Die Sachbearbeiterin verlangt die Bescheinigung über die Mitgliedschaft in einem Verband (BVjA) und zusätzlich noch den Vertrag mit der VG Wort (dort ist mein Pseudonym angegeben).

Und jetzt kommt es: Das war es. Ich habe die Gebühr für den neuen Ausweis bezahlt und habe nun mein Pseudonym im Ausweis stehen.

Ich wohne in Mönchengladbach und kann auch nur wiedergeben, wie die Ausweisstelle in der Vitusstadt Pseudonyme anerkennt.

Aus verschiedenen Posts in Facebook weiß ich, dass es in anderen Städten sehr viel schwerer ist, sich sein Pseudonym eintragen zu lassen.

Vielleicht hilft der Artikel, den Kopf nicht hängen zu lassen und noch einmal mit neuen Elan die Sache in die Hand zu nehmen.

Es ist ein schönes Gefühl, als Künstler mit seinem Pseudonym in einem offiziellen Dokument zu stehen.

Stay tuned: #RohanDeRijk