Schlagwort-Archiv KI

VonRohan de Rijk

#74 Glück gehabt (noch)

Lesezeit: 2 Minuten

Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen. Schauen wir auf Episode 70 zurück: Es ging darum, dass KI die Kunst killen könnte. In dem Fall, die wortschöpferische Kunst des Schriftstellers.

Der Selbstversuch

Nun gibt es eine KI (GPT-3), die gelernt hat, Worte zu Sätzen und zu kleinen Artikeln zu formen. Dies jagt dem Künstler natürlich die Schweißtropfen auf die Stirn. Aber, so lehrt es uns das Leben: Stelle Dich Deinen Ängsten bzw. Deinen Gegnern. Gemacht getan. Code in der CT ausprobiert. War nicht so einfach, wie ich es mir vorgestellt habe. Die Herren (oder/und Damen) hätten auch mal dran denken können, dass nicht jeder ein Nerd ist, aber gerne mal eine KI-Erfahrung machen möchte.

Getestet

Die Software eignet sich hervorragend, um Texte zu erstellen. Aber und zum Glück gibt es ein Aber, es gibt noch genügend Schwachstellen, die die Texte zwar lesbar machen, aber manchmal mit falschen Informationen spicken. Dies ist nicht nur nicht schön, dies ist gefährlich. Warum gefährlich?
Nun ja, stellen wir uns einmal den Fall vor, dort gibt es einen Menschen, der alles glaubt, was ihm unter die Nase gehalten wird. Unwahrscheinlich?
Lassen wir die letzten zwei Jahre einmal medial Revue passieren. Ist dann die Unwahrscheinlichkeit immer noch so groß oder rückt sie eher in Richtung: “Die Masse glaubt die Informationen”, sie muss nur von renommierten oder selbsternannten Fachleuten oder Medien kommen.

Fatale Fehler

So können sich Falschinformationen in Glaubenssätze verwandeln. Widerlegung wird schwer bis unmöglich. Deshalb sollte die Kritik an der KI nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Noch erzeugt eine Maschine Texte aus Dokumenten, mit denen sie gefüttert wurde. Was wäre, wenn die Dokumente spezifisch zusammengesucht oder sogar erstellt worden wären? Könnte man dann nicht eine ganz neue Wahrheit erstellen? Eine Wahrheit, die einer kleinen Gruppe an Menschen genehm ist? Dies ist keine Verschwörungstheorie, ich habe auch keine Chemtrails geschnüffelt, aber der Mensch neigt nun einmal dazu, Erfindungen für seine, nicht immer lauteren Ziele, zu verwenden. Und warum sollte es bei der KI anders sein.
Also Spitz pass auf.

Der Schreiberling atmet auf

Verlassen wir die Gedanken und begeben uns auf den Boden der getesteten Tatsachen.
Die KI ist heute noch nicht in der Lage, Thriller, Romane oder ähnlich gelagerte Geschichten zu schreiben. Wie das mit Sachbüchern aussieht? Keine Ahnung, dies ist nicht mein Gebiet.
Warum kann eine KI keine Geschichten? Nun eine Geschichte besteht aus Personen, die jeweils eine eigene Geschichte haben, jetzt brauchen wir auch so etwas wie eine Story, denn eine Geschichte ohne Story ist keine Geschichte. Dies hört zuerst einmal wirr an, aber wir als Mensch können dieses Konglomerat aus Geschichte und Story gut auseinanderhalten. Eine Maschine kann das (noch) nicht. Es wird auch schwer für eine KI sein, Handlungsstränge zu verfolgen und diese irgendwann zusammenzuführen.

Fußballergebnisse ja, aber dann…

Die KI ist sicherlich für eine Zusammenfassung eines Fußballspiels oder den Wetterbericht geeignet. Hier gibt es “standardisierte” Aussagen, die sich leicht in einen Text einbauen lassen.
Aber Kunst? Nein das geht nicht, dafür müsste man der Maschine neben dem I für Intelligenz noch ein weiteres K für Kunst und ein weiteres K für Kreativität hinzufügen. Und da sind wir Menschen mit unseren Synapsen besser aufgestellt, so dass man auch in (naher) Zukunft nicht damit rechnen muss, dass der Autor aus einem Haufen Transistoren und ein bisschen Strom besteht.
Nichtsdestotrotz: Man soll niemals nie sagen. In Zukunft (wann diese auch immer sein wird) wird auch eine KI das KIKK können.

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VonRohan de Rijk

#70 KI killed the Kunst

Lesezeit: 3 Minuten

Schenkt man denen Glauben, die wissen wo es langgeht, die wissen, welche Sau sich am besten durch das Dorf treiben lässt, oder die das nächste Big Thing vorausorakeln, dann ist die KI (Künstliche Intelligenz) oder auch anglistisch ausgesprochen AI (Artificial Intelligence) das Ding der Dinge.

Ja Moment mal – neu ist das nicht wirklich

Natürlich ist KI nicht neu, aber es werden immer mehr Themenfelder beackert, auch solche, die nicht danach schreien. ThisPersonDoesNotExist.com, auf dieser Seite findet man Gesichter, die aussehen wie Du und Ich (gibt es auch mit Katzen (wer hätte das gedacht). Aber keines ist real. Alles KI.

Was ist machbar mit KI

Autonomes Fahren wird mit KI gesteuert, Rezepte werden mit KI zusammengesetzt. Was ist nötig, was ist Spielerei?
Ich finde autonomes Fahren spannend. Autofahren macht Spaß, keine Frage, aber wenn ich längere Strecken fahren muss, dann hätte ich gerne einen Automaten. Ist dies sichererer? Vielleicht, wenn man bedenkt, dass sehr viele Unfälle auf menschliches Versagen zurückzuführen sind, wäre es cool, die Schraube der Verletzten und Toten nach unten zu drehen.
Brauche ich Rezepte aus der KI? Also ich nicht. Dies ist eine Spielerei, um zu zeigen, was Algorithmen können, mehr auch nicht.

But warum killed KI die Kunst

Grund für das heutige Thema ist eine Ankündigung der Computerzeitschrift CT. In der nächsten Ausgabe, also in 14 Tagen, werden sie Software GPT-3 noch einmal genauer unter die Lupe nehmen. GPT-3 ist von der Firma Openai und soll Texte automatisch erstellen können.
Hört sich spuky an, könnte es auch sein. Ich habe mir vorher schon einmal die Software angesehen, aber sie nicht zum Laufen gebracht. Vielleicht bin zu wenig Techie dafür.
Ich habe jetzt die Hoffnung, dass der Artikel mich auf diesem Feld weiterbringt.
Nein, ich beabsichtige nicht meine Bücher mit einer KI schreiben zu lassen. Aber rein aus Neugierde würde ich schauen, wenn es denn funktioniert, ob die KI meine Bücher “Schnee am Strand” und “Der Corpsepaint-Killer” schreiben oder neu interpretieren kann.

„Wenn du dich und den Feind kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten.” Sunzi

Genau dies ist es, was ist herausfinden möchte. Kann eine KI einem Schriftsteller gefährlich werden. Damit meine ich zu dem jetzigen Zeitpunkt. Später, in ein paar Jahren, könnte ich mir vorstellen, dass man Eckpunkte definiert und die KI einen Thriller ausspuckt. Aber ist das dann noch Kunst?

Aber Rächtschreibung wäre cool

Wie immer in und auf dieser Welt ist nicht alles Schwarz noch Weiß. Wenn die KI Sätze verstehen könnte und sich dadurch die Rechtschreibprogramme verbessern könnten, wäre dies gar nicht so verkehrt. Zumal ich ein Schriftsteller bin, der nicht immer grün mit der Rechtschreibung und Grammatik ist. Dies ist nicht schlimm. Die Fantasie ist das, was einen Schriftsteller ausmacht, die Kür also und für die Pflicht wäre eine KI wirklich echt OK.

Personal assistant in a box

KI als Assistent kann ich mir sehr gut vorstellen. Mal angenommen, ich habe meine Protagonisten gut bis sehr gut beschrieben, aber ich kann nicht dafür garantieren, dass ich alle Merkmale eines Protagonisten immer und überall richtig verwendet habe (sollte nicht vorkommen, aber wo Menschen schreiben, passieren Fehler), so könnte die KI über den Text gehen und die Textpassagen mit der jeweiligen Vita vergleichen und anpassen.

Wir kommen nicht drumrum, lasst uns was draus machen

Der Computer ist nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Wir entwickeln uns in diesem Bereich immer weiter, also wird die KI irgendwann ganz selbstverständlich sein. Nur eins dürfen wir nicht ausschalten: unseren Verstand. Denn auf der schwarzen Seite dieser Zukunft werden Fake-Menschen uns versuchen zu verführen und uns Fake-Nachrichten in Angst und Schrecken versetzen. Ein offenes Auge, ein offenes Ohr und eine große Portion Menschenverstand (Skepsis) sollten aus der KI kein Schreckgespenst machen (hoffentlich).

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