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VonRohan de Rijk

#41 Die Vermessung des Erfolgs

Lesezeit: 2 Minuten

Wie kann ich Erfolg messen?
Unter uns und hier stimme ich Wikipedia zu: Erfolg ist, wenn man die persönlichen Ziele, die man sich gesteckt hat, erreicht.

Posen mit Erfolg

Das reicht bei Weitem nicht, wenn man als Schriftsteller erfolgreich sein will. Hier muss gemessen, verglichen und bewertet werden.
Wie viele Bücher habe ich an den Mann, an die Frau, an das Dritte Geschlecht (fügt hier eure persönliche Definition ein) gebracht. War ich mit diesem Buch besser mit dem vorherigen. Wie lange war in an der Spitze der Spiegel-Bestsellerliste. Oder anders herum: Mann muss es erst einmal in diese Ranking bringen.

Was tun sprach der Schreiberling

Wie ich schon berichtet habe, habe ich mich für Amazon entschieden oder besser gesagt für Kindle Direct Publishing (KDP). KDP gibt einen ein paar Tools an die Hand, an derer man sehen kann, wie viele Bücher verkauft oder wie viele Seiten gelesen worden sind. Das ist messbar, ist dies aber ein Erfolg?

Die vielen Seiten des Erfolgs

Gehen wir mal ins Eingemachte: Ich möchte, dass sich das Buch verkauft und ich gutes Geld damit verdiene und einige Aufmerksamkeit in der Szene erlange. Wir haben das Ziel definiert.
Das Buch ist seit einigen Tagen auf dem Markt. Es wurde schon gekauft, es wurde schon gelesen. Das kann ich in den KDP-Tools sehen. Gemessen an der Zeit und dass ich noch nicht das riesen Standing in der Szene habe, werte ich es als Erfolg.

Erfolg ist ein Weg und nicht ein fester Zustand

Was mache ich jetzt mit diesen Werten aus dem Tool. Ich freue mich. Klar: Weder bin ich dadurch meinen experimentellen Ziel einen riesigen Schritt näher gekommen noch hat es meiner Bekanntheit einen Push gegeben.
ABER: Der erste Schritt ist getan. Das Ganze gibt mir weiter Kraft, Leserunden zu organisieren, Buchblogger anzuschreiben und was mir marketingtechnisch noch so alles einfällt.
Ich höre Stimmen, die jaulen: Hätteste auch so gemacht. Wer berühmt werden will, darf nicht heulen oder sich ins Boxhorn jagen lassen. Übrigens ein schöner alter Begriff. Das mag ich. Da wird mir ganz blümerant ums Schriftsteller-Herz.

Hätte ich auch so gemacht

Hätte ich auch so gemacht. Ein ganz klares Ja. Aber ist es nicht schöner, aus dem Trog des Erfolges schon mal ein wenig zu naschen? Gebt es zu, ihr würdet es auch machen.

Wenn diese Episode des Podcast raus kommt, dann habe ich schon die Bewerbungsphase für eine Leserunde bei Lovelybooks gestartet und jetzt beginnt die eigentliche Vermessung des Erfolges. Ich komme mit dem Leser, der Leserin und hier setzt ihr wieder eure Bezeichnung für das dritte Geschlecht ein, in Kontakt. Gut oder schlecht. Verriss oder riesen Lob. Das wird die Zeit zeigen. Aber den Erfolg kann man auch in den Aussagen der Leute vermessen und das ist genauso viel wert wie ein Taler im Sparstrumpf.

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VonRohan de Rijk

# E39 “Der Corpsepaint Killer” der neue Thriller von Rohan de Rijk

Lesezeit: 2 Minuten

Mein neuer Thriller ist draußen.
“Der Corpsepaint Killer” Corpsepaint bedeutet übersetzt Leichenbemalung und kommt ursprünglich aus der Black-Metal-Subkultur.
Der Thriller hat aber nichts mit Heavy Metal zu tun. Das wäre zu stereotyp.
Ein bisschen über den Inhalt plaudern? Da habe ich eine bessere Idee. In der Linkliste findet ihr die Webseite zum Buch mit einem Appetizer, ein Stück des ersten Kapitels.

Die letzten Stunden vor dem Start

So wie sie immer aussehen. Alles ist in Hektik. Nichts, das man nicht geplant hätte. Dazu schreibe ich zu lange und bin zu lange im Projektgeschäft tätig um hier nicht alles aufgelistet zu haben.

Wünsche und Technik sind Zeitfresser

Der Wunsch, alles bis ins kleinste Detail schön zu machen, kostet zumal die Technik, die einem immer wieder einen richtig fetten Strich durch die Rechnung macht.
Trailer erstellen. Genauso viel Plan gehabt wie mit dem Cover, nämlich gleich Null.
Um mir es so richtig zu geben, habe ich das Filmchen (übrigens auch auf der Website zu bewundern) mit einem neuen Videoschnittprogramm gemacht.
1 Millionen Regler und 1 Millionen Einstellmöglichkeiten.

Wenn, dann geb ich es mir richtig

Diesmal waren es zwei Tage und der Film war fertig. Highlights: Wollte die Musik selber machen. Bass hat scheiße geklungen, weil Elektronik nicht richtig geerdet.
Also Plan B.

Film in MP4 konvertieren. So soll es sein. Codec war buggy. Also erst einmal in .mov konvertiert, externen Konverter geladen und endlich das Zielformat anvisiert.
Muss man auch erst einmal draufkommen, dass dies der Weg der Wege sein muss. Danke Google und danke YouTube.

Ende gut, Moment es ist noch nicht zu Ende

Wer jetzt meint, Beine hoch und mit einem kleinen Piccolöchen feiern, der irrt aber so etwas von.
Jetzt fängt das Marketing an. Zeitung, Blogger, Social-Media.
Ist euch schon mal aufgefallen, dass Social-Media nur noch Spaß oder Hetzte verträgt. So ist ein bisschen Reklame in eigener Sache funktioniert nicht. Vielleicht auch nur bei mir.

Nichts desto trotz

Die gehört alles zum Leben eines Selfpublishers dazu, also nicht beschweren, weiter in die Hände spucken und das Baby groß rausbringen.

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VonRohan de Rijk

E#35 Selfpublishing: Der Erfolg in den eigenen Händen – Rohan´s 13 Minutes

Lesezeit: 2 Minuten

Es ist Zeit, diesen Schritt zu tun. Ich habe mehr als vier Monate auf die einzelnen Antworten von Literaturagenten gewartet. Die Absagen kann ich an zwei Fingern abzählen. Ergebnis 10:2. Schade. Ich erwarte nicht, dass man eine Analyse bekommt, warum das Werk nicht in Frage kommt, aber eine Absage, von mir aus auch als Textbaustein, sollte drin sein. Na gut ist nicht so.

Der Agent an sich ist schweigsam

Die letzten Agenten haben noch Zeit, sich bis Ende September zu melden.
Ich werde jetzt aber schon die Vorbereitungen für das Selfpublishing starten. Sollte doch ein positiver Bescheid eintrudeln, kann ich mich immer noch entscheiden.
Aber jetzt erst einmal volle Konzentration auf das Selfpublishing.
Selfpublishing bedeutet, alles selber machen. Man kann sich ein Lektorat, ein Korrektorat und einen Designer einkaufen.

Geld, Money, Kohle, Zaster, Pinke Pinke

Ich habe mal so mit dem groben Daumen gerechnet: Es würden ungefähr 4.000 Euro über den Tisch des Hauses gehen.
Dieses Geld möchte ich mir sparen.
Ich höre jetzt schon die Wehklagen im Hintergrund, aber es ist eine Menge Geld.
Korrektorat/Lektorat: Ich habe mit drei verschiedenen Rechtschreibprüfungen und zwei verschiedenen Leuten drüber geschaut. Ja, es kann sich immer ein Fehler einschleichen, aber bis das Buch endgültig auf dem Markt erscheint, wird es noch ein paar Runden mit Prüfungen geben.
Cover: Ich komme aus dem Bereich der Mediengestaltung und traue mir zu, ein Cover zu kreieren.

Jetzt geht es erst richtig los

Was fällt noch so an. Der Buchsatz. Das Buch muss natürlich gut gesetzt sein. Die Absätze müssen stimmen, es dürfen nicht zu viel Wörter hintereinander stehen, am Ende der Zeile getrennt werden usw.

Das Marketing muss angekurbelt werden. Was gehört alles dazu:
Leserunde bei Lovelybooks
Buchtrailer
Landingpage mit allen Informationen zum Buch und zu mir
Zeitungen müssen angesprochen werden
Buch-Blogger werden angeschrieben
usw.

Wie ihr seht, ist dies eine ganze Menge. Und wir reden hier von Arbeit, die vor oder kurz nach der Veröffentlichung stattfindet.
Jetzt muss der Ball noch hochgehalten werden.
Wie das?

Kauft Leute, kauft ein

Zum Beispiel durch Lesungen. Die Leser müssen einen Geschmack davon bekommen, was sie erwartet. Dazu gehört übrigens auch ein Appetizer in Form von “Blick ins Buch”. Ein paar Seiten zum Probelesen.

Man versucht, das Buch in Bibliotheken unterzubringen. Was übrigens bei “Schnee am Strand” gelungen ist.

Zu einer Veröffentlichung gehört aber auch eine vernünftige Steuerabrechnung. Langweilig. Ja, das ist es. Aber wer Geld verdient, muss auch Vater Staat ein bisschen viel daran teilhaben lassen.

Ich nehm euch mit auf die Reise

Ich denke, dass ich in den nächsten Episoden das eine oder andere noch erzählen werde.
Rechtschreibung ist nicht sonderlich interessant, aber vielleicht hake ich bei der Covergestaltung noch einmal ein. Denn das ist meistens die erste Berührung mit dem Buch. Und wie bei einem Blind-Date: Der erste Eindruck entscheidet.

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VonRohan de Rijk

Lovelybooks Leserunde – eine runde Sache?

Lesezeit: 2 Minuten

Ende Mai 2018 stürmte mein Psychothriller „Schnee am Strand“ in die Buchläden und E-Book-Downloadportale und reihte sich in die 80. bis 90.000 Neuerscheinungen ein.

Richtig, die Verkaufszahlen ließen für den ersten Moment nicht den Schluss zu, dass ich einen Bestseller an den Start gebracht hatte.

Für die erste Werberunde hatte ich alle (kostenlosen) Marketingraketen gezündet. Die Erfahrung sollte zeigen, dass eine gewisse Aufmerksamkeit unter meinen Facebook-, Instagram- und Twitter-Bekanntschaften vorhanden war.

Auch der Buch-Trailer bekam seine verdiente Scheibe Lob ab. (https://rohan-de-rijk.de/landingpage/Schnee_am_Strand/). Aber die Verkaufszahlen hatten immer noch Bodenkontakt.

Verbreitungsmultiplikator Leserunde

Guter Rat war diesmal nicht teuer und es lag sozusagen auf der Hand.

Leserunde bei Lovelybooks.

OK, was genau ist eine Leserunde? Zum Glück hat Lovelybooks eine gut gepflegte FAQ-Seite, so dass die Fragen schnell beantwortet waren.

Das Formular war schnell ausgefüllt. Ich habe mich dafür entschieden, für die Leserunde E-Books zur Verfügung zu stellen. Dies ist zum einen eine kostengünstige Art und Weise, die zukünftigen Mitglieder der Leserunde mit dem Corpus delicti zu versorgen, und zum anderen ist ein E-Book schnell verschickt, so dass das Lesevergnügen nach dem Abschicken starten kann.

Auf irgendeiner Webseite, ja ich weiß, diese Aussage ist äußerst präzise, habe ich später gelesen, dass man tunlichst keine E-Books verschicken soll, da diese sofort auf einer illegalen Download-Plattform landen.

Lasst uns nicht paranoid werden. Ich halte nicht viel von diesen Aussagen. Also E-Book.

Die Anfangszeit

Da Geduld einer meine schwächsten Tugenden ist, habe ich des Öfteren geschaut, wer sich auf meine Leserunde beworben hatte.

Man kann die Leserunden nach „neu eingestellt“ und „endet bald“ sortieren. Dies bedeutete für mich, „Schnee am Strand“ war prominent vertreten und es dauert nicht lange und ich hatte auch schon die erste Bewerbung.

Wunderbar, so kann es weiter gehen – dachte ich.

Aber je weiter das Buch nach hinten rutschte, um so mehr schwand auch meine Hoffnung, die 20 Exemplare zu verlosen.

Kürzen wir es ab. Ich hatte den Bewerbern eine 14 tägige Frist eingeräumt. Dies bedeutete für „Schnee am Strand“, am Ende der Spanne tauchte das Buch und damit die Leserunde wie Phönix aus der Asche auf und die Bewerbungen stiegen.

Am Ende waren es 8 (was eine Verlosung überflüssig machte) und ich war happy.

Die E-Books sind verschickt und die Spannung steigt

Nach Ende der Bewerbungsfrist stellt Lovelybooks einem die Adressen der Bewerber zu Verfügung, mit der Bitte, sie nur für diese Leserunde zu benutzen. DSVGO lässt grüßen, aber gut, ich hätte die Adressen auch nur zum Versenden benutzt.

Jetzt hieß es warten.

Was wollte ich von meiner Leserunde wissen

Lovelybooks bietet eine die Möglichkeit, verschiedene Diskussionsstränge anzulegen.

Meine lauteten:

  • Plauderecke
  • Der erste Blick: Covergestaltung
  • E-Book vs. Print: Erfahrung und Wünsche
  • Diverses: Alles, was Euch wichtig ist
  • Konflikte zwischen den Protagonisten
  • Struktur der Geschichte

Um es kurz zu machen, es wurde in allen Bereichen diskutiert. Aber eins wurde schmerzlich vermisst (dies hatte ich ausgelassen, weil es anders machen wollte): Eine Aufteilung in Kapitelgruppen, so dass die Geschichte abschnittsweise diskutiert werden kann.

Ich habe gelernt: Für die Leserunde meines nächsten Buchs wird es diese Unterteilung geben.

Das Ergebnis

Leute seid gewarnt: Leserunden auf Lovelybooks sind knallhart.

Dies kann ich nicht unterschreiben. Meine Leserunde lief in einem harmonischen Kontext ab. Auch wenn es Kritik an dem Buch gab, war dieser immer fair und begründet.

Die Bewerber der Leserunde haben für „Schnee am Strand“ 12 Rezensionen geschrieben.

Diese sind erschienen auf:

  • Amazon
  • Lovelybooks
  • Thalia
  • Hugendubel
  • buecher.de
  • lesejury.de
  • wasliestdu.de

Dafür allen noch einmal ein herzliches Dankeschön.

Fazit

Leserunde weiterempfehlen: ja

Leserunde noch einmal machen: immer wieder