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VonRohan de Rijk

#49 Einflüsse, die das Leben schrieb

Lesezeit: 2 Minuten

Keiner ist ohne Einfluss. Ob er will oder nicht.
Die Familie, in die man geboren wird, das Umfeld in der Schule, die Freunde, Frau, Kind, Arbeit und die Interessen bilden die Einflüsse, die das Leben prägen.

Hört sich nach einem schweren Rucksack an

Ist es aber nicht. Wie immer ist es eine Frage des Standpunktes. Fragt man Musiker oder Schriftsteller, welche Einflüsse sie haben, kommen meistens die Heroen der jeweiligen Kunstgattung zu Tage. Obwohl es hier immer auch Cross-Einflüsse geben mag.
Aber machen wir uns nichts vor, das Leben hat auch negative Einflüsse.

Ich bin mein eigener Wegweiser

Da die Einflüsse zum Leben dazugehören, habe ich selber Einfluss auf die Einflüsse.
Geburt und Familie mal außen vor. Freunde kann ich wählen, Beruf kann ich wählen und das sogar mehrfach und im Wechsel. Also: Ein wenig Mut und die Einflüsse können gelenkt werden.

Was hat mich zu dem gemacht, was ich bin?

Lassen wir das unumstößliche weg und fangen mit dem Beruf an. Ein Drittel des Tages muss man was fürs Geld tun.
Mein Weg war hier alles andere als schnurgerade: Bäcker, Zivildienst, Rettungsdienst, Desinfektor, Web-Designer, Grafiker, Layouter, Marketing, Web-Developer, Projektleiter, Führungskraft in der Landesverwaltung. Nebenbei hatte ich, als es sich noch lohnte und das Handy in den Kinderschuhen steckte, einen Vertrieb für Handys, danach eine Agentur für Statisten und jetzt bin ich Schriftsteller und Podcaster.

Alles angefangen und es zu nichts gebracht

Könnte man meinen, aber es sind Stationen, die mein Leben geprägt haben. In dem einen war ich erfolgreich, in dem anderen nicht. Aber alles hatte einen Einfluss, einen Lerneffekt auf meine Leben.
Der Bäcker hat mit gezeigt, wie hart man für seine Brötchen arbeiten muss (der musste sein) und in welche Körperregionen Schweiß laufen kann (für euer Kopfkino bin ich nicht verantwortlich).
Der Rettungsdienst hat mir gezeigt, wie es auf der Straße abgeht. Dies ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, wenn man Thriller schreibt. Und so weiter und so weiter.

Nutzen ziehen

Als Schriftsteller ziehe ich heute einen großen Nutzen daraus, dass ich viel gesehen, noch viel mehr gemacht habe und eine riesige Menge Menschen kennengelernt habe.
Manchmal kann man autobiografisch in seinen Geschichten werden (in homöopathischen Maßen OK), man kann Menschen “benutzen”, die man interessant fand, und sie in Geschichten verwursten (ohne, dass sie sich jemals wiedererkennen würden).

Mit dem Alter wird man weiser

Früher, ja damals, hat man sich treiben lassen und der Einfluss war nicht immer spitze. Aber, sind wir mal ehrlich, nur wer die eine, vielleicht nicht so prickelnde Seite kennt, kann die andere schätzen lernen.
Dazu braucht es Zeit und den Willen, die Erfahrungen in Bahnen zu lenken, die dem entsprechen, wo man letztendlich hinwill.

Nicht immer gefeit

Zu enge Leitplanken können das Leben aber auch zur einspurigen Langeweile treiben. Deshalb sollte man immer mal nach links und rechts schauen. Ein bisschen Spannung braucht jeder.
Und das Schöne daran: Darauf haben wir Einfluss.

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