Monatsarchiv Juni 2021

VonRohan de Rijk

Podcast E#28 Der Handwerker und die Meditation – Rohan´s 13 Minutes (Transkription)

Lesezeit: 6 Minuten

Die heutige Folge ist mit: „Der Handwerker und die Meditation“ untertitelt, das hat jetzt auf den ersten Blick nicht sonderlich viel damit zu tun, was es mit Kunst, was es mit Lebenstraumerfüllung zu tun hat. Aber im Laufe des Podcasts werdet ihr sehen, dass es doch sehr wohl etwas damit zu tun hat.
Vielleicht hätte man das Ganze auch Untertiteln können mit: „Wie überlebe ich die Meditation“.
Meditation generell ist nicht tödlich, das wollen wir einfach mal hier festhalten, aber die Form wie ich zu meinem Meditationsplatz, Meditationsraum komme, die habe ich mir dann doch schon ein wenig überdacht. Zumal in meinem Schreibzimmer, Podcast-Zimmer, Musikzimmer steht dann an der Wand ein Kubus, da drin ist eine Toilette und genau da drüber über diesen Kubus, das sind roundabout 3 Quadratmeter, da ist dann so eine Plattform, wo ich meditiere.

Steigen für die Erleuchtung

Wie komme ich dahin? Bis dato habe ich das immer über eine Anlegeleiter gemacht. Das heißt 2,60 Meter hoch kraxeln, dann gucken, dass man dann über ja über die Kante kommt, man kriecht da eher hin wie ein Kleinkind und mehr oder weniger kriecht man dann auch so zurück.
Das ist nicht sonderlich komfortabel und je älter man wird, ist es wahrscheinlich auch eher gefährlich, dass man irgendwann mal abschmiert und dann 2,60 Meter weiter unten mal ganz gepflegt aufschlägt.

Schmerz gehört nicht zur Erleuchtung

Das ganze hört sich schmerzhaft an, ist es wahrscheinlich auch und es ist genau eine Erfahrung in meinem Leben, die ich nicht machen möchte. Dementsprechend habe ich mich dann entschlossen, auf diese Anlegeleiter zu verzichten und mir eine Wendeltreppe anzuschaffen und die dann auch dorthin zu bauen.
Macht das Zimmer ein bisschen kleiner, aber sie steht jetzt schon fast und es wirkt schon relativ edel. Allerdings muss ich sagen, die Wendeltreppe sieht toll aus und die Anleitung ist eine richtige Katastrophe. Man liest ja immer oder man sieht es dann halt auch mal auf YouTube oder whatever, dass dann über das schwedische Möbelhaus hergezogen wird, dass die ganzen Sachen so schwer aufzubauen sind und und und und. Und ich sage euch: Nein, nein, nein, nein. Die Anleitung von dieser Wendeltreppe ist das wirklich das reinste Armageddon. Das Ganze hat auch eher etwas mit Rätselraten als mit Aufbauen zu tun.
Ich kann verstehen, denn solche Treppen werden immer verkauft, von weiß ich nicht 2,50 Meter bis 2,80 Meter ist dann die Geschosshöhe, dass man da so eine Varianz einbauen muss ist klar, aber es ist nichts vorkonfektioniert. Alles muss geschraubt, gesägt werden. Die Anleitung ist eher so wie ein hin gekrickeltes Kinderbuch zu verstehen und, tut mir leid: Die Treppe ist toll. Sie ist stabil. Aber ich glaube Leute, Anleitungen schreiben, dass müsst ihr erst noch mal lernen.

Ich sage nicht, wer es war

Ich werde jetzt auch hier nicht die Firma nennen, es sind sicherlich nicht die Ersten und die Einzigen und auch nicht die Letzten, die so einen Mist unter die Bevölkerung bringen.
Die dann Tage und vielleicht sogar Wochen mit Rätselraten davorstehen. So ist dann aus dem Wochenende, das ich mir dann gegeben habe, die Treppe aufzubauen, mittlerweile, ich glaube anderthalb, zwei Wochen geworden. Natürlich muss man unter der Woche wieder arbeiten und wenn man einmal irgendwie dabei ist, dann möchte man das auch in einem durchziehen und da reicht die Zeit unter der Woche nicht aus.

Der Zeitplan einer Baustelle

Ich glaube, jeder von euch kennt das, der schon mal eine Wohnung renoviert hat oder saniert oder kleinere Projekte gemacht hat, der Zeitfaktor, der geht echt flöten, da kann man auch so großzügig versuchen zu rechnen und zu planen, irgendwie geht es dann doch in die Hose.
Deswegen, Deadline setzen ist relativ schlecht oder schwer, vielleicht muss man dafür auch Handwerker sein, vielleicht muss man das auch Jahre lang gemacht haben, um die ganze Sache einschätzen zu können. Bin ich nicht, ich bin auch nicht verpflichtet, das an einem Wochenende fertig zu machen.

Aus Schreibstube wird Warehouse

Der Raum sieht mittlerweile eher aus wie so ein Warenlager im Baumarkt und das möchte ich dann doch irgendwann einmal auflösen, um wieder schreiben zu können und vielleicht auch wieder mal, zur Abwechslung, Musik machen zu können. Wenn ich jetzt den Podcast hier einspreche, sitze ich mehr oder weniger zwischen Schreibtischen eingekeilt, umgeben von gelben Säcken ausgepackten Kartons und Werkzeug.
So genug rumgeheult. Im Endeffekt wollte ich auf die Treppe haben. Um dann hat er gefahrlos hochzugehen, um zu meditieren.
Was hatte Meditation jetzt mit Kunst zu tun?
Meditation fördert erstmal, dass man selber ruhiger wird, gelassener wird und auch das Stresslevel abgesenkt wird.
Was heißt das jetzt?
Wenn man sich dann das Stresslevel wie so einen Graphen, so eine Kurve vorstellt, hat man, wenn man, jetzt in der Pandemie-Zeit, glaube ich eher schon ein erhöhtes Stresslevel, das heißt, also dieser Grundstress ist wahrscheinlich immer vorhanden. Das heißt, also ich gehe raus, die Leute, die machen ein paar Schritte von einem weg, als ob man den letzten Rins hat.
Maske auf, Maske zu, hier desinfizieren dort desinfizieren. Test, nicht Test und all sowas, bei mir ist es so, dass ich eine Aversion dagegen habe.
Das erhöht den Stresslevel und diese Grundlinie sage ich mal, die kann man mit einer Meditation sehr gut auch runter bekommen. Auf der anderen Seite kann man natürlich auch ein Thema nehmen und da drüber meditieren, das heißt, also um das eine Thema die Gedanken kreisen lassen, ohne dass man versucht, abzuschweifen oder anderen Gedanken, negative Gedanken dann den Vorhang zu geben.

Die Veränderung als Vorteil nutzen

Für mich hat das Ganze auch einen weiteren Vorteil, ich werde wieder mal mein Zimmer umbauen müssen. Was ich eigentlich auch ganz gerne mag, immer mal so einen anderen View zu kriegen, so einen anderen Blick, so ein anderes Aussehen vom Zimmer zu bekommen. Man guckt beim Schreiben mal woanders hin und das verändert auch den Blickwinkel, die Kreativität. Man sieht auf einmal vielleicht irgendetwas anderes, man ist in einer etwas ungewohnten und neuen Situation und das fördert für mich auch die Kreativität.

Wer hat´s auch gemacht? Der Robbie.

Dabei muss ich immer an den Film „Club der toten Dichter“ mit Robbie Williams denken, der dann irgendwann vor seiner Klasse mal auf den Schreibtisch geklettert ist und gesagt hat: „Ich habe mich auf den Schreibtisch gestellt, um mir klarzumachen, dass wir auch alles aus einer anderen Perspektive sehen müssen.“
Macht das einfach mal.
Gut, vielleicht nicht unbedingt auf einen Tisch oder bloß nicht auf einen Drehstuhl. Das geht dann Twisted nach unten.
Aber versucht einfach mal irgendwo einen Perspektivenwechsel zu machen und ihr werdet sehen, es sieht nicht nur anders aus, man bekommt auch ein anderes Gefühl dafür. Für die Sache, für seinen Raum und vielleicht auch für das Leben. Dahingehend mal die Perspektive ändern.
Und da schließt sich natürlich auch wieder für mich der Kreis, wo ich sage, mein Lebensziel ist, zu schreiben, und vielleicht nicht unbedingt Geld damit zu verdienen, aber die Freiheit zu haben, dieses zu tun und das ist natürlich auch eine Perspektive, die anders ist. Die auch betrachtet werden muss und wenn man anfängt, diese Perspektive zu betrachten, kommen einen auf einmal Gedanken, Ideen und vielleicht auch Möglichkeiten. Besonders Möglichkeiten, wie man das Ganze anstellen kann.

Versprochen ist versprochen, dass Grundeinkommen kommt. Als Podcast.

Ich werde auch irgendwann mal in einem der nächsten Podcasts, ich weiß nicht, welche Folge, auf das bedingungslose Grundeinkommen eingehen, wo ich ein absoluter Fan von bin. Lasst euch überraschen, ich werde mir nochmal meine Gedanken machen, ich werde auch mal ein bisschen nachforschen, noch mal, was das alles hundertprozentig bedeutet, weil man muss das ja schon mit vernünftigen Fakten unterfüttern.
Ach so, eins noch, Perspektivenwechsel: Ich mache das gerne, wenn ich durch Städte gehe, besonders durch niederländische Städte, weil die natürlich von ihrem Charme noch mal weit weit vorne sind oder weit mehr vorne sind als deutschen Städte oder einige deutsche Städte und lass einfach mal den Blick nach oben schweifen, das heißt also nicht irgendwo, ich habe keine Ahnung wie hoch meine Augen sind, ich bin 1,90. Vielleicht 1,75. Ich habe das nie nachgemessen oder 1,80 whatever, das heißt, also nicht nur auf Höhe der Augen, den Blick mal schweifen lassen. Einfach auch mal nach oben gucken, was passiert da, was ist da, wie fühlt sich das an? Und ich habe das schon echt spannende Sachen gesehen und das ist auch etwas was die Kreativität fördert, auch mal in etwas Kleines reingucken oder die kleinen Dinge entdecken und das ist genau das, wenn man schreibt, auch solche Sachen in einem Buch zu beschreiben. Das gibt eine gewisse Lebendigkeit.

Kreative Übungen ohne Zwang und Muskelkater

Das Ganze soll sich jetzt nicht anhören nach: „Macht man mal ein paar kreative Übung, steigt auf dem Tisch guckt nach oben. Whatever.“ Bei mir passiert das automatisch und dieser Automatismus ist eigentlich etwas, wo man aufmerksam ist, man ist neugierig. Man bleibt neugierig und das ist glaube ich auch das, was ein geistig auch fit hält und neben Kreativität und wie man sich einrichtet, das ist für einen auch selbst etwas Globales.
Wie fühle ich mich wohl?
Was muss ich tun, mich wohlzufühlen und wo möchte ich hin und dann auch mal kreative Ansätze finden, um das Ziel zu erreichen. Ich glaube, das macht einen auch als Mensch aus und das unterscheidet einen vielleicht auch, ich würde das jetzt nicht abwertend sagen, aber von den Lemmingen, die sich dann einfach draußen treiben lassen, ohne ein richtiges Ziel im Leben zu haben. Das ist natürlich jetzt ein bisschen heftig, vielleicht haben die Leute Ziele, vielleicht sind die Ziele auch klein, vielleicht kommt einem das auch selber vor, dass man selber nur große Ziele hat.
Was immer. Ich bin nicht hier, um da zu urteilen, aber manchmal habe ich das Gefühl, wenn man mit den Leuten spricht, dass das Leben nur vor sich hinplätschert.
Ich weiß nicht ,wie es euch geht, ich möchte auf alle Fälle eine Spur hinterlassen und diese Spur soll nicht nur Leute erfreuen, diese Spur soll auch mich erfreuen.
Ich glaube, wenn man das schafft, dann ist man auf einem guten Weg.

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VonRohan de Rijk

Podcast E#27 Chancen nutzen, Chancen schaffen – Rohan´s 13 Minutes (Transkription)

Lesezeit: 5 Minuten

Das heutige Thema lautet: Chancen nutzen und Chancen schaffen. Es ist natürlich der Weg, den ich bestreiten möchte, um kreativ zu sein und die Freiheit zu haben, dementsprechend ist es auch so, dass ich mir die Freiheit mit Geld erkaufen muss. Da ich von Geburt an nicht reich bin, auch nicht im Lotto gewonnen habe oder irgendwo eine riesige Erbschaft bekommen habe oder die im Hintergrund arbeitet, muss ich solange es geht, noch für Geld arbeiten.
Die Aktien fühlen sich pudelwohl, aber um dann noch ein bisschen Fleisch draufzukriegen, bleibt mir nichts anderes übrig als zu arbeiten. Und ihr kennt das sicherlich, irgendwann wird jemand auf euch zukommen, sei es ein Arbeitskollege, sei es der Chef oder jemand aus dem privaten Umfeld und macht euch in Anführungszeichen ein Angebot.

Wann ist eine Chance eine Chance

Die Frage ist, ist ein Angebot eine Chance? Vielleicht.
Es kommt immer irgendwo drauf an. In der Arbeitswelt ist es natürlich so, wenn man gefragt wird, möchtest du dieses und jenes machen, könnte dies natürlich eine Chance sein.
Aber, und das ist meine Erfahrung über auch die ganzen Jahre mittlerweile auch Jahrzehnte: Chancen kommen im Blaumann daher.
Das heißt Chancen oder eine Chance bedeutet zu 99 Prozent, wenn nicht sogar höher, Arbeit und teilweise auch richtig viel Arbeit. Neben einem mehr an Arbeit kann natürlich auch eine Chance Veränderung bedeuten und vielleicht ist das Wort „verändern“ auch ein bisschen negativ besetzt, aber Veränderung kann ja auch etwas Positives sein. Das ist ein Schritt nach vorne oder es kann ein Schritt nach vorne sein.
Auf einmal hat man eine Leitungsfunktion, da muss man natürlich auch sagen, möchte man das, da muss man ganz klar sagen, das ist ein Abwägen, das, was ich als Chance angeboten bekomme, ist auch etwas, das ich auch wirklich tragen kann?
Nicht jedes Angebot, jede Chance, die offeriert wird, ist auch immer und immer wieder ein Abwägen. Ist es das, was ich leisten kann, ist es das, was ich möchte, das heißt, also z.B. eine Leitungsposition.

Bin ich der Typ dazu

Möchte ich dann den Leuten sagen, mach dieses, mach jenes, mach welches.
Kann ich das überhaupt?
Kann ich auch den Druck aushalten?
Weil, je höher ich steige, umso mehr Druck bekomme ich von oben und muss ihn dann versuchen, nach unten abzudämpfen.
Das sind Sachen, die ich schon mitgemacht habe, und ich muss sagen, die Chancen, die ich da hatte, die habe ich genutzt, die haben mich auch dazu gebracht, dass ich heute da bin, wo ich bin.
In einer Leitungsposition.

Der Blaumann – ein Synonym für die Chance

Allerdings, dieser Blaumann, den die Chance mir mitgegeben hat, der war dann schon arg dreckig, weil ich teilweise durch sehr sehr viel Mist waten musste, bis die Arbeit oder halt doch die Chance so anerkannt wurde, wie es jetzt im Moment ist.
Neben den Chancen, die an einen herangetragen werden, kann man sich natürlich auch seine eigenen Chancen schaffen, wie würde das z. B. aussehen?
Bleiben wir in der Arbeitswelt, das wäre z. B. in eine Abteilung bisschen über den Tellerrand hinausblicken. So ein bisschen schauen, was machen die anderen Kollegen, was könnte man noch einbringen, wo könnte man noch seinen Wirkungskreis erweitern oder ein bisschen Glaskugel spielen, wo könnte das mit der Abteilung hingehen.
Gerade, wenn man im Technikbereich arbeitet, mit Computer, Internet und sowas, dann kann man immer noch mal ein Auge aufhalten. Oder nur aufhalten und schauen, wo geht das hin.
Was ist die nächste Sau, die durchs Dorf getrieben wird? Und vielleicht ist es ja etwas für mich. Dann kann ich damit natürlich auch zu meinem Vorgesetzten gehen und sagen, so wir können dieses und jenes machen, also ich gehe jetzt nicht auf genaue Beispiele ein.
Da habe ich natürlich wieder die Möglichkeit, mich zu profilieren und daraus dann halt im nächsten Gespräch auch zu sagen, so, du hast gesehen, was ich kann.
Du hast gesehen, dass ich mir Gedanken mache und ich verkaufe hier meine Arbeitskraft an dich und deswegen möchte ich mehr Geld haben und jeder Chef, der was auf sich hält, der wird auch das Potenzial erkennen.

Bei Geld hört der Chef nicht hin

Natürlich zieren sich alle. Aber im Endeffekt wird man sich wahrscheinlich auf ein höheres Salär einigen. Damit hat man seine Chance geschaffen, damit hat man seine Chance dann im Endeffekt auch in Geld umgewandelt. Allerdings bietet so eine „Chance schaffen“ auch immer wieder das Potenzial zu sehen, hier wird meine Arbeit, hier wird meine Leistung nicht gewertet.

Wenn die Chance in die Hose geht, entstehen neue Chancen

Was mache ich dann, möchte ich das weiter machen, möchte ich dann immer so arbeiten, vielleicht habe ich jetzt auch genau dadurch, dass ich versuche, mir eine Chance zu schaffen, mir ein anderes Tor aufgemacht und so sagt man, ich suche mir einen anderen Job, das heißt also, was ich eben schon sagte, eine Chance bedeutet halt auch immer Veränderung und vielleicht ist es auch so, dass ich etwas erschaffen möchte, gegen eine Mauer laufe und diese Mauer habe ich eigentlich vorher nicht bemerkt, aber es ist genau das, was ich nicht möchte. Hier werde ich nicht glücklich. Hier muss ich irgendwo raus, und dadurch habe ich dann halt auch Veränderung geschaffen und diese Veränderungen können ganz immens sein.

Die Welt braucht Visionäre

Bleiben wir noch ein bisschen bei den Visionären.
Ich habe mir mal 2 rausgesucht. Es ist einmal Edison und einmal Steve Jobs und ja, diese beiden Erfinder und auch Visionäre haben etwas geschaffen, was die Welt verändert hat. Ohne Edison wären wir wahrscheinlich immer noch um Kerzen geschart. Vielleicht hätte das auch jemand anders erfunden aber, der Mann hat sich hingesetzt, mit seinem Ehrgeiz und mit seinem Glauben daran, eine Glühbirne zu erschaffen.
Ich habe nachgelesen: Er hat roundabout 9.000 Versuche gebraucht, bis er die Glühbirne zur Marktreife gebracht hat. Und ein Mitarbeiter von ihm sprach ihn mal an und sagte, es müsste doch eigentlich langsam reichen, er hätte jetzt mehrere Hundert, Tausend Versuche gehabt und nichts hätte funktioniert, das kann doch gar nicht funktionieren.
Er hat dann so ungefähr geantwortet: Mit jedem Misserfolg oder mit jedem missglückten Experiment bin ich einen Schritt näher dran.
Genau diese Form von Resilienz muss man auch haben, wenn man für sich etwas sehen möchte oder für sich etwas sieht und die Zukunft sieht.
Der andere, Steve Jobs, hatte Ideen, Visionen und hat sie auch bis ins Kleinste ausgearbeitet. Man kann alles beschreiben. Er hat dann auch teilweise die Maschinen noch einfärben lassen, damit sie schön in der Halle aussehen.
Es ist ein absoluter Wahnsinn, wie kleinteilig er dann auch an den ganzen Sachen rumgefeilt hat. Wer das gerne mal lesen möchte, dem empfehle ich das Buch, die Autobiographie oder die Biografie von Steve Jobs, da ist das alles genau aufgezählt, was er war oder wie getrieben er auch war.

Die Luft der Getriebenen

Dieses getrieben sein, gepaart mit einem langen Atem, genau das ist es auch, was man als Schriftsteller braucht. Wenn man sich umhört, keiner hatte sofort den extremen Erfolg gehabt. Es gab immer eine Vorgeschichte, auch wenn es so rausgestellt wurde: „Er hat sich gerade hingesetzt, drei Seiten auf dem Butterbrotpapier geschrieben und dann war sein Buch Bestseller.
Die Leute haben alle eine Vorgeschichte und das gibt einen auch im wieder Mut weiterzumachen. Sich umzusehen. Chancen zu nutzen. Einfach mal schauen, was auf einen zukommt. Das auch zu bewerten: Ist es gut für mich, ist es nicht gut für mich?
Einfach mal Sachen auch auszuprobieren. Das heißt, eine Chance zu nutzen, bedeutet nicht, das Ganze bis zum Ende durch zu treiben. Ich kann ja auch sagen: „Nee, das funktioniert für mich hier nicht mehr und deswegen lasse ich es sein.“
Das ist auch ein gutes Recht von einem und es zeugt auch davon, dass ich weiß, was für mich gut ist oder bzw. ich lerne auf meinem Weg, was gut für mich ist.

Das Wissen um einen selber

Was heute gut für mich ist, kann morgen anders sein, aber von Punkt A nach Punkt B findet immer noch Leben statt und in diesem Leben lerne ich. Bewerte mich und so weiß ich dann, ob diese Chance dann wirklich in Wochen, Monaten, Jahren auch gut für mich ist.
Dementsprechend, einfach Augen Ohren offenhalten, bewerten, schauen, einfach mal machen und einfach mal mutig sein.
Und wie es immer im Leben ist: Alles hat seinen Preis, das heißt die Chance, genau das, was ich am Anfang gesagt habe, kommt zu einem sehr sehr hohen Prozentsatz im Blaumann daher. Deshalb sollte man sich auch nicht vor der Arbeit scheuen, denn vielleicht ist es genau die eine Chance, die dein Leben oder mein Leben in so geilen Bahnen lenkt, die man sich gar nicht so vorgestellt hat.
Nach der Chaostheorie ist es der Schmetterling irgendwo in China, der einen Sturm heraufbeschwört.
So kennt es auch jeder von seinem Leben, wäre man auf dieser Kreuzung irgendwo anders abgebogen, wäre das Leben ganz anders verlaufen.
So kannst es auch mit der Chance sein.

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VonRohan de Rijk

Podcast E#26 Zwischen den Büchern – Rohan´s 13 Minutes (Transkription)

Lesezeit: 5 Minuten

In den letzten drei Episoden habe ich euch erzählt, wie ich meinem Ziel monetär näherkommen möchte bzw. es erreichen möchte und zwar über Aktien ETFs und Immobilien. Damit soll jetzt erstmal Schluss sein. Sollte es da irgendwelche Neuigkeiten geben, sollte ich schauen, ob es noch andere Möglichkeiten gibt, Geld sich vermehren zu lassen, dann würde ich das auch noch mal mit aufnehmen. Das heißt auch nicht, dass ich in meinem Job nicht schaue, dass ich weiterkomme, weil der Weg bis das alles greift, bis das Geld da ist, ist lang. Und wenn sich die Möglichkeit bietet, wie es sie im Moment tut, dass ich vielleicht sogar mehr Geld verdienen kann durch Höhergruppierung, dann werde ich das annehmen, weil, je mehr Geld ich habe, umso mehr kann ich investieren.

Die kleine Bestandsaufnahme

Das sollte es jetzt erstmal gewesen sein. Jetzt widmen wir uns wieder ein Weg der Schriftstellerei. Auch hier noch mal eine kleine Bestandsaufnahme für diejenigen, die später sich dazu geschaltet haben. Mein letztes Projekt, sprich Buch, ist abgeschlossen. Ihr müsst natürlich verstehen, ich kann im Moment euch noch nicht den Titel nennen, obwohl es mir in den Fingern juckt, es raus zu posaunen und jetzt schon mal die Werbetrommel zu rühren.
Geht leider Moment noch nicht. Fakt ist, ich habe sieben Literaturagenten angeschrieben, von denen sich bis dato leider noch keiner gemeldet hat. Allerdings, wenn ich mir dann durchlese, dass sie sich ein bis vier Monate Zeit nehmen, um das Buch zu begutachten, dann kann es halt im Endeffekt auch noch nicht zu einer Antwort gekommen sein. Die dann hoffentlich irgendwann bald mal eintrudelt.

Auf die Auswahl kommt es an

Die Literaturagenten habe ich natürlich ausgewählt nach den ganz Großen, weil, wo möchte man anfangen?
Natürlich an der Spitze.
Ich habe dann auch mal eine sehr junge Agentur oder bzw. zwei sehr junge Agenturen angeschrieben. Vielleicht ist es ja da der Weg. Die Großen werden wahrscheinlich auch überschüttet und sind übersättigt und die nehmen wahrscheinlich auch nur noch Leute an, die schon einen gewissen Erfolg haben. Vielleicht funktioniert es mit den kleineren.
Der Einstieg würde sicherlich über kleinere Agentur auch einfacher werden, als wenn man in die großen Agenturen geht und dort wahrscheinlich schon festgefahrene Strukturen hat.
Ruft eine große Agentur, werde ich natürlich auch dahin gehen. Wäre ja schön blöd, es nicht zu tun.

Zwischen den Büchern

Die heutige Episode ist mit „Zwischen den Büchern“ übertitelt. Es ist einfach so das Gefühl, was ich auch mal so näherbringen möchte, wie man so aufgestellt ist zwischen zwei Projekten.
Das eine Projekt ist abgeschlossen. Man weiß im Moment noch nicht so ganz, wo die Fahrt hingeht: Werde ich dann von dem Verlag angenommen? Oder geht das Ganze zum Selfpublishing?
Aber gleichzeitig fängt man schon wieder an, ein neues Buch zu plotten. Eine kurze Zwischengrätsche, wenn ihr nicht wisst, was plotten ist.
Plotten ist im Grunde genommen das Handlungsgerüst der Geschichte. Alles wird in Kapitel unterteilt und man schaut, wo man Spannungsbögen einbaut. Wo die Geschichte einen Twist kriegt. Das ist im Grunde genommen das Plotten.
Da bin ich jetzt dran und das vorherige Projekt ist dann in dem Sinne ein bisschen auf Eis gelegt, bis ich dann sage, ok, es hat sich kein Literaturagent gemeldet und dann geht das Ganze ins Selfpublishing.
Respektive, wenn sich einer meldet, dann ist der Weg vorgezeichnet mit der Agentur. Genau dieser Zustand, der fühlt sich seltsam an, das ist doch das eigene Baby, man gibt es so ein bisschen aus der Hand, legt es auf Eis.

Zwei Jahre einer Beziehung

Man war mit den Figuren zwei Jahre unterwegs gewesen, hat die Geschichte aufgebaut, hat den ein oder anderen sogar umgebracht und jetzt ist das erst einmal zu Ende und man fängt was Neues an, das heißt also, man kreiert neue Figuren, kreierten neue Welten und es fühlt sich noch so ein bisschen fremd an. Man fremdelt damit. Wo wird das hingehen? Die Puzzlesteine passen noch nicht ganz zusammen. Man feilt an den Charakteren, das ist im Moment die Situation, die ich durchlebe.
Es fühlt sich komisch an, wie kann man das beschreiben: So wie die Rau-Nächte zwischen Weihnachten und Neujahr. Wo so eine komische Stille eintritt zwischen den zwei Big Bang Stars gegen Jahresende, ja, so fühlt es sich an. Es ist wieder Fisch noch Fleisch, man traut sich noch nicht so richtig ran, die Geschichte komplett durch zu plotten. Man hat immer noch Ideen.
Ich muss sagen, in der heutigen Zeit, da spiele ich auf die Pandemie an, fällt es mir sehr schwer, irgendwo einen klaren Kopf zu bewahren und sich einfach mal raus zu setzen in den Garten und zu sagen: Jetzt lassen wir uns einfach mal die Geschichte durchdenken.
Früher Richtung Holland, Meer entlang spazieren gegangen, Füße ins Wasser, Wind in die Nase. Natürlich Nase in den Wind. Das funktioniert im Moment nicht.
Die Weite ist einfach dafür geschaffen, um den Geist auch mal fliegen zu lassen, mal ordentlich den Turbo anzuwerfen und zu schauen: Wo geht die Geschichte hin.
Funktioniert nicht.
Man ist eingesperrt, man ist kastriert in seiner Lebensweise und da muss ich sagen, fällt es mir ein bisschen schwerer, wirklich die Fantasie in die Geschichte zu legen. Und mit schwerer meine ich, es funktioniert, aber es funktioniert relativ langsam.

Jammern ist erlaubt

Das Ganze hört sich jetzt wieder so ein bisschen nach jammern an, aber ich glaube, wer kreativ unterwegs ist, der braucht auch einen bestimmten Input, respektive, der hat sich ja auch etwas zurechtgelegt, denn er weiß, wenn ich das mache, dann komme ich in einen Flow. Und aus dem Flow kommen die Gedanken, die Kreativität, die Ideen. Dann fließt das.
Ich weiß nicht, vielleicht ist es bei jedem anders. Vielleicht ist es auch bei Musikern anders. Wie die dann ihre Ideen bekommen. Vielleicht mit improvisieren? Wie auch immer, bei mir sind es die Spaziergänge am Meer, das absolute Alleinsein. Im Buddhismus nennt man das Schweige-Retreat, was heißt, auch mal so ein paar Tage die Schnauze halten, nicht oder wenig mit Leuten reden, sondern einfach so eine Art innere Einkehr, Reinigung, alles mal abfallen lassen und dann fangen die Gedanken an, sich zu formieren.
Mir geht es so, das fühle ich und ich merke, dass es funktioniert. Das ist dann halt auch mein Weg.

Die drei Wochen nach den drei Wochen nach den drei Wochen

Wahrscheinlich müssen wir ihn noch mal drei Wochen und dann noch mal drei Wochen durch und dann haben wir alles hinter uns und alles wird irgendwann wieder gut.
Eigentlich wollte ich die Pandemie-Kacke nicht so in meinem Podcast reinziehen lassen, aber im Gesamtkontext des Lebens kommt man im Moment nicht drum rum.
Es bleibt spannend, aber eins gilt: Nicht aufgeben, immer weitermachen und wenn man dann halt das eine oder andere Kapitel, das habe ich auch schon gemacht, wieder in die Tonne gekloppt und neu schreiben muss, dann ist das halt so. Dann soll es nicht so sein, weil, was richtig ist, das bleibt auch bei einem.

Das Schreibprogramm gönnt sich ein Update

Zum Schluss noch ein kleines Update, ich hatte in einer der Episoden, ich weiß es gar nicht mehr welche das war, ein paar Schreibprogramme vorgestellt.
Ich habe jetzt, weil ich gerade mit dem Plotten dran bin, das neue Papyrus 11 geholt.
Ich muss sagen, es gibt es sehr viele Vorlagen für das Plotten, die man benutzen kann, um auch zu sehen, welche Sachen ich möchte. Ob die 3-Akt-Metode. Ob ich Thriller oder Romance schreibe.
Das haben die echt gut gemacht. Ich, derjenige, der eigentlich so ein bisschen drauf war, ich habe die grobe Geschichte, und schreib dann einfach mal drauf los. Ich merke jetzt, dass eine gewisse Vorbereitung sein muss. Es hat mir echt dabei geholfen, oder ich versuche es, diese Hilfe immer noch in Anspruch zu nehmen. Ich bin auch zufrieden und im Grunde genommen gibt es auch noch obendrauf den neuen Duden Korrektor, als nicht der größte Grammatik- und Rechtschreib-Freund ist das auch ganz gut so, weil die Korrekturen um einiges besser geworden sind.
Ich hatte vorher die Version 8 und habe jetzt lange überlegt, aber ab und zu muss man auch mal seine Software updaten, um wieder auf dem Stand der Dinge zu sein.

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