Monatsarchiv Oktober 2018

Rohan de Rijk VonRohan de Rijk

Lovelybooks Leserunde – eine runde Sache?

Lesezeit: 2 Minuten

Ende Mai 2018 stürmte mein Psychothriller „Schnee am Strand“ in die Buchläden und E-Book-Downloadportale und reihte sich in die 80. bis 90.000 Neuerscheinungen ein.

Richtig, die Verkaufszahlen ließen für den ersten Moment nicht den Schluss zu, dass ich einen Bestseller an den Start gebracht hatte.

Für die erste Werberunde hatte ich alle (kostenlosen) Marketingraketen gezündet. Die Erfahrung sollte zeigen, dass eine gewisse Aufmerksamkeit unter meinen Facebook-, Instagram- und Twitter-Bekanntschaften vorhanden war.

Auch der Buch-Trailer bekam seine verdiente Scheibe Lob ab. (https://rohan-de-rijk.de/landingpage/Schnee_am_Strand/). Aber die Verkaufszahlen hatten immer noch Bodenkontakt.

Verbreitungsmultiplikator Leserunde

Guter Rat war diesmal nicht teuer und es lag sozusagen auf der Hand.

Leserunde bei Lovelybooks.

OK, was genau ist eine Leserunde? Zum Glück hat Lovelybooks eine gut gepflegte FAQ-Seite, so dass die Fragen schnell beantwortet waren.

Das Formular war schnell ausgefüllt. Ich habe mich dafür entschieden, für die Leserunde E-Books zur Verfügung zu stellen. Dies ist zum einen eine kostengünstige Art und Weise, die zukünftigen Mitglieder der Leserunde mit dem Corpus delicti zu versorgen, und zum anderen ist ein E-Book schnell verschickt, so dass das Lesevergnügen nach dem Abschicken starten kann.

Auf irgendeiner Webseite, ja ich weiß, diese Aussage ist äußerst präzise, habe ich später gelesen, dass man tunlichst keine E-Books verschicken soll, da diese sofort auf einer illegalen Download-Plattform landen.

Lasst uns nicht paranoid werden. Ich halte nicht viel von diesen Aussagen. Also E-Book.

Die Anfangszeit

Da Geduld einer meine schwächsten Tugenden ist, habe ich des Öfteren geschaut, wer sich auf meine Leserunde beworben hatte.

Man kann die Leserunden nach „neu eingestellt“ und „endet bald“ sortieren. Dies bedeutete für mich, „Schnee am Strand“ war prominent vertreten und es dauert nicht lange und ich hatte auch schon die erste Bewerbung.

Wunderbar, so kann es weiter gehen – dachte ich.

Aber je weiter das Buch nach hinten rutschte, um so mehr schwand auch meine Hoffnung, die 20 Exemplare zu verlosen.

Kürzen wir es ab. Ich hatte den Bewerbern eine 14 tägige Frist eingeräumt. Dies bedeutete für „Schnee am Strand“, am Ende der Spanne tauchte das Buch und damit die Leserunde wie Phönix aus der Asche auf und die Bewerbungen stiegen.

Am Ende waren es 8 (was eine Verlosung überflüssig machte) und ich war happy.

Die E-Books sind verschickt und die Spannung steigt

Nach Ende der Bewerbungsfrist stellt Lovelybooks einem die Adressen der Bewerber zu Verfügung, mit der Bitte, sie nur für diese Leserunde zu benutzen. DSVGO lässt grüßen, aber gut, ich hätte die Adressen auch nur zum Versenden benutzt.

Jetzt hieß es warten.

Was wollte ich von meiner Leserunde wissen

Lovelybooks bietet eine die Möglichkeit, verschiedene Diskussionsstränge anzulegen.

Meine lauteten:

  • Plauderecke
  • Der erste Blick: Covergestaltung
  • E-Book vs. Print: Erfahrung und Wünsche
  • Diverses: Alles, was Euch wichtig ist
  • Konflikte zwischen den Protagonisten
  • Struktur der Geschichte

Um es kurz zu machen, es wurde in allen Bereichen diskutiert. Aber eins wurde schmerzlich vermisst (dies hatte ich ausgelassen, weil es anders machen wollte): Eine Aufteilung in Kapitelgruppen, so dass die Geschichte abschnittsweise diskutiert werden kann.

Ich habe gelernt: Für die Leserunde meines nächsten Buchs wird es diese Unterteilung geben.

Das Ergebnis

Leute seid gewarnt: Leserunden auf Lovelybooks sind knallhart.

Dies kann ich nicht unterschreiben. Meine Leserunde lief in einem harmonischen Kontext ab. Auch wenn es Kritik an dem Buch gab, war dieser immer fair und begründet.

Die Bewerber der Leserunde haben für „Schnee am Strand“ 12 Rezensionen geschrieben.

Diese sind erschienen auf:

  • Amazon
  • Lovelybooks
  • Thalia
  • Hugendubel
  • buecher.de
  • lesejury.de
  • wasliestdu.de

Dafür allen noch einmal ein herzliches Dankeschön.

Fazit

Leserunde weiterempfehlen: ja

Leserunde noch einmal machen: immer wieder

Rohan de Rijk VonRohan de Rijk

Buchtrailer – Must-have oder Nonsens

Lesezeit: 4 Minuten

Wieso sollte man ein Medium (Lesen) mit einem anderen Medium (Sehen, Hören) bewerben.

Eine Antwort lautet: warum nicht. Die andere: In der heutigen, digitalen Welt werden alle Sinne angesprochen, da liegt es nahe, auch diesen Weg zu beschreiten.

Um es vorweg zu nehmen, ich habe mich für einen Buchtrailer entschieden und werde es auch immer wieder tun.

Ich werde immer den aktuellen Trailer zu meinem Buch „Schnee am Strand“ heranziehen, um die Vorgehensweise zu demonstrieren.

Eine Frage, die sich immer wieder stellt, schaffe ich es, einen Trailer zu erstellen. Es geht um die Beherrschung der Technik (Schnittprogram), um Komposition (welche Szenen verwende ich) und um Stimmung (Musik, Geräusche).

Ich komme aus dem Mediendesign und habe Erfahrung, solltest Du diese nicht haben, dann heißt es üben, den etwas anderes ist es nicht. Wer schreiben kann, kann auch die Kopfbilder in „Trailer-Bilder“ umsetzen. Ansonsten gibt es bestimmt im nahen oder fernen Bekanntenkreis jemanden, der sich mit der Thematik auskennt.

Die Frage des richtigen Schnittprogramms

Die Auswahl des richtigen Schnittprogramms, also dem Programm, wo Film, Musik und Text zusammenkommen, geschnitten und mit Effekten versehen werden, unterliegt dem persönlichen Geschmack. Es gibt Programme aus dem Open-Source Bereich, die für Profis gedacht sind, aber hier war mir die Lernkurve trotz Erfahrung zu hoch.

Ich komme ursprünglich aus dem Adobe-Lager, da lag es nahe, Premiere zu benutzen. Allerdings wollte ich mich nicht an das Abo-Modell von Adobe binden, so habe ich es mit Premiere Elements versucht, dies ist die Amateur-Version von Premiere.

Hier bin ich allerdings schnell an die Grenzen des Programms gestoßen.

Es musste ein Schnittprogramm mit einem größeren Funktionsumfang werden. Nach verschiedenen Tests habe ich mich dann für MAGIX Video deluxe Plus entschieden und bereue die Entscheidung nicht.

Die Filme – Pixabay und Co.

Filme in einer Hollywood-Qualität zu produzieren kostet Geld. Viel besser und schneller könnt Ihr Euch im Fundus von Pixabay und Co. umschauen. Für den Trailer von „Schnee am Strand“ habe ich Filme von Pixabay genommen. Ein anderer Anbieter wäre z. B. Stockfootage 4 Free (https://www.stockfootageforfree.com/). Für mich kommt aber an ehesten Pixabay (https://pixabay.com/ ) in Frage, da ich die Lizenzbedingungen am besten nachlesen kann.

Die Idee war den Trailer von „Schnee am Strand“ in 4K zu produzieren, am Puls der Zeit, aber leider musste ich feststellen, dass es zu dem damaligen Zeitpunkt noch nicht allzu viele 4K-Filme gab, die auf noch in das Storyboard (vom Inhalt) gepasst hätten. Also zurück zum alten HD.

Eins muss hier gesagt werden, egal ob ich passende Bilder, Video, Musik oder Schriftarten suche, es dauert. Nehmt Euch die Zeit, denn das Ergebnis der Suche bestimmt nachher, wie wertig der Trailer werden wird.

Der Ton macht die Musik – aber woher nehmen?

Ein Film ohne Ton ist wie ein Buch ohne Buchstaben. Stimmung (ob Horror oder Romantik) wird zum großen Teil über die Musik bestimmt.

Aber wo nehme ich die Musik her?

Auch hier verweise ich auf YouTube. Wenn Ihr dort einen Account habt, findet Ihr im „Creator Studio“ einen Bereich „Video-Tools“ und dort befindet sich die „Audio-Bibliothek“.

Ihr könnt den Song runterladen und in Eurer Schnittprogramm einfügen. Einfacher geht es nicht.

Thumbnail – Das Cover des Trailers

Bevor wir uns ansehen, wo wir den fertigen Trailer speichern, so viel sei vorweggenommen, es wird YouTube sein, brauchen wir für den Film ein passendes Thumbnail.

Warum?

Dieses Thumbnail ist der erste visuelle Eindruck, den der Benutzer bekommt, praktisch wie die Hülle einer DVD-Box. Erstellt Ihr kein Thumbnail, wird YouTube Euch ein Vorschaubild aus dem Trailer anbieten. Hier geht Euch die Kontrolle verloren, wie der Film nachher in der Suchliste dargestellt wird.

Was brauchen wir, um ein Thumbnail zu erstellen?

Ein Grafikprogramm.

Wie ich schon mal angedeutet habe, komme ich aus dem Adobe-Lager, also benutze ich Photoshop (das große, ohne Elements). Man kann sich aber auch in der Open-Source-Szene umschauen und sich für GIMP entscheiden. Dies ist wie immer eine Frage des Geschmacks.

Wie groß sollte das Thumbnail sein: 1280 x 720 Pixel

Wie groß sollte das Thumbnail sein: max. 2 MB

Welches Format sollte das Thumbnail haben: .jpg (.png birgt die Gefahr, dass vielleicht doch transparente Bereiche mit abgespeichert werden und .gif eignet sich aufgrund der Detailtiefe von Fotos nicht)

Dies sind die Eckdaten.

Jetzt ist Kreativität gefragt. Kostenlose Grafiken könnt Ihr, wenn Ihr möchtet, bei Pixabay beziehen. Sollte sich keine Grafik im Fundus von Pixabay befinden, die Ihr Euch für das Thumbnail vorgestellt habt, dann kombiniert verschiedene. Und zum Schluss den Titel Eueres Buches nicht vergessen, denn, wie schon gesagt, das Thumbnail ist das Erste, was der vielleicht künftige Käufer Eures Buches sieht.

YouTube – dort sollte der Trailer landen

Warum auf YouTube? Ich habe doch eine eigene Website und vielleicht sogar genügend Webspace. Man sollte sich nicht vertun, was die Größe des Films angeht. Der Trailer von „Schnee am Strand“ hat ca. 450 MB. Dies hört sich erst einmal nicht nach viel an, aber der Trailer ist nur ein Aspekt Deiner Website und nicht zu vergessen: Jeder Benutzer, der sich den Film ansieht, lädt 450 MB (in meinem Fall) herunter. Habe ich nur ein monatliches Volumen, kann dies sehr schnell aufgebraucht sein. Schauen sich mehrere Leute den Trailer auf einmal an, so könnte die Performance meiner Website in den Keller gehen und der Trailer läuft nicht mehr flüssig. Also dann lieber die Infrastruktur von YouTube nutzen.

Website, Landingpage usw.  – Mein Trailer in meinem Auftritt

Wo binde ich das Video ein?

Auf der Seite, wo ich die Veröffentlichung meiner Bücher habe. Bei mir wäre das:
https://www.rohan-de-rijk.de/veroeffentlichungen/

Und, dies mache ich sehr gerne, ich baue für das Buch eine Landingpage. Auf dieser speziellen Seite, die nur dazu dient, das Buch zu bewerben, habe ich den Trailer, eine Leseprobe, meine Social-Media-Kanäle, einen Verweis, wo ich das Buch überall kaufen kann, und nicht zuletzt das Impressum.

Und so sieht das Ganze für „Schnee am Strand“ aus:
https://rohan-de-rijk.de/landingpage/Schnee_am_Strand/

Damit Ihr Euer Video in die Website oder Landingpage einbinden könnt, bietet Euch YouTube einen Link an. Diesen kopieren und in die entsprechende Seite einbauen und schon habt Ihr Euer Video in Eure Website eingebunden.

Wie sieht so etwas aus:

<iframe src=”https://www.youtube.com/embed/Hier_steht_die_Nummer_eures_Trailers” allowfullscreen=”allowfullscreen” width=”320″ height=”180″ frameborder=”0″></iframe>

Facebook – Den Trailer richtig präsentieren

Damit der Trailer seine Wirkung zeigt, muss er von der heimischen Festplatte in die große weite Welt entlassen werden. Ich sage nichts Neues, wenn Facebook hier die erste Wahl ist.

Leider hatte ich bei meinem ersten Post nur den Link auf YouTube in die Nachricht geschrieben, was zur Folge hatte, dass Facebook nur ein sehr kleines Thumbnail des Videos zeigte.

Beim nächsten Post habe ich den Trailer dann direkt auf Facebook hochgeladen und das Video wurde so dargestellt, wie ich es mir vorgestellt habe, also in seiner ganzen Pracht.

Fazit

Lasst mich an dieser Stelle das Resümee ziehen: Ein Buch-Trailer macht sehr viel Arbeit.

Die Vorbereitung, das Suchen nach den richtigen Filmen, die Auswahl der Musik und den textlichen Inhalten und das ständige Ansehen der einzelnen Szenen verschlingt sehr viel Zeit. Aber, wenn das Ergebnis ein Trailer ist, der das Buch auf multimediale Weise unterstützt, dann hat man für vergleichsweise geringe Investitionen ein Werbemittel, das das Marketing wirksam unterstützt.

Stay tuned: #RohanDeRijk