Resilienz
(von lateinisch resilire ‚zurückspringen‘ ‚abprallen‘) oder psychische Widerstandsfähigkeit ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen. (Quelle: Wikipedia; https://de.wikipedia.org/wiki/Resilienz_(Psychologie)).
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Absagen nichts als Absagen.
Dies gehört zum Leben eines Schriftstellers, wenn er seine Werke bei Verlagen oder Wettbewerben einreicht. Obwohl ich gestehen muss, dass Veranstalter von Wettbewerben in 99,9% der Fälle antworten.
Auch mir ist es so ergangen und dies wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch einmal vorkommen.
Wut, Enttäuschung und die Frage nach der Qualität der eigenen Arbeit sind die erste Reaktion.
Die zweite wäre mit Sicherheit die Flinte ins Korn zu werfen, was sicherlich zu den schlechtesten Optionen in so einem Fall gehört.
Wut und Enttäuschung – ist diese Reaktion richtig?
Ja. Der Mensch möchte wahrgenommen werden. Und für den Schriftsteller sind Veröffentlichungen die Essenz seines Daseins. Mit den Einreichungen werden Erwartung verknüpft. Erwartungen, die ich in den Verlag, den Wettbewerb oder den Literaturagenten stecke und Erwartungen sind für viele (alle?) die Vorstufe zur Erfüllung. Wenn dieses Szenario nicht eintrifft, kann schon mal die Welt ein paar Risse bekommen.
Aber dann
Wut und Enttäuschung dürfen nicht für die Ewigkeit sein. Sie schnüren einen die Kreativität ab und schicken uns in eine Spirale, die sich immer schneller drehen wird, ohne dass wir auch nur einen Schritt weiterkommen.
Also Wut verrauchen lassen, überlegen, ob Korrekturen nötig sind und weitermachen.
Wer steckt hinter den Absagen und was ist das Warum:
- Es sind immer Menschen, die daran interessiert sind, gute Literatur zu entdecken und denen sicherlich eine Absage schwerfällt. Diese Menschen haben auch Absagen erhalten.
- Es ist nie persönlich gemeint. Im besten Fall hat der Entscheider ein Stückchen Vita und ein Foto in der Hand.
- Verlage können nur Verlage sein (Literaturagenten können nur Literaturagenten sein), wenn sie Geld verdienen. Vielleicht passt der Text nicht ins Programm oder die Sparte ist überlaufen.
- Selektion ist vom Lektor abhängig. Zehn Lektoren lehnen das Buch ab. Der elfte greift zu, es wird zum Bestseller und zehn Lektoren beißen sich in den Hintern.
Hier beginnt die Resilienz. Auch wenn »das Krönchen richten« die eine oder andere Zeiteinheit in Anspruch nimmt, so ist es immer noch die Fähigkeit, Niederlagen zu überwinden, um danach weiterzumachen, die zählt.
Wer die Stärke hat, weiterzumachen, ist im Vorteil, denn Absagen bekomme viele, vielleicht sogar alle Schriftsteller, aber den Schritt zu gehen und weiterzumachen schaffen nur wenige (ist übrigens eine Allzweckwaffe im Leben). Natürlich wird das kleine Teufelchen auf der Schulter sitzen und unflätige Sätze des Versagens ins Ohr flüstern. Aber das, was der gemarterte Schreiber dort hört, ist immer nur die Katastrophe, die er sich selbst ausmalt.
Gehen wir noch einmal zurück. Wie wir (wahrscheinlich) aus Erfahrung wissen, steht in Absagen nie der Grund. Das was das der Schulterteufel uns mitteilen will, ist die Ausgeburt unserer Versagensangst.
Also wischen wir das imaginäre Wesen von der Schulter und schreiben.
Stay tuned: #RohanDeRijk
Ein Gedichtband im E-Books-Format.
Ich höre schon die Gemeinde der Schriftsteller aufschreien und sich das mehr oder minder schüttere Haar raufen (bei den Damen der Zunft wird das mehr oder weniger lange Haar geschüttelt).
Warum tut er sich das an? Wenn die Verkaufszahlen die zweistellige Marke erreichen, kann er sich glücklich schätzen.
Also warum?
Es ist ein Experiment.
Ein Experiment ohne Anspruch auf Erfolg.
Als erstes habe ich das Metier des E-Books noch nicht beackert. Sollte also ein Roman der erste sein, der die Hürde nehmen sollte. Für mich ein klares Nein.
Zum anderen wollte ich Marketing-Methoden ausprobieren, aber dazu später mehr.
Ob man ein Gedichtband nun als E-Books veröffentlichen sollte, ist Geschmacksache, sagen wir so wie Austernessen.
Viel wichtiger ist für mich die Frage, was bewegt einen, einen Gedichtband zu schreiben. Einen Gedichtband, der die düstere Seite des Lebens beleuchtet.
Keine Angst: „düster Zeilen“ enthält keine pre-suizidalen Gedanken.
Für mich ist es die eine Form mit dem Leben umzugehen. Keiner wird behaupten, dass er auf der Sonnenseite geboren wurde und dieses Fleckchen nie verlassen hat.
Dies ist unter anderem der Grund, warum ich keine Reime verwende oder Wert auf irgendein Versmaß lege. Die Gedichte sollen rau und ursprünglich sein. Die kaleidoskopische Betrachtungsweise des negativ Schmerzhaften bedeutet aber auch, dass das Leben immer noch den Ausgleich sucht, auf der anderen Seite begegnet einem das Licht.
Und jetzt zu den versprochenen Marketing-Methoden.
Der Trailer
Ein Trailer für ein literarisches Produkt?
Geschichten und Gedichte schaffen Bilder. Ganz eigene Bilder, die von Leser zu Leser so unterschiedlich sind, dass der Schriftsteller das Aussehen seiner Protagonisten und Handlungsorte auf den ersten Blick nicht wiedererkennen würde. Kann man diese Bilder erspüren und in einen 30-Sekunden-Film packen?
Bewerbe ich einen Film, kann ich aus den Szenen wie aus dem Vollen schöpfen.
Bei einem Gedichtband bleibt wegen der verschiedenen Gedichte nur die Stimmung. „düster Zeilen“ hat das Dunkel als Grundstimmung. Etwas, das tief verborgen unter einer Membran lauert und jederzeit dieses dünne Schutzhäutchen spalten kann.
Die Farben sind Sepia, die Hintergrundmusik ist epochal fordernd und bringt das Dunkel noch mehr zur Geltung.
Ich habe die klassischen Anleihen aus der traumhaften Symbolik gewählt, wobei normale Gegenstände durch ihre schattenhafte Präsenz eine mystifizierte Anmutung erhalten.
Würde ich es noch mal tun?
Ja. Der Aufwand hält sich in Grenzen. Der Spaß beim Schneiden und Vertonen ist, zumindest bei mir, sehr hoch angesiedelt.
Eines muss aber auch gesagt werden: Entweder entstehen die Filme mit der eigenen Kamera oder man benutzt Material, das dafür freigegeben wurde. Schriftsteller möchten nicht, dass ihre Werke kostenlos kopiert werden und so sollte man sich auch bei der Materialsammlung zu einem Trailer verhalten.
Hier gilt mein besonderer Dank an Pixabay.
Guerilla-Marketing
„Und dann stellte er fest, dass die Normalität nicht gesehen wird.“
Guerilla-Marketing ist ein ideenreiches Marketing, bei dem es nicht auf die Größe des Budgets ankommt. Hier ist weniger mehr. Einfache Kampagnen oder Aktionen, die aber kreatives Potential enthalten, sind hier mehr gefragt als die Marktmacht des Geldes.
So war es mir nur recht und billig, die Werbeplakate der anstehenden NRW-Landtagswahl zu meinen Gunsten auszuleihen. Die Parteien mögen es mir verzeihen, auch wenn ich nicht preisgebe, wer sich darunter verbirgt.
Anders verhält es sich mit der Lady Liberty. Sie war ganz angetan (das Wort scharf verwende ich nicht), endlich einmal andere Lektüre als die Tabula ansanta in den Händen zu halten.
So oder so ähnlich ist es jedem möglich, für wenig Geld und mit einer Portion Hirnschmalz sein Buch in Szene zu setzen.
Mehr zu „düster Zeilen“ finden Sie hier.
Stay tuned: #RohanDeRijk